#17 Fachkräfte aus Afrika für die Logistik gewinnen - mit Christiane Bauer von "Why Not Logistics" (Emons Spedition)

Shownotes

In dieser Folge geht es um:

  • Fachkräftemangel in der Logistik: Warum klassische Wege wie Stellenanzeigen, Messen und Schulbesuche für Emons nicht mehr ausreichen.
  • Die Entstehung von Why Not Logistics: Wie aus der Kombination Speditionskauffrau plus Diplom-Sozialpädagogin eine ganz neue Art des Auslandsrecruitings entstanden ist.
  • Länderfokus Afrika: Weshalb Emons junge Talente u. a. in Burkina Faso, Côte d’Ivoire und der DR Kongo anspricht – und welche Rolle Motivation und Perspektivlosigkeit vor Ort spielen.
  • Zusammenarbeit mit Partnern: Goethe-Institut, BAMF und deutsche Botschaften als Schlüssel, um Sprachkurse, Vorintegration und Visa-Prozesse aufzusetzen.
  • Onboarding und Begleitung in Deutschland: Sprachkurse, Wohnungssuche, Behördengänge, Kultur, Alltag – und warum ohne enge Begleitung kein nachhaltiges Modell entsteht.
  • Learnings aus vier Jahrgängen: Wie Emons Prozesse optimiert hat, inzwischen über 70 Auszubildende gewonnen hat und eine sehr geringe Abbrecherquote erreicht.
  • Was Unternehmen wissen müssen: Welche Haltung, Ressourcen und Offenheit es braucht, um mit Why Not Logistics zusammenzuarbeiten.

Mein Gast: Christiane Bauer ist Head of Human Resources bei der Emons Spedition GmbH & Co. KG. Sie ist gelernte Speditionskauffrau, hat nach einem Aufenthalt in Nigeria Sozialpädagogik studiert und verbindet seit vielen Jahren beide Perspektiven in ihrer Personalarbeit. Bei Emons verantwortet sie nicht nur klassische HR-Themen, sondern hat mit „Why Not Logistics“ ein internationales Ausbildungsprojekt aufgebaut. Ziel ist es, junge Menschen aus afrikanischen Ländern auf eine Ausbildung in Deutschland vorzubereiten und sie während ihres Starts im Betrieb und im Alltag eng zu begleiten.

Christiane Bauer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christianebauer/

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Ich bin Pélagie Mepin-Koebel, Expertin für Logistik Storytelling. Seit über 20 Jahren helfe ich mittelständischen Unternehmen aus der Logistikbranche, sich besser zu vermarkten und erfolgreich zu wachsen. Als Gründerin und CEO der Strategieberatung **Logtastiq **habe ich die Vision, **Storytelling **als goldenes Werkzeug für Unternehmenswachstum jedem Logistikunternehmen zugänglich zu machen.

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Transkript anzeigen

00:00:43: Ja, es ist wieder Zeit für eine Extra-Ladung Logistikgeschichten und mein heutiger Gast kennt sich mit sehr unterschiedlichen Perspektiven und Kulturen aus.

00:00:55: Christiane Bauer ist gelernte Speditionskauffrau, sie ist Diplom-Sozialpädagogin und seit vielen Jahren führt das Personalwesen bei der Spedition Emons verantwortlich!

00:01:08: Sie hat in den vergangenen Jahren ein Projekt aufgebaut, das weit über die klassische Personalgewinnung hinausgeht.

00:01:15: Dieses Projekt hat nicht nur in der Branche sondern darüber hinaus für viel Aufmerksamkeit gesorgt und es geht weiter!

00:01:24: Das Projekt White-Not Logistics beinhaltet eine sehr interessante Vorgehensweise der Personalgewinnung.

00:01:32: Es geht nämlich darum, dass junge Menschen aus afrikanischen Ländern auf eine Ausbildung in Deutschland vorbereitet und vor Ort dann auch eng begleitet werden von Christiane Bauer und ihrem Team.

00:01:46: Alles was dazu gehört die Wohnungssuche, die Sprache Behördengänge und vieles mehr.

00:01:54: Das ist Teil der Begleitung bei Why Not Logistics Und mich interessiert welcher Mensch steckt hinter einer solchen Idee?

00:02:03: Was ist vorher passiert dass jemand nicht nur darüber spricht was für Lösungen es gibt im Bereich Fachkräftemangel sondern irgendwann einfach in ein Flugzeug steigt und diese Lösung auch umsetzt?

00:02:18: Und deshalb freue ich mich sehr, dass wir das heute einmal ganz genau erfahren werden.

00:02:25: Ich freue mich sehr Christiane, dass du hier im Logistikgeschichten-Podcast bist.

00:02:30: Tels hat sich willkommen!

00:02:32: Vielen Dank!

00:02:32: Ich freu' mich auch sehr pelagie und natürlich über das Interesse an unserem Projekt und auch an meiner Person.

00:02:41: Sehr schön, dass Du hier bist.

00:02:42: Ja Christiane?

00:02:43: Wie bist Du denn als junge Frau zur Logistique

00:02:46: gekommen?!

00:02:48: Das ist eine gute Frage.

00:02:49: Ja, ich habe damals nach der Schule überlegt welche Ausbildung könnte interessant sein und tatsächlich bin ich etwas durch meinen Vater in die Logistik gekommen, der nämlich auch gelernter Speditionskaufmann war und dann später in die Industrie gewechselt ist.

00:03:09: Und mir relativ früh erzählt hat, oh, die Logustik ist vielfältig da langweilste dich nicht das könnte was für dich sein!

00:03:18: Dann habe ich zunächst erstmal ein Schulpraktikum damals machen können am Flughafen Köln-Bonn Deutsch Airlines und hab so ein bisschen mehr über Luftfracht erfahren.

00:03:33: Und da habe ich mich halt über Möglichkeiten auch nochmal informiert, welche Berufe man in der Logistik machen kann.

00:03:40: Und Speditionskauffrau war dann auch recht passend für mich.

00:03:45: Ich habe mich damals bei der Danzas AG beworben und habe die Ausbildung zu klassischen Speditionskaufraubserviert.

00:03:54: Ja, sehr spannend.

00:03:56: Also dein Vater hat da die Inspiration gebracht.

00:04:01: Das heißt du hast gesehen er war in diesem Bereich und hat sich scheinbar wohlgefühlt, hat dich dann auch dazu inspiriert.

00:04:11: was hat dich so gecatcht würden?

00:04:13: Die jungen Leute heute sagen

00:04:16: Auf jeden Fall hat mich so gecatcht, man hat ja immer mit der weiten Welt zu tun.

