#25 Angetreten, um Milliarden Ladungsträger zu bändigen – mit Dr. Philipp Hüning von Loopario (ehem. Logistikbude)

Shownotes

Dr. Philipp Hüning ist Mitgründer und CEO von Loopario, ehemals Logistikbude, und hat aus einem oft übersehenen Problem der Logistik ein internationales Softwaregeschäft gemacht. Wir sprechen über seinen Weg von der Forschung zur Gründung, die Umbenennung des Unternehmens, versteckte Millionenbeträge im Palettenmanagement und die Verantwortung, gemeinsam mit drei Mitgründern ein Unternehmen aufzubauen.

Dieser Podcast wird unterstützt von Samsara, The Connected Operations Cloud

Darum geht’s in dieser Episode

  • Ein Logistik-Nerd von Kindesbeinen an: Warum Philipp schon bei Fernsehdokumentationen wissen wollte, was nach der Produktion mit den Waren passiert.
  • Von der Forschung zum eigenen Unternehmen: Wie aus Arbeiten an RFID, Europaletten und Verpackungslogistik am Fraunhofer-Institut eine Geschäftsidee entstand.
  • Warum Logistikbude jetzt Loopario heißt: Was Internationalisierung und Vertrauen mit der Namensentscheidung zu tun haben und wie das gesamte Team am Rebranding beteiligt war.
  • Vier Gründer, unterschiedliche Stärken: Wie Philipp und seine drei Mitgründer Verantwortung aufgeteilt haben und warum unterschiedliche Meinungen wichtig bleiben.
  • Das unterschätzte Geschäft mit Ladungsträgern: Wie Paletten, Behälter und Gitterboxen zu erheblichen Personalaufwänden, Schwund und Kapitalbindung führen.
  • Zwei Millionen Euro auf einem Tafelbild: Was eine Ladungsträgerbilanz sichtbar machen kann, obwohl ein Unternehmen überzeugt ist, keine Paletten zu verlieren.
  • Automatisierung statt E-Mail-Pingpong: Wie Loopario bestehende Daten aus Logistiksystemen zusammenführt und die Abstimmung von Ladungsträgerkonten vereinfacht.
  • Gründen heißt Verantwortung übernehmen: Warum Philipp das Risiko der ersten Mitarbeitenden besonders ernst nimmt und weshalb man nicht auf die perfekte Geschäftsidee warten sollte.
  • Vertrauen als Geschäftsmodell: Warum Philipp Loopario als unabhängigen Vermittler zwischen Unternehmen versteht und die Software langfristig mit Online-Banking für Paletten vergleicht.

Gast Dr. Philipp Hüning ist Mitgründer und CEO von Loopario (ehemals Logistikbude), einem Software-Startup aus dem Ruhrgebiet, das Ladungsträgermanagement automatisiert. Mit Wurzeln an der TU Dortmund, einer Promotion über Verpackungslogistik und Jahren am Fraunhofer Institut hat er gemeinsam mit drei Mitgründern eine Plattform aufgebaut, die heute monatlich rund 50 Millionen Ladungsträger in über 60 Ländern abwickelt.

Philipp auf LinkedIn

Über den Logistikgeschichten Podcast Host:

Ich bin Pélagie Mepin-Koebel, Expertin für Logistik Storytelling. Seit über 20 Jahren helfe ich mittelständischen Unternehmen aus der Logistikbranche, sich besser zu vermarkten und erfolgreich zu wachsen. Als Gründerin und CEO der Strategieberatung **Logtastiq **habe ich die Vision, **Storytelling **als goldenes Werkzeug für Unternehmenswachstum jedem Logistikunternehmen zugänglich zu machen.

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Transkript anzeigen

00:00:11: Ja, es ist wieder Zeit für eine Extra-Ladung Logistikgeschichten und mein heutiger Gast ist Dr.

00:00:18: Philipp Hühning.

00:00:19: er ist Co-Founder und CEO von Lupario.

00:00:22: Viele von uns kennen das Unternehmen unter Logistikkbude.

00:00:27: Schon als Kind hat Philipp Dokumentation über Logistik geschaut und über die Zeit führte das Ganze zu einer Gründungsgeschichte.

00:00:36: Ich persönlich erinnere Logistikkbude Jets Lupario seit Jahrzehnte und verfolge die Story ganz aktiv.

00:00:45: Heute ist es so, dass ihre Software jeden Monat mehr als fünfzig Millionen Ladungsträger in über sechzig Ländern vielleicht fünfzehn Sprachen steuern und das Unternehmen heißt seit kurzem erst nicht mehr Logistikbude, sondern Lupario.

00:01:04: Was dahintersteckt?

00:01:06: Da sind wir natürlich neugierig.

00:01:07: da erzählt Philipp gleich mehr dazu.

00:01:10: und ja ich freue mich sehr und bin gespannt habe ganz viele Fragen an dich Philipp.

00:01:17: Herzlich Willkommen im Logistikkeschichten Podcast.

00:01:21: Hi Pelagi, schön hier zu sein.

00:01:23: Ich freue mich drauf über Logistik zu plaudern.

00:01:25: Bin gespannt was du so für Fragen dabei hast.

00:01:27: die Einleitung war ja schon sehr warm.

00:01:29: Lass uns loslegen!

00:01:32: Sehr gerne Philipp.

00:01:33: ich fange mal ganz früh an und zwar Ich selbst bin in einem Haushalt mit vier weiteren Geschwistern aufgewachsen und es gab nicht für jeden Fernseher oder ein Computer.

00:01:47: Das heißt, wenn man bestimmte Interesse hatten musste man sich mit den anderen irgendwie verständigen.

00:01:51: die Eltern waren auch noch dabei Und du hast es geschafft regelmäßig Dokumentation über Logistik dir oder Transport anzuschauen.

00:02:01: Wie hast Du dir diesen Raum ermöglicht?

00:02:05: Ja, erst mal.

00:02:05: ich hatte Gott sei Dank ein Fernseher.

00:02:06: irgendwo so ab drei, zehn, vierzehn Jahren durfte ich einen haben.

00:02:09: Aber davor ... Hat sich unser Oma um uns gekümmert, wir waren dann sechs Kinder da.

00:02:14: Also mein Zwei Cousins, mein Bruder und danach meine zwei Cousinen auch.

00:02:17: Und bei uns gab's immer die sogenannte Kinderstunde, wo man am Tag eine halbe Stunde Fernsehen gucken durfte nach dem Mittagessen.

00:02:24: Da gab es viel so Dokumentationen, wo irgendwas hergestellt wurde.

00:02:28: Ich hatte aber nie dieser Herstellungsprozess interessiert, wenn da irgendwelche Getränke abgefüllt wurden oder Bier gebraut zu was.

00:02:35: Sondern wie kommt das in die Flaschen?

00:02:36: Was passiert dann?

00:02:38: Dann kommt der Gabelstapler bringt es irgendwo hin als gar nicht registriert, dass es so was wie Logistik gibt.

00:02:42: Und dann wollte ich irgendwann mal Wirtschaftsingenieur werden weil mich irgendwo das technische mit dem wirtschaftlichen zusammen total spannend fand.

00:02:50: und es war aber ganz einfach in Dortmund der NC für Logistika niedriger als für Wirtschafts- ingenieurwesen.

00:02:56: Und da hat man erst das Beste genommen wo man reinkam weil nach einem Jahr kommt mein Wechsel Und so bin ich in die Logistik rein.

00:03:02: Da war die allererste Vorlesung Michael Tenhompel, der bis heute ein enger Mentor und Vertrauter von uns ist.

00:03:07: Und Michael hat nichts anderes gemacht als Videos zu zeigen, was alles logistik ist.

00:03:12: In mir das Feuer angezündet.

00:03:15: Irgendwie bin ich nicht mehr aus der Logistika weggekommen.

00:03:18: Ich sage immer, ich kann auch nichts anderes als

00:03:20: Logistikk.,

00:03:20: aber das ist mein Herzblutthema.

00:03:23: So hat sich das dann ergeben von der Kinderstunde mit zwölf Jahren oder sowas ... Bis heute einer der Gründe davon.

00:03:29: Loperio zu sein.

00:03:31: Ja spannend, also quasi mitten im Ruhrgebiet ein Logistik Nerd geworden oder?

00:03:40: Davon haben wir ja zwei drei hier!

00:03:41: Also man unterschätzt das wie viele Leute wirklich hier logistisch studieren an der TU Dortmund und mit einem doch sehr besonderen Logistiksstudiengang eher technisch geprägt ist als wir durften so Sachen machen wie Fördertechnik berechnen, Layoutplanung Durchflussrechnung, Kommissionierzeitenberechnungen und so weiter.

00:04:01: Es war sehr technisch aber dafür auch total tief in die Logistik rein.

00:04:05: wie funktionierten Regalbediengeräte und solche Fragestellungen.

00:04:10: Ich weiß nicht was die aktuellen Zahlen sind, aber ich meine es waren damals so zwischen fünfzig- und hundert Studierende die im Semester fertig werden und dementsprechend gibt's in und um Dortmund relativ viele Logistic Nerds.

00:04:24: Ich habe so ein bisschen die Anfängen von deinem Unternehmen mitbekommen.

00:04:30: Ich war damals in Duisburg im Startport und da wart ihr auch mit unterwegs, Logistikbude kennt man euch eigentlich!

00:04:43: Und seit ein paar Wochen gefühlt ist es anders.

