#24 Wenn die Fracht zu brisant ist – Sicherheitslogistik mit Kevin Balzer von DEFENCETEC
Shownotes
Kevin Balzer ist Gründer von DEFENCETEC und setzt mit Sicherheitslogistik dort an, wo klassische Transportsicherheit an ihre Grenzen kommt. Im Gespräch geht es um sensible Güter und bewaffnete Begleitung, ungeplante Zwischenfälle, die Sicherheit von Lkw-Fahrern und warum physische und digitale Sicherheit in Lieferketten heute zusammengedacht werden müssen.
Darum geht’s in dieser Episode
- Warum bei sensiblen Transporten nicht nur der Warenwert zählt, sondern auch Wiederbeschaffbarkeit, Gefährdungspotenzial und Geheimhaltung.
- Weshalb strategisch wichtige Güter, Elektronik, Daten, Waffen, Munition und explosionsgefährliche Stoffe besondere Anforderungen an die Lieferkette stellen.
- Warum bei Sicherheitstransporten oft nicht der Überfall das wahrscheinlichste Problem ist, sondern geänderte Genehmigungen, Fahrzeugausfälle, ungeplante Stopps oder nicht mehr nutzbare Routen.
- Wie bewaffnete Begleitung vorbereitet wird und weshalb Rahmenbedingungen und Abläufe bereits vor einem konkreten Einsatz geklärt sein müssen.
- Was die zunehmenden Risiken für Lkw-Fahrer bedeuten und warum bei Sicherheitsanalysen nicht nur die Fracht, sondern auch die beteiligten Menschen betrachtet werden.
- Welche Rolle Versicherungen dabei spielen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für hochwertige oder besonders gefährdete Transporte einzufordern.
- Was Kevin aus seiner Zeit in staatlichen Sicherheitsstrukturen und aus dem Personenschutz in seine heutige Arbeit mitgenommen hat.
- Warum ihm die Gründung von DEFENCETEC gezeigt hat, dass Fachwissen allein noch kein Unternehmen trägt.
- Weshalb physische und digitale Sicherheit für Kevin inzwischen Teil derselben Verantwortungskette sind.
Über mein Gast
Kevin Balzer gründete DEFENCETEC im Jahr 2015 und führt das Unternehmen bis heute. Vor seiner Selbstständigkeit arbeitete er in staatlichen und sicherheitskritischen Strukturen und sammelte unter anderem Erfahrung im Personenschutz sowie im Umgang mit sensiblen logistischen Aufgaben. Mit DEFENCETEC konzentriert er sich unter anderem auf bewaffnete Sicherheitsdienstleistungen, Transportsicherheit und High Value Cargo. Im Gespräch beschreibt er Sicherheitslogistik weniger als spektakuläre Intervention, sondern als Vorbereitung auf Situationen, in denen ein geplanter Ablauf plötzlich nicht mehr funktioniert.
Kevin auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kevin-balzer-727596320/
Über den Logistikgeschichten Podcast Host:
Ich bin Pélagie Mepin-Koebel, Expertin für Logistik Storytelling. Seit über 20 Jahren helfe ich mittelständischen Unternehmen aus der Logistikbranche, sich besser zu vermarkten und erfolgreich zu wachsen. Als Gründerin und CEO der Strategieberatung **Logtastiq **habe ich die Vision, **Storytelling **als goldenes Werkzeug für Unternehmenswachstum jedem Logistikunternehmen zugänglich zu machen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, es ist wieder Zeit für eine Extra-Ladung Logistikgeschichten.
00:00:04: Und wenn wir uns eine Situation überlegen, wenn die Fracht zu brisant ist und die Bedrohung über klassischen Diebstahl hinausgeht, da schlägt die Stunde der Sicherheitslogistik.
00:00:17: Einer der Weiß was dann zu tun ist ist Kevin Balzer.
00:00:21: Kevin ist seit Jahrzehntausendfünfzehn Gründer und Geschäftsführer der Firma Defense Tech in Münster Und heute mein Gast im Logistikgeschichten-Podcast.
00:00:31: Er hat zuvor mehrere Jahre in britischen Streitkräften und staatlichen Sicherheitsstrukturen weltweit gearbeitet, ich will aber vor allem von ihm wissen... Was an das Abläufe in kritische Infrastrukturen, waffen sensible Güter und Informationen in der Lieferkette involviert sind.
00:00:51: Also wie plant man letztendlich das Unplanbare?
00:00:54: Und ja darauf bekommen wir heute einige Antworten!
00:00:59: Ich freue mich sehr dass wir dieses Gespräch führen.
00:01:03: herzlich willkommen Kevin.
00:01:05: Ja Von meiner Seite aus, schön dass wir uns heute hier zum Austausch miteinander treffen.
00:01:12: Ich freue mich darüber.
00:01:13: ein spannendes Thema was glaube ich immer wichtiger wird.
00:01:17: Ja auf jeden Fall!
00:01:18: Also ins Kino gehen brauchen wir wahrscheinlich heute nicht sondern einfach Kevin zu hören und es wird spannend genug.
00:01:30: Kevin wenn dich jemand auf einer Party fragt was du machst?
00:01:34: Wie antwortest du da?
00:01:38: Dann antworte ich ziemlich sicher darauf, dass ich mich als Sicherheitsarchitekt verstehe und das ich physische und digitale Sicherheit im kritischen Umfeld zusammenbringe.
00:01:53: Okay wie sieht dann dein Alltag so aus.
00:01:57: Ja, der Alltag ist wahrscheinlich weniger spannend als man es vermuten mag.
00:02:01: Es ist mit sehr viel organisatorischem verbunden aber eben halt auch mit vielen Gesprächen und ja mit einem sehr, sehr spannenden Werdegang unserer Zeit.
00:02:15: also unser Wandel den wir erleben dürfen, der bringt also viele neue Aspekte mit sich die vorigen Jahren sicherlich nicht ganz so präsent waren.
00:02:29: In dem Zusammenhang habe ich irgendwo gelesen, ein Satz den ich ganz spannend fand.
00:02:35: Das schrieb jemand die globale Sicherheitslage hat sich drastisch verschärft und die größte Schwachstelle moderner Staaten ist nicht ihre Armee sondern ihre Lieferkette?
00:02:48: Ja das ist sicherlich also ein riesengroßes Thema grundsätzlich.