00:04:21: Sendungen werden überall hin transportiert und mein Vater hat dann auch schon mal abends sich spannende Geschichten erzählt von Containern die noch nach Shanghai müssen Und dass er da auch manchmal unter Zeitdruck steht.

00:04:36: Also ich hatte den Eindruck, mein Vater hat viel Leidenschaft bei seiner Arbeit und es war ihm nie langweilig.

00:04:44: und das waren glaube ich so wichtige Faktoren die mich auch gecatcht haben weil ich auch jemand war der immer in Bewegung sein muss, der auch immer ein bisschen Challenge haben muss neue Herausforderungen und ich glaube der Kontakt zu vielen Partnern, den Kontakt zu anderen Ländern der auch in der Branche vorkommt und dieses schnelllebige und auch Entscheidungen treffen.

00:05:15: Das hat mich glaube ich sogar dann auch gepackt dass sich gesagt habe das kann eine Ausbildung sein die könnte interessanter sein wie zum Beispiel Bankkauffrau oder Versicherungskaufbau

00:05:27: Ja, toll.

00:05:29: Das kann man nicht oft genug hören was die Logistik so für Möglichkeiten bietet und die Vielfalt, die da auch gegeben ist.

00:05:40: Und bei dir war das so?

00:05:41: Du hast dann diese Ausbildung gemacht.

00:05:45: Was kam denn direkt nach der Ausbildung?

00:05:48: Die Ausbildung hat mir sehr viel Freude und Spaß gemacht Auch da mein Lob an Dancers AG gibt es ja heute so leider nicht mehr, aber ich habe eine sehr gute fundierte Ausbildung dort genossen.

00:06:01: Habe aber danach gemerkt, ich war noch ziemlich jung und wollte noch ein paar andere Sachen ausprobieren und habe mich dann erstmal entschieden, eine Zeit lang ins Ausland zu gehen nach Nigeria um dort ein soziales Praktikum in der Grundschule zu absolvieren.

00:06:22: Und diese Zeit hat mir halt auch noch mal viel gegeben für mich persönlich, für meine Entwicklung.

00:06:29: Und im Anschluss daran habe ich mich dann entschieden das Studium zu Diplom-Sozialpädagogin zu absolvieren einfach weil ich noch neben meinen kaufmännischen Wissen, neben meinem traditionellen Logistikwissen auch noch mehr Wissen rund um den Menschen aufbauen wollte.

00:06:50: und Das Studium zur Sozialpädagogin ist auch... sehr vielfältig, ähnlich wie auch der Beruf zur Speditionskauffrau.

00:07:00: Oft sieht die Gesellschaft in so einem Studiengang immer nur Kindheitspädagogik aber da wird ja viel mehr gemacht.

00:07:07: Da hatte ich auch schon die Möglichkeiten mich mit interkulturellen Kompetenzen zu beschäftigen Mit Verbandsarbeit wie NGOs aufgestellt sind.

00:07:18: Da hat sich die Möglichkeit halt auch zu erkennen wie funktionieren diagnostische Verfahren, um Eignungen festzustellen?

00:07:29: Wie kann man Potenziale bei Mitarbeitern erkennen und gute Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt schaffen.

00:07:36: Also das hat mir auch sehr viel gegeben.

00:07:40: und dieser Kombination Speditionskauffrau- und Sozialpädagogin ich bin da heute sehr dankbar diese beiden Ausbildungen gemacht zu haben Weil ich glaube, das ist die perfekte Kombination um in der HR-Arbeit und Logistik gut voranzukommen.

00:07:59: Ja, das hört sich wirklich auch besonders an weil es ist ja nicht selbstverständlich dass man dann gerade auch in den ersten Jahren im Beruf diese diesen klaren Blick hat, dass man sagt Mensch jetzt brauche ich noch den Aspekt.

00:08:18: Ich muss besser verstehen wie Menschen ticken sage ich mal.

00:08:21: und dann mache ich auch.

00:08:22: bin ich so konsequent und mach dazu das Studium.

00:08:24: also gab es für dich so ein auslösender Moment wo du diese Entscheidung auch getroffen hast?

00:08:34: Ja also schon während der Ausbildung habe die kaufmännischen Prozesse, das operative Gefühl mir gut.

00:08:44: Aber es war auch immer so der Kontakt zu den Menschen und zu den Mitarbeitern.

00:08:49: Ich habe immer auch viel Kontakt mit den Lagermitarbeiter in Fahrangehalten.

00:08:53: Der Austausch war mir wichtig.

00:08:55: Ich hab gemerkt ohne Menschen direkter Menschenkontakt geht's bei mir nicht.

00:09:00: also Logistik finde ich cool und beides irgendwo verbinden.

00:09:05: Da war mir klar, das kann der Personalbereich eigentlich nur sein.

00:09:10: Wo ich die Begeisterung für die Logistik aber auch die Begleisterung.

00:09:19: Ja, spannend.

00:09:21: Und das Ganze hat dazu geführt dass du heute in diesem Bereich des Personalwesens unterwegs bist und da auch große Verantwortung für Ammons trägst.

00:09:38: Jetzt sprechen wir über dieses Thema, wo kommen Fachkräfte heute und in Zukunft fair für die Logistik?

00:09:45: Das ist etwas was dich sehr beschäftigt hat.

00:09:50: Wann war für dich der Moment, wo du gedacht hast okay also die klassische Stellenanzeige, die Messen, die wir hier vor Ort machen Das ist zwar gut, aber das reicht bei Weitem nicht um das zu erreichen was wir für die weitere Entwicklung im Unternehmen brauchen.

00:10:08: Wann war das?

00:10:10: Das ist jetzt schon so seit circa fünf Jahren dass wir immer mehr merken Wir kommen mit unserem gewöhnlichen Wegen nicht weiter und wir haben schon denke ich auch als Speditionsbetrieb Emons versucht wie vielleicht andere.

00:10:30: Wir sind sogar in Kooperation mit Jugendtreffs gegangen, haben Sportveranstaltungen organisiert um zum Beispiel über Fußball-Tuniere oder Kickertuniere die jungen Menschen ins Gespräch über die Logistik zu verwickeln.

00:10:49: also wir sind auch schon mal andere Wege gegangen wie Klassische Azubi Börsen und Social Media Werbung.

00:10:56: Klar fahren wir auch immer mit unserem Lkw an Schulen vor und lassen die jungen Menschen auch mal in so einen modernen Truck einsteigen, um uns sich mit Fahrern zu unterhalten.

00:11:07: Aber das reicht einfach nicht!

00:11:10: Wir können damit sicherlich ein paar Ausbildungsplätze belegen aber wir brauchen einfach mehr.

00:11:17: Wir sind ein guter Ausbildungsbetrieb, aber die Bewerberzahlen gehen zurück.

00:11:22: Das Interesse ist nicht so da für die Berufe der Logistik.

