#13 Außergewöhnliche Express-Sendungen - mit Martina Baerecke von GO! Express & Logistics

Shownotes

🎙️ Logistikgeschichten Podcast

In dieser Folge spreche ich mit Martina Baerecke, Geschäftsführerin von GO! Express & Logistics, über Expresslogistik jenseits des Standards. Es geht um sensible Sendungen, lokale Verantwortung, Qualität unter Zeitdruck und ihren Weg von der Projektarbeit bis in die Geschäftsführung.

Darum geht’s in dieser Episode

  • warum GO! Express bewusst auf lokale Ansprechbarkeit statt Callcenter setzt
  • wie Expresslogistik entstanden ist und warum früher selbst Entwürfe und Aktien physisch transportiert wurden
  • was Sendungen wie Plazenten, Stammzellmaterial, Bienenvölker, Urnen oder Ersatzteile über Verantwortung in der Logistik erzählen
  • warum Martina Baerecke GO! eher mit Maßkonfektion als mit Standardlogistik vergleicht
  • welche Rolle Menschen spielen, wenn Sendungen nicht einfach durch einen Standardprozess laufen können
  • wie Martina Baerecke in die Logistik kam, ohne es geplant zu haben
  • warum Karriere für sie eher über Inhalte als über Stufen funktioniert
  • was die Branche tun muss, damit Logistik sichtbarer und respektierter wird

Mein Gast

Martina Baerecke ist Geschäftsführerin von GO! Express & Logistics. Sie kam aus der Unternehmensberatung 2008 zu GO!, zunächst in Teilzeit, und übernahm im Laufe der Jahre Verantwortung in unterschiedlichen Projekten und Bereichen. Heute führt sie ein Unternehmen, das im KEP-Markt besonders dort hervorsticht, wo Sendungen schnell, verlässlich und mit besonderer Sorgfalt transportiert werden müssen. Im Gespräch spricht sie über Qualität, Kundennähe, operative Verantwortung und darüber, warum Logistik mehr Sichtbarkeit verdient.

Kontakt: Martina auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/martina-baerecke-6914b81b6/ GO! Website: general-overnight.com

Zum Logistikgeschichten Podcast Host:

Ich bin Pélagie Mepin-Koebel, Expertin für Logistik Storytelling. Seit über 20 Jahren helfe ich mittelständischen Unternehmen aus der Logistikbranche, sich besser zu vermarkten und erfolgreich zu wachsen. Als Gründerin und CEO der Strategieberatung **Logtastiq **habe ich die Vision, **Storytelling **als goldenes Werkzeug für Unternehmenswachstum jedem Logistikunternehmen zugänglich zu machen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, es ist wieder Zeit für eine Extraladung Logistikgeschichten und heute nehmen wir uns Zeit für Sendungen die ganz schnell gehen müssen.

00:00:40: Mein heutiger Gast steht an der Spitze eines der bekanntesten mittelständischen Cap-Dienstleister Deutschlands.

00:00:47: Go Express in Logistics ist mit seinem dichten Netzwerk besonders für seinen hohen Qualitätsanspruch bekannt.

00:00:55: Martina Bereke verantwortet als Geschäftsführerin die nächste Entwicklungsstufe des Unternehmens.

00:01:01: Sie kennen GoExpress seit vielen Jahren und aus verschiedenen Perspektiven, wir sprechen über Entwicklung im Cap-Markt, über Qualität unter Zeitdruck natürlich, die Rolle der Menschen wenn das Geschäft Vierundzwanzig Sieben läuft und ihren Weg an die Spitze der Branche.

00:01:20: aber jetzt erstmal herzlich willkommen in Podcast Martina.

00:01:24: Ja, herzlich willkommen an alle Hörer und vielen Dank für die Einladung.

00:01:29: Ich freue mich sehr, dass du hier bist!

00:01:32: Bei Go Express habe ich gesehen, hundert Stationen habt ihr weltweit und ich hab mich gefragt was ist die weiteste Station, die Martina schon mal besucht hat?

00:01:45: Wow, kalt erwischt... Also weltweit muss ich ihn ein bisschen korrigieren.

00:01:52: Wir operieren schon weltweit, aber die Go-Flaggen hängen quasi rund um Deutschland also in den Anreinerstaaten und da könnte ich jetzt aus der Hohlenhand nicht sagen kann sein dass es gerade zu der Klagenfurt war weil das sehr weit in Österreich unten ist.

00:02:13: Also in Österreich Schweiz Niederlande Luxemburg, Dänemark, Polen, Tschechien, Slowakei.

00:02:23: Also einmal rund um Deutschland rum.

00:02:26: Dänemark ist jetzt von Bonn aus gesehen auch nicht so nah.

00:02:29: Aber wir haben keine eigene Niederlassung in Argentinien beispielsweise.

00:02:37: Das wäre sicher weiter.

00:02:40: Ja du sagst es, Bonn ist eure Zentrale letztendlich?

00:02:45: Da hast du... Dein Büro, das heißt die Entfernung messen wir auch ab Bonn.

00:02:53: Ja wie ist es für dich als Geschäftsführerin?

00:02:56: Hundert Station Go Express?

00:02:58: muss man dir jetzt alle persönlich kennen?

00:03:01: oder findest du überhaupt Zeit da vor Ort zu sein?

00:03:07: Also es waren drei Fragen.

00:03:09: ich versuche mal da rein nach.

00:03:12: Erstmal vom Grundsatz sollte man das Geschäft kennen.

00:03:15: Es ist schon wichtig zu wissen, was in der Niederlassung vor sich geht.

00:03:21: Wie die operativen Prozesse laufen, was die Anforderungen der Kunden sind aber auch die Menschen, die mit uns zusammenarbeiten.

00:03:29: also von daher ist es sicherlich wichtig auch das Geschäft vor Ort zu kählen.

00:03:35: Allerdings sind unsere Niederlassungen ja selbstständig organisiert,

00:03:39: d.h.,

00:03:39: da gibt es auch Stationsleiter oder Geschäftsführer die als Ansprechpartner vor Ort sind also optimisch so wahnsinnig vermissen.

