#18 Logistik zwischen Hörsaal und Shopfloor - Prof. Dr. Thomas Krupp (TH Köln)

Shownotes

In dieser Folge geht es darum:

  • Wie Thomas Krupp über Ferienjobs, Kommissionierung, Arzneimittelgroßhandel und Feuerwehr früh mit Logistik in Berührung kam
  • Warum Lernen in der Logistik nie abgeschlossen ist – und was Neugier mit Führungsverantwortung zu tun hat
  • Wie sich Logistik als akademisches Fach entwickelt hat und warum sie immer stark von der Praxis geprägt war
  • Welche Rolle Praxisprojekte, Unternehmenskooperationen und Shopfloor-Erfahrung im Studium spielen
  • Warum KI die Logistik verändert, aber Ad-hoc-Entscheidungen und menschliche Verantwortung nicht ersetzt
  • Weshalb Digitalisierung nicht beim Werkzeug beginnen sollte, sondern beim Prozess und beim konkreten Problem
  • Warum Logistik mehr öffentliche Sichtbarkeit braucht, ohne sich selbst zu überschätzen
  • Welche Bedeutung Infrastruktur, Datenverfügbarkeit und Energieversorgung für den Industriestandort Deutschland haben
  • Woran Thomas Krupp aktuell arbeitet – vom Speditionsmonitor bis zu mehr Transparenz in globalen Supply Chains

Mein Gast

Prof. Dr. Thomas Krupp ist Professor für Transport- und Verkehrslogistik an der TH Köln. Dort leitet er den Masterstudiengang Supply Chain and Operations Management und arbeitet mit Studierenden an praxisnahen Fragestellungen aus Logistik, Supply Chain Management und Verkehrslogistik. Vor seiner Tätigkeit an der Hochschule war er unter anderem in Forschung, Beratung und Unternehmenspraxis tätig. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit Digitalisierung, Logistikdienstleistern, Kennzahlen, Chemielogistik, urbaner Mobilität und der Frage, wie Hochschulen und Unternehmen sinnvoll zusammenarbeiten können.

Thomas Krupp auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/thomas-krupp-51aa08259/

Zum Logistikgeschichten Podcast Host:

Ich bin Pélagie Mepin-Koebel, Expertin für Logistik Storytelling. Seit über 20 Jahren helfe ich mittelständischen Unternehmen aus der Logistikbranche, sich besser zu vermarkten und erfolgreich zu wachsen. Als Gründerin und CEO der Strategieberatung **Logtastiq **habe ich die Vision, **Storytelling **als goldenes Werkzeug für Unternehmenswachstum jedem Logistikunternehmen zugänglich zu machen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei Logistik Geschichten.

00:00:02: Ich bin Pelegi mit Banköbel, in diesem Podcast spreche ich mit Logistiker und Logistickerinnen die ich besonders spannend finde.

00:00:09: Gemeinsam erkunden wir wie und warum sie aus ihrer ganz persönlichen Perspektive unsere Welt täglich in Bewegung halten!

00:00:16: Und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge.

00:00:37: Ja es ist wieder Zeit für eine Extralladung Logistikkeschichten und heute sprechen wir über das Lernen.

00:00:46: Einer, der sich damit sehr gut auskennt ist Prof.

00:00:49: Dr.

00:00:50: Thomas Krupp.

00:00:57: Ich glaube, zehn Jahren prägt er diesen Bereich in seiner Verantwortung als Studiengangsleiter des Master of Science Supply Chain and Operations Management.

00:01:09: Und ja Thomas kennt die Branche aus Forschung und Lehre natürlich aber genauso aus der Unternehmenspraxis.

00:01:17: das finde ich besonders spannend.

00:01:19: Wir sprechen über Zahlen, wir sprechen über Digitalisierung und darüber was die nächste Generation von Logistikern und Logistikerinnen heute lernen sollte.

00:01:29: Ich freue mich sehr auf das Gespräch.

00:01:32: Thomas herzlich willkommen im Logistikkeschichten Podcast!

00:01:35: Hallo Bill Ali und herzlichen Dank für die Einladung!

00:01:38: Ja toll dass du hier bist Thomas, Sie werden heute viel über das Lernen sprechen.

00:01:45: Deshalb so die erste Frage an dich – was ist eine interessante Sache, die du in letzter Zeit über dich selbst gelernt hast?

00:01:54: Was ich

00:01:54: für mich selber gelernt habe in letztern Zeit?

00:01:56: ja, wenn ich ganz konkret anfangen darf... Vorratshaltung ist ganz wichtig.

00:02:03: Wenn man über das Wochenende vergisst, Kaffee zu kaufen wird der Montagmorgen etwas schwierig.

00:02:10: Nein Spaß beiseite was ich immer wieder lerne und da sind wir eigentlich auch schon mitten im Thema lernen ist dass man nie ausgelernt hat.

00:02:22: oder wie meine Oma mal gesagt hat wenn du morgens aufstehst und denkst Du weißt schon alles dann kannst Du Dich eigentlich auch gleich wieder hinlegen lange bevor die Zeiten so turbulent, so schnelllebig wie heute sind.

00:02:34: und das ist was ich mir konstant immer wieder beibringe oder eben erfahre.

00:02:41: Man ist nie soweit dass man aus gelernt hat muss hier immer konstant weitermachen.

00:02:48: Oder wie die Berater so schön sagen, es stehen bleiben heißt nicht du bleibst auf der Stelle sondern man fällt zurück.

00:02:54: und in den schnelllebigen Zeiten heute ja nur alleine das Stichwort Entwicklungsgeschwindigkeit von KI wo exponentielle Wachstümer vorhanden sind.

00:03:03: was die Potenziale angeht wird dieses stetige permanente Lernen immer noch wichtiger.

00:03:10: ich hätte jetzt beinahe gesagt Da ist am Abend die Welt schon ganz anders als am Morgen, aber teilweise sind wir wirklich schon so

00:03:18: weit.

00:03:19: Die

00:03:19: permanent neu einstellen?

00:03:21: Naja absolut!

00:03:21: Das ist gar nicht mal so übertrieben... Also das heißt du hast dann von deiner Oma eine wichtige Weisheit mit aufs

00:03:31: Video bekommen.

00:03:34: Was bedeutet das für dich heute?

00:03:37: Hast Du für Dich irgendeine Routine oder bestimmte Malensteine, die dafür sorgen dass dieses immer wieder Lernen auch passiert oder kommt es dann nach Zufall so wie das Leben sich entwickelt?

00:03:56: Klares Jein beides ein Stück weit.

00:03:58: Natürlich ist es eine gewisse Routine Systematik da ich mich permanent auch versuche mit den aktuellen neuesten Themen zu beschäftigen.

00:04:05: Aber und das ist der große Luxus in meinem Beruf habe ich natürlich die Freiheit, mich auch für viele Dinge einfach zu interessieren.

00:04:13: Und dann aus eigenem Antrieb hier weiterzuentwickeln, dass es vielleicht auch das Interessanteste, das Wichtigste an der Stelle, dass diese Neugier dieses Lernen wollen nicht aufhört.

00:04:27: Ich glaube, dass das vielleicht so wichtige Eigenschaft auch grundsätzlich für Managerinnen zukünftig wenn ich bisher auch schon so war dieses intern getriebene, dieses Brennen für ein Thema.

00:04:41: Also die Grundeinstellung zu

00:04:43: diesem Thema?

00:04:43: Ich glaube es sind Fragen des Mindests einfach.

00:04:47: Weil andersrum... Wenn man nicht wirklich interessiert ist dann bringt auch einem die schönste.

00:04:52: jeden Tag eine Stunde Einplanen und für solche Dinge bringt einem dann nicht wirklich was.

00:04:56: ja aber dann wird's nur abgearbeitet.

00:05:00: Ja kann ich sehr gut nachvollziehen.

00:05:03: So, Thomas du bist jetzt viele Jahre in der Lehre unterwegs allerdings war das nicht immer so.

00:05:12: Das heißt du bist ja anders in die Logistik gekommen.

00:05:17: wie hat es bei dir gestartet diese Welt der Logistiken und der Supply Chain?