00:11:26: Wir haben natürlich auch hier in Deutschland ein unheimlich großes Angebot an Ausbildungangeboten und Studiengänge wo junge Menschen heutzutage wählen können.

00:11:37: Und dann haben wir gesagt klar was können wir machen?

00:11:42: Wir können nun mal gut ausbilden.

00:11:44: Das lässt sich überhaupt nicht abstreiten, aber wir haben bisher im Auslandsrecruiting die Gruppe der Auszubildenden nicht genügend berücksichtigt.

00:11:57: das könnte die Lösung sein junge Talente aus dem Ausland zu begeistern nach Deutschland zu kommen eine Ausbildung hierzu absolvieren und auch ihre Lebensperspektive hier aufzubauen.

00:12:11: und da vielleicht interessant, warum jetzt Länder wie Bukina Faso, wie Cote d'Ivoire oder wie die demokratische Republik Congo.

00:12:20: Es ist einfach so, wir haben vorher auch nochmal Research Arbeit gemacht.

00:12:26: Wir sind mit wirklich einem MVP durch verschiedene Länder, durch verschiedene Kontinente gereist.

00:12:32: also ich saß zum Beispiel nur als Beispiel in der demikanischen Republik in Cafes an öffentlichen Plätzen habe mit jungen Leuten Interviews geführt und auch denen ein bisschen von unserem Konzept erklärt und gefragt wie es denn so das Interesse.

00:12:49: könnt ihr euch das vorstellen?

00:12:50: Da war zum Beispiel in einigen Karibikstaaten ganz ehrlich wenig Interesse.

00:12:56: Und das muss man dann auch einfach so akzeptieren.

00:12:58: oder auch wir waren in Spanien Portugal unterwegs und auch in Osteuropa, da ist auch das Interesse bei den jungen Leuten nicht unbedingt so da diesen Schritt zu gehen.

00:13:12: Wir haben diese Umfragen aber auch in verschiedenen afrikanischen Ländern gemacht.

00:13:19: Da ist das Interesse da, da ist die Motivation da.

00:13:23: Sicherlich auch deswegen weil es wenig Perspektiven dort für junge Leute gibt, die keine akademische Ausbildung anstreben und die wirtschaftliche und politische Lage oft instabil ist und junge Menschen dort wenig Zukunftsperspektive haben.

00:13:48: Das heißt, aus dieser quasi weltweiten Analyse habt ihr euch dann auf diese Länder fokussiert.

00:13:57: Und was musstet ihr noch prüfen um sicher zu gehen dass das in diesen Ländern auch realisierbar ist?

00:14:06: Also die Motivation Check habt ihr einmal abgeprüft!

00:14:10: Was war noch erforderlich von den Rahmenbedingungen um das weiterzudenken?

00:14:17: Die Rahmenbedingungen sind natürlich bei so einem Projekt unheimlich wichtig.

00:14:21: Können wir gewährleisten, dass die jungen Menschen schon im Heimatland gut auf diesen Schritt vorbereitet werden können?

00:14:29: Das war ein wichtiger Punkt.

00:14:32: Ist es möglich, Sprachausbildung schon bekommen auf ein Level B-I, dass sie vor Integrationsmaßnahmen bekommen.

00:14:44: Kleine Workshops die vorbereiten auf das Leben und arbeiten in Deutschland?

00:14:49: Und da war ganz klar für mich Ich nehme Kontakt zum Goethe-Institut auf, Hauptzentrale München.

00:14:57: Hab mich da einfach so wie ich auch bin mal gemeldet und so.

00:15:02: Wir sind in Speditionsbetrieb aus Deutschland.

00:15:05: wir wollen die Sache jetzt selbst in die Hand nehmen.

00:15:07: Ich muss auch ganz ehrlich sagen ich war es auch leid in jedem Interview zu hören zum Thema Fachkräftemangel ja wir haben Fachkräftenmangel aber die Politik tut nichts Die Rahmenbedingungen sind schlecht und alle waren immer nur am Stöhnen.

00:15:24: Ich konnte es auch ehrlich gesagt nicht behören, deswegen habe ich auch gesagt wir nehmen mit diesem Projekt das jetzt einfach mal selbst in die Hand und gucken ist das alles so kompliziert?

00:15:35: Ist nichts möglich oder gibt es doch Lösungswege?

00:15:39: Dann habe ich wirklich den Telefonhörer einfach mal in die Hand genommen und dem Goethe-Institut gesagt, was wir so vorhaben.

00:15:46: Und da bin ich auch eine ganz tolle Kollegin geraten, die dem Schiemann, die gesagt hat ne das finden wir gut!

00:15:52: Das können wir uns vorstellen zu begleiten und hat mit mir auch Kontakte aufgebaut.

00:16:00: in den Goethen Instituten in Abidjan, in Uagadugu Kinshasa war auch unser erstes Pilotprojekt, die demokratische Republik Kongo.

00:16:13: Da muss ich dazu sagen, Emons hat schon längere Jahre Kontakte in den Kongos weil wir dort auch soziale Projekte unterstützt haben.

00:16:23: im Rahmen von Schulbau waren wir dort unterwegs.

00:16:27: das heißt da gab es schon ein paar Beziehungspersonen, denen wir dann auch unser Projekt vorstellen konnten und den wir unsere Bewerberplattform mitgeben konnten.

00:16:40: Dann ging das relativ schnell über WhatsApp.

00:16:44: Unser Projekt im ganz Kongo möchte ich mal sagen gestreut wurde und wir auch relativ viele Anfragen und Bewerbungen bekommen haben.

00:16:54: aber Goethe-Institut war wichtig um das vorab zu klären dass diese Sprachausbildung die Vorintegration gut läuft.

00:17:02: Es war wichtig, die Sprachausbildung in Deutschland weitergeht.

00:17:08: Deswegen haben wir uns relativ früh auch mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Verbindung gesetzt, die kamen dann zu uns hier in die Hauptzentrale.

00:17:18: Wir haben unser Vorhaben erläutert und da waren wir dann auch Pilotprojekt für Ausbildungsbegleitende Sprachkurse hier in Deutschland.

00:17:27: also das haben wir im Vorfeld auch schon klären können.

00:17:32: Wir haben auch Kontakt mit den deutschen Botschaften aufgenommen in den Heimatländern und uns da auch sozusagen zum Besuch angekündigt.

00:17:42: Hallo, wir wollen Ihnen mal erklären was wir da so vorhaben?

00:17:46: Und mittlerweile ist da auch wirklich eine sehr gute starke Partnerschaft entstanden sodass wir auch jedes Jahr herzlich bei den deutschen Bootschaften empfangen werden können und über unser Projekt immer in Update geben können.

