#20 Just-in-Sequence und Produktionslogistik mit Sarah Seiler (moviniti)

Shownotes

Wenn ein Teil fehlt, steht das Band. Und das darf nicht passieren.

In Folge #20 spreche ich mit Sarah Seiler, Geschäftsführerin und Product Owner bei der moviniti GmbH. moviniti entwickelt eine cloudbasierte Warehouse-Management-Software, die sich auf einen der anspruchsvollsten Bereiche der Logistik spezialisiert hat: die Produktionslogistik und insbesondere das Just-in-Sequence-Prinzip.

Zu Gast: Sarah Seiler

Sarah hat Wirtschaftsinformatik studiert, kam über die Unternehmensberatung (zunächst ausschließlich im Bankenumfeld) eher zufällig zur Logistik – und ist seit fast acht Jahren tief in der Welt der Produktionslogistik verwurzelt. Heute teilt sie die Leitung der moviniti GmbH mit einem Kollegen und verantwortet neben der fachlichen Produktentwicklung auch Vertrieb und Marketing.

Sarah Seiler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sarseiler/

Highlights dieser Folge

  1. Wie Just in Sequence funktioniert – und warum zwischen Fahrzeugabruf und Bereitstellung am Produktionsband manchmal nur 45 Minuten liegen.
  2. Warum Sarah einen großen Teil ihrer Probezeit am Logistikstandort verbracht und selbst sequenziert hat, statt Produktionslogistik nur aus der Software heraus kennenzulernen.
  3. Weshalb in der Kontrakt- und Produktionslogistik neben standardisierten Systemen noch immer Eigenentwicklungen und teilweise sogar papierbasierte Prozesse zu finden sind.
  4. Wie sich standardisierte Software und sehr individuelle Abläufe zusammenbringen lassen – und warum bei einer Implementierung oft nicht das technische Setup, sondern die Prozessabstimmung die meiste Zeit braucht.
  5. Was bei einem frühen Go-Live mit doppelten und fehlenden Datenpaketen passiert ist und warum seitdem Entwickler während kritischer Anlaufphasen direkt am Standort dabei sind.
  6. Welche Backup-Szenarien es gibt, wenn Schnittstellen oder Systeme ausfallen – bis hin zu E-Mail, gedruckten Picklisten und „Good old Excel“.
  7. Wie Sarah zwischen Produkt-, Kunden- und Unternehmerperspektive wechselt und warum ihre Rolle als Product Owner auch in der Unternehmensleitung prägend bleibt.
  8. Wie moviniti aus einem konkreten Bedarf eines mittelständischen Logistikunternehmens entstanden ist und welche neuen Anforderungen ein Automotive-Projekt in Algerien mit sich bringt.
  9. Wo Sarah KI heute bereits sinnvoll einsetzt – etwa bei Entwicklung und Datenauswertung – und warum autonome Entscheidungen im Lager für sie noch menschliche Kontrolle brauchen.

Zum Logistikgeschichten Podcast Host:

Ich bin Pélagie Mepin-Koebel, Expertin für Logistik Storytelling. Seit über 20 Jahren helfe ich mittelständischen Unternehmen aus der Logistikbranche, sich besser zu vermarkten und erfolgreich zu wachsen. Als Gründerin und CEO der Strategieberatung **Logtastiq **habe ich die Vision, **Storytelling **als goldenes Werkzeug für Unternehmenswachstum jedem Logistikunternehmen zugänglich zu machen.

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Transkript anzeigen

00:00:16: Ja, es ist wieder Zeit für eine Extra-Ladung Logistikgeschichten und mein heutiger Gast ist Sarah Seiler.

00:00:23: Stellt euch eine Produktionslinie vor an der nicht einfach irgendein Teil fehlt sondern genau das eine Teil dass jetzt als nächstes verbaut werden muss.

00:00:34: Nicht zehn Minuten später, nicht in einer anderen Reihenfolge, sondern genau jetzt!

00:00:40: Und darum geht es bei Just In Sequence.

00:00:43: Teile müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort und vor allem in der exakt richtigen Reihenfolge an der Produktionslinie ankommen.

00:00:52: Sahar leitet ein Unternehmen, das sich genau auf diese Herausforderung spezialisiert hat.

00:00:59: Movinity ist eine cloudbasierte Software für Lager- und Produktionslogistik die Prozesse vom wahren Eingang bis zur sequenzierten Beheitstellung digital unterstützt.

00:01:12: Sarah hat Wirtschaftsinformatik studiert, sie war in der Beratung tätig und hat da verschiedene Rollen bekleidet.

00:01:21: Und heute leitet sie Mobility!

00:01:24: Ich freue mich sehr auf das Gespräch.

00:01:26: hier werden heute viel über Produktionslogistik lernen und vor allem was dort digital möglich ist.

00:01:34: also Sarah herzlich willkommen im Logistikgeschichten Podcast.

00:01:39: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:41: ich freue mich.

00:01:42: Ja, sehr schön dass du hier bist.

00:01:47: Sarah, ich versuch mir gerade so deinen Arbeitsalltag vorzustellen und habe mich gefragt was siehst du am meisten?

00:01:56: Sind das eher Programmierzeilen oder Lagerregale?

00:02:03: Von beidem etwas würde ich sagen also durch die Leitendfunktionen eher weniger.

00:02:10: ja die Regale aktuell.

00:02:15: Früher.

00:02:16: als reiner Product Owner habe ich auch die Implementierungen vor Ort betreut.

00:02:19: Also war da wirklich sehr oft am Logistikstandort unterwegs, hab die Implantierungen geplant und dann vor Ort natürlich auch Betreut und auch die Hyper Care Phase also nach dem Goal Life persönlich betreute.

00:02:32: Und ja es ist immer noch eine Mischung aus vor Ort am Logistics Standort sein und eben... ...die ganzen Dinge die sich um die Software und die Prozesse drum herum so Ja, so anfallen.

00:02:48: Sind das auch die Kernthemen für dich im Alltag?

00:02:51: Die Kerntheme bei mir sind wirklich zum einen, dass... ...dass die Entwicklung geplant wird.

00:02:58: Das heißt was wir in den nächsten drei Wochen entwickeln nach Scrum.

00:03:02: Agiles Entwicklungsmodell, das ich mir da gemeinsam mit dem Team, mit dem Design-Team und dem technischen Leiter überlege.

00:03:10: Was sind die wirklich Weiterentwicklungen der nächsten drei?

00:03:15: Also die operative Planung einfach wirklich für das Team.

00:03:19: Und auf der anderen Seite ist es auch sehr stark, sind's die Themen unsere Software vorzustellen wenn es Interessenten gibt online schon mal eine kleine Demo zu machen oder auch vor Ort am Logistikstandort dann ja die Software in live zu zeigen.

00:03:38: Das sind so zwei Hauptschwerpunkte bei mir.

00:03:42: Ja, wir hören es schon raus.

00:03:44: Also das Thema IT.

00:03:46: Informatik liegt bei dir als Fundament, sag ich mal?

00:03:53: Du hast Wirtschaftsinformatik studiert.

00:03:58: Wie kam es denn zur Logistik?

00:04:03: Tatsächlich mehr oder weniger durch einen Zufall.

00:04:07: Ich war vorher bei der Unternehmensberatung ausschließlich bei Banken unterwegs und hatte So mit Logistik gar nichts zu tun.

00:04:16: Und damals war dann aber die Stelle ausgeschrieben als Product Owner in Frankfurt und ja, ich war einfach interessiert weil es ein Warehouse Management System ja im Prinzip ist und ich dachte mir so Ja, Warehouse management Systeme gibt's wie Sand am Meer.

00:04:31: Was macht die Lösung so besonders?

00:04:32: Und ich habe dann eben auch erfahren, dass es vor allem für den Bereich der Produktionslogistik entwickelt wird.