00:03:48: Das möchte ich mal dahingestellt lassen aber sicherlich gucke schon dass ich auch draußen unterwegs bin und dann haben wir ja auch unsere eigenen Betriebe von der Go Deutschland Sortieren Umschlagzentren, da bin ich auf jeden Fall regelmäßig.

00:04:06: Ja, ich fand das interessant.

00:04:08: im Vorfeld zu unserem Gespräch habe ich geschaut wie ist Go in Bremen vertreten?

00:04:14: Ich bin hier in Bremer basiert.

00:04:16: Ich fand das interessant zu sehen.

00:04:19: Also ich könnte hier in die Bordeauxstraße gehen und da ist der Ted Wenzel mit seinem Team, und sie würden sich quasi um meinen Anliegen kümmern.

00:04:29: Das hat sich auch gut angefühlt.

00:04:32: ehrlich gesagt weil in Zeiten wo vieles online passiert und man selten auch direkt Zugang zu den Menschen hat, fand ich das sehr interessant.

00:04:44: Ist das so ein Merkmal von von eurer Geschäftsphilosophie, dieses Präsentsein vor Ort nah am Kunden oder erreichbar für den Kunden?

00:04:55: Also auf jeden Fall.

00:04:57: Ich würde sagen der große Unterschied Logistik-Dienstleister gibt es viel und es gibt natürlich sehr viele größere.

00:05:05: Und wenn man eben fragen würde, wo der Unterschied liegt.

00:05:08: Dann ist es nicht nur die Masseansendungen, die wir verarbeiten im Jahr sondern Es ist auch genau die Nähe zu den Kunden, die Wir haben.

00:05:18: Das ist eine bewusste Beschäftsentscheidung und das inherenter Bestandteil unseres Geschäftsmodells Dass wir vor Ort ansprechbar sind dass wir keine Callcenter haben und dass auch Die Verantwortlichkeit lokal verankert ist.

00:05:31: Also wenn du einen Anliegen hast oder irgendwas funktioniert nicht, dann musst du dich nicht durchkämpfen.

00:05:36: Egal ob du ein Riesen-Kielkunk bist oder ich sage mal ein kleiner Kunde mit einer Sendung wo du irgendein Bedürfnis hast wir kümmern uns gleichermaßen in dich persönlich und unsere Erfahrung ist und das was wir gespiegelt bekommen ist dass das schon ganz wesentlich ist für unsere Kunden.

00:05:59: und man könnte jetzt fragen warum?

00:06:02: Naja, weil im Unterschied zu den großen Dienstleistern die wir alle auch vorrangig aus dem Heimbedarf kennen.

00:06:11: Die sind unheimlich stark im Standard also große Volumen irrsinnige Mengen an Paketen abzufrachten.

00:06:19: das können sie unwahrscheinlich gut dann, wenn es ein bisschen diffiziler wird.

00:06:25: Wenn besondere Anforderungen im Kontext der Abholung des Umschlags oder der Zustellung erforderlich sind, dann kommen eigentlich wir ins Spiel.

00:06:33: Das macht's besonders und da braucht aber auch Menschen die jenseits eines Standardprozesses eben in der Lage sind, die Anforderung zu realisieren.

00:06:47: Du beschreibst quasi Positionierung von Go Express heute im Markt.

00:06:55: Wenn wir so ein bisschen zurückschauen, ihr seid aus dem Jahr fournachtzig gestartet.

00:07:03: Mich interessiert sehr in diesem Markt wo schon doch Giganten etabliert waren.

00:07:10: also ich glaube UPS gibt es schon seit nineteenhundert sieben oder ähnlich Und die anderen Großen waren ja auch schon auf dem Markt.

00:07:21: Was war der Auslöser, dass dir man sich gedacht hat ach ich starte jetzt einfach ein Expressdienst?

00:07:29: Ich denke es waren die Anforderungen in dieser Zeit denn es gingen da weniger um Pakete sondern tatsächlich um Expresssendung.

00:07:39: also ich war aus den Föhn-Achzig noch zu klein ums Gleifen mitzubekommen.

00:07:43: ich war erst zehn Jahre alt Aber aus den Geschichten, die meine Inhaber aus dieser Zeit erzählt haben weiß ich das ist ... Die Werbebranche boomte.

00:07:58: Das war ja so die Peaktime der Werbe-Branche aber es war halt nicht einfach irgendwelche Entwürfe relativ schnell also sehr schnell von A nach B zu bringen außerhalb von Stadtgrenzen und jenseits einer Direktfahrt.

00:08:13: Also ich pack das ins Auto und fahre es dann für ein paar Kilometer weiter.

00:08:18: Und so ist dieses Geschäftsmodell oder die Idee entstanden,

00:08:22: Express-Sendung

00:08:25: hat begonnen im Grunde genommen über das Bahnnetz zu transportieren.

00:08:32: Das waren die Anfänge.

00:08:34: Da ist man zum Bahnhof

00:08:35: gefahren,

00:08:36: hat die Sendung aufgegeben und am Empfangsort stand dann wieder ein Kollege und hat ihn in Empfang genommen und dann zugestellt.

00:08:45: So hat Express ganz in den Anfängen funktioniert.

00:08:49: so fing alles an das hat nicht so lange gedauert und irgendwann hat man begonnen ein eigenes Linienetz aufzubauen.

00:08:59: und das machen wir im Grunde genommen bis heute.

00:09:02: Das finde ich ja super spannend, also auch diese sich vollzustellen.

00:09:07: Die Dinge die wir heute digital übermitteln wurden quasi da physisch von ein nach B getragen.

00:09:16: Wir haben sogar wirklich eine Hammer Story durch wie finde ich selber so witzig nämlich als der DPDHL Konzern sozusagen die Deutsche Post AG ihre Aktien versendet hat, dann haben wir das tatsächlich mit Go gemacht.

00:09:33: Also die Story fand ich herrlich!

00:09:36: So gibt es natürlich einige aber auch der Nucleus unseres Unternehmens.

00:09:42: Wir machen Express auf ihn Geschichten oder sind da besonders stark.

00:09:48: also wir können super ein Standardpaket von A nach B schicken.

00:09:52: Das sind wir großartig Auch im BTC oder CTC Bereich, das funktioniert alles.