00:04:48: Ihr heißt jetzt Lupario, erst mal meine Frage tut das weh den Namen aufzugeben mit dem man gegründet hat?

00:04:56: Aufgeben klingt immer so endgültig.

00:04:59: Ich habe das damals, als ich geheiratet hab, den Namen meiner Frau angenommen und ein bisschen so fühlt sich das an.

00:05:05: also wir heißen jetzt anders, ich heiße anders aber die Vergangenheit davor ist ja trotzdem noch da.

00:05:10: Also die ganze Zeit als Logistik-Bude mit Vorträgen gibt es ja zig Videos auch im Internet und Fotos Die existiert ja immer noch, nur weil da jetzt oben andere Name drüber steht sind wir kein anderes Unternehmen.

00:05:22: Gleichzeitig war einfach die Zeit gekommen du hast es in der Intro ja gesagt wie vielen Ländern wir für Sprachen unterwegs sind und nicht jedes Ausland tut sich leichter mit den dann doch recht langen Namen Logistik gut auszusprechen.

00:05:36: Eine zweite Facette ist, was wir ja tun.

00:05:38: Wir übernehmen für Unternehmen das ganze Thema Ladungsträgermanagement automatisiert und es hat total viel mit Vertrauen zu tun, dass wir das richtig machen, dass keine Paletten- und Behälter verloren gehen.

00:05:51: Logistikbude ist ein total cooler Name, der uns ganz viel gebracht und ganz viel geholfen hat.

00:05:56: Er steht aber wahrscheinlich nicht in erster Linie für Vertrauen.

00:06:00: Das kam dann jetzt alles zusammen mit der Internationalisierung.

00:06:05: genau der richtige Moment das jetzt anzugehen und wir sind total stolz darauf wie weit wir als Logistikkude gekommen sind.

00:06:12: Frohmut ist dann auch als Doperio weiterzumachen und das weiterzutreiben.

00:06:16: Und rund um den Namen gibt es hunderte Anekdoten, da könnten wir die ganze Stunde hier füllen von potenziellen Kunden, die uns auf dem nach Hause Weg angerufen haben und gesagt haben sie hätten bessere Namensvorschläge mit unserem Telefon, unseren Brainstorming gemacht haben von Leuten, die gesagt haben ich will mit euch zusammenarbeiten nur weil ich den Namen so geil finde und irgendwie eine Identifikation im Ruhrpot habe.

00:06:36: Am Ende war dahinter ja dieses Bild, wir wollten wie so ein Kiosk sein.

00:06:40: Im Ruhrgebiet ist die Bude der Kioske und da steht für im Prinzip zwei Dinge das eine ist ne sehr lockere direkte Kultur und das andere ist dass ich Sachen sofort bekomme.

00:06:48: Ich gehe rein sage ich brauche das und geh wieder raus und bin nach ein paar Minuten fertig.

00:06:52: Und so wollten wir Software machen weg von diesen unglaublich aufwendigen Individualprojekten hinzu einer fertigen Lösung wo ich nur sage das und das brauche ich auch nicht leg los und konzentriere mich danach wieder auf mein Kerngeschäft, wozu bei den wenigsten Unternehmen das Thema Ladungsträger Palettenbehälter und Co.

00:07:11: gehört?

00:07:13: Ja also meine Beobachtung ist es euch gelungen diesen Spirit der Bude zu übertragen eine gewisse Leichtigkeit mit euren Kontakt zu kommen mit euch was zu starten war spürbar.

00:07:32: Was ich was ich mich frag.

00:07:33: also wir kommen jetzt gleich darauf, was ihr denn genau macht.

00:07:38: für die wenigen die auch von euch noch nicht gehört haben.

00:07:43: Bleibe kurz beim Namen.

00:07:44: du hast schon gesagt Kunden hätten auch mitgemacht bei Brainstorm wenn sie die Möglichkeit bekommen hätten.

00:07:55: Aber wie habt ihr es denn dann gelöst?

00:07:56: Also wie seid ihr auf Lupario gekommen?

00:08:00: Erst mal mussten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beibringen, dass das jetzt nötig ist.

00:08:05: Das hat relativ gut geklappt weil man kann es relativ logisch begründen und auch total offen sein, dass uns das nicht leicht fällt.

00:08:12: Und dann haben wir überlegt machen wir das mit einem externen Partner?

00:08:16: Es gibt ja auch Branding-Agenturen und so die sowas übernehmen können und haben gesagt ne wenn machen wir intern und nehmen alle Leute mit.

00:08:22: und dann durften alle die bei uns arbeiten Namensvorschläge machen.

00:08:27: Das waren glaube ich knapp Achtzig Und dann haben wir die bewertet und dann gab es eine top fünf oder top zehn.

00:08:33: Und dann kam raus alle zehn sind nicht verfügbar, weil du brauchst ja den Markennamen.

00:08:38: Du brauchst die E-Domain, die Dotcom Domain.

00:08:40: Ja.

00:08:41: Dann haben wir gesagt okay von den Zähnen wo haben wir denn so einen guten Spirit in dem Namen?

00:08:44: Wo wir uns irgendwie mit wohlfühlen.

00:08:46: Da war ich meine Luperity oder sowas war da.

00:08:50: Das gab es nicht, aber es fühlte sich gut an.

00:08:53: Dann haben wir halt bei den Namen überlegt was ist nah dran und haben dann sehr viel Checks gemacht ob's da Seiten gibt und Markenrecht gibt.

00:09:00: Und sind am Ende zu der Periode gekommen.

00:09:02: was am Ende für Loop also den Kreislauf im Ende das was wir managen sind mehr Wegladungsträger die immer wieder im Kreislaufen sind wahre drauf transportieren war runter wieder waren drauf.

00:09:13: Und Perity ist zu Perio geworden und das steht für die die Abstimmung.

00:09:20: Also ich muss, wenn wir beiden Paletten miteinander machen dann buche ich was und du buchst was, wir müssen uns einigen und diese Einigung wirklich so zu treffen dass wir nicht unterschiedlicher Meinungen sind dafür sondern der zweite Teil also das Perio stehen.

00:09:34: Ja stark!

00:09:35: Also das heißt ihr seid wie groß ist das Team heute?

00:09:39: Heute sind wir schon mit dabei.

00:09:44: Und dann haben einige mehrere Ideen gehabt, also ihr seid auf Achtzig Vorschlägen gekommen und habt alle die Möglichkeit gegeben quasi die neue Phase des Unternehmens zu benennen sozusagen

00:09:59: Ja, es gab auch immer wieder Wasserstandsmeldungen.

00:10:02: Wo stehen wir gerade?

00:10:03: und so?

00:10:03: Wir waren da total transparent in dem Prozess weil wollen nicht sagen wir machen jetzt als Management Klaver Marketing involviert sei zwar auch involvier überlegen uns irgendwie einen tollen Namen und dann stellen wir alle voll vor vollendete Tatsachen sondern werden immer wieder Updates gegeben.

00:10:19: Und das schönste war an sich denn der Termin wo klar war der Name wird zu heißen und wir haben schon mal ein paar Bilder wie dass dann aussehen wird.

00:10:26: die Leute Wo wir eigentlich gedacht hätten, die sind am kritischsten damit.

00:10:29: Die Fans am besten haben sich direkt zu Wort gemerkt und gesagt wow das passt!

00:10:32: Das ist so...die logische Weiterentwicklung nicht was vollkommen Neues.

00:10:36: Und deswegen sind wir sehr happy wie der Prozess gelaufen ist Der ja dann auch echt anstrengend war.

00:10:41: Also man unterschätzt bei so einem rebranding Was alles gerebrandet wird?

00:10:45: Dass es nicht nur ein Logo und Grafik und Powerpoint Master sondern das ganze Produkt auch technisch zu rebranden.

00:10:51: also Du hattest ja gesagt, wir stimmen in sechzig Länder die Palettenkonten und Kohle unsere Kunden ab.

00:10:58: Das heißt da gehen so Links raus, die gingen aber auf Apppunkt Logistik bude.

00:11:02: Die mussten alle redirected werden.

00:11:05: das heißt wenn jemand auf den Link den er vom halben Jahr geklickt hat... ... geht, muss er auf die neue Loperio-Seite kommen.

00:11:11: Auch wenn in seinem Link Logistikbude steht und solche Sachen mitzudenken.

00:11:15: Da haben alle beteiligten Teams wirklich einen hervorragenden Job gemacht.

00:11:18: also wir haben es glaube ich vor drei Wochen announced... ...und haben in einem Tag wirklich alles live geschaltet das Produkt auf Knopfdruck umgestellt.

00:11:25: Und auch das gehört ja auch dazu.

00:11:26: alle Kunden haben gut mitgemacht.

00:11:28: Wir haben so schöne Nachrichten gekriegt.

00:11:30: Das fällt mir total schwer.

00:11:31: Ich verbinde alles mit Logistikkbuder als Namen aber wir verstehen dass es jetzt so sein muss.

00:11:35: das war total nett die Zeit.

00:11:38: Diese Nachrichten würde ich auf jeden Fall gut aufbewahren.

00:11:43: Ein schöner Teil der Unternehmensgeschichte.

00:11:48: Wo steht ihr denn heute?

00:11:49: Also, F-Mon-Dreißig Menschen sind bei euch im Team.

00:11:54: Die neue Namensgebung kam ja als Cherry on the Cake, würd' ich sagen oder?