00:05:24: Ganz ursprünglich!

00:05:26: Sag ich mal, ich hatte das große Glück muss ich im Nachhinein sagen dass sich auch schon als Schüler immer wieder überfählen.

00:05:33: Jobs übernehmen.

00:05:33: Jobs meinen Studium Lebensunterhalt verdienen musste und war immer in jedem Mengen operativen ... auch ganz viel Logistik-Jobs unterwegs.

00:05:44: Unter anderem habe ich mal irgendwann mit... ...sechzehn Jahren im Allgäuer Brauhaus in Kempten, wo ich aufgewachsen bin.

00:05:49: Lkw ist ein und ausgeladen bzw.

00:05:53: da in der Kommissionierung geholfen.

00:05:54: Ich hatte verschiedene Jobs in der Produktion, Samstags in der Arzneimittelversorgung,... ... einem Arzneimetelgroßhandel, wo mich kommissioniert hab, wo... ...ich explodiert hab auf die jeweiligen Touren zugeordnet hab.

00:06:06: dann lernt man das Ganze so ein bisschen von der anderen Seite kennen.

00:06:10: Nämlich als Hilfskraft die Prozesse zu machen und am Schopflohr fällt einem natürlich alles Mögliche auf, sodass wir es ganz weit spannen.

00:06:21: vielleicht zu den ersten Kontakte zur Logistik im Sinne von dem Prozessdenken, vom Prozessmanagement.

00:06:28: Ich war auch irgendwann mal tatsächlich bei der Freiwilligen Feuerwehr.

00:06:34: das große Glück eben mit schweren Maschinen in Berührung zu kommen und auch wieder dann, wenn irgendwelche Brandschutzübungen waren.

00:06:44: Waren wir als die Jungfeuerwehr die dann entsprechend für die Gulaschkanone und für die Verpflegung zuständig waren und dann wieder auf- und abgebaut haben.

00:06:57: Als im Zivildienst bin ich für die Allgäuer Werkstätten, die eine Großwäscherei, eine Großküche betrieben haben selber Sprinter und kleine LKWs gefahren hatte da mein Bezug zur Logistik und das hat mich schon immer und immer wieder begeistert.

00:07:13: oder um nochmal auf meine Oma zurückzukommen, die musste mit mir früher dann immer und davor noch die allerletzten Dampfloks dann immer zur Strecke gehen.

00:07:23: Und auch Loks-und Eisenbahnen angucken.

00:07:27: Ich gebe es ganz offen zu begeistert mich bis heute also auch dieser technische Ansatz.

00:07:35: So habe ich dann BWL studiert, also ein klassisches BWF Studium Da wiederum in Nürnberg mit dem Professor Klaus einer der ersten, der die Logistik auch akademisch also nach vorne gebracht hat und zwar vor allem aus Dienstleistersicht.

00:07:51: Also sehr stark die Brille der Spediteure-Logistik-Dienstleister angezogen hat.

00:07:57: Und so hatte ich eben die Möglichkeit das einmal mit einem fundierten BWL Studium zu verbinden Auch mit dem entsprechenden wissenschaftlichen Anspruch aber... ...und dass immer ganz klar mit einem Praxisbezug, auch wenn das damals an den Unis nicht immer komplett verbreitet war.

00:08:18: Professor Klaus hat immer gesagt bei jedem Forschungsprojekt müssen mindestens fünf Punkte rauskommen wo ein praktiker konkreten Nutzen daraus ziehen kann.

00:08:27: Auch wissenschaftlich vielleicht.

00:08:28: diesen Weg sollte man nicht einschlagen aber immer ganz konkret mit der Anforderung des Praxiesbezugs.

00:08:38: Ja, sehr interessant.

00:08:41: Ganz kurz zurück zu dieser Phase wo du als Schüler schon angefangen hast mit dieser Welt in Berührung zu kommen.

00:08:50: War dir da schon die Branche bewusst?

00:08:53: Also dieser Bereich Transport Logistik oder was hast du da in diesen verschiedenen Jobs gesehen.

00:09:01: letztendlich was dich da so fasziniert hat?

00:09:06: Organisation, physische Abläufe.

00:09:10: Wie gesagt ich war ja immer nur Aushilfskraft, Aushilfstätigkeiten und man ist dann irgendwo als Springer in irgendwelchen Prozessen wo du weißt okay wenn meinetwegen die Frühkommissionierung, ich bleibe jetzt mal beim Apothekengroßhandel da geht dann samstagmorgen die Blitzkommisionierung los.

00:09:30: Das Bewusstsein hat sich sehr schnell, das ganz schlicht und ergreifend.

00:09:33: Wenn ich hier nicht funktioniere... ...dann hat die Apotheke ihre Lieferung zu spät oder gar nicht.

00:09:39: Und eben dieses Sachen zum Funktionieren bringen.

00:09:45: Am Ende des Tages zählt dann vor allen Dingen Cut-Off-Zeit sind die Sachen rechtzeitig da!

00:09:51: Man muss dann entsprechend dafür sorgen dass es irgendwie funktioniert.

00:09:56: Ich habe das damals natürlich nicht vollständig begriffen aber Gefühl des Bewusstseins dazu ist ein Stück weit geschärft worden.

00:10:04: Dass da sehr viele Menschen mit technischer Unterstützung, aber schlussendlich kommt es auf den Menschen drauf an eng aneinander greifen oder ineinandergreifen müssen und wenn eine Partei nicht wirklich funktioniert dann kommt die ganze Kette ins Schwanken und das fand ich sehr fasziniert.

00:10:22: Ja super spannend.

00:10:30: also erst so den Mehrwert quasi erlebt und gespürt.

00:10:34: Und dann hast du dich dafür entschieden, das auch wirklich zu studieren?

00:10:41: Ja!

00:10:43: Du hast schon erwähnt zu deiner Zeit als du studiert hast waren das noch die Anfänge Logistik als akademischen Schwerpunkt auch zu sehen und zu gestalten.

00:10:58: Jetzt bist du in dieser Verantwortung heute das Thema Supply Chain, das Thema Logistika bei Studierenden voranzubringen.

00:11:09: Mich interessiert wie blickst du darauf, wie sich das entwickelt hat?

00:11:13: von Logistik findet akademisch gar nicht statt, bis heute.

00:11:18: es gibt eine Vielfalt von Möglichkeiten für Studierenden da in diesen Bereich reinzugehen.

00:11:25: Was hat sich denn wirklich verändert?

00:11:32: Ein immer größeres Angebot da ist an Logistikstudiengängen oder an Supplychain Studiengängen.

00:11:39: Die gab es zu meiner Zeit schlicht und ergreifend noch nicht, wie gesagt die sind erst entstanden.

00:11:44: Da gab's die ersten Lehrstüle zu dem Thema ja dann auch mit sehr unterschiedlichen Herangehensweisen.

00:11:50: also natürlich ist logistik auch immer ein Feld was sehr stark nicht nur kaufmännisch sondern auch technisch geprägt ist.

00:11:58: das ist zum einen die Angebotsseite.

00:12:01: auf der anderen Seite habe ich die Nachfrageseite, wo durch nicht zuletzt einen Zunehmendruck an Digitalisierung und zunehmenden Druck an Intercompany Collaborations also Zusammenarbeiten immer engere Kooperationen zwischen den Unternehmen ja ein immer höherer.

00:12:20: Druck in Anführungsstrichen auf eine gewisse akademische Denkweise, also eine analytische etwas abstraktere Denk Weise da ist.

00:12:26: Ich sage extra dazu das soll bitte nicht im Umkehrschluss heißen.

00:12:30: Gerade an der Logistik haben wir sehr viele ganz hervorragende Praktikerinnen und Praktika die keinen akademischen Background haben und das trotzdem mitbringen.

00:12:39: Das finde ich auch sehr spannend an der logistik wenn du dir anschaust wie die Logist oder Supply Chain Management.

00:12:46: Da gibt es zwar einen Unterschied, aber irgendwo geht's immer um das Fließen von Gütern und Informationen.

00:12:52: Von Personen durch Netzwerke wie diese Theorie und Philosophie entstanden ist.