00:02:52: Das muss man sich überlegen.
00:02:54: Wir müssen also diese Lieferkettenproblematik in der Gesamtheit betrachten und es geht heute nicht mehr nur noch darum, einen Transport möglichst einfach von A nach B zu bringen sondern wir haben eine Vielzahl von Problemen die uns da im Weg stehen können.
00:03:12: Es gibt Güter, die strategisch wertvoll und wichtig sind Es gibt aber auf der anderen Seite auch immer wieder Probleme, gerade im grenzüberschreitenden Verkehr.
00:03:24: Es gibt Genehmigungsvorbehalte also eine Vielzahl von Dingen die in den letzten Jahren sehr relevant geworden sind wo vorher möglicherweise nicht unbedingt der Fokus drauf lag.
00:03:39: Sprechen wir mal über diese Güter?
00:03:41: Klar, dass ich sage mal Zigaretten oder Spiritosen begehrte Güter sind weil die einfach gut weitergegeben werden können.
00:03:49: Das ist das eine aber wahrscheinlich sprichst du auch von noch ganz anderen Bereichen.
00:03:55: Ja also grundsätzlich ist es mal so, dass wir natürlich im Bereich der Rüstungslogistik auch sehr stark denken müssen heutzutage.
00:04:08: Wir haben hier also Güter, die strategisch wertvoll sind oder Güter die schwer bis gar nicht wiederbeschaffbar sind.
00:04:15: Oder auch Güter von denen eine erhebliche Gefahr ausgeht wenn sie dann in die falschen Hände fallen würden.
00:04:23: Was ist ein Beispiel für Güter?
00:04:25: Die nicht wieder beschaftbar sind?
00:04:28: Grundsätzlich gibt es da verschiedene Bereiche, in die man reinschauen muss.
00:04:35: Ich würde aber mal in der Technologie Sparte bleiben.
00:04:39: Also wir haben ein enormes Risikoprofil bei Elektronik und Daten vor allen Dingen, also wenn mit Daten beschickte Elektronika tatsächlich auf dem einen oder anderen Wege von A nach B transportiert werden muss.
00:04:59: Und was sind denn andere physische Güter dann?
00:05:04: Wie gesagt aus In meiner Historie würde ich an Zigaretten und anderen Dingen denken.
00:05:13: Was gibt es heutzutage für aktuelle Beispiele, wo du sagst das sind Produkte oder Gegenstände?
00:05:20: Da müssen wir besonders sensibel damit umgehen.
00:05:26: Ja also grundsätzlich... haben wir natürlich immer vier Kriterien, die ich jetzt mal so einrahmen würde.
00:05:33: Wir sprechen immer von Wert und Widerbeschaffbarkeit aber auch vom Gefährdungspotenzial und Geheimhaltung auch.
00:05:39: Und hier ist es natürlich naheliegend dass wir im Bereich der Rüstungsindustrie oder generell von Rüstung relevanten Gütern natürlich davon betroffen sind.
00:05:48: und grundsätzlich muss man dazu sagen sprechen wir auch über Gefahrgüter, speziell auch Klasse eins.
00:05:56: Wir sprechen über explosionsgefährliche Stoffe aber eben halt auch über Waffen, über Munition.
00:06:02: also das hat ein sehr breites Spektrum.
00:06:08: Das führt dann für mich zu der Frage wer sind denn dann die typischen Kunden besonders mit diesem Thema Sicherheit des Transports auseinandersetzen?
00:06:26: Ja, das ist eine spannende Frage.
00:06:29: Aus meiner Sicht kann ich sagen es gibt keinen typischen Kunden und auch keine typische Branche sondern eher das Problem was dahinter steht.
00:06:39: also das kann heute ein Rüstungskonzern sein dass kann morgen die Regierung sein das kann aber auch ein Elektronikkonzern sein.
00:06:48: Wichtig ist dabei zu wissen, dass wir also uns in einem sehr großen Wandel befinden und viele Unternehmen ihre Ausrichtung entsprechend unserer Zeit ausrichten.
00:06:59: Und dementsprechend ist es nicht mehr so einfach einzukreisen wer denn tatsächlich der Kunde ist am Ende?
00:07:09: Und dennoch ja du bist Unternehmer.
00:07:14: die Kunden kommen vielleicht alle spontan zu dir, aber manchmal musst du sie vielleicht auch holen.
00:07:22: Wie priorisierst Du mit welchen Kunden Du Gespräche startest?
00:07:27: Ja also klassischerweise ist natürlich für uns die Logistikbranche immer ein sehr großer tragender Teil einfach weil die Logastikbrange häufig ihre Lieferketten selber absichern muss Und dementsprechend ist das natürlich einer der größten Anteile an diesem Markt.
00:07:48: Das betrifft dann alle Größenordnungen, also kleine mittelständische Unternehmen, große Konzerne.
00:07:58: oder gibt es da noch Differenzierungen?
00:08:01: Also bis vor einigen Jahren hätte ich schon gesagt dass es eher große Unternehmen und Konzerner betriffte aber Wir haben aufgrund der Notwendigkeit immer weiter das Problem, dass also der Markt nicht mehr bedient werden kann.
00:08:18: Weil einfach Ressourcen fehlen und dementsprechend hat sich das Ganze sehr ausgeweitet auch in den Mittelstand und in kleinen Unternehmen.
00:08:26: Das heißt ihr übernimmt Dinge die sonst auch von internen Experten durchgeführt wurden oder durchgeführte werden könnten?
00:08:37: Versteht das richtig?
00:08:38: Ja, also es zeigt sich der Wandel ziemlich deutlich.
00:08:43: Ich kann mal einen Beispiel nennen, wenn ein Edelmetall was auch ein strategisches Gut ist in dem Fall zuvor durch die hauseigene Logistik alleine transportiert wurde hat man dort jetzt nachgebessert und lässt diese Logistika durch uns zusätzlich absichern.
00:09:06: Warum ist das so?
00:09:09: Das kann verschiedene Gründe haben.
00:09:11: Zum einen liegt es natürlich daran, dass wir bei bestimmten Sachen eine Knappheit erleben.
00:09:17: zum anderen liegt es aber auch daran, als Interesse an bestimmten Gütern enorm gestiegen Akteure, die eventuelle Sanktionen unterliegen oder gar nicht die Möglichkeit haben an diese strategisch wichtigen Güter ranzukommen.
