#22 E-Commerce-Fulfillment zwischen Amazon, Automatisierung und Nischen als Chance – mit Tobias Lenhart

Shownotes

Logistik entscheidet im E-Commerce, ob ein Kunde wiederkommt oder für immer weg ist. Tobias Lenhart nennt das die Vertrauensmaschine. Und er weiß, wovon er spricht.

Tobias Lenhart, COO und E-Commerce-Experte, liefert die ehrlichsten Antworten. Amazon macht es jetzt offiziell: End-to-End-Logistik für alle. Was bedeutet das für den Mittelstand? Wer wird überleben? Tobias verrät auch: Warum 50 % Retourenquote keine Naturkonstante ist, was Automatisierung heute bringt und du erfährst wie Tobias einmal ein Menschenleben gerettet hat.

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Darum geht es in dieser Folge:

  1. Logistik als Vertrauensmaschine Warum die Liefererfahrung im E-Commerce direkt über Kundenbindung und Wiederkauf entscheidet – und was das für Fulfillment-Dienstleister bedeutet.
  2. Amazon Supply Chain Services & die neue Marktlage Amazon öffnet seine End-to-End-Logistik für den gesamten Markt. Tobias erklärt, warum das die größte Marktverschiebung des Jahres ist – und welche Strategien für mittelständische Fulfiller trotzdem funktionieren: Vertikalisierung, Value-Added-Services und smarte Differenzierung.
  3. Automatisierung: Sinnvoll oder Selbstzweck? Tobias ist klarer Verfechter: Automatisierung ist Mittel, kein Ziel. Er erklärt, warum Randprozesse zuerst dran sind, warum remote geführte Stapler gerade ein unterschätztes Leuchtturmprojekt sind und wann sich Investitionen rechnen.
  4. Retouren neu denken 50 % Retourenquote im Fashion-E-Commerce muss keine Naturkonstante sein. Tobias zeigt, wie smarte Systeme (Beispiel Zalando) die Quote senken. Warum reibungslose Retouren ein Loyalitätsinstrument sind, kein notwendiges Übel.
  5. Führung im Konzern vs. Scale-up Was sich verändert, wenn man von Hierarchie zu echtem Leadership wechselt, warum das tägliche Vorleben von Führung anspruchsvoller ist als jede einzelne große Entscheidung.

Über meinen Gast

Tobias Lenhart ist E-Commerce- und Fulfillment-Experte mit über zehn Jahren Erfahrung in einem der dynamischsten und umkämpftesten Bereiche der Logistik. Er kennt Konzernstrukturen von innen – u. a. durch seine Zeit bei DB Schenker – und hat dann den Schritt in die Welt der Scale-ups gewagt. Zuletzt verantwortete er als COO bei Quivo das Fulfillment-Geschäft in Deutschland, Österreich, UK, Frankreich und den USA. Tobias sieht Logistik als echten Wettbewerbsvorteil und erklärt, warum das in einer Branche unter Druck wichtiger ist denn je.

LinkedIn-Profil von Tobias Lenhart: https://www.linkedin.com/in/tobias-lenhart-66454488/

Über den Logistikgeschichten Podcast Host:

Ich bin Pélagie Mepin-Koebel, Expertin für Logistik Storytelling. Seit über 20 Jahren helfe ich mittelständischen Unternehmen aus der Logistikbranche, sich besser zu vermarkten und erfolgreich zu wachsen. Als Gründerin und CEO der Strategieberatung **Logtastiq **habe ich die Vision, **Storytelling **als goldenes Werkzeug für Unternehmenswachstum jedem Logistikunternehmen zugänglich zu machen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, es ist wieder Zeit für eine Extra-Ladung Logistikgeschichte.

00:00:04: Mein heutiger Gast ist E-Commerce und Fulfillmentexperte mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in einem der am stärksten wachsenden und gleichzeitig umkämpftesten Bereiche der Logistike.

00:00:16: Tobias Lehnhardt kennt die großen Konzerne von innen und hat dann den Schritt in die Welt der Scaleups gewagt – also verschiedene Unternehmensgrößen!

00:00:25: Zuletzt als COO bei Quivo, wo er Fulfillment Operations in Deutschland, Österreich, UK, Frankreich und den USA verantwortet hat.

00:00:35: Tobias sieht Logistik als Wettbewerbsvorteil in einer Branche die gerade von allen Seiten unter Druck steht.

00:00:43: Plattformgiganten sind da fern aus.

00:00:45: Konkurrenz, Automatisierung alles Themen die den das Feld sehr spannend machen.

00:00:51: Wie dieser Spagat funktioniert erzählt er uns gleich.

00:00:54: und ja ich freue mich sehr auf das Gespräch.

00:00:57: Tobias herzlich willkommen im Logistikgeschichten Podcast!

00:01:01: Ja vielen Dank für das tolle Intro und auch vielen Dank dafür dass sich heute hier mit ihr sprechen darf.

00:01:08: Ich freu mich sehr, dass du hier im Studio bist Tobias, lass mich mal so anfangen.

00:01:14: Ich habe mal einen Satz von dir gehört der bei mir hängen geblieben ist.

00:01:19: Du sagtest Logistik ist für dich eine Vertrauensmaschine.

00:01:24: was meinst du damit konkret?

00:01:27: Ja wenn wir ME-Commerce unterwegs sind ist der Kunde natürlich ein vielfältigen Angebot ausgesetzt.

00:01:35: er hat die Möglichkeit weil sehr viele in verschiedenen Shops normalerweise einzukaufen.

00:01:41: es gibt auch sehr viele Produkte die durchaus setzbar sind und wie eine Logistik sorgen eben dafür, dass der Kunde Vertrauen in das Erlebnis, was er von einem Shop zu erwarten hat fast oder eben auch im negativen Fall verliert.

00:01:58: Und darum denke ich, dass die Logistiks sowieso heute aufgestellt ist, im E-Commerce Bereich sehr viel Vertrauen schaffen kann.

00:02:11: Das ist im Prinzip dieses Satz ist gewesen.

00:02:15: Und Vertrauen ist ja letztendlich auch die Basis für eine Kaufentscheidung, ne?

00:02:20: Ja also dann wird es natürlich spannend auch den Kunden zu halten und es wird einfacher den Kunden so halten was natürlich alle E-Commerce Shops irgendwo als Ziel sich auf die Fahne geschrieben haben.

00:02:35: Ja, und da sind wir jetzt schon mitten im Thema.

00:02:39: Also wenn man deinen Weg sich so anschaut dann taucht das Thema E-Commerce auch schon sehr früh auf.

00:02:46: Da warst du glaube ich damals bei DB Schenker Und ja danach hat es dich auch weiter begleitet.

00:02:53: Ist das für Dich so selbst ein bewusster roter Faden die ganze Zeit?

00:03:01: Ich bin sogar noch mal ein Stück früher in den E-Commerce eingestiegen.

00:03:06: Auch bei meiner ersten Arbeitsstelle habe ich mich mit E-commerce beschäftigen dürfen, da ging es tatsächlich auch so ein bisschen um Reverse Logistik und dann wieder den Neu verkauft.

00:03:18: Tatsächlich ist das eher unbewusst zu einem roten Faden geworden.

00:03:22: Bin in die Logistikaingestiegen mit dem Gedanken dass es irgendwie nach einem interessanten Feld aussieht und habe dann festgestellt, dass der E-Commerce eben ein sehr spannendes Feld ist in dem sich bisher noch relativ wenig getan hatte zu dem Zeitpunkt.

00:03:41: Also es gibt sehr viel Potenzial im Feld, es gibt viele Möglichkeiten aber auch Risiken und Chancen und darum hat sich das dann so mehr und mehr durch mein Lebenslauf gezogen als rotem Faden.

00:03:59: Kannst du das ein bisschen mehr erläutern?

00:04:02: Also was macht dieser Teil der Logistik für dich so interessant.

00:04:07: Kannst da ein paar konkrete Dinge noch nennen?

00:04:10: Ja, großer Wachstum war es natürlich am Anfang vor fünfzehn Jahren wo es noch hieß zehn Prozent wachstums im e-commerce.