00:12:59: Ist ja keine akademische Geschichte die ich sage jetzt etwas provokant irgendwo im Elfenbeinturm entwickelt würde und dann in die Praxis ausgerollt wurde sondern das waren parallele Entwicklungen wo Denken an den Universitäten, an den Hochschulen stattgefunden hat.

00:13:15: Was aber extrem stark auch durch Praxisentwicklungen beeinflusst würde und so eine sehr hohe Praxis Forschungsinteraktion von Anfang an.

00:13:23: da war schon bei der Entstehung dieser Logistik als Wissenschaft, ja ist die dritte Bedeutung das Management von Fließsystemen.

00:13:32: Wenn ich bloß jetzt mal das Lin-Management denken aus der japanischen Management Philosophie denke gerne Qualitätszyklus von Deming bis hin zu Theorien aus den Zwanzigerjahren.

00:13:44: Nordseek wo auch schon Prozessdenken propagiert wurde wo es auch schon Alpha Gruppen gab die systematisch Zahlen ausgetauscht haben.

00:13:53: oder Quick Response ist aus der Textilindustrie Efficient Consumer Response.

00:13:59: Oder ich habe in Nürnberg studiert die Nähe zu Siemens, da gab es das Siemens U. Die haben nicht drauf gewartet bis die Akademie Lösungen gebracht hat, die haben die Sachen selber in die Hand genommen.

00:14:10: Da ist heute irgendwann mal jetzt nicht aus diesem Siemens u aber das ist mit reingekommen.

00:14:15: Irgendwann mal dieses Supply Chain S der Order to Payment Zyklus entstanden.

00:14:20: Das waren immer Praxisentwicklungen, die sich mit den theoretischen Entwicklungen... Ich hätte beinahe gesagt hochgeschaukelt haben, die sie gegenseitig verstärkt und beeinflusst haben.

00:14:28: Und das finde ich super spannend und super interessant!

00:14:32: Und dabei wieder auch akademisch betriebswirtschaftlich die guten alten Management tun denn?

00:14:40: Ja, das ist ein wichtiger Punkt, den du da nennst was Machen letztendlich Arbeitgeber, was auch dann Einfluss darauf hat.

00:14:54: Was Fach- und Führungskräfte gerne studieren wollen oder lernen wollen.

00:15:02: Das hängt ja irgendwo zusammen.

00:15:04: also wenn da diese Initiativen von Unternehmen da sind dass das Methodenkonzepte entwickelt werden.

00:15:11: Das ist eine Wechselwirkung.

00:15:15: Deshalb also, wie hat sich das für dich verändert?

00:15:19: dieses Bild von was können Studierende heute erwarten?

00:15:26: Was sie an Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt finden.

00:15:34: Also wo geht es dann nach dem Studium hin?

00:15:36: Wie viel Zeit haben wir?

00:15:37: Ganz schwierige Frage, weil... Also natürlich die klassischen Karrieren.

00:15:42: Die Logistikabteilungen von Industrie und Handel, das ist ja auch, glaube ich brauche hier in dem Podcast kein Lied dafür singen.

00:15:48: Logistika ist nicht nur die Logistiktienstleistung, sondern logistik findet auch in allen Unternehmen, die in irgendeiner Form mit physischen Warenflüssen zu tun haben ganz stark statt.

00:16:02: Logistik im Sinne eines Dokumentenmanagements, eines Informationsflusses auch in Verwaltungen.

00:16:09: Wo solche Dinge passieren?

00:16:11: Also überall da werden unsere Leute gebraucht bis hin zu der Logistizulieferwirtschaft.

00:16:17: also wenn ich mir Bursotemen anschaue wie eine Antriebswende oder ne Verkehrswende die wir anstreben.

00:16:23: ja überall da brauchen wir Logistikerinnen und Logistika die meinetwegen auch in Städten helfen eine urbanen Logistik in Zukunft zu gestalten.

00:16:34: Also das Feld ist, ja unendlich ist nichts außer das Universum und die menschliche Dummheit hat der Albert Einstein irgendwann mal gesagt.

00:16:43: aber die Varianten, die Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten ist gigantisch groß.

00:16:49: und ich durfte zuletzt eine ehemalige Studentin von uns begrüßen, die einen Gastvertrag bei uns gehalten hat über Agile und Scrum Projekt Management.

00:17:00: die ist in der Software Entwicklung gelandet allerdings nicht als Software Entwicklerin sondern als Projekt Managerin.

00:17:08: Was auf den ersten Blick erst mal, wenn ich mich wirklich damit beschäftigt habe relativ weit weg ist aber immer genau hinschaut.

00:17:14: es geht auch wieder drum komplexe Projekte sauber umzusetzen und zwar wie hab ich immer gesagt?

00:17:24: mit beweglichen Zielen, die sich wegducken und auch plötzlich wieder an ganz anderer Stelle auftauchen.

00:17:28: Und auch mal was zurückschießen.

00:17:31: Das ist alles, was unsere Studentinnen und Studenten in dem Studium hiermit bekommen.

00:17:38: Also sehr breite Einsatzmöglichkeiten.

00:17:41: Und natürlich nach wie vor die ganz klassischen Logistik-Jobs in Industriehandel und bei Logistiktienstleistungen.

00:17:50: Ich habe das Eingangs meine Begeisterung zu Logistiken gesagt.

00:17:54: Man merkt erst dann, wie wichtig diese Leute sind wenn es nicht mehr funktioniert.

00:17:59: Ich habe in einem Interview von meinem Chemilogistikstudium das den schönen Begriff gehört.

00:18:04: Logistik ist wie Elektrizität.

00:18:07: Erst wenn's weg ist, merkt man dass man bei Kerzenschein halt auch nicht Fernsehen gucken kann.

00:18:12: Dann fehlt was.

00:18:14: Und solange das In irgendeiner Form Materialflüsse Konsumbedürfnisse befriedigt werden, brauchen wir auch Menschen die genau diese Prozesse am Laufen halten.

00:18:28: Und das wieder rückwärts gesagt ja Das große Buzz World und es ist mehr als ein Buzz World sondern wirklicher Game Changer.

00:18:35: KI hat natürlich gigantischen Einfluss auch gerade auf Berufschancen Aussichten von unseren akademischen Absolventinnen.

00:18:47: Aber und das muss man sagen die KI verändert auch die Logistik ganz massiv.

00:18:52: aber ich werde hier nie wirklich auf Menschen verzichten können.

00:18:56: Also auch dahingehend ist es ein sehr zukunftssicherer Job, nicht nur spannend wie ich finde sondern auch mit guten sicheren Berufsaussichten.

00:19:08: Inwiefern siehst du dass der Mensch da weiterhin gebraucht wird?

00:19:14: Also ich habe jetzt ein Beispiel gehört.

00:19:16: Wir sind ja eine große Fakultät mit verschiedenen Bereichen auch, also unter einem Versicherung Steuervesen und ich hab jetzt von der Steuerkanzlei mir berichten lassen die von zwanzig Mitarbeitern über den Einsatz vom KI auf zwei Mitarbeiter runter sind und das funktioniert sehr gut.

00:19:37: wenn das manchmal sehr belastende Geschäft von Disponentinnen und Disponenten angucke, da wird die KI definitiv unterstützen.

00:19:47: Und genau solche Ansätze gibt es ja schon, die auch sehr erfolgreich angesetzt werden.

00:19:52: Deswegen müssen die Menschen aber keine Angst haben, arbeitslos zu werden weil da gibt's immer noch genügend Problemfälle und Besonderheiten, die die KI eben nicht kann.

00:20:03: oder Wir haben früher gesagt, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

00:20:09: Und da brauche ich sehr viele sehr schnelle Ad hoc-Entscheidungen weil eben irgendwas schiefläuft ja das war schon als ich sechzehn war umkommissioniert hat.

00:20:18: Da gab's dann halt irgendwann einen Spezialisten der den Karton aus dem Windelstapel nicht oben weggenommen hat sondern unten rausgezogen hat und sich dann gewundert hat dass der Stapel umfällt tatsächlich so passiert und gesehen Genau so gibt es dann in der Logistik permanent irgendwelche Adhox-Situationen, irgendwo die Ladestelle ist nicht erreicht.