00:09:36: Und da durfte man also schon erleben dass es dazu Zwischenfällen gekommen ist woraufhin man sich dann entschieden hat das ganze muss zwangsläufig besser abgesichert werden.
00:09:49: Also eine Kombination aus intern und extern um da nochmal Ja, die Hemmschwelle sag ich mal zu erhöhen für potenzielle kriminelle Energie.
00:10:01: Ja man hat sich einfach eine weitere Kontrollinstanz geschaffen, die das Ganze natürlich mit überwacht und auch mit absichert und dementsprechend haben wir also durch weg durch vielerlei Bronzen zu verzeichnen dass das so gehandhabt wird.
00:10:25: Kevin, woher kommt bei dir diese Affinität zum Thema Sicherheit?
00:10:30: auch bis hin zu bewaffneten Begleitungen?
00:10:38: Wie kamst du zu diesem Thema?
00:10:41: Ja da muss ich ein bisschen weiter ausholen.
00:10:44: Letzten Endes ist das Ganze so gekommen dass sich also nach meiner Tätigkeit im behördlichen Umfeld mich dazu entschieden habe in die private Sicherheitswirtschaft zu gehen.
00:10:54: Das war sehr naheliegend und passte sehr gut zu meinem Profil, zu meiner Berufserfahrung.
00:11:01: Und ich habe verschiedene Bereiche kennengelernt.
00:11:03: Ich war im Personenschutz tätig in anderen sicherheitskritischen Umfeldern Im Bankenwesen, im Rechenzentrumswesen und ich hab schnell festgestellt dass ich mit dem Teil der sich auf dem klassischen Sicherheitsmarkt angeboten hat, gar nicht so einverstanden war oder zufrieden war.
00:11:24: Und für mich hat sich immer die Frage gestellt warum gibt es so wenig hochspezialisierte Dienstleister?
00:11:31: Für die Fälle wo der normale Sicherheitsdienst eben nicht mehr ausreicht?
00:11:35: und
00:11:35: was war da deine Diagnose?
00:11:38: Warum gab's das noch nicht?
00:11:40: Ja das hat verschiedene Gründe.
00:11:43: zum einen ist es einmal dass es unheimlich schwierig ist Genehmigung für bestimmte Bereiche zu bekommen.
00:11:51: Wenn wir jetzt im Bereich bewaffneter Sicherheitsdienstleistungen sind, dann sehr, sehr schwierig dort eine Genehmigungsstruktur aufzufinden.
00:12:01: Die ist also ermöglicht kurzfristig Aufträge zu übernehmen ohne dass das weitere Genehmigung Verfahren auslöst.
00:12:09: Man muss ein Bedürfnis begründen dann wird das Ganze geprüft und jetzt muss man sich vorstellen es aber so einen Transport akut und man bekommt die Anfrage ob man innerhalb von zwei Tagen reagieren kann.
00:12:22: Und für solche Fälle war eigentlich nie jemand vorbereitet.
00:12:26: Zusätzlich kam dazu, dass zu dem Zeitpunkt wo ich angefangen habe mich damit so beschäftigen klar war das es noch nicht in die Richtung geht wie wir sie heute erleben dürfen.
00:12:41: Das heißt was war dann für dich damals der Markt den du erwartet hast?
00:12:49: wenn jetzt diese Entwicklung nicht absehbar war, womit hattest du damals gerechnet?
00:12:56: Also ich habe schon aufgrund meiner Vorgeschichte den Markt so beobachtet und war schon darauf vorbereitet dass es in so eine Richtung gehen könnte.
00:13:11: Grundsätzlich war's aber zu dem Zeitpunkt so das ich aus dem Behördenumfeld Anfragen bekommen habe ob ich mir vorstellen könnte, in besonders sicherheitskritischen bzw.
00:13:23: diplomatischen Bereichen tätig zu werben und das war für mich der ausschlaggebende Punkt.
00:13:30: um zu sagen so kann das der richtige Weg sein.
00:13:35: Interessant also den Markt hat schon Signale gesendet in Richtung deiner Kompetenz und einer Erfahrung dann Angebot quasi zu kreieren?
00:13:47: Ja, das kann man schon so sagen.
00:13:49: Weil es in dem Bereich auch wenig spezialisierte Menschen gibt die sowas angeboten haben und wir können also heute darauf zurückblicken und sagen dass das schon der richtige Weg war weil das Unternehmen gerade in diesem Bereich sehr etabliert ist.
00:14:09: Nimm uns kurz mit Kevin was macht die Fansteck heute?
00:14:14: Was macht ihr genau?
00:14:16: Ja, die Fenster macht heute genau das, womit es angefangen hat.
00:14:22: Tatsächlich ausschließlich bewaffnete Sicherheitsdienstleistungen im Bereich der Transport-Sicherheit in dem Bereich High Value Cargo und den Bereich Personenschutz sowohl im privatwirtschaftlichen Kontext aber auch im behördlichen Bereich.
00:14:42: Grundsätzlich kann man dazu sagen sind wir Auf dem Stand, dass wir sagen Wir leisten diese Sicherheit nicht nur physisch sondern auch digital.
00:14:52: Das heißt, wir haben ein vertikal integriertes Betriebsmodell wo wir sagen wir betreiben unser Lagezentrum.
00:14:59: Wir übernehmen für den Kunden oder den Auftraggeber wesentliche Teile seiner Absicherung der Logistik und wir übernehmen unter anderem auch administrativer Aufgaben.
00:15:13: Und wenn wir jetzt an die Logistikbranche, an eure Logistikkunden denken.
00:15:19: Wer sind da eure typischen Ansprechpartner auf der Kundenseite?
00:15:26: Ja gut das kann natürlich verschiedener Akteure sein.
00:15:29: Wir haben zum einen einmal den Bereich des Einkaufs Dann gibt es aber auch den Kunden, der unter Umständen bestimmte Voraussetzungen an die Lieferung knüpft Aber auch übergeordnete Organe und staatliche Stellen.
00:15:50: Ich stelle mir vor, ich bin jetzt Logistik-Dienstleister im Mittelstand und habe für meine Kunden im Lager und in den Transporten besonders begehrte Güter am Markt und möchte mit euch eine Zusammenarbeit starten.