00:04:17: Das ist der eine Part.

00:04:19: auf der anderen Seite ist e-Commerce in der Mitte der Gesellschaft verankert inzwischen.

00:04:29: Wir können ja kaum noch einen Tag im Homeoffice sitzen, ohne dass der Postbote einmal klingelt oder der Paketbote vielmehr einmal klingen und daher befindet sich das in einem extremen Spannungsfeld der e-Commerce.

00:04:43: Auf der einen Seite haben wir die Gesellschaft des e-commerce Umweltverschmutzung Es ist ein Frevel an der Umwelt und an den Innenstädten, usw.

00:04:55: Und sofort.

00:04:56: auf der anderen Seite haben wir natürlich die Regularien, die immer weiter dazukommen Verpackungsthemen und wir haben den gesellschaftlichen Themen und wirtschaftliche Themen wie da im Prinzip sich in einem Punkt dann treffen und das macht es für mich so spannend.

00:05:20: neue Dinge passieren im e-commerce.

00:05:22: Es kommen Automatisierung hinzu, die e-Commerce Logistik selber wächst natürlich auch noch.

00:05:31: wir sehen ein beispielsweise im Automobilbereich oder im Farmabbereich.

00:05:36: das sind sehr gewachsene logistic Industrien wenn man so möchte.

00:05:40: da hat e-commerce einfach nochmal ein bisschen potenzial aufzuholen und entwickelt sich dementsprechend um ein Stück schneller.

00:05:49: Ja, du nennst schon ein paar Stichworte die wir nochmal aufgreifen werden wie das Thema Automatisierung.

00:05:58: Bleiben wir kurz noch bei dieser Entwicklung von E-Commerce.

00:06:01: Ich kann mich erinnern es gab eine Phase wo mein Eindruck war irgendwann reden wird nicht mehr von e-commerce sondern einfach nur von commerce.

00:06:11: also weil die Kanäle so ineinander fließen.

00:06:16: stichwort omnichannel auch.

00:06:19: Und dennoch merke ich, dass wir auch heute weiterhin schon von E-Commerce sprechen.

00:06:25: Also da diese Trennung noch beibehalten... Wie ist dein Expertenblick auf diesen Aspekt?

00:06:35: Ich sehe das inzwischen eigentlich so, dass man auf der einen Seite die reinen E-commerce Shops hat und auf der anderen Seite weniger den normalen Handel.

00:06:48: Der normale Handel umfasst inzwischen schon fast zu hundert Prozent auch E-Commerce Anteile.

00:06:58: Denkt man beispielsweise an einen DM, an Aldi die es natürlich auch probiert haben unsere täglichen Einkaufsgelegenheiten dann sehen wir das da der Handel gesagt hat okay Wir müssen auch im E-Commerce vertreten sein auf die eine oder andere Art, um eben auch im Geschäft zu bleiben und den Kunden an uns zu binden.

00:07:25: Und auf der anderen Seite haben wir die reinen E-commerce Shops sich natürlich relativ niedrigen Eintritts würden zum Nutzen machen und sagen okay bevor ich jetzt stationär ein Laden aufbaue was viel invest ist viel Zeit kostet über das Internet, über eine Webseite die ich innerhalb von wenigen Tagen auf die Beine gestellt haben kann und versuche dann dadurch mein Produkt eben an die Kunden zu bringen.

00:07:56: Und dann im weiteren Verlauf wenn ein E-Commerce Shop tatsächlich erfolgreich ist geht es normalerweise auch in den BQB Bereich rein dass der stationär der Handel dazukommt.

00:08:10: also um deine Frage zu beantworten So richtige Omnichannel-Anbieter sehe ich relativ selten tatsächlich.

00:08:22: Die Verzahnung ist oftmals sehr lose, wenn überhaupt vorhanden.

00:08:26: Tendenziell sieht man in einem Unternehmen mehrere Channel irgendwie parallel laufen unabhängig voneinander und ich denke aber dass das in Zukunft auch noch mal stark zu nehmen wird.

00:08:40: Tut sich aber gerade die Logistik schwer damit den System beschuldet.

00:08:46: Inwiefern tut sich die Logistik jetzt damit schwer?

00:08:51: Da sind wir dann schon in relativ tiefen Detailfragen, wie diese Themen auch funktionieren.

00:09:00: Wie werden Bestände allokiert, wie werden sie reserviert und wie werden Sie dem Kunden freigegeben?

00:09:09: die Wirtschaftlichkeit dahinter.

00:09:12: Man bestimmt natürlich niemanden kann liberalisieren, untereinander dass sie die Channels im Wettbewerb eintreten etc.

00:09:22: Und das sind relativ viele Fragestellungen, die dann auch beantwortet sein müssen wenn man hundertprozentig um den Channel unterwegs sein

00:09:31: möchte.

00:09:33: Ja, sehr interessant.

00:09:34: Weil das für mich zu der Frage führt, wem dient man?

00:09:40: Also wenn ich jetzt sowohl eine Filiale als auch ein Online-Shop habe und der Kunde an sich hin und her switchen möchte – wie für meine Leute es aber wichtig ist okay hat er Im Handel, also im Stationär gekauft oder hat er eher den Umsatz online befeuert?

00:10:05: Das ist die Frage.

00:10:06: Also welche Perspektive gewinnt ja auf wen optimiere ich?

00:10:13: Ist der Kunde wirklich im Fokus?

00:10:15: Ja und auch wie hoch ist die Transparenz wenn man über eine Jeans spricht oder einen Jeans Laden spricht Ich werde super beraten in einem Jeansladen.

00:10:27: Dann wird mir aber gesagt, ja kauf die Jeans doch online oder du kannst dir die andere Farbe online bestellen.

00:10:34: Es wird in den Systemen niemals transparent übermittelt dass der Einkauf im Prinzip über diesen stationären Handel gelaufen ist oder angestoßen wurde.

00:10:46: und gleichzeitig profitiert dann natürlich der E-Commerce davon weil er den Umsatz macht und dann könnte man zu dem Schluss kommen, der natürlich irrtümlich an dieser Stelle ist.

00:10:57: Der stationäre Handel lohnt sich nicht mehr so richtig.

00:11:02: Genau das sind die Fragestellungen, die man tatsächlich für sich im Unternehmen auch klären muss.

00:11:09: Ja, ja.

00:11:11: Kommen wir auf die Logistikseite von E-Commerce?

00:11:17: Mein Eindruck ist, dass es gerade so die letzten zwei drei Jahren einen richtigen Run der Logistiker auf dieses Thema e-commerce gibt.

00:11:29: Obwohl das Thema ja nicht neu ist und unter dem Begriff Fulfillment Logistik schon lange passiert in den Bereich.

00:11:38: Wie erklärst du das?

00:11:41: Ja, ich sage mal klassische Logistiker mittelständige Unternehmen sich so sehr für den Bereich E-Commerce interessieren.

00:11:51: Das hat natürlich mehrere Aspekte.

00:11:53: Die ursprünglichen Gründe dafür sehe ich tatsächlich in der gesamtwirtschaftlichen Situation.

00:12:00: E-commerce ist weiterhin ein wachsender Markt und wir sehen allerdings dass der Wachstum insbesondere von den großen E-Commerce-Läden kommt.

00:12:15: Das wird vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch übersehen und gleichzeitig sehen wir das Industrien, die typischerweise sehr logistisch schwer waren wie beispielsweise Automotive, wie beispielsweise Maschinenbau

00:12:28: etc.,

00:12:28: Pp momentan etwas schwächeln natürlich dann nach Möglichkeit suchen, erstens mal ihre Position am Markt zu behalten bzw.

00:12:40: ihren Umsatz weiterhin zu bestätigen oder eben Wachstum zu erlangen.

00:12:46: und das geht momentan nicht mehr in jeder Bansche und eine scheinbare einfache Antwort darauf ist der E-Kümmerer, es war der Wechseljahr und hat relativ niedrige Eintrittswürden auch an der Stelle Anders als beispielsweise Pharma oder Tiefkühl, Logistik oder Ernährungsmittel etc.

00:13:10: Und so erkläre ich mir dass das natürlich erstmal sehr attraktiv erscheint.