00:09:59: Aber wir sind vierzig Jahre am Markt erfolgreich weil wir unseren Platz in diesem Markt gefunden haben und den sehr gut auskleiden können.

00:10:10: Wir sind sozusagen die sinnhafte Ergänzung zu den großen Konzernen.

00:10:18: vielleicht nicht so stark sind oder wo sie, wo Kunden unsere Kunden gar nicht in deren Schema passen.

00:10:27: Jetzt seid ihr mit den Großen in einem Markt der gefühlt seit Jahren boomt letztendlich durch das ganze Thema auch E-Commerce.

00:10:39: Zwischendurch hatten wir eine Pandemie also verschiedene Faktoren die dazu führen dass immer mehr Pakete im Umlauf sind.

00:10:50: Wie sehr profitiert ihr von dieser gesamten Markteinwicklung, im Vergleich dann zu eben größeren Akteuren?

00:11:03: Knapp gesagt bewegen wir uns bei Boos seit Jahren in einem sehr stabilen Wachstumskorridor.

00:11:11: Während Corona war der natürlich überbreit weil einfach alles fischig wurde was nicht erhältlich war.

00:11:18: das hat die Pandemie mit sich gebracht.

00:11:20: Jenseits der pandemischen Entwicklung können wir uns aber auch nicht beschweren.

00:11:25: Wir sind, wir wachsen stabil und wir wachsen über Marktgeschwindigkeit.

00:11:33: Das ist für uns als Unternehmen wichtig.

00:11:35: es gibt ja auch immer eine Form des gesunden Wachstums also macht keinen Sinn überschnell zu wachsen.

00:11:42: wir sind zufrieden.

00:11:45: das sichert ja auch unseren wirtschaftlichen Fortbestand sozusagen.

00:11:52: Was ist der Grund, sich ich sage mal zu mäßigen bei den Wachstumsplänen?

00:11:58: Also warum dieses Bedacht wachsen.

00:12:03: Das ist etwas was man steuern könnte.

00:12:06: ein Bezent sagt immer es gibt immer das tiefe Teil der Tränen.

00:12:10: also wenn man über schnell wächst dann leidet in aller Regel irgendetwas anderes.

00:12:17: Und das Schlimmste, was passieren könnte ist dass zum Beispiel die Qualität leidet.

00:12:22: Das wesentliche Verkaufsargument unseres Unternehmens ist wir in einer unfassbaren Qualität also das kann ich wirklich auch furchtig so sagen produzieren oder die Dienstleistung erfüllen können.

00:12:38: da gibt es niemand der uns das Wasser reichen kann.

00:12:42: und wenn du überschnell wächst dann musst diese Kapazitäten zum Wachstumszeitpunkt bereits bereitgestellt haben.

00:12:52: Sonst kommst du da sozusagen in eine Unterdeckung und das wäre sehr ungesund.

00:12:56: ein Beispiel dafür.

00:12:59: Was ist denn da euer Rezept, um so eine hohe Qualität am Markt bieten zu können?

00:13:08: Verraten wir uns alle Geheimnisse Martina!

00:13:13: Ja was Ich glaube, das liegt in unserer DNA.

00:13:19: Also jedes Unternehmen hat bestimmte Richtlinien und Polices und so was wie man ausberichtet ist und seit ich selber dieses Unternehmen kenne war der Fokus lag stets und immer auf Qualität.

00:13:32: denn also ich möchte nicht sagen dass die Marktbegleiter schlecht sind trotzdem sind wir nachweislich außergewöhnlich gut Und schon immer wurde darauf wertgelegt und egal in welcher Niederlassung, in welchem Hab-Ich war oder in welchen Verwaltungseinheiten.

00:13:51: es ist vollkommen klar.

00:13:52: Das ist unser Anspruch und das geben wir den Mitarbeitern natürlich auch mit, dass unsere Daseinsberechtigung sozusagen... Dass wir die Anforderungen, die an uns gestellt werden nicht nur erfüllen sondern unglaublich gut erfüllen, weil wir viele Dinge transportieren die unwiederbringlich sind.

00:14:13: Die kann man nicht nochmal herstellen.

00:14:16: Viele natürlich schon aber es gibt darunter immer Sendungsgüter, die sind einmalig wenn wir im Kontext von Kinderwunschzentren sprechen und dergleichen.

00:14:27: also Sperma-Proben uns mal auf den Punkt zu bringen lassen sich sehr wahrscheinlich oder oftmals reproduzieren.

00:14:34: Aber eine Plazenta nochmals zu beschaffen ist ein Ding der Unmöglichkeit, wenn es hier Richtung Stammzellspende und so was geht.

00:14:43: Also dann kommt es schon darauf an dass das alles planmäßig verläuft Und das ist um seinen Mitarbeitenden glaube ich schon sehr bewusst.

00:14:55: Das ist etwas was auch erlebe wenn ich mit Gästen in Nieder Aula bin.

00:15:00: Oder ich habe mich heute erst mit einem Kollegen unterhalten, der ist seit zwei Wochen bei uns im Unternehmen und berichtete mir heute ganz begeistert.

00:15:09: Das es unglaublich ist, mit welchem Spirit die Leute in Hapenieder Aula wirklich den Job ernst nehmen und darauf hinweisen dass er hat gestartet in der Sortierung hat ein Paket falsch gehalten und da wolltest du aufnehmen, bis da jemand kam und gesagt hat ne, denn du musst die Richtungspeile nach oben machen.

00:15:31: Das sind natürlich Petitessen aber viele Kleinigkeiten malen das große Bild und dass ist etwas was bei uns im Unternehmen schon spürbar verankert ist.

00:15:42: also die Verantwortung, die jeder Mitarbeiter in dieser ganzen Prozesskette hat lasse nicht wie ein Hinkelstein auf seinen Schultern Aber ich glaube, jenen Mitarbeitenden ist klar, dass es am Ende des Tages auch auf ihn ankommt.

00:16:00: Du hast gerade Beispiele genannt von Sendungen die er transportiert?

00:16:04: Das sind sensible Sendung.

00:16:06: jetzt an den Beispielen im medizinischen Bereich.

00:16:10: Ich habe irgendwo auf LinkedIn, glaube ich, das Thema Ohnenversand von einer Mitarbeiterin sehr schön geschildert mitbekommen.