00:16:10: Bewerbe ich mich dafür, reicht es wenn ich irgendwo ein Formular ausfülle und wie lange braucht das bis wir dann zusammen ein Projekt starten können.
00:16:26: Ja also grundsätzlich so dass wir bis heute natürlich spezialisiert sind auf kurzfristige Einsätze um auch da Abhilfe schaffen zu können.
00:16:38: Es ist aber auch so, dass wir also sehr sorgfältig auswählen in welchem Umfang wir unseren Service wem anbieten.
00:17:07: Was mich daran besonders beschäftigt hat, in den meisten Fällen saßen die Getöteten nicht im LKW.
00:17:13: Das sagt viel über die Sicherheit moderner Lkw-Kabinen aus – aber für die Fahrer und ihre Arbeitgeber beginnt danach oft eine sehr schwierige Phase!
00:17:25: Was genau ist passiert?
00:17:27: Wie hat der Fahrer reagiert?
00:17:28: Gab es vorher Hinweise auf ein Risiko und was hätte man vielleicht schon vorher erkennen
00:17:34: können?!
00:17:35: Sicherheit darf nicht erst nach dem Knall zum Thema werden.
00:17:40: Das Technologieunternehmen Samsara unterstützt alle, die für Vorpark- und Fahrpersonal Verantwortung tragen – sie helfen dabei sicherer und transparenter zu arbeiten!
00:17:51: Dafür setzen Sie auf eine Kombination aus Hardware, Software & KI.
00:17:57: Kameras und weitere Sensoren erfassen relevante Situationen im Fahrzeug, und auf der Straße.
00:18:03: die Daten laufen an einer Stelle zusammen – und werden so nutzbar für den Arbeitsalltag gemacht.
00:18:10: Der Sicherheitsscore spielt dabei eine wichtige Rolle!
00:18:14: Er macht nämlich sichtbar wie sich das Fahrverhalten entwickelt, schafft dadurch eine Grundlage um Risiken früher zu erkennen und mit Fahrern darüber ins Gespräch zu kommen.
00:18:25: Die Spedition Traveco ist bereits Kunde von Samsar und hat dafür, wie ich finde ein schönes Bild gefunden.
00:18:33: Nach Einführung der Samsara-Lösungen sagte der Projekt Verantwortliche Ich bin sehr stolz dass wir unseren Fahrern so ein starkes Tool in die Kabine gegeben haben.
00:18:43: Das ist wie ein Schutzengel.
00:18:46: Wenn auch Sie mehr Sicherheit für Ihre Kraftfahrer wichtig finden und gleichzeitig ihre Schadenquote- und Betriebskosten senken wollen, dann schauen sie auf samsara.com oder klicken einfach auf den Link in den Shownutz.
00:19:03: Was sind denn so Eure Kriterien?
00:19:05: Also das klingt tatsächlich eher nach Bewerbung als Nachanfrage von Kundenseite.
00:19:10: Ja also grundsätzlich ist es schon so dass wir immer unter gewissen Voraussetzungen die Anfragen prüfen und dann entscheiden, in welchem Umfang wir für diesen Auftraggeber tätig werden können oder auch nicht tätig werde.
00:19:29: Die Kurzfristigkeit ist dabei immer ein Aspekt der sich wie ein roter Faden letztlich durch die gesamte Branche zieht weil sehr häufig in diesem schnelllebigen Geschäft kurzfristig reagiert werden muss.
00:19:47: Also die Kurzfristigkeit verstehe ich in der Situation.
00:19:53: Jetzt frage ich mich, dafür muss vorher ja ein gewisser Rahmen da sein also der Rahmen für eine Zusammenarbeit.
00:20:02: wie regelt ihr das?
00:20:03: Ist es so einen Rahmenvertrag den ihr habt und dann ist es auch Abruf oder wie drückt sich die kurzfristigkeit genau aus?
00:20:13: Also grundsätzlich ist es schon so, dass bei entsprechenden Bedarf Rahmenverträge geschlossen werden.
00:20:19: Nicht nur um hier bestimmte Auftragsvolumina abbilden zu können sondern auch um bestimmte Verfügbarkeiten gegenüber dem Auftraggeber signalisieren zu können und das ist immer ein ganz wesentlicher Teil unserer Arbeit, dass wir also hier tatsächlich eine fundierte Erhebung aller Verfahrensschritte festhalten, um dann entsprechend ein Konzept dafür auszuarbeiten.
00:20:52: Okay also das heißt bevor ein Einzelfall da ist, habt ihr die Gelingheit auch die Abläufe der Organisation des Kunden kennenzulernen und quasi verschiedene Szenarien für euch auch schon anzuschauen?
00:21:12: Ja, genau.
00:21:13: Also für unsere Arbeit ist es natürlich sehr wichtig zu verstehen warum etwas gemacht werden muss und es ist auch wichtig für den Auftraggeber zu verstehen was der Umfang unserer Leistung dann tatsächlich für ihn bedeutet.
00:21:29: und das ist natürlich schon oder setzt voraus dass wir letzten Endes umfassende Kenntnisse über das Vorhaben besitzen
00:21:40: können.
00:21:40: Und macht ihr das für den, für Deutschland oder seid ihr in anderen Märkten auch unterwegs?
00:21:50: Also wir sind natürlich auf dem deutschen Markt unterwegs aber auch in Polen.
00:21:56: In Österreich und Italien.
00:21:59: Das sind alles Länder die wir mit eigenen Erlaubnissen abdecken und mit eigenem Personal auch abdecknen können so dass also auch grenzüberschreitend bewaffnet begleitet werden kann.
00:22:12: Interessant, wie groß ist denn das Team bei die Fanstack?
00:22:17: Ja da würde ich jetzt aus strategischen Gründen eher nichts keine Stellung zu beziehen aber wir haben ein sehr gutes Team was sehr zuchverlässig und professionell arbeitet.
00:22:31: Ja interessant dass das auch schon eine wichtige Informationen in dem Markt.
00:22:45: Was von dem, was du heute machst Kevin hast du mitgenommen aus deiner Zeit vor die Fanstack?
00:22:59: Ein erheblicher Anteil meiner Kenntnisse im Bereich der Sicherheit, in dem Bereich der Betriebsabläufe gerade auch bei komplexen logistischen Aufgaben.