00:04:39: Das ist einfach ein sehr spannendes Gebiet, wo es damals und heute meiner Meinung nach noch nicht so die Standardlösungen gibt.

00:04:51: Deswegen war das Thema Softwareseitig, einfach total interessant für mich.

00:04:56: Und was ich dann auch sehr schnell in meiner ersten Zeit bei der Mobility KMBH gemerkt habe das die Logistik wirklich Janu Brosche ist wo es ganz wichtig ist dass man versteht wie die Software vor Ort eingesetzt wird also sich sehr stark mit dem operativen Geschäft beschäftigt und auch die Leute den den Willen haben mit ihr zu sprechen und das Produkt besser zu machen weil sie im Prinzip deren Arbeit betrifft.

00:05:22: Ja, das fand ich auch schon von Anfang an sehr cool.

00:05:28: Dass man wirklich einfach sieht wie die Software im Einsatz ist und sieht was es für eine Auswirkung auf die Prozesse verortet hat.

00:05:37: Ein Detail finde ich ganz interessant was du genannt hast.

00:05:41: Du hast eine Stellenausschreibung gesehen und hast dich damit auseinander gesetzt und hat sich gemeldet.

00:05:49: Das finde ermutigend für die Logistik-Pranche und generell für HR-Abteilungen, die sich fragen ob es in der Logistikausschreibung noch Sinn macht überhaupt eine Stelle.

00:06:06: Würdest du sagen dass das weiterhin Sinn macht?

00:06:12: Definitiv bei mir ist jetzt auch schon fast mehr als acht Jahre her also hat sich ein bisschen was getan in der Zeit.

00:06:22: aber ja Meiner Meinung nach macht das definitiv Sinn, klar.

00:06:30: Und dann hast du gerade sehr schön geschildert dass du festgestellt hast es macht Sinn sich da in das Thema Logistik einzuarbeiten und da wirklich zu verstehen was da passiert?

00:06:46: Was sind so deine Erkenntnisse gewesen?

00:06:49: wie kriegt man das am schnellsten hin zu verstehen wie logistik läuft?

00:06:55: einfach in der Logistik mitarbeiten.

00:06:57: Also ich habe die Hälfte meiner Probezeit damals wirklich am Logistikkstandort verbracht, weil das auch damals ... vom ersten Release und der Software im Test war.

00:07:12: also die Funktionen, die Prozesse waren schon sehr weit vorangeschritten aber es stand gerade die Planung des ersten Rollouts ja im Raum Da ich eben ganz neu in dem Bereich der Logistik war, weil ich sehr oft am Logistikkstandort habe wirklich die Prozesse mit dem Team vor Ort getestet.

00:07:32: Stabilisiert viel mit den Mitarbeitern gesprochen auch wirklich mal eine Stunde selbst sequenziert, dass man auch einfach versteht wie muss man den Scanner halten?

00:07:42: also was gibt es da noch für Dinge an die man denken muss?

00:07:45: An die man jetzt vielleicht nicht denkt wenn man einfach die Software im Hintergrund nur entwickelt und an die ProZesse denkt sondern auch die physische Arbeit damit?

00:07:54: Ja, und das hat mir am besten geholfen.

00:07:56: Auch jeder aus unserem Team hat schon mal bei einer Implementierung da wirklich vor Ort geholften als wieder Entwickler, Tester, Designer stand schonmal mit dem Scanner im Lager, hatten wahren Eingang gebucht, hat einen Teil kommissioniert Und dass es aus meiner Sicht ganz ganz wichtig ist, dass man einfach in der Logistik damals mitarbeitet.

00:08:18: Mein Eindruck ist, wenn man sich mit Mobility beschäftigt bzw.

00:08:23: für die Leute, die euch kennen – das erste Stichwort, was so aufkommt, ist Just In Sequence.

00:08:30: Damit verbindet man euch ganz oft.

00:08:38: Was gehört für dich dazu?

00:08:45: Teile, die an der Produktion benötigt werden in der richtigen Reihenfolge und es ist auch verbunden mit Just In Time.

00:08:51: Also auch zur richtigen Zeit am Produktionsband bereitstellt.

00:08:57: Das heißt ja meistens sind sie Automobilhersteller, die in Sequenz produzieren.

00:09:03: Die haben selbst keine Lagehaltung mehr und jedes Teil wird wirklich in der Reihen Folge wie das Auto über's Band läuft.

00:09:09: also zum Beispiel Sitzbezüge oder Kabelbäume werden schon in der am Band bereitgestellt, sodass der Mitarbeiter im Produktionsband nur noch hinter sich greifen muss und der Logistiker dafür sorgt dass das richtige Teil dann im richtigen Fach liegt.

00:09:26: Das ist ein sehr sehr kritischer Bereich in dem die Software eingesetzt wird oder auch generell die Logistik dahinter weil da wirklich keine Fehler passieren dürfen.

00:09:37: Es gibt Standorten mit Long Distance, da hat man Zeit von Übermittlung des Fahrzeugs bis Lieferung von dem Teil.

00:09:48: Aber es gibt auch Standorte, die direkt neben dem Werk angesiedelt sind und man hat manchmal nur fünfundvierzig Minuten Zeit von der Übermittelung der Fahrzeuginformation, bis das Teil dann am Band sein muss.

00:09:59: Und

00:10:00: ja... Die Zeit ist sehr knapp!

00:10:04: Da muss dann wirklich alles passen.

00:10:09: Wir sind denn eure Kunden bei Movinity?

00:10:12: Du sprichst den Logistikbereich an, du sprichest die Produktion zum Beispiel in einem Automobilwerk an.

00:10:20: Wer ist letztendlich euer Auftraggeber?

00:10:24: Unser Auftrag Geber ist entweder ein Zulieferer in der Automobilbranche oder ein Logistiktienstleister also der die Logistika für den OEM oder auch den Zuliefere übernimmt.

00:10:37: Das sind unsere direkten Auftraggeber.

00:10:39: Wir sind aber auch per Schnittstelle immer an die OEM-Systeme angebunden, also auch da sind wir immer im sehr engen Austausch mit dem Automobilhersteller selbst weil wir eben von dem ja die Fahrzeugdaten benötigen mit den Informationen welche Teile geliefert werden müssen und in welcher Reihenfolge

00:10:58: Also Zulieferer und Logistikdienstleister sind die im gleichen Verhältnis bei euch als Kunden dann vertreten oder gibt es einen Schwerpunkt?

00:11:11: Logistiktienstleisters ist aktuell häufiger.

00:11:16: Also das sind eigentlich diejenigen, die's dann auch wiederum für die Zuliefere meistens übernehmen in die Logistika also sowohl der OEM-Als auch der ZulIEFERER.

00:11:26: Es ist oft so dass sie das auch zu wissen an den Logistiker verwenden dann unsere Software.

00:11:35: Also eine Start-up seid ihr ja nicht mehr, würde ich sagen?

00:11:39: Nee!

00:11:42: Vor acht Jahren bist du gestartet hast du gesagt das waren ja auch

00:11:46: die

00:11:46: Anfänge von Movinity.

00:11:49: wenn wir uns kurz auf den Logistik-Dienstleister als euer Kunde mal fokussieren.

00:11:57: Wie sieht das Leben des Logistika vor, bevor die eure Lösung nutzen?

00:12:05: Wie sieht da ihr Alltag aus?

00:12:09: und einfach um besser zu verstehen wie kommt ihr da rein?

00:12:13: also was haben die für euch?

00:12:15: was machen sie vor euch was sich dann verändern wird?

00:12:19: Die meisten werden mit Sicherheit schon eine Software-Lösung haben.

00:12:25: Es gibt mittlerweile gute standardisierte Warehouse Management Lösungen, die das auch in einer gewissen Formel anbieten.