00:20:41: Bei der Kunde nimmt die Ware nicht an und ich stehe da die ganz hinten auf dem Auto stehen muss irgendwo rangieren, dass ich die nächste Lieferung abliefern kann.

00:20:50: Noch mal eine KI wird da auch sehr viel unterstützen können aber die Entscheidung komplett abnehmen wird nie funktionieren.

00:20:56: Aber irgendwo gibt es immer einen der in Anfang Strichen aus der Reihe tanzt.

00:21:00: Ich kann ganz viel vorhersehen und ganz viel berechnen... ...aber ich habe eben im letzten Moment immer noch das Risiko, die Möglichkeit, dass irgendwas ganz schiefläuft.

00:21:13: Da will ich zurückkommen auf deinen Punkt vorhin, den Vergleich mit Elektrizität.

00:21:21: Den Gedanke will ich gerne challenging und zwar höre ich auch schon viele Jahre, dass wir in der Logistik sagen also so lange keiner über Logistikkrede das ist ein gutes Zeichen dann funktioniert alles.

00:21:37: Und was ich da festgestellt hat ist, wir laden dadurch Menschen ein eben nicht über die guten Dinge zu sprechen und nicht hier tun.

00:21:47: So wollte ich das auch nicht verstanden haben?

00:21:49: Ja also gut dass du nochmal nachfasst.

00:21:51: ja, das heißt nicht, ich muss mich nicht drum kümmern.

00:21:53: Ja sorry aber ich wollte ihn unterbrechen.

00:21:55: Nee, das ist... Ich glaube wir sind alle sehr geprägt davon.

00:22:00: es ging mir früher auch nicht anders.

00:22:02: Wir haben ja auch gelernt Heden Champions sind die einfach gut abliefern und sich dezent zurückhalten.

00:22:10: Und es gibt ja in der Logistik sehr viele Hidden Champions, ich stelle fest, es tut uns gut nochmal zu diesem Grundsatz zurückzugehen und zu überlegen – hilft uns das?

00:22:25: Oder können wir es auch anders

00:22:27: angehen?".

00:22:29: Also wenn ich da wirklich nur mal drauf einsteigen darf, ja dann ist das Bild-Electricität etwas unglücklich.

00:22:33: Ich habe es extra deswegen gewählt weil auch die Elektrizität... ...auch wenn ich mich nicht dafür interessiere oder da gab's ja mal irgendwie den schönen Spruch.

00:22:44: Atomkraft Windkraft ist mir egal bei mir kommt der Strom aus der Steckdose und genauso intelligent wie dieser Spruch ist es auch die Logistik komplett zu ignorieren.

00:22:53: Auch für die Menschen die nicht direkt damit zu tun haben.

00:22:55: also ist eher so gemeint dass man die Bedeutung schätzen Lernen muss.

00:22:59: manchmal muss man wirklich sagen auch schätzen lernen.

00:23:04: logistik hat ja auch viele Effekte die jetzt nicht unbedingt nur happy machen.

00:23:09: Ja also jede jeder hat irgendwo die story wieder lkw vor allem im stau steht oder der paketboote in zweiter reihe die pakete abliefern muss.

00:23:20: ich sag extra muss weil Die machen das ja nicht um uns zu ärgern, sondern weil wir die Pakete bestellen und die Pakette haben wollen.

00:23:29: Und das ist auch etwas was ich immer wieder mit berücksichtigen muss dass unser Verhalten unsere schöne Welt ja auch einfach nur dadurch funktioniert, weil die Logistik entsprechend da ist.

00:23:42: Ja und dafür ein Bewusstsein zu entwickeln das halte ich für absolut wichtig und dazu gehört eben auch dass der Lieferdienst durch die Straßen fährt, dass der Lkw lang fährt dass der LKW auch eine funktionierende Infrastruktur braucht.

00:23:58: Infrastruktur, wenn mein Personenzug ausfällt... ...dass der Güterverkehr noch stärker betroffen ist und das ist ein Thema der Medaille.

00:24:09: Da brauchen wir großes Bewusstsein für und da sehe ich an vielen Stellen so einen... Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose denkbar.

00:24:21: Ich möchte zwar am liebsten drei Lieferungen am Tag haben, gleichzeitig aber verkehrsberuhigt sein.

00:24:27: Ich möchte in einer autofreien Zone leben, klar mal auf mit meinem eigenen Auto und möchte ich trotzdem eins zu eins dahin fahren oder beziehungsweise sehr nah dran sein.

00:24:35: Ja?

00:24:36: Ich möchte keine schweren Lkw-Verkehle, keine Häfen, keine Logistikinfrastruktur haben, aber ich brauche die trotzdem!

00:24:43: Und da ist ein gewisser Spagat da, deswegen das Bewusstsein und da bin ich hundert Prozent bei dir es Absurd wichtig, auch für die Nicht-Logistiker und Nicht-Dlogistiker in unserer Gesellschaft.

00:25:01: Da kommen wir zu einem Aspekt den ich gerne mit dir ansprechen möchte... dieser Abgleichtheorie und Praxis.

00:25:14: Das ist ein bisschen, geht auch in die Richtung, die du gerade nennst.

00:25:17: also das eine ist was es möglich?

00:25:21: Was stellen wir uns vor?

00:25:22: und das andere ist was tun wir wirklich?

00:25:25: wenn wir jetzt auf Unternehmen schauen wo siehst du da Unterschiede zwischen dem was du aus der Forschung, aus der Lehre weißt und dem was in Unternehmen bei Logistik Dienstleistern zum Beispiel umgesetzt wird.

00:25:46: Auch wieder eigentlich eine abendfüllende Frage.

00:25:48: wenn aber Du machst ja einen Podcast ja wenn Du mit Expertinnen und Experten redest nochmal alles ist dann immer in der Realität ein bisschen anders, als ich mir das vorher in der Theorie vorstelle.

00:26:00: Deswegen ist ein Plan trotzdem wichtig, dass sich den schnell ändern kann und mich anpassen kann aber... Ich weiß vorher, dass viele Dinge nicht funktionieren.

00:26:08: also einen Beispiel Avizio von Stückgut.

00:26:11: Wir hätten die Möglichkeit über die entsprechenden Laderaumoptimierungstools über die Verawiesen usw.

00:26:21: verkehre deutlich besser zu planen.

00:26:24: ich kriege in der Realität, wenn überhaupt grobe Liefer erwiesen und dann sagt der Kunde kommen bei mir vorbei.

00:26:30: Ich habe fünf Paletten.

00:26:32: so und dann sind es aber zwar fünf Paleten, fünf Euro-Paletten, aber auf einer liegt ein Teppich drauf, der zwei Meter Fünfzig lang ist und hinten und vorne nochmal genauso lange über die Palette raus schaut wie die Palete lang ist.

00:26:45: So ja?

00:26:46: Und das ist so ein typisches Merkmal wo eben die Realität die Wirklichkeit zu keinem System der Welt passt.

00:26:55: Also das kriege ich nicht mehr eingefangen, da muss sich nach wie vor ad hoc irgendwo reagieren und schauen wie ich damit klar komme.

00:27:05: Das lässt sich nicht alles vorher theoretisch intellektuell durchleuchten.

00:27:11: oder beispielsweise Ich denke da werden einige gerade von den Dienstleistern aufreichen das Thema Palettentausch Das ist intellektuell, ganz einfach zu durchdenken.

00:27:24: In der Praxis scheitert es an ganz vielen, teilweise wirklich simplen operativen Fragen.

00:27:35: Mein Forschungsschwerpunkt ist ja auch Digitalisierung.

00:27:38: Ich sag immer ein bisschen provokant beim Palettentausch wär's ja manchmal sogar schon einen Quantensprung wenn ich weg vom Status Arzt Rezept... Wo ich ein Zettel habe, den kein Mensch mehr lesen kann wenn nicht da nur einen Standard-Vordruck hätte der in Druckbuchstaben ausgefüllt wäre.

00:27:54: Ja das wär ja an manchen Stellen schon mal besser.