00:16:24: Was sind denn so Bereiche, wo ihr vielleicht ein bisschen spezialisierter seid?

00:16:30: oder also was transportiert ihr als Spezialität?

00:16:34: Oder seid ihr überall da, wo was transportieren muss im Express?

00:16:40: Also vom Konzertsjahr!

00:16:42: Du wirst, wenn du in eine unserer Umschlagzentren gehst, wirst du wirklich alles finden.

00:16:48: Vom High-End Esszimmerstuhl über Solarpaneele Ersatzteile Infusionsstände hochwertige Weine Trüffel Bienenvölker Plazenten alles möglich ist.

00:17:12: Im Grunde genommen, in dem Moment wo den Versenders unglaublich wichtig ist dass die Sendung sehr schnell und nicht nur schnell sondern auch unversehr transportiert wird da kommen wir eigentlich ins Spiel.

00:17:26: es gibt nichts was es nicht gibt Schädeldecken für die Knochenbank etc.

00:17:31: also dann das sind wirklich Sendung, mit dem man natürlich sehr achtsam umgehen muss.

00:17:37: Das heißt nicht dass wir mit einem ... ich sag mal mit einer Nullachtfünfzehn-Sendung weniger achtsamen umgehen weil wir sehen ja gar nicht was da drin ist.

00:17:48: Also das ist natürlich der Clou.

00:17:50: Es muss natürlich so aufgesetzt sein, dass wir alles Mögliche gleich behandeln und gleich vorsichtig.

00:17:58: aber im Rundenommen gibt es auch bei uns nichts was es nicht gibt.

00:18:03: Es

00:18:03: gibt natürlich bestimmte Restriktionen, wenn ich sage Bienenvölker.

00:18:08: Also das darf man nicht einfach so machen.

00:18:11: Das sollte man auch tunlich so unterlassen.

00:18:14: Wir haben da schon auch arbeiten eng mit den Veterinergehörigen zusammen und haben eine Zulassung.

00:18:23: Da gibt es Vorgaben auf unserer Seite Die Gehenrichtung IATA-Verpackungen, also das ist die Vorgabe an unsere Versender.

00:18:32: Es dürfen sowieso nur gewerbliche Versender jetzt die Bienenvölker verschicken.

00:18:37: Wir müssen iata konform ... Das ist ja eigentlich eine Richtlinie für den Flugverkehr.

00:18:43: Also sie sind schon sehr stabil verpackt und trotzdem müssen wir dann die Verpackung im Vorfeld bei uns rein geben.

00:18:49: Wir machen Testläufe über die Bandanlage oder es da keine Biene drin.

00:18:53: Wir haben eine Imker-Station in Niederaula im Hub und solche Sachen.

00:18:57: Also das ist dann vielleicht ein gutes Beispiel, um zu veranschaulichen, okay Irgendwas wird in der Fertigungsstufe skaliert.

00:19:08: wir haben ja auch viel weniger Sendung als unsere großen Marktbegleiter.

00:19:12: Das ist genau deswegen dass wir es gut handeln können.

00:19:16: wenn wir unser Volumen plötzlich verdoppeln dann müssen wir nicht nur den Platz schaffen, sondern auch sicherstellen dass die Anforderungen im Transportprozess eingehalten werden können.

00:19:31: Das klingt für mich nach Manufaktur?

00:19:35: Ja ein Stück weit.

00:19:37: also ich sag oder sage gerne wenn ich mit mich drüber unterhalte wo der Unterschied ist.

00:19:44: manufaktu würde ich nicht sagen aber Ja Gott, jetzt mir gerade der Name entfallen.

00:19:54: Maßkonfektion ist das Stichwort.

00:19:58: also es ist keine Stange war kein Anzug von der Stangenware Es ist auch kein Maßanzug es ist ein Twitter sozusagen und das eigentlich genau unsere Arbeitsweise.

00:20:09: Wir arbeiten.

00:20:10: sehr standardisiertes müssen wir auch machen.

00:20:13: Auf der anderen Seite sind wir in der Lage jederzeit im Prozess eingreifen zu können um dann eben auf Handarbeitsebene manuell eingreifen zu können.

00:20:25: Also diesen Manufaktur-Anschein auch wirklich wahrnehmen zu können, ja.

00:20:32: Sehr interessant!

00:20:34: Das gibt für mich jetzt ein bisschen mehr Hintergrund zu eurer Mitarbeiteranzahl weil ich habe glaube ich ca.

00:20:49: Die Fahrer kamen, glaube ich noch zusätzlich dazu.

00:20:52: Wenn ich das richtig verstehe und habe mich schon so gefragt, womit sind genau diese... Mitarbeiter, die zu gut gehören.

00:21:04: Womit sind sie genau beschäftigt?

00:21:05: Aber wenn ihr so diese Maßkonfektion macht, kann ich mir vorstellen es braucht ja auch die Menschen, die dafür sorgen dass sowas funktioniert.

00:21:13: ist das unbedingt

00:21:15: also diese einen tausend vierhundert menschenrauen gebaut?

00:21:18: die sind ja jetzt in deutsch und den ganzen ein reinerstaaten beschäftigt verteilt über die niederlassung.

00:21:25: es fängt ja schon damit an dass wenn wir mit Kunden ins Gespräch gehen oder die auf uns zukommen, dass wir verstehen müssen okay was brauchen Sie denn?

00:21:35: Hast du jetzt nur eine Sendung heute von A nach B ist das geht das schnell ja aber das haben wir auch.

00:21:42: Aber unsere so der das maßgeblich liegt ja daran dass wir in der Lage sind wirklich schon relativ passgenau auf die Anforderungen zuschneiden zu können

00:21:55: auch

00:21:56: sehr spontan Und zeitnah.

00:21:59: und oft haben wir Kunden, die haben einen ganzen Blumenstrauß an Logistikanforderungen, die wir erfüllen unterschiedlich erfülle.

00:22:08: Die betreuen wir natürlich auch nicht nur für Trieblich sondern auch im Customer Service usw.. Wir brauchen die Kommunikation in den operativen Bereich zu den Fahrern.