00:12:01: Ihr habt davor auch wichtige Announcements gehabt!

00:12:06: Genau, wir sind ganz gut gewachsen.

00:12:07: Also für uns ist ja immer die entscheidende Kennzahl wieviel Ladungsträger wickeln wir für unsere Kunden ab?

00:12:13: Wie viel Menge der weltweiten Ladungstrager geht über unsere Software?

00:12:17: und du hattest gesagt aktuell sind zu fünfzig Millionen im Monat das heißt zu sechszehn Millionen aufs Jahr hochgerechnet.

00:12:24: es wird am Ende des Jahres bei über einer Milliarde stehen.

00:12:27: Wir haben einige größere Kunden die gerade live gehen.

00:12:29: Das is schon viel.

00:12:31: Wobei, wenn man sich den gesamten Weltmarkt anguckt ist es weit weniger als ein Prozent.

00:12:36: Also weltweit hast du so schätzungsweise zehn bis zwanzig Milliarden Ladungsträger und die gehen ja jeweils durch fünfzehn Unternehmen im Jahr.

00:12:44: das heißt da kommen irgendwo hundertfünfzig bis dreihundert Milliarden Ladungs Träger Übergänge zwischen Unternehmen vor und dementsprechend haben wir dadurch auch noch ein bisschen Potenzial zu wachsen.

00:12:53: aber wir haben einige wirklich sehr große Kunden gewonnen.

00:12:58: Die Nagelgruppe kennt man ja als europa für ein Food Logistika.

00:13:02: Die haben wir recht früh gewonnen, wo wir innerhalb von paar Monaten das gesamte Netz machen also auch zehn europäische Länder jeden Standort der hundertdreißig Standorte.

00:13:12: Aber ich will jetzt gar nicht einzelne Kunden herausgreifen, weil egal ob viel oder wenig Paletten transportieren ist halt der Mehrwert den wir stiften mehr oder weniger.

00:13:22: Aber am Ende ist es immer ein Wert pro Palette, dem wir den Kunden helfen dort einzusparen sich auf andere Dinge zu konzentrieren und der ist immer mehr oder Weniger gleich, egal wie groß der Kunde ist.

00:13:33: Ja ja dass du die Nagelgruppe nennst da habe Bilder vor Augen, mein früherer Arbeitgeber wo ich auch unter anderem ein paar rebranding Themen begleiten durfte.

00:13:47: Auf jeden Fall ein sehr spannendes Unternehmen.

00:13:51: Ja also heute klingt das alles.

00:13:54: wie soll ich sagen?

00:13:55: selbstverständlich ihr seid bekannt ihr habt eine gewisse Größenordnung tolle Kunden.

00:14:05: Ihr seid aber Ganz normal irgendwo angefangen mit einem Thema, wo vielleicht die meisten sich fragen.

00:14:14: Wie komme ich auf die Idee ein Startup zum Thema Ladungsträger zu starten?

00:14:19: Also wie kommt ihr auf so ein Thema?

00:14:23: Ein

00:14:24: paar Mal im Leben falsch abgebogen.

00:14:27: Also bei mir die persönliche Geschichte ist, ich habe meine Masterarbeit damals im Jahr zwei Tausend Dreizehn über RFID-Transponder und CHEP Euro Paletten geschrieben.

00:14:35: Und damals ging es um die Fragestellung wenn jede Palette einen solchen Transponder hätte und der würde sich einmal am Tag melden könnte das Internet solche Datenmengen überhaupt bewältigen?

00:14:47: Das war damals die Frage Stellung.

00:14:48: heute wird man mit Ja beantworten.

00:14:50: Damals war das wirklich knapp.

00:14:53: Da habe ich mich nicht ganz blöd angestellt, glaube ich.

00:14:55: Und bin dann beim Fraunhofer-Institut in der Verpackungsdokistik gelandet und wir haben dann ein Team aufbauen dürfen was sich mit Datengenerierung rund um Verpackung beschäftigt also im Ganz früh so Vision Learning Sachen gemachte ein Foto vom Palettenstapel und bezählen durch was da drauf ist.

00:15:12: Wir durften die E-Pal beraten den Verein hinter der Europalette wie die Europalete der Zukunft aussehen müsste.

00:15:19: Dann habe ich zu dem Thema auch noch eine Promotion geschrieben und am Ende kommt raus, eigentlich will sich kein Unternehmen der Welt groß damit beschäftigen.

00:15:26: Wir könnten all das was wir Logistik nennen nicht tun ohne die Palettenbehälter und

00:15:31: Co.,

00:15:32: weil erste Semester, erste Vorlesung, Definition von Logistikk ist meistens dann Tool also Transport, Umschlag, Lagerung ist Logistick Und genau das Könnte ich alles ohne die Palette nicht machen.

00:15:42: Also wenn man sich anguckt, wie die weltweite Logistik explodiert ist hat das ganz viel mit der Einführung von See-Container und Europalette zu tun Und dass es einfach damit zu tun.

00:15:51: Ich kann nicht effizient was auf einen Lkw schieben und wieder runterziehen Ohne dass ich so ein Ladungsträger unten drunter habe.

00:15:56: Ich kann nichts ins Regal stellen.

00:15:58: also ein Regal sind zwei Metallstreben.

00:16:00: Das würde alles runterfallen Wenn da nicht eine Palette drunter wäre.

00:16:02: und trotzdem hat kein Unternehmen in der Welt große Lust das Thema zu machen.

00:16:08: Dann war für uns und also mich und meine drei Mitgründer, so die natürliche Fraunhoferzeit vorbei.

00:16:14: Und die große Frage war wie machen wir jetzt weiter?

00:16:16: Wenn ein Leben lang bei Fraunhöfer bleiben können?

00:16:19: da war aber auch so ein Gefühl dass wir nochmal was Neues machen wollen.

00:16:22: Wir hätten in ein großes Unternehmen gehen können Aber ich hatte immer irgendwie Bock zu gründen und meinen drei mitgründern ging es genauso.

00:16:28: und dann kamen wenn man ehrlich ist nicht die perfekte Geschäftsidee dazu sondern So ein Gefühl, dass das wie selbst größte Unternehmen Ladungsträgermanagement einfach nicht effizient ist.

00:16:38: Dass sie irgendwelche Exzettabellen haben, Papierzettel durch die Gegend tragen und

00:16:43: Co.,

00:16:43: und wir noch gar nicht über neue Technologien wie IoT-Alpha, die da reden müssen, sondern es einfach darum geht, wie kann ich so was automatisch abwickeln?

00:16:51: Und so ein Bauchgefühl, das es einen Bedarf gibt mit einer großen Lust zu gründen – das war damals der Startschuss und dann hatten wir das große Glück!

00:16:59: ein Exist-Programm genehmigt zu bekommen.

00:17:02: Das heißt, man ist dann ein gutes Jahr freigestellt bei Frauenhofer mit einer öffentlichen Förderung und kann an seiner Idee oder an dem Unternehmen arbeiten bis es so dass die ersten kleinen zarten Umsetzchen gibt.

00:17:16: Und dann hat man zumindest eine gewisse Sicherheit das man weiter machen möchte.

00:17:19: So ging das dann bei uns Ende zweiundzwanzig los und dann haben wir im Sommer dreiundzwantig auch die erste Finanzierungsrunde gemacht und seitdem hat sich das ganz schön entwickelt.

00:17:30: Bleibt mal kurz bei dieser Gründungsphase, weil es ist ja für den einen oder anderen interessant einfach zu verstehen wie entscheide ich

00:17:41: mich da.

00:17:41: Also

00:17:42: wenn du sagst wir haben durch die durch die Analysen, die wir gemacht haben auch durch die Promotion bist du da tief in dieses Thema reingegangen hast aber festgestellt andere möchten das Thema nicht anfassen Wie kriegt man diese Überzeugung, dass es trotzdem Sinn macht und dass es irgendwann einen Markt dafür geben wird für die Idee, die man da einbringt?

00:18:09: Erstmal ist es ja schön, einen Markt zu haben wo sich niemand mit beschäftigen will.

00:18:12: Es ist viel besser darin zu sein als da wo alle rein wollen.

00:18:18: Vielleicht zwei Gedanken dazu.

00:18:19: das eine wie kommen auf die Idee zu gründen.

00:18:22: ich habe keine Ahnung und das ist wahrscheinlich auch ein gutes Stück naiv gewesen.

00:18:26: Ich wollte immer mal was gründen.

00:18:27: Ich habe zu Abi-Zeiten schon mit Freunden gebrainstormt, was man machen kann.

00:18:31: ich hatte so ein totaler Haarmoment.

00:18:33: im Studium hat ich einen lieben Kommilitonen, mit dem mich alle paar Wochen getroffen haben.

00:18:37: wir überlegt was es für Geschäftsidee in der Logistik gibt wo man etwas machen könnte und wir hatten eine Idee.

00:18:42: damals ist ein Pizzataxi immer mit so einem alten Ford-Car von der Pizzeria zu mir nach Hause gefahren und dann wieder leer zurück.

00:18:50: Wir haben gesagt logistisch ist das ja totaler Quatsch, der könnte ja wieder was mitnehmen, was in der Nähe an Lebensmitteln verschickt werden soll.

00:18:59: Wir haben es aber nicht gemacht, weil wir gesagt kommen beim ersten Studium fertig und dann hatte er schon einen Job.