00:27:57: oder ein operatives Thema einfach Der Fahrer darf seine Fahrerkabine nicht verlassen muss aber die Paletten quittieren.

00:28:06: Die

00:28:06: machen wir.

00:28:07: das.

00:28:07: Das ist was theoretisch ganz ganz einfaches ja Muss sich einfach abschaffen.

00:28:12: praktisch sieht es halt ganz ganz anders aus und merkst auch an meinem Grinsen, dass es genau diese Menschlichkeit, die ich hier überall habe für mich die Branche wahnsinnig spannend

00:28:27: macht.

00:28:29: Positiv!

00:28:30: Wir haben jede Menge Potenziale um hier noch deutliche Einsparungen zu machen.

00:28:37: Du hast den Forschungsbereich angesprochen.

00:28:40: das Thema KI ist natürlich gerade sehr präsent.

00:28:46: Wie sieht das bei dir aus?

00:28:48: konkret, wenn du sagst es ist dein Forschungsbereich.

00:28:50: Wie gehst du an das Thema ran?

00:28:56: Ich habe das ganz eingangs gesagt Zählen oder wichtig sind immer noch die guten alten Management Tugenden und gerade das Thema KI aber auch grundsätzlich Digitalisierung.

00:29:06: ich hab jetzt plötzlich mächtigere Werkzeuge Aber es ist immer noch der alte Weisheit erst mal gucken, wo habe ich überall?

00:29:16: Probleme gibt es nicht sondern nur Herausforderungen.

00:29:19: aber wo hab ich Verbesserungsmöglichkeiten?

00:29:20: Wo hab ich Chancen?

00:29:21: Also immer erst am Business Case anknüpfen und immer an den Prozessen anknüpfen.

00:29:26: Und dann schauen wie kann ich hier mit den neuartigen Möglichkeiten und wie gesagt KI als high end sozusagen ja aber angefangen schon von Einfache Digitalisierung, also Überführung von Analogen in digitale Werte.

00:29:42: Stichwort Palettenschein.

00:29:46: Wo kann ich welche Probleme wie am besten lösen?

00:29:50: Und nicht andersrum... Ich habe hier ein neues Werkzeug und suchen mir jetzt passend das Problem für das Werkzeug oder auch wieder so eine Management Weisheit if your only tool is a hammer every problem looks like a nail.

00:30:05: Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt mit der neuen KI nicht überall Nägel in die Wand klopfen oder alles was irgendwie ausschaut wie ein Nagel.

00:30:12: Obwohl es A kein Nagel ist und B ich da überhaupt gar keinen Nagel in der Wand brauche.

00:30:17: Das ist wieder eine gute alte Managementphilosophie.

00:30:20: also ganz kurz zusammengefasst immer ausgehend erstmal von den Prozessen vom Geschäftsmodell und schauen wo brauche ich welche Unterstützung?

00:30:28: Und dann schauen wie kann ich die möglichst optimal umsetzen?

00:30:34: Welche Rolle spielt dann KI für dich jetzt wiederum in deiner Rolle als Professor an deinem Lehrbereich?

00:30:44: Also wie spüren Studierende bei dir, dass KI da in die Lehre auch reinkommt.

00:30:53: Auch wieder Frage, die sich in drei Sätzen nicht beantworten lässt.

00:30:56: aber mal ganz kurz zusammengefasst Die klassischen Abschlussarbeiten ja.

00:31:01: also Ich sage es jetzt ein bisschen provokant.

00:31:06: Aus drei macht eins, dann ist es Deins.

00:31:09: ja ich schreibe drei Quellen irgendwo zusammen.

00:31:12: Ist natürlich sehr dünn auch ohne KI gewesen.

00:31:15: aber so reine Theoriearbeiten die haben glaube ich ihren Zinn deutlich überschritten und solche Arbeiten werden in Zukunft deutlich weniger werden.

00:31:27: beziehungsweise mit ganz spezifischen Fragestellungen wo dann die KI wieder Ähnlich wie Management, ein deutliches Werkzeug ist um hier schneller zu werden besser zu werden.

00:31:37: Und dann ist natürlich die Erwartung auch eine Größe bei sämtlichen Praxisanwendungen kann die KI wieder unterstützen.

00:31:44: aber Die Prozessaufnahme Wie die sagen tatsächlich laufen die kann noch keine KI

00:31:50: machen.

00:31:53: KI in der Lehre natürlich auch wieder.

00:31:56: ich kann hier und man sieht das zum Teil auch dann mehr Vorlesungskripte und so weiter vorstrukturieren lassen.

00:32:06: Um, das hätte ich beinahe gesagt aber die gab es natürlich zu meiner Zeit auch nie jedenfalls... Ich kenne keinen der sowas hier gemacht hätte.

00:32:13: Die KI kann natürlich den Spickzettel aus Superklasse zusammenbringen ja und genau wie es damals auch schon war Ja wenn ich ein super Spick Zettel habe dann ist die Klausur einfach.

00:32:22: Ich darf den bloß nicht benutzen.

00:32:23: Ich muss den vorher verstanden haben.

00:32:26: Und da kann mir die KI auch helfen.

00:32:28: und da kann die KI zum Beispiel helfen wenn ich eben keinen passenden Lernpartner, oder wenn ich nicht zwischen Klavier und Bücherregal aufwachse.

00:32:36: Sondern aus dem Bildungsfernenhaushalt kommen kann ich hier Sparrings Partner mitzusuchen.

00:32:41: also die KI wird da nicht nur wird sondern verändert schon einiges Aber wieder neues Instrument der.

00:32:47: Ich sag immer Wenn ich bisher einen Löffel hatte um Löcher zu graben Und ich habe plötzlich einen Bagger Ja dann werde ich nicht den bagger verbieten weil ich gelernt haben im löffel das ganze zu machen.

00:32:58: aber Dann müssen Die Löcher auch hinterher größer werden die dabei rauskommen.

00:33:01: Also neues Instrument, was dann entsprechend eingesetzt werden muss.

00:33:06: Siehst du eine Entwicklung im Interesse oder im Profil der Menschen die sich für diesen Studiengang interessieren durch diese ganzen Entwicklungen?

00:33:18: Hat das da Einfluss?

00:33:19: Wer sagt jetzt wird es logistisch für mich spannend?

00:33:25: Also muss ich ganz ehrlich sagen, könnte jetzt keine Auskunft drüber geben auf so einen gewissen Schiff gibt.

00:33:29: Ob es eigentlich sehr interessanter Gedanke die dann sagen okay das ist jetzt eine neue Logistikwelt und jetzt interessiere ich mich dafür.

00:33:35: aber da würde ich mich zu keiner Aussage hinreißen lassen ob sich das in irgendeiner Form geändert hätte.

00:33:42: Wer interessiert sich denn heute für Logistika?

00:33:44: Also nabhängig von KI.

00:33:47: Wen wollt ihr als Studierenden bekommen?

00:33:51: also wer passt gut zum Studiengang?

00:33:56: eine ausschwierige Frage, weil wir haben unterschiedlichste Talente die sich dafür interessieren.

00:34:04: Also angefangen von der klassischen Gymnasialausbildung, die dann sagen ich mache Logistik und setze ein Studium drauf es sind zu Leuten, die eine Lehre als Speditionskaufmann gemacht haben oder hier aus der Praxis kommen als Quereinsteiger über den zweiten Bildungsweg.

00:34:22: also Wir haben alles kreuz und quer durcheinander.

00:34:27: Also das ist wirklich ein sehr, sehr breites Spektrum was allen irgendwo gemein ist.

00:34:33: die wollen alle irgendwo diesen Pack anhaben.

00:34:37: also nicht in der rein virtuellen Welt.

00:34:39: ja die hat durchaus auch ihre Berechtigungen haben vom Finanzwesen bis zum Versicherungswesen.

00:34:43: aber was relativ abstrakt ist irgendwie dieses Interesse für tatsächliche Vorgänge.

00:34:50: Ich glaube das kann man sagen, dass es ein gewisser Querschnitt den alle unsere Studis mitbringen oder andersrum.

00:34:59: Wer das nicht hat wird sich irgendwann schwer tun weil ich kann Logistik nicht rein vom Schreibtisch aus machen.