00:22:22: Das ist, in unserem Chef haben wir auch eine relativ hohe Schwankung am Tag oder

00:22:29: ja

00:22:29: doch für so ein kleines Unternehmen wie uns schon.

00:22:31: Es gibt Versandstarketage und weniger Versandstarke.

00:22:35: da muss disponiert werden.

00:22:37: es müssen Autos beschafft werden das wissen wir erst am Nachmittag.

00:22:40: Da ist ganz viel menschliche Arbeit die es noch braucht.

00:22:44: man könnte sagen gut im KI Zeitalter kann ich doch mit Vorhersagen und Analysen arbeiten.

00:22:50: das machen wir natürlich.

00:22:52: Also.

00:22:52: trotzdem muss irgendjemand bei dem Unternehmer Anrufen sagen, ich brauche noch ein zweites Auto und vielleicht auch noch ein drittes.

00:22:58: Und das muss dahin gehen und kann mich ruten sinnvoll verknüpfen

00:23:02: usw.,

00:23:03: also von daher die Menschen sind ganz gut beschäftigt für

00:23:08: uns!

00:23:09: Ich krieg richtig Lust, mir eine interessante Sendung einfallen zu lassen für euch, Martina.

00:23:14: Also ich merke das ist so.

00:23:17: die Amerikaner sagen White Glows Service, ne?

00:23:19: So ein Concierge-Service also wenn man... ich kann schon hier in unserem Gespräch die Qualität fühlen.

00:23:26: da werde ich mir was einfallen lassen, dass ich mal kuscheln möchte.

00:23:31: Ja sehr schön!

00:23:34: Jetzt sind wir in der Logistikbranche unterwegs und wissen das Thema Mitarbeiter, Fachkräfte ist kein leichtes.

00:23:42: Also die richtigen Leute zu bekommen.

00:23:47: und wenn ihr dann noch dazu diesen sehr hohen Service-Leistungsanspruch habt wie macht ihr das?

00:23:55: Dass hier die richtungen Mitarbeiter ja findet oder dass sie euch finden

00:24:04: Wenn ich dazu eine Formel hätte, wäre vielleicht weltberühmt und reich.

00:24:11: Ich glaube das ist ehrlich gesagt mit Herz- und Verstand wird es gehen.

00:24:16: irgendwie vermutlich.

00:24:19: Anders kann ich es mir nicht erklären.

00:24:21: dadurch dass wir schon auch auf einem mittelständischen Niveau arbeiten wie uns auch innerhalb des Gesamtunternehmens Gut kennen natürlich vom Telefon, von Teams aber auch persönlich.

00:24:36: Also nicht nur ich, auch meine Mitarbeitenden usw.

00:24:40: Man kennt sich persönlich.

00:24:42: dafür schaffen wir auch Gelegenheiten in diesem Unternehmen was damit man sich persönlich kennen lernt und ich glaube es ist.

00:24:49: also Kommunikation ist immer ein Schlüssel.

00:24:52: das findet aber noch nicht den guten Mitarbeiter Das ist schon klar.

00:24:56: Ich glaube es muss passen Es muss jemandem ansprechen.

00:25:02: Voraussetzung dafür ist, dass die Mitarbeiter einen Sinn in ihrer Tätigkeit verstehen.

00:25:12: Dass sie sich damit identifizieren.

00:25:13: das können wir nicht beeinflussen.

00:25:15: es kommt von der Person jeweils.

00:25:17: aber in dem Moment wo klar ist welchen Sinn meiner Arbeit stiften soll habe ich schon den Nährboden für Motivation gelegt auch für Wahrnehmung Und davon gibt es, glaube ich sehr viele.

00:25:34: So schätzt sich das ein bei uns im Unternehmen die genauso wahrgenommen

00:25:40: werden.

00:25:40: und wir wiederum nehmen sie auf.

00:25:42: Wir trainieren die Mitarbeiter.

00:25:44: Wir schulen die.

00:25:44: Wir bilden die weiter.

00:25:46: Wir nehmen dem mit.

00:25:47: Wir erklären viel nicht nur in der Fachlichkeit sondern auch mit Blick auf die großen Zusammenhänge.

00:25:54: Ich kann mir vorstellen vielleicht aus eigener Erfahrung dass etwas ist was Mitarbeiter bindet an ein Unternehmen, ne?

00:26:03: Weil sie nicht stumpf einfach morgens hin und abends nach Hause gehen.

00:26:10: Ja und mir scheint das Thema Marke auch eine Rolle spielt für euch!

00:26:18: Die Marke Go Express in Logistics wird gut belebt nach meiner Wahrnehmung.

00:26:26: Naja gut also Go ist ein Unternehmen... Das ist natürlich eine Marke und es ist eigentlich eine Bombenmarke Und ich hab selber festgestellt, du bist was für sich im freien Umfeld.

00:26:40: Samstagabend zieh man fragt dich, was machst du?

00:26:42: So, ich arbeite bei GOGO, kenn'n nicht doch, kennst du!

00:26:45: Sind die weißen Autos?

00:26:47: da steht drauf, EU Ausbruch zu zeigen... Ach ja!

00:26:50: Du siehst die Person ein Monat später zufällig wie er sagt, du glaubst nicht, habe ganz viele Autos von euch gesehen.

00:26:56: Es ist wirklich, hab ich schon so oft erlebt

00:26:58: ne?!

00:26:59: Klar, wir machen keine Fernsehwerbung.

00:27:01: Keine Radio-Werbung, keine Kinowährung.

00:27:03: Wir pflastern keine Plakatwände voll und nicht sehr gleichen.

00:27:08: Wir würden bestimmte Dinge auch niemals offensiv bewerben.

00:27:12: Was sollen wir denn Bewerben?

00:27:13: Urnenversand!

00:27:15: Das ist ein bisschen schwierig.

00:27:16: Es ist ja ein pietätvolles Thema aber... Da wir uns eben im BTOB-Bereich bewegen, versuchen wir zumindest auf der einen Seite ein bisschen was über uns und unser Unternehmen zu erzählen.

00:27:33: Und auch ein bisschen den Vorhang zu lüften damit man einen Blick hinter die Kulissen erhaschen kann, damit man meinen Eindruck davon gewinnen kann.

00:27:43: ich selber komme nicht aus der Logistik.