00:18:06: Da habe ich gerade so Gelder im Kopf.

00:18:10: Wie jemand da beim Goethe-Institut einen Anruf bekommen und denkt, Mensch okay also das hatten wir auch noch nicht.

00:18:18: Da braucht es immer die Leute, die dann auf sowas offenen reagieren und sich überhaupt trauen dass auch intern in ihrer Organisation anzusprechen kann ich mir vorstellen

00:18:32: war, weil auch die Goethe-Institute in diesem Bereich Auslandsrekrutierung natürlich mehr mit Behörden wie die Arbeitsagentur oder so zusammenarbeiten.

00:18:42: Aber dass so mal eine Firma von sich aus sagt So wir machen das jetzt?

00:18:45: Wir wollen mit Goethen da zusammen arbeiten Das kommt dann eher selten davon Ja

00:18:50: und da werden die versuchen groß einfach zu sagen Ne das haben wir so noch nie gemacht Und das war es dann auch schon.

00:18:56: Also Hut ab an die Person, die da den Ball aufgegriffen hat.

00:19:06: Letztendlich seid ihr wie eine Start-up angefangen.

00:19:12: innerhalb von Emmons habt ihr dann gesagt okay es gibt einen MVP hast du schon gerade auch so bezeichnet.

00:19:20: und dann habt ihr für euch in Kinshasa festgestellt es gibt sowas wie ein Product Market Fit also ... Beide Seiten Angebot und Nachfrage können zusammenkommen.

00:19:37: Wie passt das für dich?

00:19:38: Oder wie hast du es als Verantwortlicher für diesen Personalbereich bei Emmons, die im Alltag sich andere Themen auf dem Tisch hat?

00:19:49: Wie hast du's geschafft dann dieses Startup so voranzubringen dass sie auch die Chance hat zu einem richtigen Angebot am Markt zu werden?

00:20:00: Tatsächlich steckt da sehr viel Leidenschaft und Motivation drin.

00:20:06: Das ist kein Job, den man von acht bis siebzehn Uhr dann machen kann, weil ich wie du es gesagt hast, Pellaginia auch noch HR-Leiterin bin.

00:20:16: Das sind wir rundum mit beschäftigt mit dem Projekt.

00:20:21: Das darf ich auch mal so sagen aber nicht nur ich sondern mein gesamtes Team.

00:20:29: das Projekt aber so erfolgreich läuft und weil es uns jedem auch persönlich so viel gibt, sind wir da auch bereit mehr Einsatz zu zeigen.

00:20:40: Mehr Einsatz zu leisten wie vielleicht üblicherweise in einem normalen Job üblich ist.

00:20:47: Das muss ich einfach ganz klar sagen.

00:20:52: jetzt stehen natürlich die.

00:20:55: Wir haben in den vier Jahren viel Erfahrung machen können.

00:20:58: Aber gerade beim Pilotprojekt, da sind wir so ein bisschen auch, sag ich mal wie unser Name so sagt, why not?

00:21:06: Warum nicht?

00:21:08: Sind wir einfach einmal gestartet, haben probiert aber alles sehr seriös und mit viel Verantwortung.

00:21:16: Aber wir mussten unheimlich viel auch dann flexibel noch auf einzelne Punkte reagieren, die vielleicht am Anfang noch nicht so gut funktioniert haben.

00:21:26: Jetzt kommt demnächst der vierte Jahrgang zu uns nach Deutschland und wir haben jedes Jahr dazu gelernt nochmal Prozesse optimiert und sind jetzt einfach auch nochmal viel professioneller und erfahrener in den Projekt können auch mit voller Stolz sagen, dass wir jetzt über siebzig junge Leute für die Ausbildung in der Logistik gewinnen konnten und eine ganz, ganz geringe Abbrecherquote nur haben.

00:21:57: Und dieses Jahr werden auch die ersten zehn Absolventen fertig und haben zum großen Teil auch schon ihre Übernahmeverträge für nach der Ausbildung.

00:22:09: Nehmen wir uns kurz mit, Christiane bei dieser Lernkurve.

00:22:13: Was waren so die Dinge, die ich vielleicht auch überrascht habe oder wo du sagst ja da haben wir richtig neue Erkenntnissen gewinnen müssen?

00:22:27: Also erstmal meinen Respekt.

00:22:29: die neuen Auszubildenden müssen Unheimlich viel lernen in vielen Bereichen, sei es in der Berufsschule.

00:22:38: Sei es im Betrieb und sei es im Alltagsleben in Deutschland.

00:22:41: Da kommt schon jede Menge auf die jungen Menschen zu Und ich möchte gar nicht so viel unterscheiden.

00:22:49: Es ist einmal im Betrieb Der Umgang mit den Kollegen Neue Fachbegriffe Den Arbeitsalltag organisieren.

00:22:56: In der Berufsschule war meistens noch nicht mal so das Theoretische die größte Herausforderung, sondern zum Beispiel die unterschiedlichen Dialekte.

00:23:05: Der Berufschullehrer in Franken oder Bayern wo wirklich unsere Azubis ein paar Monate brauchten bis sie ihre Lehrer richtig gut verstanden haben.

00:23:16: Das ist jetzt heute keine Frage mehr aber diese paar Monate muss man ihnen dann auch geben Und der Alltag war dann auch schon mal herausfordernd.

00:23:25: Dann bekomme ich morgens ein Anruf, Frau Bauer wir stehen hier an der Straße aber der Bus hat uns nicht mitgenommen.

00:23:33: Der Bus, der uns zur Niederlassung fahren sollte Da sag ich, was mag das denn sein?

00:23:39: Dann habe ich dann am anderen Morgen eine Kollegin gebeten dort hinzufahren und sich das mal anzuschauen.

00:23:47: Und unsere Azubis standen auf der falschen Straßenseite.

00:23:50: Das sind jetzt nur so Kleinigkeiten.

00:23:53: Aber man denkt dann erst warum nimmt der Busfahrer unserer Azubi nicht mit?

00:23:58: ist da wieder noch etwas anderes?

00:23:59: steckt da was anderes dahinter?

00:24:00: nein es sind manchmal nur solche Geschichten.

00:24:03: Was ich völlig unterscherzt hab die Sache, wie trennt man in Deutschland Müll?

00:24:11: Wie vermeidet man Schimmelbildung mit solchen Sachen.

00:24:14: Die hatte ich bei der Pilotgruppe wirklich nicht so intensiv auf dem Schirm und ich muss sagen mir fällt es heute selbst auch immer wieder schwer.

00:24:23: Wir machen beim Onboarding so ein praktisches Spiel zur Mülltrennung in Deutschland.

00:24:29: Ich fall also jedes Mal auch wieder durch weil das ist

00:24:36: Eine

00:24:37: Wissenschaft für sich.