00:35:06: ja also das kann zwar passieren aber es funktioniert nicht ohne dass ich weiß was da draußen in der Wirklichkeit passiert.

00:35:12: Sonst würde mir sowas wie die der Teppich auf der Palette der wird mir für immer schleierhaft sein wenn ich so etwas nicht mal gesehen habe.

00:35:18: Oder der Mensch, der den Karton halt nicht oben vom Stapel nimmt, sondern unten rauszieht und der Stapelfeld um.

00:35:24: Und das hört sich jetzt blöd an, dass er.

00:35:26: aber in der Hektik, in der Schnelligkeit passieren solche Dinge.

00:35:32: Gibt es andere Fähigkeiten die du siehst?

00:35:35: Du sagst... unabhängig von der technologischen Entwicklung, das wird auch in Zukunft für Entscheider und Fachführungskräfte in der Logistik wichtig bleiben.

00:35:49: Ja was ich eingangs schon gesagt habe einmal diese grundsätzlich dieses Interesse ja für Veränderungen, für Prozesse, für die Wirklichkeit als grundsätzliche Einstellung wie ich an solche Sachen reingehe.

00:36:02: Das halte ich nach wie vor die übergeordnete Fähigkeit, die ich brauche.

00:36:07: Ja weil dann werde ich mit den entsprechenden Kompetenzen auch aneignen können.

00:36:12: ja deswegen ist eigentlich unser Hauptziel ja die Inhalte natürlich auch mitzubringen aber die ändern sich sondern die Fähigkeiten sich diese Inhalter auch schnell erarbeiten zu können und das ist auch wieder an und für sich nichts wirklich Neues.

00:36:27: Das war auch zu meiner Zeit so wie Taktfrequenz ist ein bisschen der andere geworden Die Schnelligkeit, aber die grundsätzliche Thematik war damals auch schon so.

00:36:39: Wie viele Studierende machen jedes Jahr ihren Abschluss bei euch?

00:36:47: Ganz simple gesagt wir lassen einen spezialisierten Studiengang Supply Chain Operations Management im Bachelor wo wir sechzig Leute pro Jahr zulassen... wirklich eine Kohorte, wir lassen einmal im Jahr nur zu und dann anknüpfen den Master of Science Supply in Operations Management wo die Reisegleute zulassen.

00:37:09: Es sind überschaubare Gruppen mit entsprechend intensiven Arbeiten und da auch... Das ist nicht nur was ich im Podcast erzählte und wir sind auch hiermit ein interdisziplinäres Logistik-Team.

00:37:23: Befeuern hätte ich beinahe gesagt, also die Bedienen und auch entsprechend weiterentwickeln.

00:37:27: Und bei beiden Studiengängen sind feste Praxisinteraktionen fester Bestandteil des Curriculums.

00:37:33: Also nicht nur in Anfangstrichen wenn sich jemand besonders dafür interessiert eine Praxis Bachelorarbeit zu schreiben sondern wir haben bereits im vierten Semester Praxisprojekte wo studentische Teams echte Projekte aus der Praxis bearbeiten müssen oder dürfen, je nachdem wie du sehen willst.

00:37:54: Also ich sag immer für die Praktiker alles was wenn sie die Eisenhower Matrix sich überlegen alles was im Stapel wichtig aber noch nicht dringend liegt.

00:38:02: da sind ganz viele Beispiel Themen für Studis die sich so ein Thema anschauen wollen und dabei lernen die deutlich mehr als wenn Stunden lang im Hörsaal, die Dinge prediget.

00:38:14: Das gehört auch dazu dass die nachher wissen auf was sie gucken müssen das ein Instrumentarium in der Hand haben ja aber Wie ich eben gesagt habe am Schopflor sieht es dann halt doch noch mal in der Praxis ein bisschen anders aus oder kann es ein bisschen anderes ausschauen und Deswegen hier ganz fest verankert diese Praxiselemente.

00:38:35: Wir haben auch noch ein klassisches Praxissemester, wie es früher an den Fachhochschulen jetzt Hochschule neuen Types üblich war bis hin zur Bachelorarbeit.

00:38:44: dann und sag mal so rum der Erfolg gibt uns auch ein Stück weit recht weil trotz Corona Trotz KI haben unsere Absolventinnen und Absolventen sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

00:38:57: also wenn das vernünftig läuft kann dass anfangen vom Praxisprojekt übers Praxis Semester bis zur Praxis Bachelorarbeit.

00:39:04: und dann muss ich werben, dass die Leute auch noch auf den Master zurückkommen weil sie oft in der Praxis dann schon so erfolgreich sind.

00:39:14: Dass die da gleich bleiben und ihre Karrieren weiter tragen.

00:39:20: Bild mit der Eisenauer Matrix finde ich ein sehr guter Hinweis.

00:39:24: Das kann man sich gut als Notizbord quasi... Es ist natürlich

00:39:29: immer ein Überraschungspaket, weil dringend ist klar würde ich mich jetzt nicht, wenn ich morgen die Vorstandspräsentation habe, nicht darauf verlassen, dass dann am Abend noch die perfekte Präsi von den Studis kommt.

00:39:40: und das muss man auch sagen wir haben da ganz hervorragende Ergebnisse.

00:39:44: inklusive.

00:39:45: wo wir hier?

00:39:46: Wir sind ja hier im Schwerpunkt auch Chemieindustrie in Großraum, Köln ja wo so selbst trotz Lockdown dann wunderschöne Bilder mit FFP-Zwei Maske Helm und Warnweste da rein durften Prozessaufnahmen zu machen.

00:39:58: Weil auch da wieder bei allem die Wahrheit liegt immer auf dem Shopfloor.

00:40:03: Da entscheidet sich nachher was passiert und was nicht passiert.

00:40:05: Nicht in irgendwelchen Controlling Abteilungen.

00:40:09: Die sind auch wichtig.

00:40:09: aber wie gesagt sowas kann man Wie ausführlich genug erklären,

00:40:16: wie

00:40:17: gesagt erstens kommt das anders und zweitens als man denkt.

00:40:22: Was bedeutet das für die Studenten diese Praxisphase zu gestalten?

00:40:26: Also sind sie voll verantwortlich ihre Partnerunternehmen zu finden.

00:40:31: kringt die von euch Unterstützung.

00:40:34: gibt es irgendwo ein Netzwerk an Unternehmen, wie sieht

00:40:37: das aus?

00:40:38: Wir haben festes Unternehmensnetzwerke.

00:40:40: Auch das nochmal als Logistikteam.

00:40:42: wir leben diese Supply Chain Operations Studiengänge tatsächlich und das ist ja auch ein Thema.

00:40:47: wir sind technische Hochschule also alle Kolleginnen Kollegen müssen eine relevante Praxiserfahrung mitbringen und damit sind natürlich zum Teil eigene Netzwerke noch vorhanden angewandter Forschung und haben dadurch auch wieder Projekte, wo wieder Kontakte da sind.

00:41:09: Es gibt Unternehmen die kommen tatsächlich auf uns zu mit Themen und es gibt natürlich auch jede Menge Studentinnen und Studenten, die hier eigene Dinge mitbringen weil sie als Werkstudie irgendwo arbeiten, weil die vorher irgendwo schon eine Ausbildung oder ein Praxishintergrund hatten und dann sagen ach guck mal hier das könnte doch ein spannendes Thema sein.

00:41:31: oder wo wir Themen haben, also als ein Beispiel.

00:41:37: Wir haben einige Studien mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln gemacht.

00:41:41: Der wusste um das ganze Thema urbane Mobilität, Wirtschaftsverkehr reagieren, wo dann jeweils in so eine Studie auch ein studentisches Team entsprechend Fragestellungen mit bearbeitet hat und dann mit reingearbeitet

00:41:53: hat.

00:41:55: Und während Corona als manchmal bisschen Die Kooperation schwierig war, weil ich habe das eine ist als Leuchtturm Beispiel genannt.

00:42:02: Aber natürlich waren die Unternehmen dann viel mit anderen Dingen auch zu Recht beschäftigt.

00:42:06: da haben wir auch dann mal die Ausnahme gemacht und haben gesagt okay dann machen wir internes Forschungsthema und haben eben keinen Praxispartner.