00:27:45: ehrlich gesagt war es auch nie mein Plan in der Logstik zu lampen.

00:27:49: Aber Logistik ist schon auch spannend.

00:27:51: Also ohne Logistika ist alles nichts, ne?

00:27:57: Die Regale sind leer.

00:27:59: also wenn der Bauern auf die Straße ging und doch Kartoffeln gepflanzt hat muss nicht aber trotzdem irgendwo hinkommen.

00:28:06: Und im VTV-Bereich ist es ja nichts anderes um diese Geschichten zu erzählen Wir haben total tolle Leute im Unternehmen Auch in unseren Niederlassungen und Umschlagbasen.

00:28:16: Ich finde das manchmal inform mit welcher Herablassung oder Verachtungen da vom Niedriglohnsektor gesprochen wird und dergleichen.

00:28:27: Also, das keiner begibt sich mal vor Ort und schaut sich das an.

00:28:33: also offen gestanden gibt es jetzt keinen Einlass Service.

00:28:37: aber um damals zu erklären was dahinter steckt ihr muss sehr ehrlich sagen unsere Kurviere haben so viele kundenspezifische Anforderungen die sie berücksichtigen müssten.

00:28:48: Ich könnte heute nicht ad hoc sowas bewerkstelligen.

00:28:53: Und diese Leute haben Respekt verdient und die Logistiker sind ja keine Schmuddelkinder, wir müssen mal weg von diesem Image irgendwie.

00:29:06: Jeder bedient sich ihrer aber keiner will es haben.

00:29:10: Das ist schon komisch!

00:29:13: Ja, das ist dieses Thema.

00:29:15: Was für ein Image hat die Logistikbranche und was tun wir selbst aus der Branche heraus um das auch zu ändern?

00:29:26: Also ich weiß nicht, was sind denn da deine Erfahrungen in Gesprächen vielleicht mit anderen Logistick-Führungskräften?

00:29:40: Ich glaube es müssen neue Wege beschreiben um das zu ändern, weil der Blick ist oft richtig eingefahren.

00:29:49: Wir sind auch organisiert in einem Bundesverband mit den Kollegen aus anderen Unternehmen und also so ein Gefühl kommen wir direkt nach der Fleischindustrie mit diesen ganzen Schlachthofskanalen etc.

00:30:03: Und ich glaube bislang war es irgendwie schwierig das auf eine gute Art und Weise zu kommunizieren.

00:30:12: So sagen, ihr schaut doch mal hin fragt uns doch unterhaltet euch doch mal.

00:30:16: Sprecht mit uns, sprecht mit den Unternehmern und Kurieren ob es wirklich gar so schlimm ist.

00:30:23: also Es wird nicht schlimmer sein als in jeder anderen Branche.

00:30:28: auch Da bin ich der felsenfesten Überzeugung weil ich schon sehr viel gesehen habe bei uns im Unternehmen Und das ist eben ein Weg und wir haben kleiner Spoiler dieses Jahr auch noch wirklich was ganz großartiges vor, um die Logistik mal ganz anders erfahrbar zu machen.

00:30:47: Und Dinge zu erzählen nicht nur über unser Unternehmen

00:30:51: sondern

00:30:52: generell zum Thema Logistika.

00:30:54: Also Logistica ist so ein bisschen wie Radioaktivität.

00:30:58: Man sieht es nicht unbedingt.

00:30:59: idealerweise sieht man's nicht, man hört es nicht, Sie ist relativ unsichtbar, aber wenn irgendein Fehler passiert oder irgendwas groß ist dann merkt jeder mit Pachiala Gewalt.

00:31:15: Und das wollen wir schon ein bisschen... dem Thema wollen wir in die Bühne geben, sagen wir mal so

00:31:23: Da machst du mich natürlich neugierig und rennst bei mir offenen Türen ein, was dieses Thema angeht.

00:31:32: Welche neue Wege können wir ausprobieren?

00:31:41: Unsichtbarkeit, letztendlich rauszukommen.

00:31:43: Weil das verdienen die Menschen in der Logistik ja auch genau so wie du das schilderst.

00:31:48: Insofern unter anderem deshalb gibt es auch diesen Podcast.

00:31:51: Ja weil ich genauso wie du dass seit Jahren sehe.

00:31:56: Es gibt Initiativen es gibt Verbände Gruppen Arbeitsgruppen etc.

00:32:04: Aber gefühlt kommen wir nur so millimeterweise voran.

00:32:09: Also vermutlich ist es nicht so, dass wir die große Kehrtwende einläuten werden.

00:32:15: Aber steht da Tropfen, hüllt den Stein?

00:32:17: Das ist schon meine Überzeugung.

00:32:19: und in dem Maße, indem man diese Dinge jenseits von überschönen Werbelvideos oder an die Öffentlichkeit holt, werden wir erfolgreich sein.

00:32:39: Es ist nicht immer interessiert sich jeder dafür.

00:32:44: Man muss sagen, wir sind keine schicke Drogerie-Marke oder Parfumkette oder dergleichen, wo sich jeder vielleicht sehr gerne Schmückbrüßschicke Events gibt und das Who is who der Gesellschaft und Politik sich einfindet.

00:32:56: Ich habe vergangenen nach den letzten Neuwahlen alle Bundestagsabgeordneten angespieben die aus dem Einzugskreis rund um unser Zentralhub in Niederaula ihren Sitz haben.

00:33:18: Und ich glaube, das waren sechzig Schreiben um die sechszig und geantwortet und gekommen ist einer von den anderen nicht mal eine Reaktion erfahren.

00:33:29: keine Absage gar nichts.

00:33:32: und dieser Abgeordnete kam.

00:33:34: es fand ich auch großartig.

00:33:36: Er

00:33:37: war auch einer derjenigen, die sich total beeindruckt zeigte.

00:33:40: Das ist keine reichige schmutzige Halle!

00:33:43: Das ist sauber und ordentlich.

00:33:46: Es folgt alles in einem Prinzip.

00:33:50: Obwohl wir ja keine... Wir haben natürlich eine vollautomatische Bandanlage.

00:33:54: Wie du schon erkannt hast sehr viele Manufacturing-Prozesse, also wirklich Handarbeit darunter.