00:12:34: Da das aber schon immer ein sehr individueller und sehr spezieller Bereich ist, also die Prozesse in der Kontraktlogistik, speziell an der Produktionslogistika können sehr individuell sein.

00:12:44: Weil auch die Teile einfach sehr individuelle sind, die da konventioniert werden und dementsprechend auch die Gestelle und so das ganze Drumherum führt einfach dazu dass es sehr individuelle Anforderungen gibt.

00:12:56: Deswegen erlebe ich es häufig, Eigenentwicklungen gibt, die auf die speziellen Prozesse zugeschnitten sind.

00:13:04: Also wirklich eine Software-Lösung, die der Logistikdienstleiste halt entwickeln lassen und die funktioniert dann auch für einen Standort super.

00:13:14: wenn dann nur Ausschreibungen kommt und man braucht einen zweiten Standort, dann muss man eben auch wieder von vorne anfangen was die die Softwarelösung angeht.

00:13:24: Oder es ist tatsächlich auch noch so bei kleineren Standorten, die noch komplett ohne Software in dem Bereich arbeiten.

00:13:30: Also entweder komplett ohne Warehouse-Management-System oder nur in diesem Bereich der Sequenzierung ohne eine Softwarelösung also wirklich papierbasiert.

00:13:40: das kommt zettel aus im Drucker da ist ne Kommissionierliste mit Teilen in einer bestimmten Reihenfolge und dann wird das eben ohne System abgearbeitet.

00:13:50: Also Papier trifft ihr auch, also seht ihr heute noch in den Abläufen?

00:13:58: Selten aber es kommt vorher.

00:14:01: Gerade wie gesagt bin es neue Standorte sind mit ein zwei Teile Familien und dann kommen immer weiter hinzu.

00:14:07: man startet erst mal ohne Software weil's vielleicht auch mal schnell gehen muss wie das manchmal ja ist in Ausschreibungen.

00:14:13: manchmal ist der SOP schon zwei Monate später manchmal hat man bisschen mehr Zeit Und dann kann es auch schon sein, dass ein Standort einfach vorerst mit Zettel und Stift anfängt.

00:14:28: Ich stell mir das so vor, wenn ich als mittelständisches Logistik-Unternehmen mehrere Kunden habe aus der Automobilindustrie oder andere Industrien die dieses Thema Justin Seacons nutzen, dann arbeite ich ja zum Teil in der Software des Kunden.

00:14:51: Bedeutet das dann, dass ich quasi mehrere Kunden Software bedienen muss gleichzeitig?

00:14:59: Ja da muss man sich dann wirklich fragen.

00:15:02: Das gibt es auch, dass der Kunde vorgibt in deren Lösung zu arbeiten.

00:15:09: Das ist meiner Meinung nach nie so optimal abgebildet, weil eben die Kundenlösung meist eine EAP-Lösung ist in der die Logistikprozesse dann so ja mitabgebilded sind aber nicht speziell für die Produktionslogistik.

00:15:22: Das heißt man kann zwar die ganzen Bestände buchen und man kann auch die Artikeln reinfolge sich anschauen Aber das ist nicht so optimal aufgesetzt.

00:15:32: wenn es wirklich einen spezialisiertes Warehouse Management System machen würde In dem Fall muss man einfach mit dem OEM sprechen.

00:15:40: gibt es die Möglichkeit, Schnittstellen anzubinden sodass die Daten einfach vom Warehouse Management System in das EAP auch automatisch übertragen werden.

00:15:47: Dann entsteht ja auch kein Nachteil für den OEM.

00:15:50: oder ist es eine feste Vorgabe im Kunden-System zu arbeiten?

00:15:53: dann macht es auch keinen Sinn ein zweites System zusätzlich noch zu beschaffen.

00:15:59: also dann wird auch wirklich in dem Kundenssystem gearbeitet.

00:16:03: Ja verstehe So, jetzt bin ich ein Logistik-Dienstleister und habe an verschiedenen Standorten meine individualisierten Lösungen.

00:16:16: Vielleicht hab' ich im Extremfall auch noch hier unter Papier im Prozess Und dann treffe ich Sarah und ihren Team.

00:16:26: und worauf, worauf?

00:16:29: auf welcher Zukunft kann ich mich freuen wenn es mit euch losgeht?

00:16:39: Definitiv ist es so, dass wir zum einen muss man sagen, wir haben ein Warehouse Management System was einfach speziell für diesen Bereich der Produktionslogistik implementiert ist.

00:16:49: Also das war auch das erste Unternehmensziel damals als die Firma gegründet wurde, dass einfach eine Standardlösung geschaffen wird für diesen sehr individuellen Bereich der Produktionslogastik und jetzt entwickeln wir die Software immer mehr für weitere Bereiche in der Kontrakt-Logistik.

00:17:10: Also es ist nicht nur Produktionslogistik, sondern auch andere Bereiche der Kontrakt-Lugistik.

00:17:15: schauen wir uns an.

00:17:16: Distributions zum Beispiel oder Aftermarket.

00:17:19: das ist ein Thema wo oft die Logistikdienstleister im Kundensystem arbeiten müssen und dass dann auch nicht so superoptimal abgebildet ist in dem ERP System.

00:17:30: von daher ist es zum einen der Vorteil Die Funktionen und die Prozesse, die wir anbieten zum größten Teil schon sehr diese individuellen Anforderungen abbildet.

00:17:43: Man kann das einfach per Konfiguration einstellen.

00:17:47: Und wenn es einen Prozess noch nicht gibt, kommt auch immer mal wieder vor dass ist noch ein Prozessweg.

00:17:54: Nicht gibt der das auf der Abgebildet ist, dann erweitern wir den Standard.

00:17:57: Also das wird bei uns immer in einem Standardumfang hinzugefügt.

00:18:01: alle anderen Kunden haben im Prinzip auch die Möglichkeit diesen neuen Prozess zu nutzen müssen es aber nicht und ja im Prinzip keine Neuheit erfunden, die so am Markt vielleicht noch gar nicht gibt.

00:18:20: Aber uns unterscheidet die Software wirklich dahingehend dass es eine Standardlösung ist, die sehr einfach implementiert werden kann und wir auch auf Augenhöhe mit dem Logistik-Dienstleiser zusammenarbeiten gerade dadurch das wir die Software auch sehr eng mit der Logistika zusammen entwickeln haben.

00:18:43: Ja, sehr gutes Verständnis natürlich für die Prozesse.

00:18:45: Für die Logistik wie ich schon gesagt habe eigentlich jeder Entwickler, jeder aus dem Team muss mal am Standort auch mitgeholfen haben und das ist uns ganz wichtig dass die Prozess dann wirklich funktionieren und noch anwendbar sind.

00:18:59: Genau

00:19:00: Du hast gerade gesagt, einfach zu implementieren.

00:19:04: Da wird jeder hellhörig der mal ein IT-Projekt mitgemacht hat.

00:19:09: Wir suchen alle die einfach zu implementationen.

00:19:15: Was bedeutet das bei euch?

00:19:16: Also ist es die Zeit des Onboardings.

00:19:22: oder worin drückt sich diese Einfachheit bei euch aus?

00:19:30: Definitiv in dem Start.

00:19:31: mit der Software, also die Mobility ja komplett in der Cloud läuft haben wir einen neuen Mandanten oder neuen Zugang für den für den neuen Kunden innerhalb von drei vier Tagen.

00:19:43: Das heißt ihr kriegt dann ein leeres System.

00:19:44: er kann sich anmelden mit Benutzernahmepasswort und könnte schon starten die Stammdaten zum Beispiel zu importieren oder auch Konfigurationen anzulegen.

00:19:57: Das ist relativ schnell möglich.