00:13:15: Gibt es auch den Aspekt dass es auch wie sagen wir sexy ist ein E-Commerce Produkte bei sich im Lager zu haben?

00:13:23: Ich meine also viele sind dann auch bekannter vielleicht.

00:13:27: oder sind auch Konsumprodukte die in der Allgemeinen Bevölkerung eher positioniert sind als, ich sag mal so ein Chemie Rohstoff zum Beispiel.

00:13:41: Ist das Spiel der Aspekt auch eine Rolle?

00:13:44: Ja definitiv also.

00:13:47: man ist natürlich auch für mögliche Bewerber et cetera pp deutlich attraktiver wenn man beispielsweise für ein E-Kummers Unternehmen die Logistik macht und dadurch sehr viel Gesellschaft näher ist, als wenn man nicht Mikaelien für BRSF durch die Gegend fährt.

00:14:09: Um es mal flopp sich zu sagen und das ist natürlich auch ein Thema ja.

00:14:18: Da frage ich mich auch ob der Director-Consumer Boom, der so um die Covid Zeit sehr präsent war?

00:14:27: Ob das bis heute ... anhält, also ob da auch einen Zusammenhang ist.

00:14:35: Wo cool der Brands von Influencer oder kleinen Anbietern ... ... deine eigene Story schreiben.

00:14:43: Siehst du da ein Einfluss beziehungsweise eine Verbindung zur Logistikwelt?

00:14:51: Das hat dem E-Commerce natürlich einen Mordschub gegeben... ... der Corona-Einschlag.

00:15:01: Und dadurch ist das Wachstum nochmal nach vorne gegangen.

00:15:06: Was wir sehen, ist dass in den letzten Jahren nach Corona tatsächlich das Thema sich noch mal ein bisschen weitergezogen hat auch mit Influencer und Social Media was dann auch immer eine andere Rolle gespielt hat oder spielten zwischen, dass da eben nochmal ganz andere Sprünge auch möglich sind und die Marken sich unter Umständen deutlich schneller entwickeln Und dann natürlich auch sehr viel schneller professionelle Logistiklösung brauchen, um weiter ihr Geschäftsmodell am Wachsen zu halten.

00:15:42: Also ja und das sehen wir natürlich auch.

00:15:46: Wobei ich jetzt das Gefühl habe mit der wirtschaftlichen Gesamt-Situation wurde die Portemonnaies eher zugehalten werden.

00:15:56: wo vielleicht nicht mehr jeder neue Trend mitgemacht wird sehen wir auch wieder einen umgekehrten Trend, wo die Ökonomie pro Stück auch ein Stück weit deutlich wichtiger wird als das momentan der Fall ist oder auch in einer jüngeren Vergangenheit der Fall war.

00:16:21: Also das Mengengerüst kommt da wieder mehr in den Vordergrund?

00:16:27: Das Mengengerüst und auch die Kosten pro Stück werden einfach nochmal härter gechallengedrückt an der einen oder anderen Stelle.

00:16:35: Es ist dann noch mal fünf weitere Influencer aufzuschalten, um ins Marketing zu investieren.

00:16:42: oder muss ich jetzt tatsächlich erst einmal in die Operative reingucken und die Kosten in den Griff bekommen?

00:16:50: Da findet so ein kleiner Mind Switch statt.

00:16:55: So am anderen Ende des Pendels, wenn wir von D to C kommen und uns ganz ans andere Ende begeben haben wir dann das was ich den Fern-Osteffekt nennen würde.

00:17:11: Die ganz großen und natürlich denken wir jetzt so an Chi'in Temu die Wirbelwind in die E-Commerce Landschaft in Europa und in Deutschland gebracht haben.

00:17:27: Wie siehst du diese Entwicklung, also sind diese vor allem Schienen wahrscheinlich?

00:17:37: Ist das eine feste Größe und welchen Einfluss haben die denn konkret auf die E-Commerce Landschaften und auf die Logistik hier in Deutschland.

00:17:48: Also wir sehen dass die asiatischen Player momentan mit den einzigen Kursen sind die tatsächlich mehr oder weniger aus dem Stand heraus nochmal in neue Flächen beispielsweise anmieten.

00:18:03: Amazon ist sicherlich auch noch mal ein Ausnahmebeispiel, aber die tragen schon sehr viel zu dem E-Commerce-Wachstum momentan bei.

00:18:12: und ja das hat es tatsächlich so wie du sagst, ne?

00:18:17: Es springt nochmal einen frischen Wind rein.

00:18:22: ob das sich so Nachhaltig durchsetzt habe ich meine Zweifel.

00:18:27: Tatsächlich sehe ich eher ein Joy-Buy, nachhaltig sich am deutschen Markt oder im europäischen Markt zu platzieren als z.B.

00:18:38: Zwei Sächerin.

00:18:40: Aber das wird sich natürlich noch in den nächsten Monaten und Jahren dann herauskristallisieren.

00:18:46: aber damit richtig fliege oder nicht.

00:18:49: In der E-Commerce ist es sind das sicherlich die größten Momentanen, die den ganzen Markt auch ein Stück weit stützen durch Nachfrage nach Logistikläuten, nach Flächen etc.

00:19:09: Joybuy hast du gerade genannt?

00:19:12: Ja genau

00:19:13: Was kannst Du mehr dazu zu denen sagen?

00:19:16: Den Namen habe ich jetzt noch nicht so häufig gehört.

00:19:19: Es ist im Prinzip Teil der Kette, die Medienmarktsaturn übernommen hat.

00:19:27: Und das ist nicht der erste Versuch von diesem Unternehmen sich irgendwie in Deutschland zu etablieren mit Unterschieds-Zuscheiden und Temu

00:19:38: etc.,

00:19:38: PP versuchen dieses eben über ein deutsches oder europäisches Unternehmen zu gestalten wo die deutsche Identität schon sehr stark verankert ist Das vielleicht auch mitzunehmen, um dann erfolgreich zu sein an dem Maat.

00:20:00: Und das heißt sind die ist es auch ein Vollsortimenter oder sind sie da auf Elektronik und mehr diese Sparte spezialisiert?

00:20:10: Also man kann sich von Cola bis zum elektrischen Staubsauger wahrscheinlich alles da kaufen.

00:20:20: Also ein Amazon Vergleich, ja interessant und du sagst diese Anbieter Sheen Joybuy und Co.

00:20:35: sind letztendlich eine Auftragsquelle für Logistikdienstleister in Deutschland.

00:20:42: Ja, momentan stützen Sie den Markt weil sie natürlich mit größerem Kapital und ja mit hohen Investitionen in den Markt reingehen um das potential abzuschöpfen.

00:20:57: Und gucken momentan natürlich noch nicht so richtig auf die einzelnen Kosten für Units sondern sagen wir wollen den Markt erobern.

00:21:06: Wir wollen Marktwarteile gewinnen und dadurch stützen sie momentan insgesamt Logistikwirtschaft.

00:21:15: Interessant.

00:21:19: Tobias, du hast sowohl eher mittelständische Strukturen kennengelernt.

00:21:28: Du warst auch im Konzern... Siehst du da Unterschiede in der Art wie unterschiedliche Unternehmensgrößen das Thema Logistik für E-Commerce, für Shops gestalten?

00:21:42: oder würdest du sagen dass es letztendlich gleich herangehensweise?

00:21:48: Also ist das Gleiche.

00:21:50: Der größte Unterschied ist sicherlich der Grad der Standardisierung.

00:21:54: also während man in großen Konzernen natürlich einen hohen Grad an Standardisierung haben muss, um irgendwo auch skalierfähige Organisationen aufzubauen und skalierfähige Lager aufzubauern.

00:22:09: Ist das in mittelständischen oder kleineren Fulfillern?

00:22:13: Und bei PL-Lan geben noch mal ein bisschen was anderes.

00:22:16: da kann man individueller auf die einzelnen Grundmünsche eingehen und macht es dann in den einzelnen Fällen auch sicherlich.

00:22:25: Ich denke, dass ist eine der größten größten Aspekte.