00:19:03: Und dann habe ich bei Frauen angefangen, irgendwann machen wir's.

00:19:06: So in der Zwischenzeit haben aber irgendwelche Leute für Dora gegründet und am Ende an Lieferando für uns umverkauft wo sie genau das Geschäftsmodell mit Fahrrädern in Städten abgebildet haben.

00:19:16: Heute ist es ja total normal dass der Essenslieferdienst nicht nur exklusiv für ein Imbiss oder eine Pizzeria fährt sondern immer da wieder was mitten im Wohlgrade ist und es eher ein Netzwerk ist würde ich deswegen sagen, ich hatte die gleiche Idee.

00:19:30: Nein weil der Hauptunterschied ist mache ich oder mache nicht und als wir damals mit Logistik Bude damals noch angefangen haben was halt so.

00:19:39: alle haben uns gesagt braucht man nicht also Palette läuft ja.

00:19:41: Also weiß ich nicht wo das Problem ist.

00:19:44: Wir hatten halt das Gefühl nein Das ist nicht so.

00:19:46: Und das war dann so.

00:19:46: die andere Seite oder das zweite Learning neben dem dass man unglaubliche Lust selber verspüren muss jetzt vollkommen losgelöst von der Idee und wie groß der Markt ist Weil man ja sieben mal sich ... pivotet und was Neues dazu lernt.

00:20:01: Dass dazu auch gehört, so eine gewisse Resilienz gegen all die Leute, die einem sagen hey, nimm doch den sicheren Job!

00:20:08: Hey da gibt's schon hundert Sachen.

00:20:10: das wird eh nicht funktionieren weil deine ersten Kunden sind immer Leute... ...die entweder an dich oder in die Vision oder irgendwie mix aus beiden glauben.

00:20:19: Du wirst nie denen finden der das rein aus Business Case Grund macht ganz einfach weil du auch ein Produkt noch nicht soweit sein kannst am Anfang.

00:20:26: Und deswegen ganz vieles von dem, wo wir heute stehen hat sich erst ergeben als wir losgelegt haben.

00:20:31: Wo wir gar nicht wussten wo wir rauskommen.

00:20:35: Das finde ich total spannend.

00:20:37: also der erste Schritt ist letztendlich der wichtigste anzufangen

00:20:43: Ja und offene Ohren und Augen haben.

00:20:46: Dabei wird es in einem immer irgendwelche Opportunities begegnen.

00:20:50: Und selbst, wir haben immer gesagt was soll denn passieren wenn mir nach ein oder zwei Jahren feststellen wir sind gescheitert?

00:20:56: Dann habe ich zumindest eine Art Power MBA gemacht und ich hab ganz viel Netzwerk gebaut.

00:21:01: Wir können schlechter sein und wir kriegen auch als Gründer anfangs einen Gehalt.

00:21:05: das ist zwar nicht üppig und auch unter dem was wir Wanderstwo verdienen würden Aber wir können uns auch noch einen Abendessen leisten und wir können auch mal ins Kino gehen oder wohin auch immer.

00:21:15: Und um uns als Gründende geht es dabei am wenigsten, das geht immer um die Mitarbeiter.

00:21:21: Die gehen eigentlich ins Risiko wenn sie sich bei uns bewerben.

00:21:24: bei einem Unternehmen was fünf Mitarbeiter im Anfang hat ist das Risiko für die, wenn scheitert viel größer als für uns Founder.

00:21:30: Wir haben ab Tag eins bauen wir uns Netzwerk.

00:21:33: ab Tag Eins hätten wir immer Plan B, was wir sonst machen würden.

00:21:38: Aber gerade so Leute die früheren Unternehmen anfangen, die gehen eigentlich ins Risiko und vertrauen dir als Gründer total?

00:21:45: Und das ist so glaube ich die größte und schwierigste Verantwortung, die du am Anfang dort aushalten musst.

00:21:51: Das finde ich ein wertvoller Input aus dieser Gründersicht dass man sagt ja jetzt eigentlich nehme ich von Tag eins mehr Wert mit also... Das ist sehr spannend.

00:22:08: Also, mich interessiert jetzt noch dieses Viererteam.

00:22:13: Wie habt ihr entschieden?

00:22:15: Wer was macht?

00:22:15: Du bist dann CEO geworden.

00:22:17: Warum bist du es denn geworden?

00:22:20: Am Ende wäre ich auch alles andere geworden!

00:22:22: Ich meine, was wir uns bei vier Leuten auf die Karte schreiben.

00:22:24: Wir hätten genau so ein Teamleiter, Junior, Senior und was auch immer sagen können.

00:22:28: Das ist wirklich vollkommen egal.

00:22:30: Wir haben's auch an einer Stelle mal geändert.

00:22:31: als wir... Ganz am Anfang losgelaufen sind waren Jan und Patrick, meinen technischen Mitgründer CTO-I und CTO II.

00:22:39: Das hat dann nicht so wirklich Sinn gemacht beim Missingende.

00:22:42: Wir kannten uns schon viele Jahre am Fraunhofer.

00:22:45: die Konstellation war so dass... Michael oder Kosher war Teamleiter für Verpackungslogistik, der hat so wirklich die Hands-on bodenständigen Verpackungsthemen gemacht mit einem Prüflabor dran.

00:22:56: Wo man irgendwie testen konnte biegt sich eine Palette bei Temperatur und Feuchtigkeit durch und solche Sachen.

00:23:02: also er hat wirklich hardcore Verpacker beratungen gemacht sehr operativ sehr prozessdenkend.

00:23:08: Und das zweite team hatte ich dann verantwortet AutoID Technologie.

00:23:11: wir haben sehr technisch In innovation gedacht also vision learning.

00:23:15: wir konnten selber software schreiben als team.

00:23:18: Wir waren so eher für die zukunfts- themen rund um Verpackung da.

00:23:22: und ja nun patrick war beide Entwickler patrick im Team von koscha und jann bei mir, und wir haben zu viel das epal projekt geleitet wo es um diese zukunft der europa lette ging Und wo so ein Stückchen Software dann als Ergebnis aus dem Projekt rausgekommen ist.

00:23:35: Das war im Prinzip der Initialfunke, was zu gründen und wir konnten miteinander sehr gut und wir wussten uns sehr zu schätzen weil wir total heterogen sind.

00:23:45: also wir sind super unterschiedlich.

00:23:47: Wir würden auch nie irgendwie das Wochenende immer zusammen verbringen.

00:23:50: Also wir sind jetzt nicht die besten Freunde aber wir passen hervorragend Als Unternehmer zusammen.

00:23:55: und warum ist es so?

00:23:57: Ich glaube nachher einfach total viel Glück gehabt intrinsisch Bock haben zu gründen, auch Resilienz zu sein.

00:24:03: Das war die Grundlage aber darauf dass diese Charakter Züge so gut zusammenpassen und wir haben im Prinzip kann man sich uns vier wie ... wie vier Quadranten vorstellen und du hast eigentlich immer so two-on-two jener Fragestellungen.

00:24:18: Also wenn es natürlich um Business Themen geht, sind Michael und ich eher auf der Seite der Business Themen also... Ich verantworte alles bis der Kunde unterschreibt und Michael alles was danach kommt in unsere internen Prozesse.

00:24:29: Und Janu Patrick auf der technischen Seite, Patrick macht das Product Management, also überlegt welche Features müssen zukünftig kommen?

00:24:35: Welche Kundenwünsche sind schon da wie...?

00:24:37: pack ich die auch zusammen, dass sich nicht für den Kunden was individuelles bauen muss und Jan steuert die ganze Entwicklungsunit wo die Software gebaut wird.

00:24:45: Und wir haben aber auch darunter Charakterzüge die sich gut ergänzen.

00:24:49: also wenn es zum Beispiel um Innovation geht dann sind häufig Jan und ich die sagen kommen das mal einfach versuchen das was Neues machen und Patrick und Koscha der die dann eher sagen hey wir müssen schon überlegen was wir da schon haben und wie wir abholen.

00:25:02: ist es Reiberei und ich vergleiche das immer mit Politik.

00:25:05: Es ist natürlich viel einfacher, autokratisch irgendwie durchzuregieren aber dann machst du halt schnell Fehler.

00:25:10: also eine Demokratie ist anstrengend weil Demokratie kommt ja vom Diskurs.

00:25:14: unterschiedliche Meinungen haben.

00:25:15: miteinander diskutieren ist auch aushalten dass jemand ne andere Meinung hat und da auch zuzuhören wo man heutzutage sehr stark durch Social Media getrieben ist das Gefühl es gibt nur schwarz oder weiß entweder bist du für mich oder dagegen.

00:25:27: aber der eigentliche Wert ist ja sich gegenseitig dort zuzujhren.

00:25:32: So hat sich dieses Team einfach eingeschwungen.

00:25:34: Wir hatten immer die Regel, wir wollen wie ein gutes Ehepaar sein.

00:25:36: hinter verschlossenen Türen darf man sich schon mal zoffen aber nach außen geht man schon geschlossen und so haben das glaube ich ganz gut bis heute geschafft hier in der Firma auch aufzutreten Und deswegen würde sagen ja es passt sehr gut zusammen.

00:25:48: Es hat aber auch total viel mit Glück zu tun weil wir sicherlich nicht das perfekte Rollenprofil vorher gescoutet haben dass wir da zusammen passen Und damit haben sich ganz viele der Fragen, wer macht was?