00:19:59: Dadurch, dass wir auch sehr stark versuchen die Software intuitiv aufzubauen und also wirklich gerade auf dem Scanner sehr einfache User Interfaces, also sehr einfacher Anweisungen für den Benutzer.

00:20:15: Auf einem Screen sind keine zehn Felder, die irgendwie IT-technisch benannt sind sondern die wirklich den Mitarbeiter zeigen was er hier tun soll.

00:20:25: Wir arbeiten auch viel mit Farben und mit Bildern, sodass man relativ schnell auch versteht.

00:20:31: Wenn man auf den Scanner schaut und dann so ein Flächenbild kommt – da haben wir zum Beispiel immer das gleiche Bild für einen Flächenscan.

00:20:37: also der Lernzeit ist extrem kurz weil die Prozesse sehr einfach und intuitiv aufgebaut sind.

00:20:47: Das was bei uns natürlich auch länger dauert, sind die Abstimmungen im Ja bevor man mit der Software startet.

00:20:57: Also das sind eigentlich die Themen, die sich immer etwas länger ziehen gerade wenn es ein neuer Standort ist in die Prozesse noch nicht so ganz klar von Anfang an.

00:21:06: Das heißt es gibt einfach sehr viele Gespräche zusammen mit den Logistikexperten.

00:21:11: bis dann klar so und so muss der Prozess dann vor Ort aussehen.

00:21:15: Dann müssen wir schauen okay Kann man diesen Prozess auch so digital abbilden?

00:21:20: Oder gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit, die es in der Software schon gibt und Aufsinn machen würde für den Logistiker.

00:21:26: Und wenn wir da was fehlen, das erkennen dann wird wie gesagt nachimplementiert.

00:21:31: aber das einfache spiegelt sich wirklich wieder in dem technischen Setup und auch der Schulung.

00:21:38: Und je nachdem wie klar die Prozesse schon sind und auch die Schnittstellen schon bekannt sind Daran hängt eigentlich die komplette Implementierungsdauer.

00:21:50: Ja, Cloudbasiert ist nochmal ein wichtiges Stichwort.

00:21:55: das verändert mit Sicherheit einiges im Vergleich zu den ja ich sag mal traditionellen Lösungen die lokal installiert werden müssen.

00:22:09: also nicht jeder der jetzt mithört in diesem Produktionslogistikbereich unterwegs oder am Beispiel der Automobilproduktion.

00:22:18: Kannst du uns so grob schildern, was denn der logistische Prozess ist den ihr digital unterstützt?

00:22:28: Also zum einen sind das die klassischen Warehouse-Prozesse als wirklich mal ein Eingang waren Eingangsbuchungen die Teile, die an den Automobilhersteller geliefert werden sollen.

00:22:38: Wie zum Beispiel Kabelbäume, die werden von einem Lieferanten im Wahn-Eingang empfangen, werden geprüft, werden dann in dem Bestand gebucht und eingelagert zu System geführt.

00:22:48: Und wenn der Abruf vom Automobil Hersteller kommt welche Kabel Bäume für welches Auto benötigt werden?

00:22:56: Dann wird von unserem System einer eine Kommissionierliste im Prinzip erstellt und ein Kommissioniereuftrag ist bei uns aber extra eine separate Funktion der Sequenzierung, weil da gibt es nochmal einige Besonderheiten im Vergleich zu einer normalen Kommissionierung.

00:23:15: Und dann geht der Mitarbeiter wirklich mit diesem Auftrag mit dem Scanner ins Lager bekommt angezeigt, von welcher Fläche aus dem Lager jetzt welchen Kabelbaum entnehmen muss.

00:23:28: Da gibt es dann auch die unterschiedlichsten Möglichkeiten.

00:23:30: Entweder er muss in Reihen vollgekommen sonieren, dann wird der halt durch das Lager geschickt bis er alle Kabelbäume für dieses eine Sequenz-Gestell also bis ein Behälter im Prinzip mit Kabelräumen voll ist fertiggestellt ist.

00:23:45: Gibt auch die Möglichkeit bei so Mainkabelräum also wirklich die Haupt Kabelbäume fürs Auto, das sind halt sehr große Kabel-Bäume.

00:23:54: Da macht es eher die Wege optimiert zu kommen und so nähern.

00:23:58: Das heißt der Mitarbeiter startet am Regalplatz eins und geht dann eben durch das Regal durch und sammelt die unterschiedlichen Teile ein und jedes Teil wird dabei gescannt validiert.

00:24:09: Manchmal gibt's auch noch individuelle Label, die ausgedruckt werden, die der Mitarbeiter dran kleben muss an jedem Kabelbaum Und dann wird dieses fertig gestellte Ja-Gestell im Bahnausgang abgestellt.

00:24:25: Kann sein, dass da noch mal eine zusätzliche Qualitätsprüfung stattfindet und dann werden die Teile in Reihenfolge verladen also wirklich auch in Rehenfolge so wie sie dann am Band benötigt werden auf dem Transport Verladen.

00:24:39: das wird dann alles mit dem Scanner durchgeführt Und dann verlässt die Ware des Lager, da endet dann auch unser Prozess.

00:24:48: Da würden wir dann die Daten zu einem Transportmanagement-System übergeben wenn es an der Stelle eins gibt.

00:24:56: Verstehe und Justin Sequence verbinde ich mit extrem sensibler kritische Prozesse Ja, mit Folgen die wirklich sehr bedeutend sind für den gesamten Produktionsprozess.

00:25:22: Was gab es für Fälle wo zum Beispiel etwas passiert ist was ausgelöst hat dass der Kunde dann zu euch kommen und sagt das darf uns nie mehr passieren da müssen wir anders arbeiten.

00:25:36: kannst du dich eine Geschichte erinnern, die du mitreilen kannst?

00:25:44: Ja also das ist natürlich das oberste Gebot.

00:25:47: Das Band darf auf gar keinen Fall stehen bleiben weil das wird richtig teuer.

00:25:50: Also jede Minute bei der das Band beim OEM stehen bleibt kostet den Logistikdienstleister sehr viel Geld wenn es dann das Verschulden des Logistiktienstleisters war oder auch die Softwareseite.

00:26:07: Es gab mal einen Fall, also wir haben einen Standort an dem unsere Software läuft.

00:26:11: Da ist der Vorlauf nur für forty Minuten und da werden teilweise auch Teile noch vormontiert als so zum Beispiel Heckklappen oder Ladeluftkühler.

00:26:21: das heißt Wir bekommen die Abrufe dann werden daraus Auch noch Montageaufträge.

00:26:28: Das ist auch eine Funktion die unser System anbietet dass man auch in Sequenz noch Vormontieren kann Und dann werden die Teile vormontiert und dann eben in Sequenz an den Kunden geschickt.

00:26:44: Da war beim Goal Life die Situation, dass es vorher keine Schnittstelle auf OEM-Seite gab.

00:26:50: also es gab eine, die war aber ja in einem technischen Standard, den wir gerne überarbeiten wollten Und wir haben dann zusammen mit dem OEM eine neue Schnittstelle geschaffen, die wir auch ausgiebig getestet haben.

00:27:05: Aber es kam dann vor, dass Abtag eins zum einen manche Datenabrufe doppelt kamen vom OEM und manchmal auch Datenpakete gefehlt haben.

00:27:15: Da haben noch ein paar Prüfungen in unserem System gefehlet, sodass eben diese doppelten Datenpakette verarbeitet wurden und wir dann manuell eingreifen mussten und die Daten bereinigen mussten in der Datenbank.

00:27:31: Das ist seitdem das war die zweite Implementierung von Mobility auch ein sehr wichtiges Learning, dass immer mindestens einen Entwickler vor Ort mit dabei ist weil es einfach sehr wichtig ist wenn sowas vorkommt, dass dann eine Experte sich in der Datenbank gut auskennt schnell sicher Daten bereinigen kann und für Augenprinzip.