00:42:14: aber das ist die große Ausnahme.

00:42:18: Wie ist es Thomas wenn... ehemalige Studierende von dir, sich irgendwo auf eine Party treffen.

00:42:26: Du bist nicht im Raum... wie sprechen die über dich?

00:42:29: Was denkst

00:42:32: du?".

00:42:33: Das ist ja die gemeine Frage!

00:42:34: Ich weiß ja nicht was sie sprechen.

00:42:36: Also alles was ich jetzt erzähle ist natürlich reines Wunschdenken kann ich nicht sagen.

00:42:41: aber mein Wunscht ist dass ich viele mentale Anker gesetzt habe, Dinge wo ich manchmal vielleicht auch mit dem ein oder anderen Bild, mit dem einen oder anderen Spruch ja irgendwas gesetzt hab.

00:42:54: Wo die sich auch hinterher noch dran erinnern können dass sie irgendwas praktisch Nutzbares mitgenommen haben.

00:42:59: oder Ich formuliere es ganz Andersrum, und das ist jetzt nicht nur persönlich sondern auch der Anspruch unseres gesamten Studiengangs.

00:43:06: zu meiner Zeit gab es immer wieder.

00:43:08: Und das war damals schon falsch Leute die gesagt haben okay das Uni Diplom ist die Eintrittskarte und dann darfste mitmachen und dann fängst du an zu lernen.

00:43:17: Dann hätten wir unseren Job nicht gemacht.

00:43:20: natürlich müssen die immer noch weiter lernen aber die sollen schon was Praxis nutzbares mitbringen oder andersrum gesagt Die sollten und ich hoffe dass das Gefühl dann auch noch da ist ab dem ersten Tag in der Lage sein einen Beitrag für ihr Unternehmen, für ihre Abteilung und ihren Job zu leisten.

00:43:37: Und wenn da das Gespräch darüber geht dann bin ich hiermit zufrieden.

00:43:42: aber die ehrliche Antwort... Ich hoffe dass die auch mal eine Party haben wo sie nicht über Logistik oder über die Hochschule sprechen sondern keine Ahnung was ist jetzt nicht meine Welt über die FußballwM oder den Christopher Street Day Ja.

00:44:02: Dann sind wir mal gespannt, wer sich bei dir meldet und dann verrät, worüber sie sagen auf Partys

00:44:08: sprechen.

00:44:09: Aber was schön ist wenn Leute freiwillig wieder zurückkommen, die auch nach Jahren... Ich musste selber nachschauen seit Jahrzehnten mit unserem Logistikstudiengang am Markt also dass wir wirklich den Studiengang an.. Wir haben schon ein gutes Netzwerk an Alumis und wenn die dann nach zehn Jahren sich noch daran erinnern?

00:44:31: Und sagen, das ist ja spannend.

00:44:33: Könnten wir mal für ein Gastvortrag kommen?

00:44:35: Ja könnten wir hier auch wieder was von unserer Praxiserfahrung zurückbringen.

00:44:40: Dann ist es ja nicht nur reine Höflichkeit sondern dann scheint irgendwas gut gelaufen zu sein dass sie sich positiv auch an die TH zurück erinnern und Nicht nur vor und nach der Klausur dann nett

00:44:54: sind.

00:44:56: starten wir einfach hier mit den Aufruf gerne Feedback entweder direkt an Thomas oder dann über mich.

00:45:03: Ich

00:45:03: wollte gerade sagen, fair wäre es eigentlich wenn wir sagen würden die Pellagin nimmt das Feedback auf und konsolidiert das Ganze dann wieder an mich zurück und zwar anonymisiert.

00:45:14: Ja, weil sonst ist ja möglicherweise ein gewisser Bias dann auch in der Antwort mit.

00:45:20: Also challenge accepted also gerne melden.

00:45:26: wir sind beide auf LinkedIn oder gut im Netz zu finden.

00:45:31: einfach einfach kurze Nachricht

00:45:36: Nein, aber auch wirklich Spaß beiseite.

00:45:37: Wir haben auch glaube ich ein ganz gutes Feedback-Management und arbeiten zum Beispiel auch eng mit der Fachschaft zusammen also dass wenn jemand wirklich einen Thema hat sich nicht outen muss sondern das Ganze dann auch dezent spielen kann.

00:45:47: Und deswegen natürlich wissen tu wir es nie Aber glauben wir dass man auch ein recht gutes Ohr an den Bedürfnissen und Sorgen und Nöten der Studis haben.

00:45:58: Ja und du hast das Aluni-Netzwerk angesprochen, also es ist wenn man sich das zum Beispiel über LinkedIn anschaut.

00:46:06: Es ist schon eine Community entstanden inzwischen die sehr gut sowohl in der Logistikwelt als auch in der Produktions- und Handelswelt vertreten ist.

00:46:19: Das spricht für euch!

00:46:22: Danke

00:46:25: Ja, die Zeit rennt wie immer in der Logistik.

00:46:31: Und ich könnte jetzt hier mit dir noch drei Stunden sprechen, Thomas.

00:46:34: Ich habe selber gesagt die Fragen bräuchten eigentlich einen eigenen Podcast jeweils.

00:46:41: Aber bevor wir zum Schluss kommen, mich würde dein Blick auf den Standort Deutschland interessieren im Sinne von wo steht unsere Industrie?

00:46:51: und natürlich ist das Thema Standort, Industriestandort Deutschland sehr ... verzahnt mit dem Thema Logistik, mit dem Themen Supply Chain.

00:47:02: Wie schaust du auf die Entwicklung gerade?

00:47:07: Auch wieder ganz heterogene Antwort weil natürlich ganz viele Ebenen und Bereiche angesprochen sind abschließend hier besprechen kann und wo ich im Zweifelsfall dann auch kein wirklicher Experte bin.

00:47:21: Aber wir haben natürlich hier verschiedene Herausforderungen am Standort Deutschland, also ich habe ja viele Chemie-Logistikstudien gemacht und Chemie ist eine extrem energieintensive Branche.

00:47:31: Da haben wir natürlich ein Thema was Energiekosten angeht so das muss auch realistisch angegangen werden.

00:47:37: aber wie gesagt da möchte mich jetzt nicht vertief dazu äußern weil da gibt es auch keine keine Holzschnittartigen Antworten, so wie sie ja von verschiedenen Richtungen dann gerne suggeriert werden.

00:47:49: Da liegt meistens die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

00:47:51: das Thema-Mussbus ernst genommen und angegangen wird.

00:47:55: Wir haben hier natürlich das Thema dass wir anderes Lohnniveau haben als an anderen Orten der Welt.

00:48:02: Das sind auch Themen Wie gesagt Die kann man angehen, die kann man managementmäßig auch irgendwo ein Stück weit mit auffangen.

00:48:11: Beziehungsweise sind ja deutliche Anstrengungen da auch das entsprechend standortsichernd umzusetzen.

00:48:16: aber da möchte ich dann auf das Thema kommen was mich natürlich als Transport- und Verkehrslogistiker also die gesamtwirtschaftliche Sicht des ganzen Dings drin.

00:48:27: wir haben an anderen Stellen unsere Hausaufgaben zu machen.

00:48:30: stichwort Infrastruktur einmal über die Verkehrsinfrastruktur ganz alarmierend.

00:48:40: Wir haben trotz allen erklärten Zielen zur Verkehrswende nach wie vor eine Verlagerung von der Schiene auf die Straße, weil die Infrastruktur auch kaputt ist nicht nur auf der Straße und entsprechend.

00:48:55: Ja wir merken das alles als Bahnfahrerinnen.

00:48:59: aber wo hier entsprechend?

00:49:02: wo hier entsprechend einfach Kapazitäten nicht da sind, die dringend benötigt werden.

00:49:08: Auf der Straße genau das gleiche.

00:49:10: Wir hatten jetzt gerade als negativ Leuchtturm die Rammedetalbrücke.

00:49:14: wieder positiv Leuchthurm, wo man auch gesehen hat okay es geht dann durchaus auch mal schnell wenn's sein muss ja.