00:25:59: einfach ergeben nach Stärken.

00:26:00: Also Patrick hatte irgendwann, obwohl er ja aus dem technischen Team kommt den Spitznamen Hausjurist weil er sich unglaublich gut in so juristische Fragen reinfuchsen und reindenken kann.

00:26:10: Michael war dann auf einmal für alle Controlling-und intern Themen verantwortlich Weil er sehr gut war saubere Prozesse aufzusetzen und auch so Checkpoints einzuziehen dass man sich dran halten muss und nicht mal eben irgendwie am Prozess vorbei etwas machen kann.

00:26:25: Und so haben sich dann immer die Rollen gefunden.

00:26:27: Ich durfte dann die ganzen Fundraising-Themen an den Investoren machen, weil ich visionäre Ideen verkaufen konnte und kann... ...und so hat so jeder seine Rolle gefunden.

00:26:37: Spannender wird es dann natürlich wenn du ein bisschen größer wirst und du hast auf einmal da drunter deine Unit sitzen die alle... die du ja dann steuerst.

00:26:45: Das heißt, wir vier verbringen viel weniger Zeit miteinander als man vielleicht denken würde.

00:26:50: also wenn wir auf eine Stunde in der Woche kommen ist das viel.

00:26:53: Es geht eher so drum was machst du mit den Leuten und wie steuerst du das auch so im Sinne des Kunden und des Produkt?

00:27:01: Kurz Unterbrechungen bevor es weitergeht.

00:27:04: Ich bin letztens über eine Zahl gestolpert, die bei mir hängen geblieben ist.

00:27:08: Im Jahr zwanzig vierundzwanzig sind allein in Deutschland fünfhundertvier und dreißig Menschen bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung eines Lkws oder Kleintransporters ums Leben gekommen was mich daran besonders beschäftigt hat In den meisten Fällen saßen die Getöteten nicht im Lkw.

00:27:27: das sagt viel über die Sicherheit moderner LkW Kabinen aus Aber für die Fahrer und ihre Arbeitgeber beginnt danach oft eine sehr schwierige Phase.

00:27:39: Was genau ist passiert?

00:27:40: Wie hat der Fahrer reagiert, gab es vorher Hinweise auf ein Risiko?

00:27:44: und was hätte man vielleicht schon vorher erkennen können?

00:27:48: Sicherheit darf nicht erst nach dem Knall zum Thema werden!

00:27:53: Das Technologieunternehmen Samsara unterstützt alle, die für Vorpark- und Fahrpersonal Verantwortung tragen.

00:28:01: Sie helfen dabei sicherer und transparenter zu arbeiten – dafür setzen sie auf eine Kombination aus Hardware, Software & KI.

00:28:10: Kameras und weitere Sensoren erfassen relevante Situationen im Fahrzeug und auf der Straße.

00:28:16: Die Daten laufen an einer Stelle zusammen und werden so nutzbar für den Arbeitsalltag gemacht!

00:28:23: Der Sicherheitsscore spielt dabei eine wichtige Rolle.

00:28:27: Er macht nämlich sichtbar, wie sich das Fahrverhalten entwickelt, schafft dadurch eine Grundlage um Risiken früher zu erkennen und mit Fahrern darüber ins Gespräch zu kommen.

00:28:39: Die Spedition Traveco ist bereits Kunde von Samsar und hat dafür, wie ich finde ein schönes Bild gefunden.

00:28:46: Nach Einführung der Samsara-Lösungen sagte der Projekt Verantwortliche Ich bin sehr stolz dass wir unseren Fahrern so ein starkes Tool in die Kabine gegeben haben.

00:28:56: Das ist wie ein Schutzengel.

00:29:00: Wenn auch Sie mehr Sicherheit für Ihre Kraftfahrer wichtig finden und gleichzeitig ihre Schadenquote und Betriebskosten senken wollen, dann schauen sie auf samsara.com oder klicken einfach auf den Link in den Show notes.

00:29:16: Ja also das heißt ihr habt eine sehr gute Kombi gefunden auf der Gründer- und Führungsebene.

00:29:26: Und seit los gelaufen mit dieser Idee Ladungsträgermanagement einfacher, transparenter zu machen.

00:29:34: Nimm uns kurz nochmal mit... Also wenn wir von Ladungsträgern sprechen Paletten haben wir erwähnt klar aber was steckt alles dahinter?

00:29:47: Wen interessiert das letztendlich im Unternehmen, was mit Ladungsträgern passiert?

00:29:54: Das ist ja genau das Problem.

00:29:55: Es interessiert alle aber nur ein bisschen.

00:29:57: Aber komme ich gleich zu... Also der Ladungsträger ist ein Objekt, was du mit Ware belädtest, was dann irgendwelche Prozesse durch die Supply Chain durchläuft und irgendwann kommt die Ware wieder runter.

00:30:07: Die Klassiker sind Europaletten, Gitarreboxen alle möglichen Behälter.

00:30:13: In der Produktion viele Sonderladungsträger, also diese großen Metallgestelle wo dann eine Autotür oder sowas drin ist.

00:30:19: aber wir haben auch zum Beispiel im Konsumerbereich unglaubliche Mengen die schwarzen und grünen Obst- und Gemüsekisten, die roten und blauen Fleischkisten, blaue Viertelpaletten die an den Gängen im Supermarkt stehen, die Rollcontainer mit denen die Regale befüllt werden und wir können ewig so weitermachen.

00:30:37: es gibt tausende verschiedene Objekte.

00:30:39: Wir haben es ja noch nicht mal geschafft, in der Logistik uns auf einen wording zu einigen.

00:30:43: Also Ladungsträger ist eher so die wissenschaftliche Sicht.

00:30:46: alles was Produktion spricht von Behälter da heißt die Software auch Behältermanagement selbst wenn ich kein Behältern im Unternehmen habe.

00:30:53: Die Logistiker sagen Packmittel Lade Hilfsmittel Transport Hilfsmittel.

00:30:58: also gibt eigentlich gar kein klares wording dafür.

00:31:00: aber es meint immer das gleiche physisches Objekt was du mehrfach einsetzt um Dinge durch Supply Chants zu bewegen.

00:31:07: und Es hat zwei Schwierigkeiten oder zwei Herausforderungen, wenn du sowas einsetzt.

00:31:12: Das eine ist Du brauchst Leute die dokumentieren und abstimmen.

00:31:17: also du brauchst Wie stelle vor wie deine Büchersammlung zu Hause schreibt ihr besser auf im Buch geliehen hast uns kriegst du es nicht wieder mit der herausforderung das bei Ladungsträgern.

00:31:27: Also wenn du jetzt ein produziertes Unternehmen bist und ich bin dein Spiliteur Dann schreibst du dir auf, was du an mich übergeben hast und ich schreibe mir auf, als sich bei dir abgeholt haben.

00:31:36: Und das machst auch mit all deinen Geschäftspartnern.

00:31:37: Die größten Kunden bei uns haben über zehntausend solcher extern Partner.

00:31:41: dann führen sie die sogenannten Konten und müssen sich am Ende des Monats mit denen streiten ob die Werte stimmen.

00:31:46: Das kannst Du ja so vorstellen.

00:31:47: es ist ein reines E-Mail pingpong.

00:31:49: Beleg hinter die E-mail mit Konto auszug rüber schicken die andere Seite schickts zurück und wir diskutieren.

00:31:57: Personalaufwände.

00:31:58: Und der zweite Block sind die Kapitalkosten, im Wesentlichen sind Schwundkosten.

00:32:03: Wieder das Beispiel Büchersammlung.

00:32:04: du hast es dir nicht aufgeschrieben bei ein paar Büchern und dann sind zehn Prozent deiner Bücher weg.

00:32:10: Das Zweite ist Kapitalbindung.

00:32:12: auch das kann man schon mit dem Bücherbeispiel erklären.

00:32:14: Du hast die Bücher ausgeliehen und sie stehen drei Jahre bei mir.

00:32:17: Dann Buch hat jetzt wenig Abschreibung aber so eine Palette verliert einfach an Werti.

00:32:21: werden so fünf bis sieben jahre wird So ein Ladungsträger abgeschrieben.

00:32:24: das heißt ich habe einfach einen Verlust.

00:32:26: Und was noch schwieriger ist, in der Zeit brauchst du ja trotzdem Ladungsträger.

00:32:31: Das heißt, du kaufst mehr und damit baust du den Überbestand auf.

00:32:33: Das heisst mit deinem Cashflow-Thema.

00:32:35: Du kannst eigentlich jedes Unternehmen zwischen dem beiden Extremen verorten also zwischen... Ich habe keinen einzigen Menschen, der sich darum kümmert und dafür hab ich dann einen Fünfzehnzwanzigprozent Schwund und viel zu hohe Bestände bis hinzu, ich hab Herrscharen an Leuten die das machen sogar eher das gegenteilig verdienen, sogar noch ein bisschen Geld damit.

00:32:57: Also indem ich zum Beispiel ganz schnell meine Forderungen eintreibe bei überall Verbindlichkeiten habe also mir eine... Ladungsträgerkredit quasi gebe und so im Prinzip negatives Ergebnis bei Ladungsträgern.

00:33:09: habe in ladungsträgern gedacht monitär gedacht hab ich dann natürlich ein positives Ergebnis.