00:27:52: Das ist einfach schwierig, wenn der dann im Büro sitzt und man muss die ganze Zeit über Telefon erklären was er jetzt tun soll.

00:27:59: Genau das ist tatsächlich bei uns seitdem immer gegeben dass by go live wir eine Woche danach mit mindestens zwei Personen pro Schicht dann auch vor Ort sind um einfach direkt eingreifen zu können wenn etwas passiert.

00:28:12: weil es ist auch faktisch so dass gerade in der ersten Woche Wenn man dann wirklich im Livebetrieb mit der Software arbeitet, dann auch so noch die letzten Edge Cases feststellt an, die vorher keiner gedacht hat.

00:28:23: Gerade wenn ein Datenpaket fehlt... Also man kann sich ja alle möglichen Risiken ausdenken und Maßnahmen dagegen einleiten.

00:28:29: aber dann sieht man in der ersten Woche was dann wirklich so die realistischen Edge Caces sind Und da braucht man einfach Leute vor Ort, die direkt unterstützen können.

00:28:40: Also quasi für euch aus der Realität gelernt.

00:28:47: Für die weitere Entwicklung der Software.

00:28:49: Definitiv.

00:28:52: Ich kenn's so ein bisschen aus der Handyproduktion, das dann auf Kundenseite so Fallbackpläne sind.

00:29:03: Plan B C manchmal D noch mit inklusive bis zu irgendwelche Helikopter-Transporte, die dann im Notfall sofort aktiviert werden können.

00:29:15: Gibt es solche Beispiele, die dir schon begegnet sind von ja wie bereitet sich der Kunde auf so ein Worst Case?

00:29:26: Ja also das gibt's auf jeden Fall immer für das Risiko dass natürlich die Kundenschnittstelle nicht funktioniert oder unser System nicht funktioniert.

00:29:35: Da gibt es auf jeden Fall immer Backup-Szenarien.

00:29:38: Meistens wird dann sowas eingeführt, dass der Kunde die Dateien auch per E-Mail schicken kann und die dann automatisiert aus einem Postfach in Mobility reingeladen werden wie wenn sie über die Schnittstelle kommen.

00:29:50: oder auch für den Worst Case mit wirklich Mobility ausfällt das die Daten vom Kunden ein anderes Tool meistens ist das ein Excel-Tool Reingeladen werden und dann wirklich basierend auf der Excel-Datei dann Picklisten gebildet werden, die dann gedruckt werden können.

00:30:08: Aber das ist ein Prozess, der nur wenige Stunden so laufen kann, weil es sehr manuelle Schritte sind, die Zeit kosten.

00:30:25: Also auch wir bieten in unserer Software diverses der Excel Expeller an!

00:30:32: Ja, auch zwischendurch mal Auswertung machen muss.

00:30:35: Also Excel werden wir nie wieder in der Logistik glaube ich ja verbannen können.

00:30:43: selten was gesehen was sich so hartnäckig hält weil es auch einfach sehr mächtig ist muss man dazu sagen

00:30:49: definitiv

00:30:52: da hat jemand gute Arbeit geleistet.

00:30:57: wenn ich dich jetzt so sprechen höre dann glaube ich das, dass du Product Owner warst in deinem früheren Leben.

00:31:09: Man spürt diese Leidenschaft und auch diese Tiefe für das Produkt.

00:31:16: Merkst Du das heute bei meiner Entscheidung?

00:31:21: Dass du so den Rollenwechsel dir noch mal bewusst machen darf?

00:31:27: oder wie erlebst du die Entwicklung für dich?

00:31:32: Also tatsächlich bin ich ja bei Mobility immer noch Product Owner, also als Product Owner immer noch für die Entwicklung verantwortlich und zusätzlich genau für die Themen Vertrieb und Marketing.

00:31:44: Und teile mir auch die Leitung der Mobility GmbH mit einem Kollegen.

00:31:48: Das heißt da haben wir uns sehr thematisch ein bisschen aufgeteilt.

00:31:52: Ich bin weiterhin für die fachliche Weiterentwicklung zuständig sehr tief im Thema und im Produkt, was glaube ich auch ganz wichtig ist wenn man sich dann auch Gedanken darüber macht wie wohin soll sich die Software in den nächsten fünf sechs Jahren weiterentwickeln.

00:32:12: In welcher Bereiche soll es noch gehen?

00:32:16: Vom Aufgabengebiet her ist natürlich schon unterschiedlich als Product Owner.

00:32:20: Es ist eher die Frage ja sehr produktbezogen also wo entwickelt sich das Produkt weiter.

00:32:26: Was benötigen wir für Funktionen, Prozesse?

00:32:30: Welche Richtung wird es auch zukünftig gehen in der Kontrakt-Logistik?

00:32:37: Zusätzlich zu meiner leitenden Funktion kam dann noch die Themen Vertrieb und Marketing dazu.

00:32:43: da ist es dann wiederum so dass man ja sehr stark die Kundenbrille aufziehen muss.

00:32:47: Das war am Anfang ein Lernfaktor für mich weil ich immer sehr stark aus dem Produkt Gedanken heraus Ja, auch mit den Logistikdienstleistern gesprochen habe oder auch Zulieferern.

00:33:02: Da muss man aber wirklich einfach die Kundenprille aufziehen und überlegen okay was könnte wirklich die aktuelle Situation gerade beim Logistiktienstleiste sein?

00:33:11: Beim Zulieferein?

00:33:14: Was könnten die unterschiedlichen Situationen sein und wie kann unsere Software dann auch wirklich helfen oder auch nicht helfen?

00:33:20: also das ist ja auch ein valides Ergebnis dass man sagt ok An der Stelle macht es einfach gar keinen Sinn, zusammenzuarbeiten.

00:33:28: Und ja da ist es einfach extrem wichtig eben die Kundenbrille aufzuziehen und zusätzlich in der leitenden Funktion kommt dann natürlich auch noch die Unternehmerbrille dazu.

00:33:40: Auch da einfach zu schauen welche Kapazitäten haben wir?

00:33:43: Welches Know-How haben In welche Richtungen entwickeln wir uns weiter und was fehlt uns vielleicht noch an Fähigkeiten, die wir aufbauen müssen?

00:33:52: Also das sind tatsächlich auch weil du eingangs gefragt hast wie so ein Alltag von mir aussieht.

00:33:57: Das ist ganz unterschiedlich.

00:33:59: und ja genau da sind einfach verschiedene Brillen, die man sich abwechselnd aufzieht und dann auf die Themen schaut.

00:34:12: Ja, sprechen wir mal über eure Entstehungsgeschichte.

00:34:17: Du hast ja erwähnt, du teilst dir die Leitung mit einem Kollegen.

00:34:23: Ihr seid jetzt nicht so die typische Start-up, die irgendwo im Keller oder in einer Garage gestartet ist?

00:34:30: Wie kam es eigentlich zur Mobility?

00:34:35: Ja, tatsächlich kann man es früher schon als ein gewisses Start-up sehen.

00:34:38: Also die Firma gibt's nicht erst seit zwei neunzehn, als ich eingestiegen bin sondern schon seit zwei tausend vierzehnt.

00:34:45: Da wurde die Mobility GmbH gegründet und sie wurde damals zusammen mit einem Logistikunternehmen gekründet weil eben das Ziel des Logistikumternemens war für sich selbst auch eine Standardlösung zu entwickeln für den Bereich der Produktionslogistik.

00:35:00: Also der Logistikdienst-Seise hat sehr viele Sequenzstandorte und da war eben auch genau das Szenario, dass einfach eine eigens entwickelnde Lösung im Einsatz war.