00:49:21: Als prominentes Beispiel jetzt ganz aktuell die Kompletsperrung der Bonner Nordbrücke.

00:49:28: Da haben wir ein massives Infrastruktur-Thema und Das ist eine echte Klotz am Bein, was den Standort deutlich schlechter macht.

00:49:39: Und da möchte ich sagen müssen wir unsere Hausaufgaben machen.

00:49:44: Zumal die Situation nicht einfacher wird.

00:49:45: ja der Klimawandel führt zu höheren Wetterausschlägen stichwort Niedrigwasser im Rhein.

00:49:51: Die Kanäle betrifft das nicht aber wenn im Rheinen Niedrige Wasser ist kriegt die chemische Industrie Nicht mehr genug Feedstock rein und kriegt die Produkte nicht mehr anständig weg in der Massengutlogistik.

00:50:02: Und da haben wir ein Thema, ja?

00:50:04: Und ich habe jetzt die Verkehrsinfrastruktur benannt.

00:50:07: Ja wieder Beispiel Bonn.

00:50:09: Es ist ganz klasse wenn man dann sagen mehr Homeoffice Klammer auf auch wieder.

00:50:14: Die Leute die physisch arbeiten Sagen bei dem Paketfahrer er soll Homeoffices machen das funktioniert auch nicht.

00:50:20: so weiteres und Wenn ich den Home Office machen will und dann In der berühmten Eifelsitze Und kein Breitband Internet hat und irgendwo aufs Dach klettern muss, um Handyempfang zu haben.

00:50:33: Ich mache als extra schwarz-weiß dann funktioniert auch das Homeoffice nicht.

00:50:37: also ich habe auch das Thema was eine Dateninfrastruktur meinetwegen

00:50:41: angeht.

00:50:42: Ja und da haben wir ja auch wieder etwas dramatisierend aber leider gott ist nicht ganz so unrealistisch da haben eher zehn nach zwölf als viertel vor zwölfe oder als fünf vor zwelfen Und das sind alles Dinge, die müssen gesamtheitlich gemeinschaftlich angegangen werden.

00:51:01: Da müssen auch wieder der alte Berater-Spruch aber da müssen alle am gleichen Seil in die gleiche Richtung ziehen und da sind unterschiedlichste Interessen mit zu berücksichtigen.

00:51:10: Aber der Backbone von eine funktionierende Wirtschaft ist eine funktionierte Logistik und die funktioniert nur mit der entsprechenden Infrastruktur Verkehrsinfrastruktur Dateninfrastruktur.

00:51:22: Doch man nochmal das Energienetz, auch eine Energieinfrastruktur ist dafür notwendig.

00:51:26: Da brauchen wir auch entsprechende Leitungen.

00:51:31: Ja Thomas ich merke an deinen Ausführungen und den Beispielen dass nicht nur eurer Studierenden in die Praxis gehen und da sehr nah dran sind, sondern dass auch du über die Jahre da ja sehr eng an den Anwendungsbereiche der Logistik dran bist.

00:51:52: Und das ist glaube ich auch nicht selbstverständlich.

00:51:55: insofern...

00:51:56: Das ist aber auch ein Anspruch an mich selber!

00:51:58: Ich sage das immer so, ich möchte nicht die Bücher von gestern vorlesen, sondern idealerweise Sachen erzählen, die in den Büchern von morgen und übermorgen drin stehen.

00:52:05: Ja deswegen bin Und will dann nicht nur am Ball bleiben, sondern da auch entsprechenden Beitrag dazu leisten.

00:52:15: Ja das spürt man.

00:52:17: und ja danke dass du das hier so mit uns teilst.

00:52:21: und wenn ich das so richtig sehe war es ein Antisan von ganz vielen Themen die wir in weiteren Podcasts gut ausbauen könnten.

00:52:32: Schauen wir mal wie wir das gestalten.

00:52:35: Ja, auf jeden Fall danke für den Einblick in das was ihr da an der THK macht.

00:52:44: Was steht für dich persönlich so als nächstes an?

00:52:48: An Projekten und interessanten Dinge die du jetzt schon ankündigen kannst mit uns teilen kannst?

00:52:56: Ich würde jetzt da ein Gerift dranzukriegen.

00:53:02: und das Ganze also bin nach wie vor beim ganzen Thema Digitalisierung Digitalisierung, Logistik, Dienstleistern aktiv.

00:53:09: Ich möchte aber noch nicht zu weit ausholen.

00:53:13: ganz konkret ich bin ja von Hause aus ausgebildeter Kaufmann und Controller.

00:53:21: auch das ganze Thema systematische Kennzahlenvergleich stay tuned.

00:53:25: wir haben Letztes Jahr, die erste Version unseres Speditionsmonitors.

00:53:30: Also wo es darum geht zum Kennzeichen Cockpit auf Branchebene zu bringen um mal so einen gewissen Wasserstand zu zeigen, eine Wassertemperatur.

00:53:37: Ja also das ist noch nicht wirklich ein Controlling Cockpit für internist Controlling aber es leuchtet schonmal die richtigen Stellen aus als Wasserstandsvergleich gedacht.

00:53:47: wie gesagt Spitzen-Kennzahl ist der Umsatz, das natürlich schwierig als Unternehmenskennzahl damit zu steuern.

00:53:53: Aber für ein Branchenvergleich ist das was eine gewisse Perspektive bietet.

00:53:59: Qualitätskennzahlen wie lang sind... Wie viele Disponenten brauche ich für meine Touren?

00:54:06: Wie viele Abrechnungen schaffen meine kaufmännischen Mitarbeiter?

00:54:08: und so weiter und sofort.

00:54:09: Da sind wir jetzt dabei.

00:54:14: die zweiten Durchgang zu starten soll im Herbst präsentiert werden, also das ist eine der Sachen die ganz konkret sind.

00:54:23: Ich bin mal gespannt was sich weiter entwickelt.

00:54:25: wir hatten tatsächlich eineinhalb Wochen Vorsperrung der Bonner Nordbrücke mit der Industrie- und Handelskammer zu Bonn und der Kreishandwerkerschaftsbonne eine Studie gemacht wo man Die Sinnhaftigkeit eines ganzheitlichen Verkehrskonzepts für so ne Stadt Präsentieren durften.

00:54:42: ich Bin mal gespannt wie es da weitergeht.

00:54:46: Ganz anderes Thema und ansonsten Forschungsmäßig wie gesagt die Digitalisierung, die Transparenz von Supply Chains als solche.

00:54:54: Weil wenn du dir weltweite globale Supply Chance anschaust sowohl was Resilienzen angeht also auch das Thema ökologische und soziale Nachhaltigkeit angeht sind die Service Providers die Dienstleister sind oft wirklich Black Box Also wo ich einfach überhaupt nicht weiß was passiert.

00:55:14: Und das als langes Thema da ein bisschen Licht reinzubringen.

00:55:21: Ja, eine Menge die jetzt demnächst ansteht und ja ich denke im Herbst werden einige Unternehmen neugierig auf das Controlling Tool schauen.

00:55:34: Das ist immer spannend.

00:55:35: Für

00:55:36: alle herzlich eingeladen auch mitzumachen!

00:55:38: Ich werde wieder ansprechen und nochmal ansprechen aber...

00:55:42: Ja.

00:55:43: Und dich ansprechen geht am besten wahrscheinlich über LinkedIn oder hast du andere?

00:55:49: Denn

00:55:50: weder LinkedIn, ansonsten meine Kontaktdaten auch ganz schlicht und ergreifend auf der TH-Seite verfügbar.

00:55:55: Thomas Krupp, TH-Köln.

00:55:59: Prima!

00:56:00: Thomas, vielen Dank dass du hier im Logistikgeschichten Podcast zu Gast warst.

00:56:06: Hat Spaß gemacht da ja auf diese Seite der Logistika mal zu schauen denn wir brauchen auf jeden Fall Nachwuchskräfte die den Bereich Supply Chin nach vorne bringen.

00:56:18: Danke das Du uns da Einblick gegeben hast!

00:56:22: Ja danke dass ich hier sein durfte.

00:56:24: Bis bald

00:56:26: Tschüss bis bald.