00:33:15: Die Erfahrung zeigt einfach, die Produktionsunternehmen haben kaum Leute auf dem Thema.

00:33:19: Sie leben mit Schwund und Kapitalbindung und alle Logistik-Unternehmen spielt die Teure in der Regel.

00:33:25: Haben da einen sehr großen Headcount wo sie Leute haben, die diese Verbuchung, diese Abstimmung machen weil sie nicht mehr in einer Schwundquote leben können.

00:33:32: Wenn er Ladungsträger nur ein paar Tage in deinem Unternehmen ist, dann tun dir natürlich ein paar Prozent Schwund direkt.

00:33:36: Hölle schweh.

00:33:39: Und zu deiner Frage warum?

00:33:41: Wenn das so offensichtlich ist, warum kriegt das keiner?

00:33:43: So richtig gelöst und gibt es da Zichtpapierzettel und Excel-Tools usw.

00:33:48: Das Problem von einem Ladungsträger sind zwei Sachen.

00:33:50: Das eine erläuft durch dein ganzes Unternehmen.

00:33:53: Also wenn du ein produzierendes Unternehmen bist oder auch wenn du einen Logistik-Dienstleister bist, dann hast du irgendwo einen Zugau von Ladungsträgern.

00:34:01: Da ist der Einkaufbeteiligten, wahren Eingang, wie leer gut es noch mit einem externen Dienstleister, deine Produktion mit einer Produktionsplanung, dein Ausgangslager, deinen Dienstleisterslager, irgendwelche zugekauften Werke vom Partner und Zack hast Du auf einmal zehn, zwanzig Datenpunkte die komplett unterschiedlich sind.

00:34:17: Und auch bei den Logistikann da hast Du halt... ... auch zukäufe, da hast du Subdienstleister.

00:34:22: Da hast du Papier was bei dir reinkommt weil die Handelsrampe dir das gibt.

00:34:26: Das heißt... Du hast sehr viele verschiedene Datenpunkte, die du zusammenbringen musst.

00:34:32: und das zweite Problem warst du hast die klassischen Logistik-Systeme WMS TMS.

00:34:37: Auch die RP Systeme mögen lineare Prozesse also Quelle beginne Kommissionierung dann passieren sich Sachen Senke-Kommissionierung beendet, Palette wickeln Label drauf.

00:34:50: Sie mögen aber nicht wenn Dinge hin und her gehen.

00:34:53: das heißt was wir bei Ladungsträgermanagement machen hat viel mehr mit dem Finanzmarkt zu tun.

00:34:57: ich habe Forderungen Verbindlichkeiten Kontostände Bewertungsprobleme.

00:35:02: ist es jetzt gut oder schlecht dass sich Paletten Schuld haben Risikomanagement wie viele Prozent meiner Buchungen sind abgestimmt usw.

00:35:10: Das heißt kommen ganz andere Fragen rein die ein WMSTMS nicht lösen kann.

00:35:15: Deswegen war damals unser Gedanke, wir sind nicht das siebenundneunzigste Buchungssystem.

00:35:20: Sondern die Kernkompetenz ist diese bestehenden Datenpunkte zusammenzuführen fast schon wie so ein Data Mining Approach, wie ein Ceylones das beispielsweise macht aber speziell auf den Use Case Ladungsträger und dann sehr strukturiert, standardisiert zu bewerten.

00:35:35: Also wie eine BWA ein Ergebnis zeigen und dann alle Ladungsträgerprozesse hier hinten dran kommen, Kontoabstimmungen, Kommunikation mit Poolingdiensten.

00:35:43: war es dann Rechnungen erzeugen usw.

00:35:46: Zu automatisieren?

00:35:47: Das sind so die wesentlichen zwei Gründe warum das so schwer ist für Unternehmen selber zu lösen weil ich im Prinzip Querschnittstellen durch all meine Systeme bauen muss Weil ich ja kein dediziertes System habe Und dann kommt noch Belege dazu, wo ich eine eigene KI entwickeln muss.

00:36:01: Dann brauche ich noch eine App für meine Lehrgut-Rampe und dann wird das Thema so groß dass es einfach nicht wirtschaftlich ist es selber zu bauen.

00:36:11: Wie sieht denn das Leben eurer Kunden aus?

00:36:15: Nachdem sie dann euer System eingeführt haben

00:36:20: Im Prinzip in der idealen Welt kriegen Sie am Ende des Monats nur noch wie so eine BWA, wo Ihr Palettenergebnis oder Erlagungsträgerergebnisse steht und Sie haben mit nichts anderem was zu tun.

00:36:29: Das ist das Ziel bei allen Kunden.

00:36:31: Von Go Live dahin ist dann halt die gemeinsame Reise.

00:36:35: also was ein jeden Fall passiert nachdem wir brauchen so typischerweise drei Monate um Kundenlive zu nehmen, einen Monat Vorbereitung, Daten, Setup und

00:36:44: Co.,

00:36:44: einem Monat Schulung, einem Monate Hyper Care, also mit dem Kunden zusammenlaufen für Fragen fehlende Ergänzung in der Software usw.

00:36:52: Und danach hat der Kunde schon signifikant mehr Transparenz und signifikante mehr Automatisierung,

00:36:58: d.h.,

00:37:00: die Belege, die reinkommen, die PDFs werden automatisch mit einer KI ausgelesen, wird ein Buchungsvorschlag rausgemacht und der Mitarbeiter kann ihn wegbuchen – das reduziert allein fünfzig Prozent der Buchungsaufwände.

00:37:12: D.h.

00:37:13: diese hunderte Menschen, sinnvoller einsetzen kann als Papier abzutippen.

00:37:19: Ich habe ja heute schon eine Riesenfachkräftemangene in der Logistik, in der Disposition und Co.

00:37:24: Warum sollen die Menschen Papiere abtippen?

00:37:26: Und E-Mails mit meinen Kunden um die Ohren feuern.

00:37:31: Das hast du eigentlich ab Tag Eins.

00:37:33: Und dann ist das Ziel natürlich mehr und mehr Datenpunkte anzuschließen.

00:37:36: Wir haben jetzt beispielsweise eine Partnerschaft mit Seku, wo wir die WhatsApp-Fahrerkommunikation nutzen.

00:37:41: Das heißt wenn ich einen Spotmarktfahrer habe kriege der WhatsApp Nachricht kann damit interagieren... ...und ich hab direkt die Verbuchung gemacht, wenn er zugestellt hat ohne dass sich diesen Papierbeleg weiter irgendwo physisch durch mein Unternehmen tragen muss.

00:37:55: Also im Kern hast du zwei Dinge, wenn du mit uns arbeitest.

00:37:58: Du hast einmal viel höhere Automatisierung, also weniger Personalbedarf.

00:38:04: Was dein Problem der Personalkosten löst und du hast eine viel höre Transparenz was dein Problem von Schwund und Kapitalbindung löst?

00:38:10: Und genau das ist unser entsprechender Ansatz dahinter und unser Versprechen.

00:38:17: Und mich interessiert noch wie kriegt ihr die Daten?

00:38:20: Also findet ihr Situationen vor wo ihr sagt gut an sich sind die Daten da wir müssen sie nur... verknüpfen aufnehmen und verknüpfen oder müssen teilweise die Daten auch

00:38:32: noch

00:38:32: geschaffen werden.

00:38:35: Nee, die Daten sind ja da.

00:38:36: also ... Die Kunst ist... Und wir nennen diese Leute bei uns Trüffelschweine im Unternehmen.

00:38:43: Ganz liebemvoll!

00:38:45: Ja es sind alles sehr gute Trüffer Schweine.

00:38:47: Die Datenpunkte zu finden, die heute existieren.

00:38:49: Also wo ich keine Anpassung mache Wenn wir an dem Beispiel WMS TMS wieder unterwegs sind, dann habe ich ja heute im WMS in der Regel ein Event wo drauf steht Palette für Philipp gepackt, Auftrag drei Stellplätze und meine Adresse.

00:39:05: Damit kann ich alles das machen was wir tun.

00:39:08: also wenn nicht nur auf den Ladungsträger gucken werden die Daten auf einmal viel einfacher.

00:39:11: Ich weiß Wir brauchen den ladungsträgertyp von wo nach wo An welchem Tag Und alle weiteren Infos sind optional Und damit kann ich halt sehr, sehr einfache Daten setze.

00:39:22: Die ich ja heute schon aus einem WMS generiere um einen Versandlabel zum Beispiel zu drucken oder die auf der Rollkarte im TMS stehen habe.

00:39:32: Das heißt wir nehmen halt die Daten so wie sie heute bei unseren Kunden anfallen und sind dann flexibel wie wir sie bei uns verarbeiten.

00:39:40: das heißt wir stellen dem Kunden einen Endpunkt zur Verfügung wo er die Daten hinschickt.

00:39:44: das heißt unser Kunde hat auch immer die Hoheit über seine Daten Und dann verarbeiten wir sie und damit sind wir sehr, sehr schnell.

00:39:51: Weil wir keine komplexen Anforderungen in unsere Daten haben.

00:39:54: Wir haben auch keine bidirektionalen Schnittstellen.

00:39:57: also wir funden nicht zurück ins Kundensystem wo dann irgendwie fünfzwanzig Security-Anforderungen sind.

00:40:01: zu der Kunde gibt uns das was er heute schon hat.

00:40:06: Ja das ist denke ich ein wichtiger Punkt.