00:22:30: Der zweite große Aspekt, den ich sehe ist das man natürlich in der regulatorischen Umwelt, in dem wir momentan unterwegs sind wo relativ viele neue Gesetze auf den Weg gebracht werden oder Verordnungen auf dem Weg gebracht wird, dass man natürlich im Mittelstand auch durchaus schneller in der Lage vielleicht auf sowas zu reagieren als einen großen Konzern.

00:22:56: da muss man eben längere Umsetzungswege in Kauf nehmen, wenn man sich dann anfassen will.

00:23:04: Da denkst du wahrscheinlich an die jüngste Entwicklung im Bereich Verpackung und an die neue Gesetzgebung Wenn du sagst, die Kleineren können da Agila reagieren.

00:23:19: Ich sehe auch den anderen Aspekt, dass der eine oder andere sagt ja gut aber die Großen haben die großen Compliance Teams und können sich mehr mit diesen langen und komplexen Gesetz Texten beschäftigen.

00:23:33: Ja wer wird denn sich da gut durch manövrieren aus deiner Sicht?

00:23:41: Also ich denke ein Mittelständler der gut organisiert ist wird schneller reagieren können, wenn man sich die zusätzlichen Anforderungen an die Logistiker ansieht.

00:23:55: Dann wird wahrscheinlich ein großes Unternehmen besser in der Lage sein damit langfristig umgehen zu können.

00:24:00: also kann dann eben effizienter diese Verordnung auch beispielsweise umsetzen und ich denke dass das beides sozusagen stimmt.

00:24:14: Mittelstände, kleine Unternehmen können relativ schnell reagieren.

00:24:18: Kleine Hierarchie, kurze Wege.

00:24:22: im Endeffekt kommen dann aber weniger effiziente Lösungen heraus als bei großen Unternehmen die natürlich auch aufgrund der Skaleneffekte ganz andere Möglichkeiten haben Teams darauf anzusetzen Softwarelösung zu finden etc.

00:24:40: wenn die Person, die hier mit uns mithört sich fragt was für ein Gesetz und was habe ich jetzt hier im August zwanzig sechsundzwanzig verpasst.

00:24:50: Kannst du das so ein bisschen zusammenfassen?

00:24:53: Was da an Neuerung gekommen ist

00:24:56: ja es ist die neue Verpackungsordnung.

00:24:59: zu meinen muss natürlich die Verpackungen zertifiziert ist glaube nicht das richtige Wort aber es kann nicht mehr jede Verpackung ohne weiteres genutzt werden Und der Lehrraum pro Verpackung muss auf vierzig Prozent reduziert sein.

00:25:18: Was sich erst mal viel anhört in der Umsetzung, aber bei manchen Teilen gar nicht so einfach ist und das Ganze muss natürlich dann auch nachgehalten werden und reportiert werden.

00:25:32: Das ist ja immer sozusagen grob umfasst was die Verordnung geht.

00:25:37: Wahrscheinlich ist für Logistiker der bürokratische Teil das aufwendigste, weil als Logistika ist man ja schon immer darauf getrimmt, Lehrraum zu reduzieren und Verpackung zu optimieren.

00:25:55: Oder wie siehst du das?

00:25:57: Ja, sehe ich genauso.

00:25:58: Also Lehrraum sollte reduziert sein so gut wie möglich.

00:26:03: Wie gesagt, es ist nicht immer so ohne weiteres drin Aber eben die Daten vorrätig zu haben, dann auch weiterzuleiten an eventuell den Kunden oder die Kundinnen.

00:26:15: Das ist die Herausforderung von der sich momentanere Betriebe sehen.

00:26:23: Du hast gerade gesagt einen der großen Unterschiede zwischen einer kleineren mittelständischen Organisation und einem großen Konzern ist wahrscheinlich dieses Thema Standardisierung Und ein Meister der Standardisierung ist Amazon.

00:26:43: Dieses Jahr hat Amazon eine große Ankündigung am Markt gemacht, Amazon Supply Chain Services ist geboren.

00:26:52: alle haben es schon seit Jahren irgendwie schon angekündigt und geahnt und vielleicht befürchtet wie auch immer quasi das Amazon die Ento Endogistik, die bis jetzt nur für ihre eigenen Händler verfügbar gemacht haben öffnen.

00:27:13: Für den kompletten Markt.

00:27:15: ist das für dich so die große Marktverschiebung des Jahres?

00:27:21: Kurze Unterbrechung bevor es weitergeht.

00:27:23: Ich bin letztens über eine Zahl gestolpert, die bei mir hängen geblieben ist.

00:27:27: Im Jahr zwanzig vierundzwanzig sind allein in Deutschland fünfhundertvierunddreißig Menschen bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung eines Lkws oder Kleintransporters ums Leben gekommen was mich daran besonders beschäftigt hat.

00:27:42: In den meisten Fällen saßen die Getöteten nicht im Lkw.

00:27:46: das sagt viel über die Sicherheit moderner LkW Kabinen aus Aber für die Fahrer und ihre Arbeitgeber beginnt danach oft eine sehr schwierige Phase.

00:27:58: Was genau ist passiert?

00:27:59: Wie hat der Fahrer reagiert, gab es vorher Hinweise auf ein Risiko?

00:28:03: und was hätte man vielleicht schon vorher erkennen können?

00:28:08: Sicherheit darf nicht erst nach dem Knall zum Thema werden!

00:28:13: Das Technologieunternehmen Samsara unterstützt alle, die für Vorpark- und Fahrpersonal Verantwortung tragen.

00:28:20: Sie helfen dabei sicherer und transparenter zu arbeiten – dafür setzen sie auf eine Kombination aus Hardware, Software und KI.

00:28:30: Kameras und weitere Sensoren erfassen relevante Situationen im Fahrzeug und auf der Straße.

00:28:36: Die Daten laufen an einer Stelle zusammen und werden so nutzbar für den Arbeitsalltag gemacht!

00:28:42: Der Sicherheitsscore spielt dabei eine wichtige Rolle.

00:28:46: Er macht nämlich sichtbar, wie sich das Fahrverhalten entwickelt, schafft dadurch eine Grundlage um Risiken früher zu erkennen und mit Fahrern darüber ins Gespräch zu kommen.

00:28:58: Die Spedition Traveco ist bereits Kunde von Samsar und hat dafür, wie ich finde ein schönes Bild gefunden.

00:29:05: Nach Einführung der Samsara-Lösungen sagte der Projekt Verantwortliche Ich bin sehr stolz dass wir unseren Fahrern so ein starkes Tool in die Kabine gegeben haben.

00:29:15: Das ist wie ein Schutzengel.

00:29:19: Wenn auch sie mehr Sicherheit für ihre Kraftfahrer wichtig finden und gleichzeitig ihre Schadenquote und Betriebskosten senken wollen, dann schauen Sie auf samsara.com oder klicken einfach auf den Link in den Shownutz.

00:29:34: Das ist glaube ich die größte Marktverschiebung des Jahres ja also damit es eigentlich von heute auf morgen ein komplett neuer Konkurrent auf dem Markt eingetreten der sage mal vorher auch schon bestehende Zustände jetzt zu Tage getragen hat und wirklich sich zwar gemacht.

00:29:58: Das für mich einfach die Information, jetzt kann ein Mittelständler die Idee, dass er mit einem ganz simplen E-Fulfillment ohne weitere Wertschöpfung im Standard am Markt gewinnen kann, Adakt erlegen und muss sich überlegen woher eben die Differenzierung hat wie er zukünftig auch erfolgreich sein kann.

00:30:24: Weil klar ist, dass eine Amazon mit der Standardisierung und mit der Skalierungseffekten die Amazon hat.

00:30:34: Und ja Automatisierung auch im Background, im operativen, kann kleiner und mittelständiger eigentlich über den Kostenaspekt kaum gewinnen.

00:30:49: Da muss man sich eben überlegen wie kann ich mich differenzieren?

00:30:52: Und wie kann ich dann in Zukunft auch den Markt erfolgreich begleiten?

00:30:58: Ja, das ist dann auch genau meine Frage an dich und vielleicht ist das für die ein oder andere die wertvollste Minute hier in unserem Gespräch.