00:34:03: Der war total beeindruckt und der sagte auch danach hätte er sich nie so vorgestellt.

00:34:08: Also wir laden auch offensiv ein, also ich könnte jetzt nicht jeden Tag einen Rundgang mit Gruppen machen aber wenn sich jemand interessiert zeigt warum nicht um mal einen anderen Eindruck zu gewinnen was das eigentlich bedeutet.

00:34:29: Sendung mit der Maus hat ja auch immer jeder gerne geguckt als Kind, also ich zumindest.

00:34:33: Ja absolut!

00:34:34: Ein paar Millionen die gerne zugeschaut haben.

00:34:38: Genau, richtig.

00:34:39: Ja Martina wir sind sehr froh dass du dich damals für die Logistik entschieden hast.

00:34:46: Auch wenn es nicht ganz dein Plan war.

00:34:49: Mir geht's übrigens auch so und mehr als zwanzig Jahre später bin ich noch in der Logistika und möchte mehr dann je was in der logistik machen.

00:34:58: Wie war es bei dir?

00:34:59: Du bist in den Unternehmen, was hat dich da überzeugt oder angezogen?

00:35:11: bei GO?

00:35:13: Offen gestranken war es Zufall.

00:35:16: Meine Tochter ... ja wirklich!

00:35:18: Ich kann nicht sagen dass ich total feiernfläm war bevor ich überhaupt anfing für GO oder die Logistik.

00:35:24: aber meine Tochter war klein Und ich war zuvor bei einer Unternehmensberatung, das ist relativ schwierig mit einem wirklich kleinen Kind.

00:35:34: Aber ich wollte jenseits des Spielplatzes auch noch was haben.

00:35:42: Also ich wollte einen Umfeld haben wo ich mich einbringen kann.

00:35:45: meine Ideen und dergleichen Ja und bei Robo bekam ich die Gelegenheit da eben Teilzeitmäßig einzusteigen Habe ich dann gemacht, vielleicht auch die Jagdprojekte kann nicht.

00:35:56: Das kriege ich schon hin.

00:35:58: Von Logistik habe ich keine Ahnung, was schauen wir mal an?

00:36:03: Und so fing es an und haben mich kleben geblieben.

00:36:08: Was waren in deiner erster Zeit dort?

00:36:13: Was waren die Erwartungen an dich als Projektverantwortliche?

00:36:19: Wie hast du da deine Ziele verfolgt?

00:36:26: Also ich habe ja angefangen, auch noch nicht mal als Projektverantwortliche.

00:36:30: Ich war einfach Projektmanager jetzt gar nicht einmal wirklich in der Verantwortung dafür war.

00:36:36: Ich glaube, ich hab mit fünfzehn Stunden angefangen also da bin ich immer reingeschneit und dann wieder zu meinem Kind sozusagen.

00:36:44: aber

00:36:46: ich habe es auch nie als besondere Anforderungen begriffen.

00:36:51: was war klar?

00:36:51: habe ich eine Aufgabe, weil er dann erfüllt ihn natürlich bestmöglich.

00:36:56: Es waren so viele unterschiedliche Projekte, die ich mit gestaltet habe oder für dies dann später selber verantwortlich war seit ich in diesem Unternehmen unzählige jeglicher Couleur und also ich weiß gar nicht ehrlich gesagt ob das jetzt besondere Anforderungen sind.

00:37:18: Du kriegst ne Aufgabe, mach das Projekt und machst halt gut.

00:37:22: Also nimm diese Änderung und stell sie zu aber gut pünktlich im unversehrten Zustand.

00:37:29: so ich sehe da gar keinen großen Unterschied.

00:37:33: Aber es waren eben immer neue Projekte unterschiedliche Inhaltungen Aufgaben war reizvoll.

00:37:44: Wann kam der Moment wo du Das Bild vor Augen hat?

00:37:50: es, ich könnte hier bis in die Geschäftsführung mich weiterentwickeln.

00:37:57: Ich glaube nicht dass das Moment bei mir kam.

00:38:04: Es war nie, das war auch nie meine Frage!

00:38:06: Also es waren nie... Ich habe nie eine Karriereplanung gemacht.

00:38:09: Das ging bei mir eigentlich nie über den Plan sondern immer über dem Inhalt.

00:38:14: Das ist was, was mich catcht wenn ich ein Thema hab und der Überzeugungen bin, es geht besser Oder es geht anders, und das kann man auch noch machen.

00:38:23: Das ist eigentlich mein Motor!

00:38:25: Und nicht ich will da und da landen.

00:38:29: Ehrlich gesagt wird's mich auch heute nicht... Nee, das ist nicht mein Ding nach Karriere-Stufen zu entscheiden sondern mir gehts um Inhalte und um Dinge die man bewegen kann.

00:38:45: Welche Chance habe ich was zu bewegen?

00:38:49: dass mit jeder dieser Bewegungen kam dann auch eine Bewegung auf der Karriereleiter sozusagen.

00:39:00: Ja, sehr interessant!

00:39:02: Ist das auch das was du junge Menschen empfehlen würdest die noch sage ich mal nach ihren Weg suchen sich mehr auf das Inhaltliche auf die eigene Wirkung zu konzentrieren?

00:39:19: Ja, also ich habe nichts anderes erfahren.

00:39:23: Ich halte es auch für grundlegend falsch nach einer, also eine Karriereperspektive zum Motivationsanlass zu nehmen.

00:39:32: Ich glaube das muss intrinsisch kommen und aus dir selber rauskommen.

00:39:36: du musst es wollen, du musst bewegen wollen.

00:39:40: Das ist ja auch ne Energie die man vielleicht hoffentlich wo dann umfällt auch was mitnimmt und weiter trägt Und wenn das Unternehmen das dann noch honoriert, ist es natürlich super.

00:39:55: Ich finde es aber von grundsätzlich den falschen Weg zu sagen mein Ziel ist es Bundeskanzler zu werden.

00:40:02: deswegen habe ich mal folgendes geplant.

00:40:08: Da bist du auch nicht ehrlich dabei, nicht authentisch.

00:40:13: Wie sieht's aus mit dem Thema Mentorinnen oder MentorInnen auf dem Weg?