00:40:09: wie hoch ist da die Hürde?

00:40:11: Das Settings bevor man überhaupt loslegen kann.

00:40:14: ja... ... kann mir vorstellen, dass es da die ... ... ja ... ... spannendsten Geschichten geben kann.

00:40:25: Also kannst du dich an einer Situation erinnern?

00:40:29: Beim Kunden, die dich so wirklich überrascht hat also wo... Ja, so ein AHA-Erkenntnis zum Thema Ladungsträger noch kamen.

00:40:38: Auch die kommen bis heute!

00:40:40: Also alles Mögliche von Ladungssträgern, die man gar nicht auf dem Schirm hatte.

00:40:44: Ich war verkürzt mit der Wäscherei und die Stellen so ... Putztücher und Werk und Kleidung für Produktionsumgebungen zu verfügen, das ist Gefahrgut.

00:40:55: Das heißt ja horrendeteure Ladungsträger also im zig Millionen Bereich Kapitalbindung den hatten wir gar nicht auf dem Schirm.

00:41:02: und solche Mehrwegobjekte findest du andauernd was für mich ein Aha Moment war.

00:41:08: aber Wir machen ja so Potenzial Workshops oder Potenziale Analysen wo wir sagen kommen wir nehmen uns mal ein paar Tage und gucken uns das zusammen durch und bewerten, was du als Unternehmen für ein Potenzial hast.

00:41:20: Wir nutzen dazu immer eine Methodik die nennen wir Ladungsträger-Bilanz.

00:41:23: das heißt wir schreiben auf Was ist in das Unternehmen an Voll- und Lehrgut reingegangen?

00:41:29: Und was ist rausgegangen?

00:41:30: Klingt relativ simpel.

00:41:32: wenn nur die Daten zusammensuchst wird schon komplizierter weil wenn ich zehn Paletten voll gut auf den Lkw schiebe und zehn Paleten leer gut im Tausch statt zurück kriege geht das ja rein obwohl es im varen Ausgang meines Unternehmens ist.

00:41:43: also man muss da schon gründlich arbeiten Und dann vergleichen wir beide Seiten und gucken, ob es einen Unterschied gibt.

00:41:48: Wir hatten ein Unternehmen, die waren fester von überzeugt kein Problem zu haben in dem Bereich.

00:41:52: Die haben gesagt, wir kriegen zwei Hunderttausend Paletten voll gut... ...und dann kaufen wir zwundertausend dazu und wir verschicken vielhunderttauend.

00:41:59: damit verlieren wir keine einzige Palette!

00:42:02: Und dann rechnest du aber nach uns das Moment mal.

00:42:04: wenn wir uns jetzt aber angucken was voll und leergut reingeht,... ...dann kriegst du zwehundert tausend Euro Paletten Vollgut.

00:42:09: Gibt's aber zwehundred Tausend paletten leergutt wieder raus?

00:42:12: Machs ja in Zukunft Zugtausch ... und dem Ausgang verschickst du vierhunderttausend, kriegst aber eigentlich... ...vierhundert tausend Lergo zurück.

00:42:18: Das heißt die zwehundert Tausende... ...die du zukaufst ist schwund!

00:42:21: Wenn du so sauber machst dann findest du... ...zwundertausenden Paletten sind zwei Millionen Euro.

00:42:26: Das heisst du hast mal eben mit einem Tafelbild... ...Zwei Millionen Euro gefunden.

00:42:30: Und das zeigt halt wie viel Potenzial in diesem Thema bei einigen Unternehmen herrscht.

00:42:37: Und davon hast du echt viele Beispiele.

00:42:39: Ein anderes Beispiel war mal beim... Unternehmen und die waren felsenfest davon überzeugt, dass sie keine Paletten verlieren.

00:42:46: Und die konnten es uns auch nachweisen weil Sie gesagt haben der Spediteur wenn er eine kaputte Palette vorbei bringt bei mir dann kriegt er die ganzen Paletten auf dem Zug nicht gut geschrieben oder er kann wieder aufladen und damit kriege ich immer so zwei Paletten pro Transport irgendwie raus.

00:42:59: Und ich dachte nur, ja in den Zahlen stimmt.

00:43:01: Die Zahlen waren auf Valide zu sagen Ich weiß nicht wie viel eine Million Paletten rausgegeben und eins Komma eins Millionen zurückbekommen oder irgendwie sowas.

00:43:09: Wir machen Gewinner mit der Palette.

00:43:11: Und da fahren wir vom Hof bei diesem Unternehmen und an der ersten Ampel stand ein großes Schild Palettenhändler.

00:43:17: Das war aber in der Wallachai Da war nichts in der Nähe.

00:43:19: also warum ist da ein Paletten Händler?

00:43:22: Dann fingen wir darüber nachzudenken.

00:43:23: Warte mal die sortieren gar nicht Qualitäten Und die hatten ja ganz viel Fördertechnik und Lagertechnik, das heißt sie haben sehr neue Paletten.

00:43:30: Ja was war passiert?

00:43:31: Der Spiliteur sagt natürlich der verarscht mich dort, dann hole ich mir das woanders wieder... ...und hat immer die neuen Paletten dir für diesen Unternehmen wieder eingesammelt hat beim Empfänger bei dem Palettendienstleister verschärbelt, hat dafür Z-Qualität zurückbekommen macht also zwei drei Euro pro Palette und gibt die schlechten Paletten wieder!

00:43:50: Das heisst Wir konnten halt dann, als wir da mal Euros für Palettenqualität dran geschrieben haben auch ein paar hunderttausend Euro finden.

00:43:57: Und das sind so Arharmomente.

00:43:58: es klingt so simpel... ...wir malen ja immer unsere Supplychance irgendwie in Häuschenverlader, dann einen Häuschenspiliteur und einen Häusschenempfänger.

00:44:06: die Realität ist ja viel viel komplexer als Netzwerke mit zig teilweise Cross-Docs zwischen Parteien Außenlegern usw.. Wenn ich dann noch Qualitäten dran schreibe wird's halt kompliziert und das sind Arharmomente wo ich denke so Krass, da ist halt echt viel mehr Geld in dem Thema als man vielleicht auf den ersten Blick denkt.

00:44:25: Ja super spannend finde ich sehr sprechende Beispiele die du da nennst.

00:44:33: Ich frage mal ganz kätzlerisch das klingt nach einem Markt wo viel Intransparenz herrscht und letztendlich lebt ein Geschäftsmodell wie von Lupario davon dass diese Intransparent noch zu lösen ist.

00:44:50: So würde ich das jetzt interpretieren.

00:44:52: Siehst du das so, dass das letztendlich die Mission ist mit der ihr unterwegs seid?

00:45:01: Und was passiert wenn alle irgendwann ihr Ladungsträgerproblem gelöst haben?

00:45:09: Die Frage ist ja, was heißt gelöst?

00:45:11: Also wir haben bei Ladungsträgern ein Vertrauensproblem.

00:45:14: Das heißt, wenn du und ich eine Geschäftsbeziehung haben zum Beispiel mein Lkw, dann werde ich immer dokumentieren müssen und du wir es auch dokumentieren.

00:45:26: Und in irgendeiner Form müssen wir uns einigen.

00:45:27: das heißt dieses Problem was zwischen den Unternehmen entsteht kriegst du ja nicht gelöst.

00:45:32: also selbst wenn du die perfekte Lösung für dich baust und ich für mich haben wir immer noch diesen Prozess und den haben wir tausendfach pro Monat.

00:45:40: Das heisst dass was wir tun ist nicht des Auflösen von Intransparenz sondern was wird tun ist das Auflösung von einem Vertrauensproblem Nämlich indem wir sagen, ich nehme deine Daten und die auf meiner Seite.

00:45:52: Und arbeite aber für das jeweilige Unternehmen und nicht irgendwie mit einem eigenen Interesse.

00:45:56: Ich sage immer Wir sind die Schweiz.

00:45:58: uns ist egal ob der Ladungsträger aus Holz aus Plastik aus Metall ist uns auch Egal Ob jemanden Spudeteuren Verlader oder ein Händler ist.

00:46:05: wir arbeiten Für Das Unternehmen was unser Kunde ist.

00:46:08: wenn wir zwei Kunden haben die in Geschäftsbeziehungen stehen dann können wir gewisse Logiken drauf setzen.

00:46:14: Also wir können sie unterstützen, das miteinander zu matchen dass es weniger aufwendig ist.

00:46:19: Wir machen das aber immer nach dem Regeln unseres Kunden und deswegen Ist es gar nicht so einfach dieses Vertrauensproblems zu lösen.

00:46:27: Und meiner Meinung nach kann man's nur mit einem neutralen Algorithmus lösen der kein Eigeninteresse verfolgt.

00:46:32: also wenn ich jetzt anfangen würde um Transporte zu verkaufen oder eigene Paletten anzubieten oder eine exklusive Partnerschaft mit einem Technologieanbieter, der irgendwie ein total tolles Tracking macht zu einzugehen.

00:46:48: Dann bin ich nicht mehr unabhängig und dann verliere ich mein Wertversprechen, dass ich es immer im Sinne unseres Kunden entscheide.

00:46:54: Ich helfe unserem Kunden zu sagen, brauchst du jetzt da Mobilfunktracking?

00:46:59: Oder machst du gar keine Technologie dran?

00:47:01: Das ist uns ja egal!