00:31:06: Wenn du das Rezept dafür hast... Wie kann man sich dann aufstellen?

00:31:11: also der Burggraben bei Amazon ist natürlich riesig Und dennoch wissen wir es ist nie so, dass jemand alles für sich beanspruchen kann.

00:31:21: Das heißt die mittelständischen unabhängigen Fulfillmendienstleister werden auch irgendwo noch nischen haben.

00:31:28: also was ist so dein Tipp?

00:31:29: Welche Logistikgeschichte kann so ein Dienstleister erzählen um trotzdem weiterhin am Markt auch gewinnen zu können?

00:31:38: Ja im Prinzip die Sachen die Amazon nicht gerne macht oder die die Großen eben nicht so gerne machen ist.

00:31:47: Und das kann tiefkühle Themen sein, wobei wir da beispielsweise auch einen Wachser haben der groß ist und dem Geschäft macht natürlich.

00:32:00: Das können aber auch andere Nischen sein wie Displaybau.

00:32:06: Das kann besondere Verpackungen oder ein besonderer Kundenservice sein.

00:32:12: Das sind so die Themen, die man sich dann angucken.

00:32:16: Und man muss sich natürlich auch angucken, was kann mich von einer Amazon im restlichen Customer Experience abheben.

00:32:27: Ist es ein Kundenservice der nochmal anders agiert als bei Amazon?

00:32:32: Ist es eine Automatisierung in einem administrativen Bereich den noch mal anders agieren als Amazon?

00:32:39: Fizialisiere ich mich auf viele kleine ganz große mittlere Geschäfte.

00:32:46: Das sind so die Fragen, die man sich dann erstellen muss und sollte.

00:32:52: Ich sehe es um das mal klar zu sagen dem deutschen Mittelschwender im Logistikbereich sehe ich sicherlich nicht als überflüssig.

00:33:03: in der Zukunft werden allerdings die gewinnen, die das Thema Automatisierung richtig angehen und wie das Thema Differenzierung richtig angeht.

00:33:14: Wieder das Stichwort Automatisierung, wir kommen dahin.

00:33:18: Aber ich habe gerade noch zu diesem Thema Entwicklung von Amazon am Markt noch einen Punkt.

00:33:28: also ich verstehe dich so.

00:33:29: du sagst Vertikalisierung ist ein Weg ne?

00:33:33: Also ich pick mir eine Nische raus und sage okay Das kann ich auf jeden Fall viel besser und viel genauer als Generalist.

00:33:45: Und das andere Thema, was ich von dir so mitnehme ist, war es klassisch auch sonst Value-Added Services genannt wird in anderen Bereichen der Logistik also einfach dieser Konzierservice ermöglichen wo man wirklich sehr ins Detail geht.

00:34:05: Jetzt habe ich mal eine andere These, da interessiert mich deine Meinung dazu.

00:34:10: Wenn ich einen Parallel nehme zum Bereich KI OpenAI ist rausgekommen und viele haben gesagt was machen wir jetzt?

00:34:18: Und nicht jeder hat dann gesagt ich baue den nächsten OpenAI sondern ja.

00:34:22: dann haben eher gesagt Ich nutze das als Bestandteil meines Produktes und setzte etwas drauf oder liefere quasi eine Interpretation von dem was da möglich ist.

00:34:35: Wenn man das auf dieses Amazon-Konzept überträgt, was meinst du?

00:34:39: Also wäre das ein Weg zu sagen ja dann bin ich Kunde bei Amazon quasi Nutzer diesen Service aber bereichere das oder ergänze das in irgendeine Form und dieses Paket ist dann mein Produkt.

00:34:55: Ist sowas denkbar?

00:34:57: Ja natürlich aus!

00:34:58: Also Amazon ist sehr auch so aufgestellt dass es sicherlich nochmal den eine und anderen Platz lässt für ergänzende Services.

00:35:07: Und die Frage, die ich mir stelle wenn ich an Mehrwert denke auch an Vertikalisierung denke ist wo kann ich eben diese komplexe und immer komplexer werdenden Logistik durch vielfältige Faktoren?

00:35:25: Wo kann ich die für den Kunden und auch für den Endkunden eventuell einfacher machen?

00:35:30: Da gibt es sicherlich nochmal viele Aspekte die man berücksichtigt.

00:35:36: Thema beispielsweise Vorkasting.

00:35:40: Ist man in der Lage, seinem Kunden aus drei Pehlersicht, ist man in einer Lage deinen Kunden vielleicht einen Vorkast zu liefern?

00:35:49: Anhand schon von Daten die man aus der Vergangenheit hat und die fortschreibt erkennt man Mustard wo man eben mit dem Kunden zusammen etwas vereinfachen kann.

00:36:04: kann man die administrativen Prozesse zusammen mit dem Kunden, das ineinandergreifen von Prozessen vielleicht nochmal bei aufeinanderes Level heben.

00:36:13: Das sind alles Sachen, die nicht nur alleine mit der operativen Logistik zusammenhängen sondern auch vielfältig mit den Prozesten, die im Hintergrund ablaufen werden.

00:36:22: Das ist sicherlich viele Möglichkeiten.

00:36:27: Es sind spannende Ansätze, die du da überlegt hast habe ich natürlich selber so noch nicht in der Tiefe durchdacht.

00:36:36: Wenn man das Beispiel OpenAI sich anguckt, haben wir natürlich auch ein paar andere Konkurrenten genau in dem Feld.

00:36:46: Ich bin mir aber sicher, dass tatsächlich mehr Wert nicht durch einen LLM passieren wird sondern durch eine App, durch ein System was auf das LMM im Hintergrund zurückgreift und dadurch dann wirklich greifbaren Mehrwert für Unternehmen auch bietet.

00:37:08: Beispielsweise die Analyse von SupplyChains nach Einsparungspotenzialen, nach Immunspotentialen oder, wo man dann eben sehr viele verschiedene Datenquellen reinlaufen muss.

00:37:25: Oder Automatisierung von Prozessen, die momentan von Menschen noch übernommen werden müssen Rampenzuweisung oder was auch immer.

00:37:40: Ja, ja und inwiefern einmal so ein einfach zuschaut und das dann auch zulässt... Das steht dann auf dem anderen Blatt.

00:37:51: ob die das für sich dann auch als Geschäft sehen?

00:37:54: Oder eher das einschränken.

00:37:58: aber da müsste man tiefer in das Thema reingehen.

00:38:03: Wie gesagt, ein spannendes Feld.

00:38:06: So lass uns über Automatisierung sprechen.

00:38:12: Ja auf jeden Fall.

00:38:16: Was ist dieses Thema für dich im Bereich e-commerce?

00:38:20: Also macht man Automatisierung weil alle darüber reden also quasi selbst weg oder... Wo ist die Sinnhaftigkeit von Automatisierungsverorten?

00:38:36: Also, die Leute, die Automatisierung und Digitalisierung noch als Selbstspeck begreifen können.

00:38:43: Die befinden sich in einer sehr komfortablen, beneinswerten Situation.

00:38:48: Ich bin eigentlich der Verfechter der Ansicht und das auch schon so lange, dass Automatiserung eine Lösung ist ein möglicher Lösungsweg aber kein Selbstzweck hat.

00:39:03: Irgendwann wird man sich sicherlich auch die Frage stellen, haben wir die entsprechende Automatisierung für das Geschäft oder können wir es gar nicht machen?

00:39:11: Weil wir sehen jetzt schon dass wir sehr häufig mit Mitarbeiterinnen in Pässe haben.

00:39:21: Das wird in Zukunft sicherlich nicht weniger werden.

00:39:25: Da geht es dann nur noch mit Automatisierungen.

00:39:28: Aber insgesamt wird man an dem Thema, ob jetzt schon nicht komplett vorbei kommt.

00:39:35: Und für mich ist die Automatisierung im wirklich operativen Geschäft ein Aspekt mit dem die großen Logistikunternehmen sehr viel besser spielen können als sie kleineren natürlich und ich denke das sich die mittelständischen kleinen Unternehmen definitiv besser in administrativen Bereich ja bewegen werden, weil es da eben einfacher ist auch die Lösung zu skalieren als zweifelsweise im operativen Bereich mit Hilfe von Robotern etc.