00:23:11: Wenn es um Gefahrgut geht wenn es um Waffen Munition im Allgemeinen geht habe ich natürlich schon mitgenommen und kann da sehr dankbar sein für viele verschiedene Eindrücke die ich erlangen durfte insbesondere Bereichen und in diversen Situationen, wo eben nicht klar war das Ganze so läuft wie man es geplant hat.
00:23:44: Jetzt sprichst du sehr verklausuliert.
00:23:46: ich kann mir vorstellen dass hier nicht Details genannt werden sollen und können.
00:23:55: Gib uns eine grobe Vorstellung was für eine typische Situation oder was du ein Beispiel dir so in Erinnerung kommt.
00:24:05: Ja, also tatsächlich ist es so dass man die meisten Dinge die passieren erstmal gar nicht so wahrnimmt.
00:24:16: Also wenn wir jetzt von kritischen Situationen sprechen dann geht man ja allgemein erst mal davon aus das handelt sich vielleicht über gewaltsame Übergriffe und versuchte Diebstähle oder ähnliches.
00:24:29: Aber tatsächlich sind die häufig auftretenden Probleme viel anderer Natur.
00:24:37: Wir haben Probleme beim grenzüberschreitenden Transit, es gibt Genehmigungen, die sich auf einmal ändern.
00:24:43: Es gibt vielleicht Behörden, die zusätzliche Beschau durchführen möchten.
00:24:48: Also das sind Dinge, die sind viel häufiger zu erwarten oder auf der vorgegebenen Fahrtroute ist es nicht mehr möglich, die Fahrt weiterzuführen.
00:24:58: Wir haben Fahrzeuge, die ausfallen können.
00:25:00: Es gibt Personal was ausfallen kann und da sehe ich persönlich immer ein viel größeres Risiko drin weil die Wahrscheinlichkeit das dort an dieser Stelle etwas eintritt ja deutlich höher ist.
00:25:15: Etwas eintrit im Sinne von dass diese nicht geplante Situation dann quasi zum Einfallstor wird für andere Dinge?
00:25:26: Ja, zum Beispiel.
00:25:27: Also ungeplante Zwischenstops können irgendwelche festgesetzten sicheren Orte nicht mehr angefahren werden.
00:25:37: es muss dann ausweich geschaffen werden dafür.
00:25:40: also das sind z.B.
00:25:41: Dinge die sicher als äußerst schwierig darstellen.
00:25:44: jetzt haben wir in Deutschland noch ein relativ hohes Sicherheit würde ich mal sagen.
00:25:51: grundsätzlich ist es aber so dass natürlich Situationen, die immer dann von dem abweichen was eigentlich geplant war deutlich mit einer deutlichen Erhöhung der Gefahr einhergehen.
00:26:08: Also wir sind schon auf hohem Niveau und dennoch habt ihr genug zu tun sozusagen?
00:26:16: Ja ist wie gesagt ich würde das auch gar nicht so verstehen, dass es ausschließlich darum geht letztlich den physischen Schutz alleine durch große Anwesenheit vom Begleitschutz zu erhöhen, sondern dass die Lieferkette effektiv insgesamt abgesichert wird.
00:26:34: Dass wir beim Beladen beim Entladen anwesend sind, dass das Ganze in unserem Lagezentrum mitbegleitet wird.
00:26:42: Wir haben also beispielsweise spezielle Geolokalisationslösungen die das ganze mit begleiten.
00:26:48: wir haben spezielle Kommunikationswege die dort eingesetzt werden und dieses ganze Zusammenspiel bildet sich letztlich auch in unserer Leistung ab.
00:27:03: Siehst du Unterschiede zwischen?
00:27:06: Also beim Thema Sicherheit?
00:27:07: siehst du da Unterschiede zwischen dem Objekt, also dem wahren Lagerbereich und dem Transport.
00:27:17: Was sind da vielleicht wesentliche Unterschiede?
00:27:22: Wenn wir jetzt von festen Standorten ausgehen und das vergleichen dürfen mit ortsveränderlichen dann stellt sich da relativ einfach dar, dass wir hier also wesentlich häufiger Vorkommnisse haben die nicht Teil des ursprünglichen Plans gewesen sind.
00:27:43: Aber wie gesagt das kann vielerlei Dinge mit sich bringen.
00:27:47: ja einen Fahrzeugfeld aus und das Personalfeld aus Das sind also Dinge die sehr wahrscheinlich häufiger eintreten als ein gewalttätiger Übergriff auf eine Lagerstätte.
00:28:03: Im Transportbereich ist natürlich auch der Kraftfahrer eine wesentliche Figur, trägt da eine große Verantwortung.
00:28:17: Wie siehst du die Sicherheit von Kraftfahrern in den Vorfällen, die durch euch verhindert werden sollen?
00:28:25: oder ja manchmal wenn ihr nicht dabei seid dann doch passieren?
00:28:32: Man kann es nicht mehr von der Hand weisen, dass es eine Vielzahl gewalttätiger Übergriffe auf Lkw-Fahrer gibt.
00:28:38: Das ist leider so und die Tendenz steigend.
00:28:42: Die Brutalität mit der vorgegangen wird auch deutlich erhöht.
00:28:48: Insofern ist es schon so, dass im typischen Güterverkehr LkW Fahrer sicherlich deutlich gefährdeter sind als noch vor zehn Jahren der Fall war.
00:29:02: Woran merkst du das persönlich in deiner Arbeit zusammen mit deinem Team?
00:29:09: Man merkt schon, dass das Sicherheitsempfinden auch bei den Auftraggebern und vor allem dann in dem Fall auch der Arbeitgeber deutlich gestiegen ist.
00:29:19: Es findet eine Sensibilisierung statt für Dinge die passieren können weil einfach die Realität zeigt, dass diese Fälle eintreten.
00:29:31: Und häufig ist es bei bestimmten Kontexten eher nicht die Frage, ob das passiert sondern wann es passiert.
00:29:39: Das nimmt man schon sehr ernst und das ist auch gut dass man es ernst nimmt und wir sehen das vor allen Dingen auch bei den Sicherheitsanalysen.
00:29:47: also hier deutlich mehr Wert darauf gelegt wird, dass nicht nur das Gut am sich geschützt wird, sondern tatsächlich auch die beteiligten Personen mit einbezogen werden
00:29:59: Und sprichte auch mit Kraftfahrer direkt, um da auch deren Sorgen oder Erfahrungen aufzunehmen.