00:35:11: Die an verschiedenen Standorten immer wieder implementiert wurde aber immer individuell angepasst und es wurde immer schwerer neue Funktion hinzuzufügen oder die Software weiterzuentwickeln.

00:35:24: Und genau!

00:35:25: Da wurde dann tatsächlich die Firma gegründet damals mit zwei Männern aus Frankfurt, die jetzt heute nicht mehr im Unternehmen sind.

00:35:34: Aber mit denen zwei zusammen wurde dann die Militär-GWH aufgebaut und das war dann auch das Produkt soweit dass man eben den ersten Rollout am Referenzstand dort planen konnte.

00:35:50: Ja, verstehe.

00:35:52: Das ist wiederum ähnlich mit vielen anderen Startup-Geschichten die man so hört da hat jemand irgendwo einen Bedarf und hat die Lösung in der Form nicht direkt am Markt gefunden und denkt sich ja gut dann mach ich das halt ne?

00:36:10: Also so hört sich das an!

00:36:14: Da bin ich auch sehr, sehr froh, dass damals einfach schon viel richtig gemacht wurde.

00:36:18: Weil das ist glaube ich ein Fehler den viele machen gerade in der Logistik.

00:36:25: Wenn irgendeines Software für einen Standort entwickelt wird dann wird halt sehr viel mit Logistikexperten geredet.

00:36:30: aber ganz wichtig ist auf zu verstehen wie die IT-Technik dahinter aussieht, was moderne Technologien sind.

00:36:39: Was Frameworks sind also wie man eine Cloud Software aufbauen sollte damit sie auch langfristig erweiterbar ist dass die Modular aufgebaut ist und das man eben genau das Problem hat, dass wenn man irgendwann diese Software wieder woanders einsetzen will sie nicht wieder komplett neu entwickeln muss.

00:36:56: Und da war es eben ein Riesenvorteil das wirklich zwei IT-Experten zusammen mit dem Logistikunternehmen beide ja, beides Know-how verbunden haben und zusammen wirklich eine technisch gute saubere Software entstanden ist.

00:37:13: Die aber von Anfang an die Logistik voll mit dabei hatte.

00:37:21: also wir von Anfang auf ganz eng mit der Logistika zusammengearbeitet haben um wirklich die Konzepte für die Funktionen und die Prozesse auch zu entwickeln.

00:37:31: Ja was ich auch sehr schön finde es dass das eine Entwicklung ist und eine Innovation ist, die auch aus dem Mittelstand kommt.

00:37:42: Also wenn man jetzt hört okay... Das ist alles aus einem Logistikunternehmen entstanden.

00:37:47: Denkt man vielleicht in Richtung große Konzerne?

00:37:52: Aber das ist hier ein typischer Mittelständler der Movinity letztendlich als Lösung hervorgebracht hat.

00:38:00: Genau!

00:38:00: Ja.

00:38:02: Und das heißt Sag mal, kein Zelle von Novinity ist da beim Logistik-Dienstleister entstanden.

00:38:11: Und ihr habt euch dann quasi daraus entwickelt.

00:38:14: oder wie ist heute der Stand?

00:38:17: Genau!

00:38:18: Also heute sind wir ja... haben ein ausgereiftes Produkt und haben uns was die Prozesse angeht vom Logistikkendienstleista eher abgetrennt.

00:38:32: Aber trotzdem haben wir immer noch den Vorteil, dass wir an den Logistikstandorten auch neue Funktionen testen können – ob es jetzt nicht für den Standort ist aber wir können auch mal wirklich eine neue Funktion in einer realen Umgebung testen weil das ist einfach super wichtig!

00:38:48: Weil man so viele Details vergessen kann wenn man einfach nur die Prozesse sich anschaut und nicht die physischen Gegebenheiten im Lager.

00:38:57: Genau, aber heute sind wir ja eine eigenständige GmbH und bieten dieses die Software nun auch anderen Logistikdienstleistern an Zulieferern.

00:39:11: Teilweise reden wir auch direkt mit OEMs.

00:39:18: Sarah, ich habe gesehen du warst vor einigen Wochen in Algerien.

00:39:24: Das fand ich ganz spannend!

00:39:26: Ist das so eine Entwicklungsfahrt für Mobility?

00:39:30: Also schaut ihr euch diesen nordafrikanischen Markt gerade an oder was passiert da?

00:39:36: Ja definitiv wir sind auch zusammen mit dem Logistik-Dienstleister der ein Projekt in Algerien gewonnen hat.

00:39:47: Dort mit unserer Software.

00:39:48: dabei werden die Software dort einsetzen für eine Versorgung von dem Viertwerk mit Abgasanlagen und das ist sehr, sehr spannend.

00:39:59: also Algerien hatte ich persönlich nie so wirklich auf dem Schirm Und jetzt war ich zweimal vor Ort und es ist wirklich Wahnsinn wie motiviert die Menschen vor Ort sind wie hoch auch der Stellenwert auf Zusammenarbeit gelegt wird.

00:40:15: Also hier sind wir wirklich in Gesprächen mit OEMs direkt einfach, die sagen hey es macht total Sinn dass wir uns eure Lösung mal anschauen.

00:40:23: vielleicht kann man das auch als Empfehlung an die Logistik-Dienstleister dann geben, die nach Algerien kommen wollen oder auch die Zulieferer vor allem.

00:40:33: Weil da ist wirklich der Fokus sehr stark das sehr viel lokal produziert wird also auch die ganzen Teile, die von den Zuliefern an die Automobilindustrie geliefert werden.

00:40:44: Da ist das Ziel möglichst viel zu lokalisieren.

00:40:48: und in Algerien Thema Chastensiquents noch relativ neu.

00:40:54: Es wird zwar in Sequenz produziert, aber da ist es noch bei vielen Teilen so dass die einfach im Batch an der Produktion stehen.

00:41:04: und wenn das leer ist dann wird halt nach Kanwansystem den nächsten Behälter an die Linie gestellt Und dieses Thema Chasensiquent wird immer wichtiger wenn auch die Absatzzahlen steigen.

00:41:17: deswegen sehe ich da persönlich ein sehr großes Potenzial für uns.

00:41:22: Da ist vor Ort auch keine Warehouse Management-Lösung, die jetzt diese Chessensäquenzprozesse so abbilden kann.

00:41:31: Ja, sehr interessant!

00:41:34: Was hat es von euch in eurer Lösung gefordert, um überhaupt da infrage zu kommen?

00:41:40: für so einen neuen Markt außerhalb von Deutschland und außerhalb aus Europa vor allem?

00:41:45: Musstet ihr an der Software erst mal noch ein bisschen was drehen?

00:41:49: oder war das für euch ein leichtes, zu sagen klar, Algerien hierkommen.

00:41:55: Es gab schon ein paar Themen die wir klären mussten vorab.

00:41:58: zum einen hat Algerie natürlich ganz andere Gesetze.

00:42:02: Zum einen gibt es die Regelung, dass auch Software als Import gilt.

00:42:07: Das heißt man muss auch eine Importgenehmigung für Software beantragen.

00:42:14: Sie ist schon einfach wenn man mal herausgefunden hat wie das geht.

00:42:18: aber auch der Prozess ist noch nicht so ganz stabil.

00:42:22: deswegen gibt's oft Neuerungen.

00:42:24: Man muss eigentlich ständig mit den Personen vor Ort also wir sind da sehr eng im Austausch die dann immer wieder die neuesten Regelungen auch mitbekommt und ja, die für uns dann auch übersetzt.

00:42:36: Und dann gemeinsam mit uns die Imtortgenehmigung zum Beispiel durchgegangen ist.

00:42:42: Zum Zweiten war natürlich auch das Thema Sprache ein Thema.

00:42:46: Arabisch ist jetzt leider keine Sprache, die man so einfach in der Software austauschen kann.