00:47:03: Und ich helfe ihm einfach mit möglichst wenig Personalaufwand, möglichst Transparenz das Thema abzuwickeln Und ich sehe eher mehr Komplexität auf uns zukommen als weniger, also wenn wir so ein PPBR, also Verpackungsregulatorik mit Reportingpflicht denken.

00:47:20: Wenn wir daran denken dass es eine gewisse Konsolierung zwar in manchen Märkten gibt aber einen anderen wiederum mehr Spotmarkt gibt Es gibt im Handel immer mehr Direktverkehre Das heißt der Handel organisiert sich selber die Transporte nicht wie einer klassischen Supply Chain Der Versender dann steigt die Komplexität eher, als dass sie sinkt.

00:47:41: Und Ladungsträgermanagement ist immer komplexität abbilden viele Datenpunkte vieler Geschäftsparteien komplizierte Prozesse.

00:47:50: wenn jemand zehn Lkw am Tag verlegt und das nur über einen Spiliteur macht ja dann soll ein Exekonto weiterverwendet brauchen keine Software wie unsere.

00:47:59: aber wir leben ja davon diese Komplexkeit zu automatisieren und Das ist per Definition nichts was du alleine als Unternehmen lösen kannst.

00:48:07: Mhm.

00:48:09: Ja, so beschrieben kann ich das total nachvollziehen.

00:48:13: und du sagst ja ihr seid gerade dabei vielleicht ein Prozent des Marktes zu arbeiten, des weltweiten Marktes

00:48:22: d.h.,

00:48:23: dass das Potenzial ist ja noch riesig.

00:48:27: als go-to-market Expertin sage ich immer okay du musst wissen wer deine Kunden sind wo bist du positioniert?

00:48:34: Und du kannst nicht die Lösung für alle sein.

00:48:37: Aber es könnte sein, dass Lopalio da eine Ausnahme ist.

00:48:40: Weil wenn ich jetzt so das betrachte... ...wer logistische Prozesse hat, hat Ladungsträger?

00:48:47: Also ist es so alle sind potenziell eure Kunden?

00:48:52: Ja, wie ich gerade sagte, habt einer gewissen Größe.

00:48:56: also wenn's keine Komplexität isst dann brauchst du nicht unsere Software.

00:49:00: Also wenn du irgendwo Einspieliteur hast oder ein Verlader bist und fährst nur für einen Unternehmen.

00:49:08: Ich hatte letztens ein Händler für Baustoffe, der verkauft einfach die Palette.

00:49:12: Die steht auf der Rechnung und verschickt sie.

00:49:15: Dann ist das einfach... Steht da einfach der Preis drauf?

00:49:17: Dann wird die Paletten mit der Ware mitverkauft.

00:49:19: Und die haben kein Problem.

00:49:21: Aber sobald du mal zehn- zwanzig Geschäftspartner hast, konnten abstimmen muss von anderen Konten bekommst, die du prüfen musst vielleicht auch noch ... mehr als nur die Europalette oder die Europaleitungen will Qualität managen, dann fängt es an spannend zu werden.

00:49:36: Also für uns typischerweise so ab hundert Mitarbeitende werden die Unternehmen spannend.

00:49:40: Hängt sehr im Unternehmen.

00:49:41: Es gibt auch kleinere Unternehmen, die unglaubliche Mengen Ladungsträger haben.

00:49:45: aber das ist ein ganz guter Richtwert und ein paar Lkw sollten am Tag auch schon vom Hof fahren über ein paar mehr Partner Genau, also das schon und wir konzentrieren uns aktuell total auf Europa.

00:49:57: Das Schöne ist ja die Logistik stoppt nicht an der Grenze,

00:50:00: d.h.,

00:50:00: unsere Kunden auf die Nagelgruppe gucken in zehn Ländern aktiv.

00:50:05: Wir haben unglaublich viel Geschäft dadurch in Norddecks, in Osteuropa wo unser Software genauso genutzt wird.

00:50:14: Philipp, ich habe das Gefühl über das angeblich langweilige Thema Ladungsträger könnten wir uns auch drei Stunden unterhalten.

00:50:22: Ich finde es gerade total spannend.

00:50:25: Gleichzeitig müssen wir zum Schluss kommen aber vorher würde ich gerne dir ein paar Hashtags sagen die ich mitgebracht habe und möchte dazu einfach so deinen ... dein Gefühl haben, indem du den Satz einfach vollständigst.

00:50:46: Ich nenne dir also die fünf Hashtags und du sagst wenn ich Hashtag so und so höre denke ich an.

00:50:54: Ja?

00:50:55: So los geht's!

00:50:57: Hashtage Kreislaufwirtschaft

00:51:01: Als ein... Wenn ich Kreislafirtschaft höre dann ist das der einzige Weg wie man wirtschaftlich Dinge von A nach B bringen kann.

00:51:15: Wenn ich ins Ruhrgebiet denke, ist das meine Heimat und steht unglaublich für eine Malocha Kultur und eine Direktheit untereinander.

00:51:23: Und ich würde mir wünschen dass das auch mehr in der Industrie und bei den Unternehmen stattfindet.

00:51:35: Ich habe den Satz voll, ich sage einfach was ich mit Glück hab.

00:51:39: Also in erster Linie verbinde ich Privates mit dem Glück.

00:51:41: Ich sage auch immer, wir arbeiten mit Ladungsträgern und es geht nicht um Menschenleben.

00:51:45: Das heißt ein Großteil meines Glücks verdanke ich meiner Frau und meine Tochter aber... ...ich glaube, ich habe im Leben viel Glück gehabt und Glück merkt man blöderweise erst immer ein paar Monate oder Jahre später nachdem man's hatte.

00:51:56: Und ich glaube ganz viel vom Glück hängt davon ab was ich in den Moment daraus mache.

00:52:02: Hashtag gründen!

00:52:06: Ist anstrengender als man denkt macht aber auch mehr Spase als man denkt und hat ganz viel damit zu tun, dran zu bleiben.

00:52:14: Und in sich selbst ein Stück zu vertrauen dass es doch gelingen wird auch wenn viel rational ist und ganz ganz viel von außen dagegen spricht.

00:52:23: Und der letzte Punkt?

00:52:25: Hashtag Exit

00:52:29: gehört dazu.

00:52:30: wenn man finanziert ist über Business Angel und Venture Capital so sind die Mechaniken ist aber auch was, mit dem ich mich überhaupt nicht beschäftige.

00:52:39: Ein unserer Investoren hat mal gesagt gute Unternehmen sind immer verkaufbar.

00:52:43: Ich finde das ist eine schöne Aussage.

00:52:47: Viel zu viele Start-ups die irgendwie ein paar Wochen alt sind machen sich Gedanken an wen sie mehr verkauft werden.

00:52:51: also idealerweise hat meine grobe Idee ob es verkaufba ist.

00:52:54: aber jedes erfolgreiche Unternehmen erwirtschaftet Geld und hat damit irgendeinen Exit Kanal und das würde uns nur ablenken darüber nachzudenken.

00:53:04: Danke dir Philipp.

00:53:05: Ja, wir kommen zum Schluss.

00:53:07: und meine letzte Frage an dich.

00:53:11: Worauf freust du dich in den nächsten Monaten?

00:53:15: Wir waren ja schon beim Thema Ruhrgebiet.

00:53:16: jetzt geht Fußball wieder los.

00:53:18: Aktuell haben wir wieder so ein bisschen Optimismus in Dortmund dass wir zumindest eine bisschen schöneren Fußball spielen.

00:53:24: ich freue mich total auf die ganze Saison der Konferenzen und Co.

00:53:29: man sein Netzwerk wieder trifft und Leute auch in Person trifft nicht nur virtuell.

00:53:33: das ist total schön.

00:53:36: Ich freue mich wieder.

00:53:36: Ich war tatsächlich das allererst mal vier Wochen am Stück raus zum Geburtstag von unserer Tochter und da hast du total geil, wieder zurückzukommen auch.

00:53:46: Und so immer dieses Ying- und Yang-Privat um beruflich irgendwo miteinander zu balancen.

00:53:50: Deswegen freue ich mich jetzt gerade total hier zu sein und wieder anzugreifen.

00:53:54: Und wenn wir über unsere Software reden, das wo ich jetzt gerade am gespanntesten bin.

00:53:58: Wir werden es jetzt schaffen immer enger die Kunden miteinander zu verschalten und werden immer mehr zur so eine Art Online Banking für Paletten und Co.

00:54:05: Und da so die Fortschritte zu sehen macht einfach unglaublich Spaß zu sehen.

00:54:07: oder freue mich auch auf die nächsten Schritte?

00:54:10: Ja klasse!

00:54:12: Dann freue ich mich dich bei dem einen oder anderen Event dann zu sehen hören diese Saison jetzt wieder startet.

00:54:19: Und ja, also die Logistikbudeera war schon richtig cool und ich werde weiter verfolgen was ihr mit Unterlupario macht.

00:54:32: Ich bin mir sicher dass das weiter sehr spannend sich entwickelt.

00:54:38: Viel Spaß dabei!

00:54:40: Du hast gesagt Glück gehört auch dazu.

00:54:43: Das wünsche ich euch auch und wenn wir verfolge was ihr so macht

00:54:48: Vielen, vielen Dank hat großen Spaß mit dir gemacht.

00:54:50: Ja herzlichen dank dass du hier im logistikgeschichten podcast warst

00:54:56: sehr gerne.