00:30:10: Also es ist schon so dass unser Personal vor Ort einen sehr engen Kontakt zu den Fahrern natürlich hat und sicherlich gibt es die eine oder andere Situation in denen unser Personal tatsächlich auch im Namen der Kraftfahrer.
00:30:32: Dinge weiter leitet an unsere
00:30:35: Auftraggeber.".
00:30:38: Jetzt hört vielleicht die eine oder andere Person hierzu, ist verantwortlich für einen Logistikbereich und denkt sich ja also ich bin jetzt Ich fahre ganz normale Güter, habe ganz normale ... was auch immer normal ist.
00:31:01: Normale Transporte, das betrifft mich wahrscheinlich nicht und ich bin zum Beispiel kein kritis Unternehmen.
00:31:09: so es gibt diese verschiedene Bereiche die von der Regierung als sensible Bereiche definiert sind und wo man bestimmte Auflagen hat.
00:31:21: wenn ich nicht in diesen Rahmen rein Falle, was würdest du sagen?
00:31:27: Was ist die Gefahr für mich als Entscheider, als Unternehmer und Unternehmerin wenn ich mich nicht mit einer solchen Lösung wie das, was die Fensteck anbietet befasse rechtzeitig.
00:31:43: Ja gut!
00:31:43: Das ist natürlich immer sehr stark von dem Kontext abhängig in dem ich die Transporte durchführe.
00:31:50: Grundsätzlich ist es so, wenn ich mich in einem bestimmten Bereich bewege.
00:31:54: Also Hochwertlogistik beispielsweise oder auch Logistik von speziellen Gütern aber auch von Waffen, Munition und ähnlichem dann wird das so sein dass ich mich zwangsläufig damit befassen muss.
00:32:08: also Es ist so in Deutschland ist das natürlich noch nicht vorgeschrieben, dass hier bewaffneter Begleitschutz vorhanden sein muss.
00:32:15: In Polen sieht das Ganze schon anders aus.
00:32:18: wenn ich jetzt hier beispielsweise Waffen in bestimmter Menge transportiere oder auch Klasse eins Güter nach ADR dann ist also dort zwingend die bewaffnette Begleitung vorgeschrieben.
00:32:31: Ich will sicher gehen, dass ich das jetzt richtig verstanden habe.
00:32:34: Also in Deutschland können Waffen transportiert werden ohne diesen bewaffneten Transport Schutz?
00:32:43: Nicht grundsätzlich.
00:32:44: Es ist also schon so, dass es bestimmte Anforderungen gibt daran.
00:32:49: Es gibt aber keine allgemeine gesetzliche Vorschrift zum jetzigen Zeitpunkt.
00:32:54: wie generell sagt bei Waffentransporten muss ein bewaffneter Begleitschutz vorhanden sein.
00:33:02: Das ist aber schon so.
00:33:04: das aufgrund der Sicherheitslage die wir erleben dürfen Grund der hybriden Bedrohungsszenarien, die wir heutzutage haben.
00:33:14: Viele Hersteller und auch Kunden können auch Behörden sein Regierungen das verlangen Und wenn man sich dann als Unternehmen was hier für die Logistik zuständig ist nicht damit auseinandersetzt Dann wird es natürlich in dem Moment schwierig Wo es dazu kommt dass man diese Leistung abrufen müsste
00:33:36: verstehe.
00:33:37: Also de facto passiert das wahrscheinlich, weil einfach wahrscheinlich auch gesunden Menschenverstand würde ich an der Stelle sagen die die Behörden und Unternehmen dazu bringen dass sie das dann auch machen.
00:33:53: aber du sagst ein Gesetz ist nicht da also vielleicht ist auch eingesetzt nicht unbedingt erforderlich aber ich finde es schon interessant dass das noch nicht da so festgehalten wird.
00:34:08: Ja, es gibt natürlich einen Akteur den wir nicht außen vorlassen dürfen der also sehr häufig dazu führt, dass hier ein Begleitschutz mit Bewaffnung vorgesehen ist und das sind die Versicherungen.
00:34:22: Die Versicherung sagen Wir haben also bestimmte Werte Und die möchten das gerne dann bewaffnet begleitet haben.
00:34:28: Das ist also schon so Dass das auch immer mehr wird.
00:34:33: Ja, sehr interessant.
00:34:34: Also quasi der Markt schafft sich die Bedingungen, die auch ohne ein Gesetz gut funktionieren.
00:34:45: so kommt es bei mir an.
00:34:48: Ja, das kann man schon so sagen.
00:34:49: Also grundsätzlich geht es ja in Deutschland immer sehr speziell um das Thema Haftung und hier möchte natürlich niemand dafür verantwortlich gemacht werden etwas vernachlässig zu haben.
00:35:03: und dementsprechend ist es so dass bei vielerlei von Transporten der Versicherungsgeber einfach sagt naja wir haben ihr ein erhöhtes Risikoprofil Wir sehen, dass dieser Transport akut gefährdet ist.
00:35:18: Sei es durch Diebstahl oder andere Aktivitäten.
00:35:21: Wir möchten das dieser Transport entsprechend abgesichert und begleitet wird.
00:35:26: Und da es dann sehr häufig so gesagt wird naja was bringt mir denn eine Begleitung die letzten Endes nicht in der Lage zu intervenieren.
00:35:40: Und da sind wir wieder bei dem Thema, wir müssen natürlich auch dafür Sorge tragen dass das Personal geschützt ist, dass Leib und Leben geschütz sind.
00:35:50: und da ist es natürlich so, dass hier gesagt wird wir greifen auf Bewaffnung zurück.
00:35:56: Ja ja und das heißt Bei den Versicherungen ist es jetzt schon so weit, dass die das fordern.
00:36:06: oder sind wir noch in einer Phase der Insentivierung nach dem Motto wer diesen Weg will.
00:36:14: Der bewaffneten Begleitung des Transports kriegt quasi Bonuspunkte aber es ist noch keine Pflicht vonseiten der Versicherung.
00:36:24: also wo stehen wir da?
00:36:26: Ja, das kann sowohl als auch sein.
00:36:28: Also tatsächlich ist es zum einen so dass bestimmter Versicherungsschutz lediglich unter der Auflage gewährt wurde, dass bewaffnet begleitet wird.
00:36:41: Es ist aber schon auch so, dass die Initiative teilweise ergriffen wird von den Versicherungsnehmern und das Angeboten wurde.