00:24:40: Ich darf das gar keinem erzählen, als ich damals die sechs Monate in Nigeria war für mein Sozialpraktikum, da war es üblich dass man den Müll draußen am Lagerfeuer verbrennt.

00:24:53: und mit diesen unterschieden kommen ja junge Menschen hierhin und sehen dann eine gelbe blaue Tonne Diese Sachen einfach gerade auch zu Beginn lernen, weil die unheimlich viel auch Konfliktpotenzial haben können.

00:25:08: Wenn man dann in einem Mehrfamilienhaus wohnt und Tonnen sich teilt und eine andere Partei beschwert unsere Azubis würden den Müll falsch trennen, dann hat man schon so ein erstes Thema und das will man ja gar nicht aufkommen lassen.

00:25:24: Ich habe ja schon mit meinen Bekannten aus Frankreich ist dieses Thema Mülltrennung schon kompliziert auch wenn die mal zu Besuch kommen.

00:25:35: je weiter man geht umso komplexer ist das in der Vorstellung, aber ja dann kann man sich denken dass auch das zu der Einarbeitung sozusagen gehört.

00:25:50: Auf jeden Fall ein wichtiger Fakt oder auch mit dieser Geschichte wie lüfte ich die Wohnung?

00:25:58: dass man auch ein Verständnis aufbringt, das unsere Auszubildenden frieren halt schneller und öfters weil sie dieses Klima hier in Deutschland noch nicht so gewöhnt sind.

00:26:10: Und dass man denen aber auch dann immer wieder sagen muss, dass Lüften halt schwierig ist wegen Schimmelbildung.

00:26:17: mittlerweile du hast Collins ja schon kennengelernt ist er also auch Experte Schimmbel im Drogeriemarkt empfehlen.

00:26:28: Also das sind so Kleinigkeiten.

00:26:30: und dass Kollegen oder auch Verantwortliche dann einfach mal Verständnis haben, dass Themen sind... sich die jungen Menschen neu beschäftigen müssen, aber dass das keine Themen sind.

00:26:43: Wenn das mal passiert?

00:26:45: Warum so ein Projekt gescheitert ist oder warum die Ausbildung nicht gut läuft.

00:26:49: also ich kann ganz klar sagen es tauchen weniger aus Probleme im Ausbildungsalltag oder im Berufsschulalltag auf.

00:26:58: Es sind dann eher solche Themen rund ums Wohnen.

00:27:03: oder Wie erledige ich meinen täglichen Einkauf?

00:27:13: Wie kaufe ich günstig ein.

00:27:15: Man ist dann ja auch so von einem Überangebot geflasht, die ersten Tage wenn man in Deutschland ist und denkt erstmal jetzt gehe ich shoppen und möchte mir alles anschaffen und dass man sie da so ein bisschen an die Hand nimmt und abholt.

00:27:30: was auch gerne mal schon mal passiert ist dass Versicherungsvertreter im Supermarkt oder Kreditkartenanbieter unsere Azubis angquatschen und denen irgendwelche Verträge aufquatschten.

00:27:46: Und zu Unterschrift animieren, dann sind wir auch zustelle und helfen den wieder aus diesen Verträgen rauszukommen.

00:27:55: Das sind so Herausforderungen die im Alltag anstehen.

00:28:03: Ja, dann gibt es den Aspekt Behördengänge.

00:28:07: Also das Thema Visum, da kümmert ihr euch ja drum bevor die Einreise passiert.

00:28:18: Gibt's weitere Behördengänge wo Ihr da begleitend unterwegs seid?

00:28:23: Genau wir begleiten den gesamten Visa-Prozess und Das umschreiben der Visa in den Aufenthaltstitel.

00:28:33: Wir unterstützen bei der Organisation und Terminierung, bei den Ausländerämtern.

00:28:40: wir machen auch Termine beim Einwohner-Mälderamt.

00:28:44: das ist so der erste Schritt wenn man nach Deutschland kommt.

00:28:48: während unseres Onboardings gibt es tatsächlich auch Rollenspiele.

00:28:53: da nehme ich gerne mal die Mitarbeiterin beim Amt ein, wenn dann manchmal die Freundliche und vielleicht auch manchmal nicht ganz so freundliche Mitarbeiterinnen.

00:29:04: Und wir versuchen einfach auch dann Gespräche nachzustellen.

00:29:10: was könnten für Fragen beim Amten kommen?

00:29:13: welche Dokumente muss man mitbringen zum Termin?

00:29:19: Das gehen wir schon sehr systematisch durch um bereiten diese Termine vor.

00:29:26: Es ist schon eine große Herausforderung für die jungen Menschen, sich in diesem Formular-Jungle so zurechtzufinden.

00:29:35: Da muss ich auch sagen, als Deutsche muss mir dann ab und zu mal das Formular drei, vier Mal durchlesen bis ich genau weiß wo ich was hinschreiben muss... Optimal ist, dass oft die Formulare in Deutschland nicht so auf Ausbildung ausgelegt sind.

00:29:55: Und dieser ganze Auslandsrecruiting Prozess was das Thema Ausbildungen angeht noch ein bisschen Nachholbedarf hat möchte ich sagen es gab auch im Vorfeld wir als HR mussten uns ja mit diesen fachlichen Themen neu auseinandersetzen.

00:30:15: da gab nicht so viele Hilfestellungen für deutsche Unternehmen, wie ich mir gewünscht hätte an Input was das Auslands-Recruiting für Auszubildende angeht.

00:30:27: Eine Seite muss sich aber hervorheben und loben Das ist die Seite Make It in Germany.

00:30:34: Das ist eine Seite der Bundesregierung Und die machen richtig tolle Arbeit und informieren auch sehr gut, so dass man als Unternehmen da auch sehr viel Input bekommt und weiß wie die Prozesse zu laufen haben.

00:30:53: Was auch gut funktioniert ist die Arbeit mit den deutschen Botschaften im Heimatland.

00:31:00: Die haben uns sehr unterstützt und auch sehr gut abgeholt.

00:31:07: Ich sage mal, die größte Herausforderung ist hier in Deutschland auch Termine zu bekommen bei den Ämtern.

00:31:14: Sicherlich in den ländlichen Regionen einfacher wie sie in so einer Stadt wie Köln.

00:31:19: Aber da bleiben wir immer am Ballhaken nach und unsere Azubis können da immer auf uns zählen.

00:31:27: Da unterstützen wir.

00:31:31: was ich ganz spannend finde es ihr rekrutiert die Azubis nicht nur für Emons, sondern andere Unternehmen können diesen Service diese Unterstützung von euch auch bekommen.

00:31:46: Richtig?

00:31:48: Das ist so.