00:42:51: Wir haben zwar schon acht verschiedene Sprachen in der software und die Übersetzung ist mittlerweile ja auch super einfach zu integrieren.

00:42:58: Also neue Sprachen können sehr einfach hinzugefügt werden, aber da Arabisch von rechts nach links gelesen wird ist es was die Technik angeht eine wirklich Hürde weil man die komplette Oberflächen die wir designt haben einmal spiegeln muss.

00:43:14: und da sind wir am Anfang ins Gespräch gegangen auch mit der AHK und auch mit dem Logistikdienstleister, der dann schon relativ früh einen Standortleiter in Algerien gefunden hat.

00:43:27: Also wirklich ein lokaler Mitarbeiter aus Algerien Und mit dem haben wir dann besprochen ob es ja wirklich nötig ist oder ob auf Französisch und Englisch gegebenenfalls eine Option wäre und das ist definitiv möglich.

00:43:44: also die Mitarbeiter sprechen fast alle Französisch oder Englisch und ja, Arabisch prüfen wir jetzt trotzdem noch mal.

00:43:55: Das wäre natürlich schon schön für die Mitarbeiter auch in ihrer nativen Sprache lesen zu können.

00:44:01: aber auch da bringt es einfach einen riesigen Vorteil dass die Scannerprozesse so einfach aufgebaut sind.

00:44:07: ich schon erklärt habe mit vielen Bildern und Farben.

00:44:09: also man lernt das eigentlich relativ schnell wenn so ein Bild angezeigt wird was man jetzt tun muss.

00:44:18: Das war glaube ich ein großes Argument dafür, dass wir da wenig Angst vor dem Einsatz in Algerien haben.

00:44:30: Ja sehr spannend!

00:44:31: Man denkt gar nicht an solchen... also es sind ja keine Details mehr.

00:44:36: aber was einen so erwartet wenn man den Schritt in die Internationalisierung dann auch ernst nimmt?

00:44:46: Definitiv!

00:44:48: Ist das so euer Weg?

00:44:50: Weil, das hört sich für mich an.

00:44:52: Ein Kuhnprojekt hat sich gezeigt und die Richtung zeigte auf Algerien und ihr seid mitgegangen.

00:45:05: eure Strategie zu sagen, wenn der Kunde irgendwo hingeht dann können wir begleiten.

00:45:10: oder habt ihr auch Märkte wo ihr sagten da wissen wir das ist auf jeden Fall Potenzial und da werden wir von uns aus auch schon mal in die Richtung laufen.

00:45:24: Also im Prinzip schauen wir uns natürlich wenn eine Anfrage kommt immer an ob es sinnvoll abbildbar ist bei uns oder nicht.

00:45:31: also mit Algerien.

00:45:32: wie gesagt waren das die Punkte die wir besprochen haben, wo wir auch gemeinsam eine Lösung gefunden haben.

00:45:37: für uns war das deswegen dann auch ja.

00:45:40: Die Entscheidung damit zu gehen vor Ort wird sehr viel geplant.

00:45:47: also Opel hat jetzt schon bekannt gegeben dass sie ein Werk dort aufbauen wollen.

00:45:50: Hyundai, Cherie planen einen Werk vor Ort aufzubauen.

00:45:55: Also da ist der Bedarf jetzt einfach extrem hoch.

00:45:58: von daher ist das Thema bei uns definitiv jetzt wichtiger geworden, Kontakte aufzubauen und einfach zu schauen ja wo könnte uns die Software wirklich vor Ort Sinn machen?

00:46:10: Ansonsten sind wir natürlich in der Dachregion sehr stark vertreten bei gerade die Software jetzt in Deutschland und in Frankreich läuft.

00:46:22: Und zusätzlich sehe ich auch in Osteuropa mehr den Bedarf.

00:46:27: da wächst auch der Automotivemarkt immermehr.

00:46:30: auch die Zulieferer verlagert es immer mehr auch nach Osteuropa und auch da sehe ich definitiven Potenzial für uns.

00:46:41: Wie ist das Sacher?

00:46:42: Seitdem du bei Mobility bist, schaust du dann anders auf Autos wenn du mal einfach unterwegs bist?

00:46:50: Überlegst du okay, da könnte unsere Software mit Beil getragen haben dass jetzt hier so durch die Straßen erfährt?

00:47:00: Definitiv ja.

00:47:01: Also wenn man weiß, wenn ein Modell vorbeifährt wo man Kabelbäume oder so für sequenziert hat und vielleicht auch irgendwo unser Mobility Label noch draufklebt dann das ist schon ein schönes Gefühl weil es ist hier schon einfach ein wahnsinniger Prozess so ein Auto zu produzieren auf die ganze Planung dahinter und dann ein Teil davon zu sein dass es schon sehr cool

00:47:29: So ein Movinity-Inside-Gefühl wahrscheinlich.

00:47:33: Ja, auch wenn es nur einen von wieviel Teilen auch ein Fahrzeug hat ist.

00:47:39: aber es ist natürlich trotzdem schön sein Beitrag da geleistet zu haben.

00:47:49: Wir kommen langsam zum Schluss Und ich kann nicht mit dir über eure Lösungen sprechen, über Digitalisierung von Prozessen ohne das Thema KI zu sprechen.

00:48:04: Wahrscheinlich ist es für euch inzwischen auch eine Selbstverständlichkeit aber kannst uns da kurz aus deiner Sicht sagen wo die Reise hingeht, also wo ihr jetzt mit KI steht und wo du den Markt hingehen siehst von Software und KI.

00:48:27: Ja das Thema KI ist bei uns natürlich auch sehr präsent zum einen in der internen Entwicklung.

00:48:33: da nutzen wir es schon sehr stark.

00:48:35: die Entwickler haben wirklich die KI als Hilfe Fehler zu beheben.

00:48:40: Da funktioniert's schon sehr gut.

00:48:42: oder auch technische Refactoring Maßnahmen durchzuführen.

00:48:47: Da funktioniert es wirklich so, dass die KI das Problem löst den Code schreibt und dem Entwickler nur noch zu Code Review gibt.

00:48:53: Der Entwickler im Prinzip ja nur noch korrigieren muss und testen muss grob um an den Test dann weiterzugeben.

00:49:02: bei komplexeren Funktionen funktioniert es nicht ganz so gut.

00:49:07: also da braucht man einfach eine gewisse Zeit.

00:49:09: Ich denke, das kennt jeder der auch den Microsoft Co-Pilot oder GPPT nutzt.

00:49:14: Dass man einfach diesen Agenten immer wieder Feedback geben muss und genau wie bei Menschen auch immer wieder sagen muss hey so sind unsere Richtlinien und das war noch nicht so gut und das hätten wir gerne optimiert.

00:49:27: also man muss einfach durch regelmäßiges Feedback wirklich die Ergebnisse verbessern und es ist einfach ein Prozess.

00:49:35: Da haben wir uns auch natürlich für Kundenfeatures sehr viel Gedanken gemacht, weil das Thema Datenauswertung das größte Thema ist aus meiner Sicht in der Logistik.

00:49:46: Man muss hier aber definitiv die Grundlagen schaffen, dass es dann wirklich sehr sicher alles ist.

00:49:52: Weil wenn man da wirklich die KI auf die Datenbank zugreifen lässt, dann schafft man irgendwie so einen öffentlichen Zugang zu den Daten und da gibt's technische Mechanismen wie man das absichern kann.

00:50:04: Das sind wir auch gerade dabei, das mal in einem technischen Konzept aufzustellen.

00:50:09: Wie wird es zukünftig wirklich sehr sicher abbilden können?

00:50:13: Und ansonsten haben wir sehr viele Ideen was man machen kann.