00:36:49: also hat der Versicherungsnema seinem Versicherungengeber das Angebot gemacht.
00:36:53: wir können die Sicherheit erhöhen indem wir spezielle Maßnahmen ergreifen und das hat dazu geführt, dass ein vorher eventuell nicht gewährter Versicherungsschutz dann doch ja gewährt werden konnte.
00:37:09: Ja.
00:37:11: Kevin du hast es im Jahr zwei Tausend Fünfzehn dein Unternehmen gegründet.
00:37:17: Hast davor etwas anderes Leben andere Strukturen kennengelernt?
00:37:25: Was weißt du heute über Unternehmertum?
00:37:27: Was hast Du über Unternehmertum erfahren, was Du so nicht erwartet hast.
00:37:33: Ja das ist eine ganz spannende Frage und wen wird's wundern?
00:37:36: ich habe mir das alles viel einfacher vorgestellt als es dann tatsächlich in der Realität ist.
00:37:44: Am Anfang geht man natürlich gerne davon aus Man ist fachlich gut in einem Bereich Und kann daraus natürlich ein erfolgreiches Unternehmen machen.
00:37:53: Man merkt dann aber relativ schnell, dass also die fachliche Kompetenz einen wirklich nur ein Teil ausmacht.
00:37:59: Und ich musste plötzlich wissen wie Vertrieb funktioniert?
00:38:03: Ich muss Zahlen verstehen!
00:38:06: Man muss Mitarbeiter führen, man muss ein Unternehmen führen und man muss verträgeunrechtliche Zusammenhänge verstehen.
00:38:12: Man muss sich mit steuerlichen Themen auseinandersetzen.
00:38:15: Am Anfang dachte ich sicherlich ja gut, ich habe hier einen Steuerberater der macht das schon.
00:38:19: Die Realität ist mindestens genauso viel wissen wie der Steuerberater, der macht seine Arbeit.
00:38:25: Aber wenn es dann wirklich darum geht zu verstehen was passiert da muss man sich sehr eng mit befassen und ich glaube das bildet sich schon ganz gut ab dadurch dass man sicher einfacher vorgestellt hat.
00:38:39: Ja also ich denke viele die diesen Weg gewählt haben werden einiges wieder erkennen in dem was du schilderst.
00:38:49: Und für dich in der Rückbetrachtung würdest du den Weg nochmal gehen, wie du den damals gewählt hast?
00:39:00: Ja also ich kann für mich sagen mir macht das sehr viel Spaß.
00:39:05: Mir macht auch das Unternehmer sein sehr viel Spass und ich würde den Weg immer wieder gehen.
00:39:11: Ich würde sicherlich einige Dinge anders machen heute aber grundsätzlich muss ich sagen Fehler dürfen passieren und die müssen auch passieren.
00:39:21: Man muss dann verstehen, wie man daraus den richtigen Weg für das Fortführen bildet.
00:39:26: Und ich glaube, dass ist also ein ganz wichtiger Teil.
00:39:29: Grundsätzlich würde ich das aber nicht viel anders machen.
00:39:35: Sprich für eine positive Entwicklung und eine spannende Entwicklung von Fanstack Kevin, wenn wir jetzt gedanklich zurückgehen vor allem wenn du zurückgehst und an den zehnjährigen Kevin denkst.
00:40:02: Was hat damals schon vielleicht ein Hinweis darauf gegeben dass Du das Leben führen würdest?
00:40:09: Und das machen würde es was Du heute machst?
00:40:13: Ja das ist natürlich sehr spannend.
00:40:17: Ich glaube ich habe immer gerne etwas erschaffen.
00:40:21: Das war also immer im Vordergrund, ich wollte gerne etwas anders machen als andere und wollte gerne was Nachhaltiges heute sagt man nachhaltiges erschaffen und ich wollte kreativ sein können und das lässt sich natürlich unheimlich gut abbilden in einer Selbstständigkeit.
00:40:46: Worin hat es sich dann ausgedrückt, als du zehn warst?
00:40:50: Was hast du damals so als Kind gemacht.
00:40:54: Ja das ist jetzt natürlich eine Frage da müsste ich jetzt ein bisschen länger nachdenken.
00:41:02: Ich würde mal grob sagen dass ich sehr viel Interesse gezeigt habe.
00:41:07: also ich habe in früherer Zeit mich schon sehr viel mit fachlichen Dingen auseinandergesetzt und ich hab sehr viel beobachtet.
00:41:16: Ich war immer sehr fasziniert von Militär, von großen Maschinen.
00:41:23: Ja, von Logistik konnte man da jetzt vielleicht noch nicht sprechen aber heute würde ich sagen es hat mich also schon interessiert wie denn sowas von A nach B transportiert wird und ich glaube das ist schon so dass sich das ein Leben lang dann durchzieht.
00:41:40: Sehr interessant!
00:41:41: Hat sie sehr früh bei dir angefangen, dass du dich ja mit dieser Welt der Güter sag ich mal befasst hast.
00:41:54: Das kann man schon so sagen?
00:41:57: Ja spannend!
00:42:03: Wir haben im Vorfeld uns ein bisschen ausgetauscht und ich hätte noch hundert Fragen.
00:42:09: Und ich weiß, dass du auf die meisten nicht antworten darfst.
00:42:15: Das ist nun mal so.
00:42:16: wenn man eher so ein James Bond Leben führt dann sind viele Dinge ja nicht ansprechbar.
00:42:28: Ich finde du hast heute mir einen neuen Einblick gegeben.
00:42:35: auch der Aspekt, dass das Leben der Kraftfahrer die da wirklich eine Schlüsselfigur sind bei solchen sensiblen Transporte.
00:42:46: Ich finde es sehr interessant diesen Aspekt Versicherungsfrage, also wo kann man präventiv für das eigene Unternehmen und für die eigenen Mitarbeiter was machen.
00:43:03: Danke dass du uns da so mitgenommen hast.
00:43:08: Vielleicht zum Abschluss die Frage, wo geht die Reise hin?
00:43:13: Mit der Sicherheitslogistik in Deutschland aber auch in Europa?
00:43:18: Ja, das ist eine sehr wichtige Frage.
00:43:23: Grundsätzlich verändert sich die Risikostruktur objektiv.