00:31:48: das machen wir jetzt auch schon seit drei Jahren und da sind wir auch besonders stolz drauf weil damit kommen wir auch, sage ich mal mit dem Projekt einer gesellschaftlichen Verantwortung nach.

00:32:04: Dass wir insgesamt für die Logistik den Fachkräftemarkt sichern und zeigen auch dass wir mit Emons schon ein Best Practice Beispiel geschaffen haben wie verantwortungsvolle Auslandsrekrutierung von jungen Menschen nachhaltig funktionieren kann.

00:32:28: Es ist so, dass gerade im Mittelstand viele HR-Abteilungen und viele Personalabteilung halt auch kleiner aufgestellt sind.

00:32:36: Und da kann ich das auch nachvollziehen, dass sich eine Spedition nicht unbedingt dann vorrangig auf das Aushandsrecruiting konzentrieren kann weil es einfach zeitaufwendig ist um komplizierter ist.

00:32:53: ist in der Branche bekannt.

00:32:56: Wir haben auch einen guten Ruf, auch bei der Konkurrenz und wir sind als Amons auch selber in einigen Ausschüssen vertreten zum Beispiel beim Deutschen Speditionsverband in Berlin.

00:33:10: Dort haben wir dann über das Projekt berichten können und auch bei einigen anderen Ausschüssen.

00:33:17: Und dann sind wir wirklich ins Gespräch gekommen mit anderen Logistikern, haben denen gesagt klar wie sind bereit?

00:33:25: Wir können für euch auszubilden, rekrutieren den ganzen administrativen Prozess übernehmen aber auch das Onboarding und die Begleitung.

00:33:35: Wir haben aber relativ früh auch klargestellt Wenn wir für euch auch Auszubildende vermitteln, dann kann das nur so funktionieren dass ihr euch auch an unseren Standards orientiert.

00:33:48: Das heißt wir machen erst mal da auch einen Besuch vor Ort checken sie ein bisschen ab wie die interkulturellen Kompetenzen derzeit Und auch unsere Partner und Logistiker, die mit uns zusammenarbeiten, verpflichten sich dann an interkulturellen Trainings teilzunehmen.

00:34:08: Die wird durch einen professionellen Coach durchgeführt werden.

00:34:12: Sie wissen auch dass wir öfters mal zu Besuch kommen und unsere Auszubildenden besuchen dann während der Zeit und den Austausch suchen.

00:34:21: sie müssen auch einverstanden sein das ihre Azubis während der Ausbildungszeit abends noch an ausbildungsbegleitenden Deutschkursen gefördert durch das BAMF teilnehmen.

00:34:33: Und sie müssen auch an unserem einwöchigen Intensiv-Onboarding in Himmelkron teilnehmen, also da ist sich auch Einbringen schon wichtig aber Sie schenken uns auf der anderen Seite sehr, sehr viel Vertrauen.

00:34:51: Also es ist wirklich so dass Sie das gesamte Recruiting Ihrer zukünftigen Azubis in unsere Hände legen und sich auch bei der Auswahl voll auf uns verlassen.

00:35:04: Und über welche Berufsgruppen sprechen wir?

00:35:09: Welche Ausbildungen werden jetzt am meisten nachgefragt oder angeboten?

00:35:15: Begonnen haben wir den Piloten tatsächlich mit Berufskraftfahrern.

00:35:19: Klar, Berufskraftfahrer ist immer schon in Mangel Ausbildungsberuf und Deutschland gewesen.

00:35:27: Aber es ist jetzt so dass der Trend auch ist das es immer schwieriger wird Fachlageristen und Fachkraft für Lagerlogistik auszubildende zu finden.

00:35:37: deswegen rekrutieren wir jetzt seit zwei Jahren auch schon im Bereich Lagerberufe und aktuell auch schon Mechatronika.

00:35:49: Aber im Prinzip, why not Logistics?

00:35:52: Das ist uns jetzt auch klar geworden.

00:35:56: Würde natürlich für den gesamten gewerblichen technischen Bereich funktionieren.

00:36:01: und da ist eine Überlegung nachdem wir schon drei oder vier andere Ausbildungsberufe dazugenommen haben eventuell noch weiter zu denken.

00:36:12: Der Name, why not?

00:36:14: Passt ja eventuell noch!

00:36:16: Why Not

00:36:18: Logistics End?

00:36:20: Ja

00:36:21: genau da sind wir schon an einem Ausbau auch noch weiter interessiert.

00:36:26: allerdings ist uns die wichtig wenn wir an Wachstum denken die weiterhin die hohe Qualität sicherzustellen diese Nachhaltigkeit und die Langfristigkeit die wir hier jetzt in dem Projekt zeigen.

00:36:45: Also wachst du nicht um jeden Preis, also wir möchten die hohe Qualität in diesem Projekt weiter aufrechterhalten?

00:36:54: Ja so und wenn ich jetzt daran denke ist ein Unternehmen außerhalb von Ammons hört das hat noch nicht so viel konkret von eurem Projekt mitbekommen, was ich mir schwer vorstellen kann.

00:37:12: Weil ihr habt ja auch Preise bekommen für das Projekt!

00:37:14: Vielleicht sprechen wir kurz darum erstmal darüber.

00:37:18: Ja, das ist auch unglaublich... Wenn du mich jetzt gefragt hast eben, was flächtigst du?

00:37:25: Das hat mich schon geflächt.

00:37:27: Ich weiß noch wie ich Freitags im Homeoffice saß und an den Anruf bekam von der DVZ Frau Bauer, Sie bekommen den Leo und dann war ich schon ... ja.

00:37:40: Ich muss auch sagen über dem Preis habe mich sehr gefreut weil ich sehr stolz, weil ich habe mich für keinen Preis beworben.

00:37:46: nein wir wurden ausgewählt und ich finde es gut dass wir auch mal für ein Thema aus dem Personalbereich ausgewählt worden sind und das so eine Initiative auch mal in den gesellschaftlichen Fokus rückt.

00:38:03: So ein Best-Practice Beispiel, weil immer wieder wird nur geredet Fachkräftemangel und es ist immer negativ befleckt wenn man in die Presse schaut und dass man einfach sieht doch es kann auf was funktionieren und wenn man selber den Mut hat etwas auszuprobieren.

00:38:22: und von daher war ich sehr glücklich und das war eine tolle Veranstaltung in Hamburg und ich habe dann auch einfach schon auf der Bühne, so wie ich bin angefangen zu sprechen.

00:38:35: Und hab aus ein bisschen die Anwesenden dabei ja sehr breites Publikum aus ein bischen schon heraus gefordert.

00:38:44: also wenn es um Fachkräfte geht da geht kein Weg an uns vorbei oder kein deutscher Botschafter kennt mich nicht!