00:40:12: Das wird noch mal einen Moment dauern.

00:40:17: Ich war nicht diesen letzten Sommer in Kalifornien und teilweise standen neben uns dann an der Fußgängerampel ein paar Ja, ein paar Fahrzeuge oder so autonomen Roboter die dann Paket im Behälter hatten und das irgendwo an Katie oder Peter gebracht haben.

00:40:46: Aber wenn wir beide jetzt hier über Automatisierung gerade in Europa oder Deutschland sprechen, sprechen wir ja noch nicht über den Transport teil.

00:40:56: Herzstück ist ja das Thema Lager.

00:41:03: Wie siehst du das, wie sich dieses Thema Automatisierung im Bereich Lager entwickeln kann?

00:41:13: Im Sinne von Größenordnungen.

00:41:17: Also dass man sagt es wird immer mehr möglich auch wenn wir in Richtung G to C denken und so weiter, auch schon bei relativ kleinen Mengen Automatisierungsanteile reinzubringen.

00:41:30: Ist das eine Entwicklung die du siehst oder eher gar nicht?

00:41:38: Doch die sehe ich von.

00:41:39: was ich auch sehe ist dass tendenziell eher von Randaspekten oder Randprozessen sich nach vorne gearbeitet wird.

00:41:50: Das heißt, wenn man die Kommissionierung und das Verpacken als Herzstück einer operativen Ansiedt.

00:41:57: Wenn denkt man erst mal an den Nachschub der Gefahren wird, dann denkt man erstmal an Palettenverbringung innerhalb des Lagers Müll wegbringen

00:42:09: etc.,

00:42:10: Verpackungen bereitstellen an solche Themen bevor wir tatsächlich in das Herzstuck weiter vordrängen.

00:42:18: Und wenn man dieser Logik folgt, dann ist es ja auch möglich für kleinere Logistikunternehmen schon deutlich kleinerer Lösungen einzusetzen ohne dass man jetzt von den entsprechenden Investitionskosten aufgesessen wird.

00:42:38: Autonom fahrende Roboter die Paletten von A nach B bringen kann man sich momentan nicht an jeder Straßenecke kaufen aber die häufig kaufen und auch in kleineren Stückzahlen kaufen, ohne dass man eben ganz große Aufträge vergeben muss.

00:42:56: Und eben ohne das Geschäft, das eine Geschäft, was dahinter den ganzen Kostenratzen tragen

00:43:01: muss.

00:43:02: Dementsprechend sehe ich, dass auch kleinere Logistik-Abwicklungen mehr und mehr automatisiert werden können.

00:43:08: oder physisch automatisiert Kommissionierung etc.

00:43:19: oder pp, dass die sukzessive mehr automatisiert werden und sie da eigentlich gar keine Frage ist es.

00:43:27: nur dann auch die Frage der Technologie Wann ist das tatsächlich erschwinglich?

00:43:32: Wir haben momentan immer noch im Standard irgendwie drei Jahre Vertragsaufzeit darüber eben Investitionen so abzuschreiben Dass eine richtige Automatisierung sich lohnt Ist tatsächlich relativ selten Leider der Fall.

00:43:50: In den Größenordnungen, in denen wir momentan noch unterwegs sind.

00:43:54: Wird das geringer?

00:43:55: Werden die Investitionen geringe, dann wird es sicherlich auch nochmal mehr Fussfassen in den deutschen Lagern.

00:44:05: Was sind denn so Leuchtturmprojekte bzw.

00:44:09: Beispiele?

00:44:09: wenn du an Automatisierung denkst gibt's Beispiele die du nennen kannst oder sagst Da haben die es richtig gut hinbekommen?

00:44:27: Also das einzelne Leuchtturmprojekt würde mir jetzt noch nicht mal mehr einfallen.

00:44:34: Projekte, die ich jetzt häufiger gesehen habe ist tatsächlich dass diese Randprozesse automatisiert wurden.

00:44:42: beispielsweise Müllentsorgung wurde automatisiert beispielsweise Nachschub wurde automatiziert was auch schon gesehen bei die Beschenker beispielsweise, dass nicht autonome Stapler gefahren sind.

00:44:59: Aber remote geführte Stapler sind gefahren und dann eben in Spitzenzeiten unterstützt haben.

00:45:09: Das ist eines der Projekte, die mir in jüngster Vergangenheit doch in Erinnerung geblieben sind, weil ich diese Lösung eigentlich ziemlich genial finde, sagen wir es mal so hochregalstapler Fahrerinnen sind relativ selten.

00:45:25: Dort wird das eben durch eine Ausrüstung des bestehenden Stablers remote angemacht von jemanden, der in Deutschland sitzen kann und der in anderen Ländern sitzen kann.

00:45:38: Was nötig ist natürlich eine relativ stabile Wenanleitung und schon kann es mehr oder weniger losgehen.

00:45:46: Und da sind so smart Lösungen wo natürlich ein Investor hinter steht die ein Dritzwürde aber sehr, sehr niedrig ist und der Business Case sehr sicher und sehr einfach zu rechnen ist.

00:45:59: Und ich denke das wir uns von diesen Lösungen voran arbeiten werden in dann komplexeren Bereichen.

00:46:07: Ja spannend!

00:46:08: Also Home Office wird quasi Dank Automatisierung für immer mehr Menschen möglich.

00:46:13: Genau sogar für den Staplerfahrer.

00:46:16: Das ist doch cool.

00:46:17: ja Ich habe dich das glaube ich noch gar nicht gefragt.

00:46:21: Was war denn das allererste E-Commerce Projekt, was du gemacht hast?

00:46:29: Also es waren im Prinzip die Verbesserungen der Kommissionierung bei meinem ersten Arbeitgeber.

00:46:38: Da waren wir zuerst mit zweistufiger Kommissionierungs unterwegs und posten dann das ganze Umstellen in eine einstufige Kommissionierung.

00:46:45: Das war eines der ersten Projekte.

00:46:48: Das größte, wirklich eigene ICUMAS-Projekt war für einen relativ bekannten Plastikslüsselhersteller der sich überlegt hatte das Sinn machen würde in ICUMAs einzusteigen.

00:47:05: Und damals bei Debe Schenker war ich dann in der Situation

00:47:10: den

00:47:11: Kunden von der Vertragsunterschrift bis hin zum Go Live begleiten zu dürfen als Projektgleiter Und das war eine sehr, sehr spannende Beise zusammen.

00:47:27: Kann ich mir gut vorstellen?

00:47:29: Auch mit sehr vielen Lerneffekten in Unternehmen wirklich auf dem Weg komplett zu begleiten was vorher kein E-Commerce gemacht hat.

00:47:38: Das war nochmal eine besondere Erfahrung einfach.

00:47:41: Gibt es aus dem Projekt noch, also wenn du sagst viele Lerneffekte?

00:47:45: gibt's etwas was du da mitgenommen hast.

00:47:47: Was dir heute noch so hilft oder was dich noch begleitet?

00:47:52: Ich habe gelernt mich wirklich auch in verschiedene Geschäftsmodelle reinzudenken.

00:47:56: Das hilft mir heute noch bei Hinsicht.

00:48:01: ein großer Lerneffekt war für mich aber auch den Prozess komplett einmal durch zu denken.

00:48:06: ich rede jetzt nicht nur von dem Logistikprozess sondern Von im Prinzip, wie kommt der Kunde auf den Workshop?

00:48:15: Was sieht er?

00:48:19: Was überzeugt ihn?

00:48:21: Was wird dann an den Logistik-Diensteister übergeben an Informationen.

00:48:26: Was erwartet der Kunden oder die Kunden von dem Logistikservice?

00:48:31: Reden wir von einem sehr günstigen Produkt?

00:48:34: Redenen wir von ein sehr teuren Produkt?

00:48:37: Wie muss das dementsprechend verpackt sein?

00:48:41: Und wie stellt sich die Marke da auf, das Kundenerlebnis im Prinzip auch in sich schlüssig zu machen?

00:48:48: Das war für mich wirklich nochmal so ein Schritt weiter.