00:43:30: Ich bin da so überzeugt davon, dass sich die Art der Sicherheitslogistik oder die Art mit der Sicherungslogistikauseinanderzusetzen ändert.
00:43:41: Die Wahrnehmung der Sicherheitslage in Europa ist also eine deutlich andere als wir sie noch vor einigen Jahren hatten.
00:43:48: Viele Unternehmen müssen sich mit bestimmten Bedrohungsszenarien im Alltag auseinandersetzen, wo vorher gar keine Berührungspunkte zu bestanden und da treffen also heute mehrere Entwicklungen gleichzeitig aufeinander.
00:44:02: Wir transportieren teilweise immer wertvollere Güter.
00:44:06: Gleichzeitig werden bestimmte Rohstoffe und Technologien strategisch immer wichtiger.
00:44:11: Dazu kommt eine Knappheit, geopolitische Spannungen, Exportbeschränkungen und Sanktionen trägt schon sehr dazu bei, dass sich das Sicherheitsrisiko sehr verändert.
00:44:26: Also ihr werdet immer mehr gefragt werden?
00:44:30: Das ist so der Ausblick den wir mitnehmen können?
00:44:33: Ja also wir verzeichnen auf jeden Fall einen deutlichen Anstieg was die Risiken betrifft und ich denke das ist auch noch lange nicht das wo wir hinkommen.
00:44:48: Werben zwangsläufig
00:44:51: Ja, das werden wir auf jeden Fall verfolgen bei die Fensteck und am Markt was sich da in dem Bereich tut.
00:45:01: Kevin gibt es eine Frage dich nicht gestellt habe oder einen Aspekt den du noch gerne mitgeben möchtest?
00:45:08: Was wir jetzt noch nicht angesprochen haben.
00:45:13: Ich würde vielleicht nochmal so ein kleinen Light-Aspekt mit geben der sich also bei allem, was wir machen letztlich immer wie ein roter Faden durchzieht und das ist im wesentlichen Abhängigkeit zu identifizieren darauf Kompetenzen aufzubauen und sich die Kontrolle zurückzuholen.
00:45:39: Und das gilt also insbesondere auch dafür dass wir sagen wir machen vor allen Dingen das was andere nicht ohne weiteres abbilden können Und sei es jetzt, dass wir das im physischen Sinne tun oder halt auch im digitalen Sinne.
00:45:57: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt, dass man also sich bewusst wird, dass sensible Logistik nicht einfach ein Gut von A nach B ist sondern, dass der gesamte Prozess und die ganze Verantwortungskette abgebildet werden muss und dass man auch physische und digitale Sicherheit heute gar nicht mehr voneinander trennen kann.
00:46:20: Also das Thema Cyber Security mit Denken, mit dem Physischen Transport oder mit dem Lager?
00:46:29: Ja.
00:46:29: Das spielt da sehr mit rein.
00:46:32: Ich kann zwei drei Beispiele nennen.
00:46:35: Es bringt mir nichts ein Transport abzusichern wo vorher viele Beteiligte über irgendwelche öffentlichen Kanäle drüber informiert worden sind.
00:46:45: So!
00:46:45: Das ist eigentlich quasi die Kern aus Hegel darin Und da muss man also sagen, man muss das sehr, sehr ganzheitlich sehen.
00:46:55: Das ist nicht nur noch ein kleiner Teil der hier wichtig ist und man muss wirklich dieses gesamte Vorhaben betrachten.
00:47:05: Das war jetzt ein Beispiel?
00:47:06: Hast du noch ein zweites?
00:47:07: Ja!
00:47:08: Tatsächlich es geht nicht immer nur um den Transport per Lkw oder klassisch Transporter, sondern wir haben also beispielsweise auch Luftfracht die von uns begleitet wird.
00:47:20: Das ist ein sehr spezielles Thema aber auch auf der Schiene kann so etwas vorkommen.
00:47:29: Sehr interessant.
00:47:31: Luftfracht würde ich kurz noch nachhaken, weil beim LKW habe ich den Kraftfahrer oder zwei Kraftfahrern auf einem Lkw bei der Luftfrucht habe ich mehr Personen an Bord.
00:47:45: kann das sein?
00:47:47: Ja das kann schon sein.
00:47:50: Wenn wir jetzt typischerweise von reinen Frachtflügen ausgehen, habe ich da natürlich nicht eine besonders hohe Vielzeit von Personen.
00:47:58: Aber wir haben doch mehr als einen Beteiligten an Bord.
00:48:05: Ja sehr spannend.
00:48:07: und wenn mit dem Flugzeug was passiert ist die Gefahr am Boden noch mal potenziert im Vergleich zum Lkw
00:48:18: Das ist richtig.
00:48:21: Ja, spannend zu wissen dass da andere Verkehrsträger genauso bei euch im Blick sind und von euren Kunden auch in den Fokus genommen werden.
00:48:32: Ist aber eher ein ganz kleiner Anteil gerade wenn wir jetzt vom Bereich Luftfracht reden von speziellen... ich sage mal Sonderflügen, die wir dann auch mal begleiten.
00:48:45: Da sprechen wir meistens von sehr kleiner und sehr, sehr teurer Ware.
00:48:51: Und dass es sich lohnt hierfür den Weg der Luftfracht zu wählen.
00:48:59: Sehr spannend!
00:49:01: Ja Kevin was kann man die Fanstack dir und deinem Team?
00:49:09: Was können wir euch wünschen?
00:49:12: Ja, wir wünschen uns auf jeden Fall dass wir alle gesund bleiben ohne Zwischenfälle.
00:49:19: Ja dann das wünschten wir euch.
00:49:22: und gut, dass ihr da seid, dass wir in Zeiten erhöhter Risiken dafür sorgt, dass sichere Gefühl nicht komplett abhanden kommt auch im Bereich der Güterbewegung.
00:49:38: und ja deine Unternehmerreise werden wir weiter verfolgen und wünschen dir, dass es weiterhin so viel Spaß macht wie jetzt.
00:49:49: Und danke, dass du hier im Logistikgeschichten Podcast warst!
00:49:54: Ja vielen Dank, dass ich da sein durfte und auch wenn ich nicht ganz so ausführlich berichten kann bei allen Themen ist es aber glaube ich wichtig zu signalisieren das es Möglichkeiten gibt die vielleicht bislang noch nicht breit bekannt sind.
00:50:15: Danke, Kevin!