00:38:51: Also ich habe natürlich auch ein bisschen provoziert.

00:38:54: aber klar dann frage ich auch immer gerne kennt ihr jetzt alle die Hauptstadt von Bukina Faso.

00:39:00: Also ich will einfach auch den Weitblick öffnen und auch sagen, es lohnt sich auch mal über den Teller ranzugucken und auch mal was auszukubieren als Unternehmen, auch vom Unternehmerseite selbst nicht immer auf andere zu vertrauen?

00:39:18: Ja ja und ich habe vor kurzem auch einen deiner Mitarbeiter bei einem Pitch erlebt da Nach der Logistik in Osnabrück, ihr habt ja auch gewonnen.

00:39:30: Ganz

00:39:31: verdient!

00:39:31: Genau ganz verdient.

00:39:33: gewonnen hat Colin super gemacht.

00:39:37: also das heißt Ja das geht so weiter dass eure Idee und euer Projekt da Aufmerksamkeit bekommt.

00:39:47: Wer trotzdem jetzt noch nichts von euch mitbekommen hat spätestens mit diesem Podcast haben wir die Frage dann gelöst und alle wissen von dem Projekt.

00:39:59: Wenn ich als Expedition, als Logistikunternehmen sage Mensch das klingt ja super.

00:40:05: da möchte ich mitmachen bzw mir diese Unterstützung holen.

00:40:11: wie ist da der Prozess?

00:40:12: kannst du uns kurz mal damit rein nehmen?

00:40:16: Ich würde erst mal empfehlen tatsächlich auf unsere Homepage zu gehen, whynotlogistics.de.

00:40:21: Da haben wir nämlich extra auch eine Seite für interessierte Azubis eingerichtet aber auch für Interessierte Unternehmen und da ist im ersten Schritt erstmal auch unheimlich viel über unser Projekt schon dargestellt und erklärt.

00:40:37: Da sind alle Presseinformationen über das Projekt.

00:40:42: Wir haben ja auch Social Media Kanäle, wo wir so aus dem Alltag der Azubis berichten und es gibt eine Kontaktanzeige Adresse wie sie die Unternehmen direkt mit uns in Kontakt treten können.

00:40:54: Aber natürlich kann man auch wenn man Christiane Bauer und Emons dann kann man auf den direkten Draht zu mir suchen.

00:41:02: Und der erste Schritt ist dann dass wir einfach mal einen offenen Austausch machen.

00:41:06: Das kann über Teams sein das kann auch persönlich sein kennenlernen, beschnuppern und gucken.

00:41:13: Was sind so die Bedürfnisse des Unternehmens?

00:41:16: Und wir sagen was wir leisten können und dann wird eigentlich relativ schnell entschieden okay das versuchen wir mal.

00:41:26: Wir starten mit zwei Azubis und wir holen im Prinzip das Unternehmen dann bei jedem Schritt auch ab und informieren.

00:41:35: aber Letztendlich ist am wichtigsten, dass man sich erst mal kennenlernt austauscht und dass wir wirklich alle Schritte vom Projekt dann offen legen.

00:41:46: Es wird aber auch klar im Vertrag geschlossen zwischen den Parteien wie das so ist bei einem Business Model.

00:41:55: Das könnte dazu führen, dass meine Bewerbung als Unternehmen nicht bei euch ankommt oder nicht angenommen wird?

00:42:04: Also das Unternehmen muss offen sein für interkulturelle Trainings, für ständigen Austausch, Rücksprache und muss auch Personal haben.

00:42:22: Aber das sage ich mal, muss man bei jedem auszubilden der sich um Auszubildende während des Alltags kümmert, in Ausbildungsbeauftragten sollte es geben und man sollte auch die Bereitschaft haben.

00:42:37: Auch wirklich mit anderen mit jungen Talenten aus anderen Kulturen zu arbeiten.

00:42:43: diese Bereitsschaft sollte da sein.

00:42:48: Jetzt hatten wir beide schon im Vorfeld kurz festgestellt, ihr seid gerade in der heißen Phase.

00:42:55: Da kommen die nächsten Auszubildenden, die dann ihre Ausbildung starten werden und ich glaube für zwanzig, sechsundzwanzig ist das damit durch.

00:43:08: Also Kapazitätenbewerbungen sind jetzt nicht mehr drin oder?

00:43:14: Genau, die Ausbildung startet zum ersten August.

00:43:18: Aber unsere neuen Kandidaten kommt tatsächlich schon am siebenzwanzigsten und achtenzwanzigstens Juni eingereist nach München Und wir starten dann immer mit einem intensiven Onboarding und Sie bekommen dann auch noch einen Ausbildungs Vorbereitenden Intensivkurs von vier Wochen bereits vor Ausbildungsstaat in Deutschland.

00:43:42: Dieses Jahr beginnen sechzehn Azubis aus Burkina Faso ihrer Ausbildung und zwölf Auszubildende aus Cote d'Ivoire ist auch ein Gegner der deutschen Fußball Nationalmannschaft und nichts zu unterschätzen.

00:43:59: Das wird ein spannendes Spiel, das lassen wir uns

00:44:05: nicht entgehen.

00:44:06: Und so für dieses Jahr ist dann der Recruiting-Prozess gelaufen.

00:44:12: Aber wir beginnen im Prinzip schon vor dem Onboarding, ist nach dem onboarding.

00:44:17: Nach dem onboarding gehen wir auch schon wieder in die Auswahl für das kommende Jahr.

00:44:23: Deswegen wenn Firmen interessiert sind mit uns zusammen zu arbeiten gerne jetzt auch schon melden.

00:44:32: Das wäre ein guter Zeitpunkt.

00:44:35: Also das ja siebenundzwanzig ist quasi schon eröffnet.

00:44:39: auf jeden Fall

00:44:41: Super.

00:44:43: Was kann denn noch kommen, Christiane?

00:44:45: Also wo gehen eure Planungen hin?

00:44:50: Ihr habt jetzt schon gute Erfahrungen mit den Ländern, mit denen ihr zusammenarbeitet, wo die Auszubildenden herkommen.

00:45:01: Gibt es Pläne das auszuweiten auf weitere Länder oder was kommt das Nächstes?

00:45:09: Wir können uns tatsächlich auch noch den Ausbau weiter vorstellen und das zuziehen anderer Länder.

00:45:18: Dabei prüfen wir aber immer sehr sorgfältig, gibt es in diesen Ländern Goethe-Institute?

00:45:26: Gibt es große Sprachinstitute?

00:45:29: Wie ist die Begeisterung und Motivation dort bei den jungen Leuten für eine Ausbildung?

00:45:38: Es ist natürlich so, wenn wir weiter wachsen dass die Betreuung auch mehr Raum nimmt.