00:50:17: also die meisten Themen haben eigentlich mit Datenauswertung zu tun wie zum Beispiel eine ABC-Analyse durch die KI durchführen lassen wirklich mal die Aufstellung der Artikel nach ABC zu klassifizieren und dann automatisch basierend auf der Analyse Umlagerungsaufträge zu erstellen für die Reorganisation des Lagers.

00:50:36: Es gibt ja Standorte, die das sogar alle drei bis vier Monate machen und so wirklich geschaut wird wie müssen die Lagerplätze umsortiert werden beziehungsweise die Artikelzuordnung damit die Laufwege möglichst kurz sind basierend auf der ABC-Analyse.

00:50:52: also dass ist was wo ich KI sehr mächtig sehe.

00:50:56: da haben wir auch gerade einen ein Feature im Test Die dynamischen Dashboards.

00:51:00: haben wir das genannt Wir haben schon einen Dashboard in Mobility mit zur Standard KPI's.

00:51:06: Wie viele Waren.

00:51:07: Eingänge gab es heute pro Artikel zum Beispiel oder man sieht wie viel Picks pro Bereich und abgeschlossen wurden, gerade in der Sequenzierung ist das auch immer sehr wichtig dass man sehen kann wie hoch der Vorlauf zu Produktionen gerade ist also wie viele Teile für Fahrzeuge wurden schon fertig kommissioniert in Vorbereitung für die Produktion Und KPI sind super individuell pro Standort und auch pro Kundenanforderung.

00:51:34: Dafür haben wir jetzt das dynamische Dashboard entwickelt, worüber man einfach über eine Suchleister sagen kann was man ausgewertet haben möchte und auch in welcher Darstellung.

00:51:46: als Tabelle oder als Piechart gibt es dann verschiedene Auswahlmöglichkeiten auch damit man sich's besser vorstellen kann.

00:51:55: Und dann erstellt die KI wirklich eigenständig diese Auswertungen.

00:52:00: Die kann man sich dann auf dem Dashboard speichern und kann sie auch regelmäßig aktualisieren, das ist natürlich etwas was super hilfreich ist.

00:52:08: denn ja wie gesagt die KPIs sind so unterschiedlich und so kann jeder Standort möglich seine Daten individuell oder seine Dashboards individuell aufsetzen.

00:52:20: Ich sehe es aktuell aber was Automatisierung angeht noch ein bisschen gefährlich.

00:52:26: Auch da hat glaube ich jeder schon das Erlebnis gehabt, dass die Ergebnisse nicht immer zu einhundert Prozent stimmen und da braucht es aus meiner Sicht noch ein paar Jahre bis es wirklich so gut funktioniert, dass man auch die KI automatisch Aufträge erstellen lässt oder automatische Reorganisation des Lagers durchführen lässt.

00:52:49: zum Beispiel aktuell würde ich definitiv immer noch eine Art Vorschlag dem Lager Mitarbeiter zur Verfügung stellen, dem Leitstand dass der einmal drüber schauen kann und kann dann die Entscheidung treffen.

00:53:00: Ja das macht Sinn und jetzt wird es ausgeführt.

00:53:04: Ja sehr sehr spannend.

00:53:06: also ich halte fest das Thema Individualisierung wird durch KI möglicher sage ich mal so.

00:53:16: Ich fand es auch sehr schön, dass du das Thema Feedback angesprochen hast.

00:53:20: Also wir wissen alle schon seit langer Zeit, dass Feedback wichtig ist aber dass die KI uns dazu bringt unser Feedbackskill zu üben finde ich auch sehr interessant und sehr wertvoll.

00:53:34: Und ja das Thema Automatisierung also der Mensch bleibt weiterhin wichtig letztendlich in dem Kreislauf mit KI.

00:53:46: Ja, also ich sehe es auch nicht dass auch Robotik viel stark in dem Bereich eingesetzt wird weil gerade in der Produktionsflugistik sind wirklich sehr unterschiedliche Teile.

00:54:01: Da wird meiner Meinung nach der Mensch immer ein Teil des Prozesses sein und bleiben.

00:54:09: Ja, sehr schön!

00:54:11: Sarah, ich hätte jetzt noch ein paar anderen Fragen und Themen die wir hier ansprechen könnten.

00:54:20: Wir kommen aber zum Schluss.

00:54:22: und ja... Ich freue mich dass du uns hier die Türen geöffnet hast, dass wir ein bisschen so einen Gefühl dafür kriegen was passiert in einer Produktion Logistikanlage und vor allem, was darf auf keinen Fall schiefgehen.

00:54:45: Ich glaube das ist bei Justin Seacons so das Thema.

00:54:48: Und eine Frage möchte ich auf jeden Fall noch stellen und zwar Das Thema Frauen, sowohl in Logistik als auch im IT-Bereich.

00:55:02: Jetzt kombinierst du so die beiden Bereiche wo das immer wieder so ein Thema ist.

00:55:08: warum haben wir hier nicht mehr Frauen?

00:55:11: Wie siehst Du das?

00:55:12: wie erlebst Du das persönlich?

00:55:14: Ist das in deinem direkten Umfeld noch ein Thema oder sagst Du ja wovon redet ihr denn?

00:55:20: Haben das doch längs gelöst.

00:55:26: Also, Interactive würde ich sagen ist es schon sehr viel anders als früher.

00:55:32: Als ich studiert habe waren wir glaube ich vier Mädels von fünfzig Studenten also auch noch relativ wenig.

00:55:39: Das hat sich meiner Meinung nach in der Zeit schon stark geändert.

00:55:44: In der Logistik sehe ich's tatsächlich auch nicht so gut.

00:55:48: das sind natürlich auch im logistischen Standort oft eher schwere Tätigkeiten die ausgeführt werden müssen.

00:55:55: Also zum einen wirklich im operativen Standort hat es wahrscheinlich auch auf die Gründe, dass das ein Aufgaben sind, wo man viel Gewicht tragen muss am Tag.

00:56:07: Als ich in Algerien war, war ich ja super positiv überrascht.

00:56:11: Wir waren dort zu Besuch bei einem Kabelbaumhersteller und dort waren eighty-fünf Prozent der mitarbeitende Frauen.

00:56:19: Die Leitung, die Werksleitung die uns rumgeführt hat war eine Frau und auch unter den Ingenieurinnen gibt es mehr Frauen als Männer.

00:56:28: Das fand ich sehr überraschend.

00:56:31: also ich sehe es immer noch so dass in der Logistik wieder ein bisschen hinterher hängen.

00:56:36: In der IT hat sich das meiner Meinung nach schon ja sind da definitiv mehr mehr Frauen unterwegs als vor zehn Jahren.

00:56:47: Ja, sehr interessant auch nochmal den Vergleich mit deinem Besuch in Algerien.

00:56:54: Sehr gut!

00:56:56: Was ich mir persönlich wünsche, Sarah ist das nach unserem Gespräch hier nach diesem Podcast andere Frauen inspiriert sind Dein Weg zu folgen und sich auf jeden Fall mit dir zu vernetzen um da auch von deiner Erfahrung schon mal zu profitieren.

00:57:15: und ja vielleicht Brauche ich irgendwann diese Frage im Podcast auch nicht mehr stellen, weil das Thema auch endlich gelöst ist.

00:57:24: Das wäre sehr schön!

00:57:27: Sarah, vielen Dank dass du im Logistikgeschichten-Podcast warst, dass du uns deinen Alltag und die Themen, die dich begleiten geöffnet hast Gefühle dafür bekommen haben, was Movinity Insight bedeutet.

00:57:45: Wir werden glaube ich auch ab heute anders auf Autos schauen wenn wir mal unterwegs sind.

00:57:52: Danke dass du da warst!

00:57:55: Vielen Dank für die Einladung.

00:57:57: Hat mir sehr viel Spaß gemacht.

00:57:58: Danke dir!

00:57:59: Bis bald!