00:48:53: Damals in noch relativ jungen Jahren zu sagen okay es interessiert mich eben nicht nur wie schnell ist der Picker unterwegs oder wie schnell sind die Packerinnen unterwegs sondern wie können wir das Markenerlebnis auch kompletieren mit unserer Logistik?

00:49:14: Ja, interessant.

00:49:18: Tobias, wir können nicht über E-Commerce sprechen ohne die Kehrseite der Medaille zu sprechen und das ist das Thema Retouren.

00:49:31: Manche sagen gut es ist ein notwendiges Übel Da müssen wir durch.

00:49:38: Wie blickst du auf das Thema und was siehst du für Möglichkeiten, da einen guten Weg zu finden mit Rituren umzugehen bzw vielleicht auch zu vermeiden?

00:49:57: Ich glaube dass das Thema Ritur ein notwendiges Übel ist in Teilen richtig.

00:50:08: das Narrativ unserer Zeit, sondern die Retouren können inzwischen durch relativ smarte Systeme inzwischen doch ganz gut reduziert werden zumindest und dann müssen sie.

00:50:25: natürlich ist es auch ein Wiederverkauf oder wieder Verkaufs-aspekt der man nicht außer Acht lassen darf.

00:50:35: Vorne angefangen.

00:50:36: Ich sehe beispielsweise bei Zanando eine extreme Entwicklung, was die Anzahl und die Retourenquote in Summe angeht durch smarte Lösungen, die ich jetzt auch nicht im Detail kenne.

00:50:50: Was natürlich die Größen von Kleidungsstücken angeht, was sie Passformen angeht

00:50:56: etc.,

00:50:57: hat sich in der Zwischenzeit doch sehr viel getan.

00:51:01: Und ich glaube dass wir da eben noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen sind sondern das ist dann auch relativ viel Potenzial schlummert.

00:51:08: Und das zeigt aber auch, dass diese festgeschriebene Quote die jeder im Kopf hat, dass fünfzig Prozent der Waren zurückkommt in ein Kleidungs E-Commerce, dass das jetzt keine Zahl ist, die für immer und ewig festgeschrieben sein muss, sondern was es da Möglichkeiten gibt, das zu reduzieren.

00:51:30: Den Deckungsbeitrag natürlich zu erhöhen, den Umweltschaden zu reduzieren etc.

00:51:39: pp.

00:51:39: das da noch fehlt polizial schon mal.

00:51:43: Ansonsten umso besser die Retourer abläuft und so schneller die Retouren abläucht und so reibungsloser die Retoure abläuscht umso wahrscheinlicher ist dass ein Kunde auch wieder bei einem bestellt.

00:51:58: und ich denke dass wir da als Logistikanbieter durchaus auf die Möglichkeit haben nochmal einen gewissen Mehrwert zu bieten, indem wir eben diesen Prozess so gut wie möglich designen und dann ein weiteres Argument für den Impfungen schaffen wieder bei dem E-Commerce Shop zu bestellen.

00:52:19: Sieht er sich eine lange Wartezeit gegenüber?

00:52:21: Sieht der sich in einer langen Prüfung und einen komplexen Prozess gegenüber?

00:52:27: Ist die Wahrscheinlichkeit dass er nochmal da bestellt wird eher gering?

00:52:31: Dafür sind die meisten Produkte zu austauschbar.

00:52:38: Ich habe mich gefragt, ist es denn vielleicht für Logistiker sogar gut dass es die Retouren gibt?

00:52:47: Weil ich sage mal ob die Ware von A nach B oder von b nach a fließt.

00:52:51: Könnte man jetzt sagastich sagen ja kann dem logistischen Prozess ja egal sein.

00:52:59: Wo siehst du da das Thema Verantwortung auf?

00:53:01: wenn ich jetzt an das Thema auch Nachhaltigkeit denke wie Ja, wie können sich da Logistiker auch positionieren zu dieser Verantwortung?

00:53:16: Sicherlich Rituren ist zur Arbeitsaufwand.

00:53:20: Jede Ritur ist ein Arbeitsauftrag der natürlich dann auch im Endeffekt in der Abrechnung irgendwo landet und daher würde man wahrscheinlich sagen das für den Deckungsbeitrag positiv ist dass es Riturn gibt.

00:53:35: Es ist einfach mehr Arbeit.

00:53:39: Die Verantwortung von den Logistikern liegt aus meiner Sicht vor einen Italien auf zu gucken, was kann in dem wiederen Kreislauf gegeben werden und was muss eventuell weggeschmissen werden.

00:53:53: Da sehen wir teilweise sehr starre und sehr klare Richtlinien auch von den Nikomers Shops selber, was wegggeschmissen.

00:54:04: Aber umso besser die Prüfung dann durch den Logistiker stattfindet und um so sorgfältiger man versucht auch wieder aufzubereiten, umso weniger Müll entsteht am Ende des Tages.

00:54:21: Ja, ich bin sehr gespannt wie sich das entwickelt.

00:54:23: Gerade du hast das Beispiel von Zardando genannt die durch eine digitale Begleitung des Kunden dafür sorgen wollen dass da weniger Retouren sind.

00:54:35: Ich finde es gut dass sie diese Verantwortung dann auch wahrnehmen denn an daran also an dieser Entwicklung von Retoueren Das für Kunden ist selbstverständlich und leicht war zu verschicken, sind die ja auch letztendlich mit Beteiligt gewesen und als Vorreiter da gewesen.

00:54:58: Also so entwickelt sich halt der Markt.

00:55:02: Ja genau!

00:55:07: Wir kommen langsam zum Schluss.

00:55:09: also ich hätte wahrscheinlich noch fünfzig Fragen für dich Tobias aber das müssen wir dann auch beim Kaffee oder so fortsetzen.

00:55:20: Bevor wir hier zum Schluss kommen, möchte ich dich zum Thema Führung noch was fragen.

00:55:28: Du bist ja im Laufe deiner Zeit im E-Commerce natürlich dann auch in Führungsrollen gekommen und hast verschiedene Märkte verantwortet.

00:55:41: Und mich würde interessieren, wie hast du dieses Thema Führung erlebt in deinem Wechsel zwischen den Unternehmensformen?

00:55:50: Also vom Konzernkomment dann zu einer Start-up Scalep reinzugehen.

00:55:59: Was ist dir da zum Thema Führen aufgefallen?

00:56:04: In Konzernen ist natürlich das Thema Fährungen sehr stark durch Hierarchie geprägtes Konstrukt.

00:56:12: Und umso mehr man dann in den Mittelstand oder auf Scale-Ups reinkommt, um so mehr kommt es auch dann auf tatsächliches Leadership an.

00:56:24: und da geht's nicht mehr darum, um die eine geniale Idee, um das eine genielle Richtung, die man einstiegt, sondern da geht es tatsächlich darum diese Führung Führungsposition jeden Tag irgendwo auch zu leben.

00:56:44: Man begeht sich dann sicherlich auf Augenhöhe, das geht nicht mehr darum welche Reichie hat, welche Position sondern es geht daran darum wirklich dieses Leadership vorzuleben.

00:56:58: und was ist glaube ich viel eher die Herausforderung als eine große Entscheidung, die man treffen muss oder die eine große Richtung, die vorgibt.

00:57:10: Dass eben diese Führungsposition jeden Tag auch zu leben und vorzugeben.

00:57:17: Das heißt in der Praxis sicherlich eine optimistische Herangehensweise sicherlich ambitionierte Herangehensweise oder ambitionierte Ziele, aber auch nahbar genug zu sein um mit jeder die Transparenz von den Kolleginnen und Kollegen zu erfahren.

00:57:40: Wenn da Störgefühle beispielsweise aufkommen oder wenn bessere Ideen auskommen oder ähnliches.

00:57:46: Und dann wirklich jeden und jede abzuholen wo sie sich momentan befindet zusammen beschreitet mitzunehmen, kommunikativ aber auch inhaltlich.

00:58:05: Tobias wenn jemand hier mithört und sagt cool E-Commerce hatte ich so noch nicht auf dem Schirm für meine Logistikkarriere Aber da ist ja richtig was los und ich könnte mir vorstellen auch da reinzugehen ... und diesen Wachstumsbereich mitzugestalten.