00:45:44: Deswegen sind wir tatsächlich aktuell am überlegen.

00:45:47: Collins hast ja kennengelernt.

00:45:49: Collins und ich machen hier auch immer gemeinsam.

00:45:51: die Reisen in die Heimatländer sind da schon zu einem sehr engen Team zusammengewachsen.

00:45:58: Wir überlegen uns tatsächlich ob wir auch eventuell selbst als die Firma Emons in einem dieser Länder eine Dependance aufmachen.

00:46:12: Im Moment steht da eventuell auch Abidjan im Raum, wir haben vor nicht nur für den Bereich Recruiting eine Dependence aufzumachen sondern auch um den logistischen Markt für Emons in Afrika zu entdecken sage ich mal weil durch unser Why Not Logistics Projekt so viel Networking in diesen verschiedenen Ländern betrieben, so viele Kontakte geknüpft.

00:46:43: Und auch so viel Wertschätzung erlebt und so viel Potenzial in diesen Ländern erkannt, dass wir gerne selbst dort ansässig werden möchten.

00:46:55: Das hätte dann die Chance, dass von einer Dependance Abidjan noch mehr weitere Nachbarländer leicht erreichen können und da weitere Netzwerke und Partnerschaften aufbauen könnten.

00:47:10: Das klingt sehr spannend.

00:47:16: Afrika ist definitiv ein Markt, den man sich genauer anschauen sollte und das machen ja auch schon andere Branchen, andere Unternehmen.

00:47:28: Bin ich sehr gespannt, werde das gerne beobachten?

00:47:31: Ja.

00:47:32: Leider ist es tatsächlich so wie du sagst dass gerade so deutscher Mittelstand wenn man hört afrikanischer Kontinent etwas vorsichtig agieren auch jetzt im Bereich Azubi-Rekrutierung ist jetzt Kottivar und Burkina Faso.

00:47:50: Da sind wir so mit die ersten Projekte, vielleicht mit Ausnahmepflege, die sich auch in diesen Ländern bewegen.

00:47:59: Und man merkt schon dass da andere Länder in Osteuropa, die sind dann ja schon überlaufen was Fachkräfteregratierung angeht aber in diesen Ländern war das bisher relativ wenig.

00:48:16: Ja und dein Team in Deutschland, wie groß ist das Team?

00:48:23: Das sich speziell um Why Not Logistics kümmert.

00:48:27: Das Team sind insgesamt tatsächlich vier Personen.

00:48:33: Wir haben aber auch viele noch tatkräftige Unterstützer aus der restlichen HR-Mannschaft, die uns gerade bei so Großveranstaltungen wie dem Onboarding unterstützen.

00:48:46: Aber Collins und Jan hast du ja schon kennengelernt?

00:48:49: Ja!

00:48:52: Und die beiden sind halt sehr stark in der Azubi.

00:48:57: die halten immer den alltäglichen Kontakt, führen auch regelmäßige Abendkreuz durch wo die Azubis auf meinem geschützten Raum über so kleine Probleme sprechen können.

00:49:11: Dann habe ich noch die Kessie dabei im Team, die macht so mehr die Öffentlichkeitsarbeit.

00:49:16: Das ist halt auch bei diesem Projekt unheimlich wichtig.

00:49:19: also wir sind ein sehr leidenschaftlich intensives Team und das Projekt hat uns tatsächlich auch da sehr zusammengeschweißt.

00:49:30: Wir freuen uns über wirklich jeden Erfolg jedes einzelnen Azubis.

00:49:37: Ja, Mensch Christiane.

00:49:39: Also ich könnte noch stundenlang so weitermachen mit dir weil ich finde das so so spannend und ja beeindruckend dass du in deiner bereits gut gefüllten Rolle in der Verantwortung HR bei Ammons dann dir gedacht hast Ich sorg mal für Lösungen und bin dann auch tatkräftig unterwegs.

00:50:06: Und warte nicht bis andere anfangen!

00:50:11: Glückwunsch dazu an dich, an dein Team... ...und an Emmons, dass das Umfeld gegeben ist.

00:50:21: zu riskieren muss man sagen, weil ihr investiert.

00:50:26: Das ist auch gut dass du das sagst.

00:50:28: dank an Emmons denn das muss ich ganz klar sagen ohne meinen Geschäftsführer der gesagt hat mach

00:50:35: mal

00:50:35: fliegt mal der mir das Vertrauen geschenkt hat, jetzt nicht funktioniert.

00:50:41: Und das ist nicht selbstverständlich und das ist mir auch bewusst.

00:50:45: Deswegen arbeite ich auch bei Erämmer uns so gerne und das ja bald auch schon dreißig Jahre, weil sowas halt bei uns auch möglich

00:50:51: ist.".

00:50:53: Ja, super!

00:50:55: Ich wünsche dir das es so weitergeht.

00:50:59: Dir und dem Team und... Das tut nicht nur euch gut sondern das tut ja der ganzen Logistik gut, dass was ihr da macht Und deshalb bin ich gespannt, was du berichten wirst, wer sich dann nach unserem Gespräch hier alles bei dir meldet und für siebenundzwanzig und darüber hinaus Ja, über euren Weg Azubis dann auch zu sich bringen möchte.

00:51:29: Wenn jemand dich erreichen möchte darüber diskutieren und du hast glaube ich schon die Einladung ausgesprochen Dich einfach googeln und Kontakt aufnehmen.

00:51:40: Ich glaub auf LinkedIn bist du auch Ganz aktiv.

00:51:45: Über unsere Seite www.whynotlogistics.de ist es wahrscheinlich am einfachsten, aber wer mich erreichen will der erreicht mich auf jeden Fall.

00:51:54: Kann ich bestätigen?

00:51:55: Bei uns hat es auch super geklappt!

00:51:58: Dein Team war auch sehr aktiv und charmant in der Kontakteaufnahme.

00:52:03: das hat wirklich Spaß gemacht.

00:52:06: Vielen, vielen Dank Christiane dass du hier im Logistikgeschichten Podcast warst.

00:52:12: Dass du uns die Geschichte Hinter Why Not Logistics aus deiner persönlichen Initiative auch so geteilt hast und so offengeteilt.

00:52:28: Und ehrlich gesagt, auch Lust gemacht hat da mehr zu erfahren und zu verfolgen was ihr macht!

00:52:37: Vielen Dank dass du hier warst.

00:52:40: Ja, auch an dich Pelagi.

00:52:42: Herzlichen Dank hat mir mit dir viel Freude gemacht und ich verfolge ja auch immer deine Aktivitäten!

00:52:48: Du warst das richtig cool und ich finde es gut dass du da so eine tolle Botschafterin in der Logistik bist.

00:52:56: Danke dir Christiane bis bald.