00:58:23: Gebt mal so ein paar Tipps, was denn so typische Rollen beziehungsweise... ...was muss jemand mitbringen um in deinem Team mitwirken zu können?

00:58:35: Was sind so die typischen Hintergründer, die man so braucht?

00:58:42: Die sachliche Expertise ist inzwischen tatsächlich nicht... ersetzbar, aber auch nicht komplett unersetzbar geworden.

00:58:55: Ich denke um im e-commerce Bereich oder in meinen Teams mitzuarbeiten gehört eine offene Kommunikation.

00:59:05: dazu gehört natürlich ein gewisses Logistikverständnis ja ich war in meinen jungen Jahren war ich Solutions Designer und habe Prozesse Design für N Kunden.

00:59:17: das hat mir natürlich viel geholfen und dann aber auch eine gewisse Agilität mitzubringen, eben in verschiedenen Bahnen zu denken.

00:59:26: Und nicht nur an alte Hergebrachtenbahnen zu danken.

00:59:33: Hintergrund ist der, dass wir in der E-Commerce – das hatte ich ja auch am Anfang schon mal gesagt – sind da sicherlich noch nicht am Ende der Entwicklung?

00:59:40: Und gerade im Mittelstand oder in kleineren Unternehmen müssen wir uns überlegen ... Wege überlegen, die nicht im kompletten Mainstream entsprechen.

00:59:49: Sondern unter Umständen auch ein bisschen von diesen Faden abweichen.

00:59:54: und da braucht man einen gewissen Mut und eine gewisse Agitität um dann wirklich die beste Performance auf die Straße zu bringen.

01:00:04: Und alles andere kann man lernen und ansonsten die KI fragen oder?

01:00:08: Viele andere Sachen kann man tatsächlich lernen ja!

01:00:13: Okay... sehr schön.

01:00:16: Also an alle die E-Commerce Luft schnuppern wollen, können sich wahrscheinlich auch obdinkt in mit dich mal mit dir vernetzen und ein bisschen mehr dazu erfahren.

01:00:29: Ja, sehr gerne einfach melden dann können wir uns auch mal austauschen.

01:00:38: Ich habe dich so wahrgenommen als jemand der ja so auf Technologie schaut, Wirtschaftlichkeit ist ja wichtig und Analytik ist ja auch wichtig.

01:00:52: Wo setzt du bei Führung auch mal ganz bewusst auf dein Bauchgefühl?

01:01:01: Es gibt die Entscheidungen, die ganz klar herleidbar sind und es gibt dann auch Entscheidungen die man nicht eins zu eins also nicht komplett herleiden kann.

01:01:11: in diesen Momenten setze ich dann auch schon auf mein Bauch gefühlt Erfahrung aus der Vergangenheit durch dann sage, okay wir gehen jetzt diesen Weg eben immer auch eine klare Entscheidung zu treffen.

01:01:27: Aber im Hinterkopf habe ich dann schon auch den Gedanken es ist wahrscheinlich schädlicher keine Entscheidung zu treffen als in der Stelle vielleicht auch die falsche Entscheidung zu.

01:01:45: Umso umkehrbarer die Entscheidung, die ich treffe aus dem Bauch heraus ist, umso wohler fühle ich mich dabei auch.

01:01:52: Also sage mal so Entscheidungen, die gar nicht mehr unkehrbar sind, die traf ich sicherlich nicht aus dem bauch heraus sondern da bin ich sehr gut ab.

01:02:06: Eine Entscheidung hast du getroffen und da ist die Person mit Sicherheit sehr dankbar dafür.

01:02:15: Und das war vielleicht auch ein Bauchgefühl, jedenfalls hast du mal einen Menschenleben gerettet und bist dafür auch öffentlich ausgezeichnet worden.

01:02:26: Ja, das stimmt.

01:02:27: Das stimmt.

01:02:28: Es ist schon sehr lange her.

01:02:30: Erzähl mal!

01:02:34: Tatsächlich war das in meinem Arbeitsumfeld, also die Grauchau aus dem Haus, den ich gearbeitet habe.

01:02:45: Und ich hielt es erst von einem jungen Streich, wo jemand vielleicht mit einer Knallerpse handiert hat oder sonst irgendwas, hab den Geruch erstmal nur so Schämenhaft wahrgenommen.

01:02:58: Als das dann extremer wurde, habe ich eben aus dem Fenster geguckt und hab auch aus dem Aus, in dem wir gearbeitet haben... Aussteigen sehen.

01:03:09: und in dem Moment sind im Prinzip bei mir alle Alarmglocken abgelaufen und zugegebenermaßen auch so ein Automatismus Abgelaufen.

01:03:19: also den Kolleginnen und Kollegen Bescheid gesagt, wir haben das Haus verlassen.

01:03:23: Ich war relativ gut zu Fuß.

01:03:25: ich bin dann von Lass es den sechsten siebten Stock gewesen sein irgendwas Einstelligs auf jeden Fall runtergelaufen, habe an jeder Tür geklopft um die Leute dann zu alarmieren und aus den Gebäude zu schaffen.

01:03:43: Dann kam auch noch andere Leute dazu, die das Gleiche gemacht haben teilweise von der Straße aus kommt bis wir dann im Prinzip zur Wohnung vorgedrungen sind wo dann das Feuer tatsächlich gelegen hat Und da war eine Frau in ihrem Zimmer ja, offensichtlich nicht ganz bei Sinn gefunden hat und die haben wir dann geschnappt.

01:04:14: Also sind kurz in die Wohnung, haben sie geschnappt und zum Arzt gebracht.

01:04:22: Und das war eine Bedobigung wert oder Auszeichnung wert?

01:04:30: Ja beeindruckend!

01:04:31: Das kann jetzt auch nicht jeder... erzählen so eine Geschichte, auch irgendwo eine Logistikgeschichte der anderen Art und schön dass die Person das dank dir dann auch überstanden und überlebt hat.

01:04:51: Ja!

01:04:53: Wir kommen zum Ende.

01:04:56: Die anderen Fragen müssen wir dann über LinkedIn oder beim Kaffee weiter diskutieren, das Thema e-commerce ist ja wie du sagst hat noch spannende Tage vor sich und ich würde sagen wir bleiben dran.

01:05:14: Letzte Frage Tobias wenn du ihn fünf Jahre auf das e-Commerce Fulfillment Markt schaust Hoffst du da zu sehen, was ist so die größte Veränderung, die Du erwartest?

01:05:30: Viel weniger Ausnahmefälle, die mit Hilfe von menschlicher Kapazität gelöst werden müssen als für heute oder im Moment waren haben.

01:05:42: Also das bedeutet weniger Katastrophen in der Supply Chain als solche, die dann von Hand behoben werden müssen viel weniger Kundenanfragen, die dann lange Wartezeiten in den E-Mail-Postsfechern vom Customer Service danken und dementsprechend weniger stressige Jobs in der Logistik.

01:06:09: Gut!

01:06:09: Dann würde ich sagen spätestens in fünf Jahren machen wir das hier nochmal.

01:06:15: Ich finde es spannend.

01:06:18: Und dann kannst du uns sagen, ob dein Wunsch so in Realität übergegangen ist und was vielleicht noch dazugekommen ist.

01:06:30: Ja, weiterhin dir ganz viel Spaß in dieser e-commerce Welt die du dir ausgesucht hast wo du mit Logistikful Filmen dafür sorgst dass die Shops da draußen ihre Kunden glücklich machen können.

01:06:46: und ja wir werden verfolgen.

01:06:49: Also ich werde auf jeden Fall verfolge.

01:06:52: über LinkedIn Ja wie du das Thema weiter begleitest und ich bin mir sicher, dass der eine oder andere sich dann auch anschließen wird.

01:07:02: Tobias, vielen Dank, dass du im Logistikgeschichten-Podcast warst und uns in dieser E-Commerce-Fulfillmentwelt mitgenommen hast.

01:07:11: Danke, dass Du hier warst!

01:07:13: Vielen Dank für das tolle Gespräch.

01:07:15: Tom Jan ist heute.