00:40:20: braucht man jemanden, der einen begleitet?

00:40:24: So ein bisschen außerhalb der Hierarchie vielleicht?

00:40:27: oder wie war es denn bei dir?

00:40:33: Nee ich könnte nicht sagen dass sich jetzt so eine klassischen Mentorin hatte die mich bis zu dieser Position begleitete.

00:40:42: Natürlich meine Gesellschaft und viele Kollegen haben mich begleiten.

00:40:47: Die haben mich auch immer wieder Inspiriert einfach, wenn man in den Dispo geht durch den Arbeitsalltag.

00:40:54: Aber so ein klassisches Mentorship, wie man das aus Rumbanen kennt oder Protischee seinen Schützling

00:41:03: quasi

00:41:04: bis zur Beerbung begleitet an dem dicken Schreibtisch.

00:41:08: Das hatte ich in der Form nicht habe Ich auch nicht vermisst.

00:41:12: wichtig finde ich immer dass man Impulse bekommt.

00:41:16: Das ist wirklich wichtig und dass man in Sparing gehen kann mit jemanden, der auch nochmal eine andere Sichtweise hat oder bestimmte Erfahrungen teilt von dem man einfach lernen kann.

00:41:33: Wir kommen langsam zum Schluss und ich bin fast traurig darüber Martina weil ich nicht könnte hier mit dir noch drei Stunden sprechen.

00:41:40: das sind so viele spannende Themen.

00:41:44: Eine Sache möchte ich unbedingt noch ansprechen.

00:41:46: Das ist so ein bisschen der Elefant im Raum, das Thema Frauen in Führungsverantwortung.

00:41:53: Ich sage mal kurz persönlich meinen Sicht auf dieses Thema.

00:41:57: Ich war viele Jahre dagegen Dinge wie Koten einzuführen oder ja.

00:42:04: also ich war der Meinung jeder hat die Möglichkeit hier in Deutschland vielleicht anders als andere Länder Hier in Deutschland die Möglichkeit, sich halt durch wie du gesagt hast mit den Halten auseinanderzusetzen.

00:42:21: Sich einzubringen etc.

00:42:22: voranzukommen.

00:42:24: Irgendwann habe ich auch dann Geduld verloren und gedacht Mensch so viele Jahre und gefühlt kommen wir da auch nicht so schnell voran bei dem Thema.

00:42:33: vielleicht ist doch an den Koten was dran.

00:42:35: also Ich bin da bei dem thema auch immer noch auf der Suche.

00:42:41: Ich möchte mich nicht in reinen Frauenrunden und Themen verewigen, weil ich glaube nicht dass das förderlich ist.

00:42:50: Wir brauchen gemischte Teams.

00:42:52: Auf der anderen Seite sehe ich gerade auch hinter Logistik, dass wir da immer noch nicht genug Frauen haben In den Führungsebenen.

00:43:01: Deshalb interessiert mich das ob das etwas ist was dich beschäftigt oder wo du aktiv bist, das mit zu ändern?

00:43:13: Wie ist da deine Erfahrung?

00:43:17: Also zunächst bei uns im Unternehmen gibt es sehr viele Frauen.

00:43:22: Das ist hier im Haus also in der operativen wie im gewerblichen Bereich.

00:43:26: ich fühle mich überhaupt nicht unterrepräsentiert und davon habe viele Frauen um mich natürlich auch viele Männer.

00:43:35: Die Sache mit der Führungsposition, ja das ist durchaus etwas worüber man sprechen kann und sollte.

00:43:42: Ich habe die Erfahrung nicht bei Go gemacht also ich vielleicht dauert es einen Ticken länger bis man als Frau... Also wo man nicht nur die Kleine isst ihr irgendwo mit Rumhex sondern wo man denkt so okay Vielleicht kann sie's doch.

00:44:00: aber da kann ich mich tatsächlich nicht beschweren.

00:44:03: Es ist grundsätzlich gibt es einen Führung wieder in dieser Diskussion.

00:44:09: Ich kann die schon gut verstehen, wenn du sagst Frauenfote ist nix für mich ich bin genau auf dem gleichen Schlag auf gar keinen Fall.

00:44:16: das macht die Sache ja nicht besser.

00:44:18: allerdings wie bekommt man die Gesellschaft schneller an diesem Punkt dass die das Geschlecht kein entscheidendes Kriterium mehr ist.

00:44:27: darum geht es ja im Grunde genommen, dass Frauen genau so wahrgenommen werden.

00:44:33: Ich sehe nach wie vor und wir diskutieren das auch intern manchmal, wenn wir über solche Fragen ins Gespräch kommen zufällig.

00:44:43: Es gibt einen bottleneck und ich habe auch noch keine Lösung dafür gefunden Und es ist der biologische Vorgang des Kindergeberns.

00:44:52: Also solange eben nur Frauen schwanger werden Kinder austragen können und gebären können wird es sehr wahrscheinlich immer ein leichten biologischen oder einen Berufsbiografischen Buch geben.

00:45:08: Wobei sich diese Zeiten ja schon wahnsinnig verändert haben, dass in dem Männereltern Zeit nehmen und in denen Frauen schneller wieder in den Job zurückkehren.

00:45:19: also solche Beispiele haben wir durchaus auch.

00:45:22: Aber es ist schlichtweg ein Fakt, um den man schwer rumkommt und wenn eine Frau länger aussteigt.

00:45:28: Ich bin ja selber auch ausgestiegen erst mal aus dem Job.

00:45:31: Und dann wieder rein, das war total schwierig damals.

00:45:34: Also ich wollte ja nur so ein bisschen Rainfood haben, ein bisschen was machen, was Tolles und nicht nur mit anderen Müttern am Spielplatz ran sitzen.

00:45:44: Das klingt jetzt auch bösartig ist, ist nicht so gemeint.

00:45:47: aber viele Mütter wissen wahrscheinlich schon, was ich meine Und ich habe mich dann beworben, da hieß es nicht.

00:45:55: Ich bin leider zu überqualifiziert.

00:45:57: Also ich wollte wirklich nur so eine Art Minijob haben!

00:46:00: Für die meisten war ich entweder überqualificiert oder ich hatte zu wenig Zeit.

00:46:07: Das ist erstmal ne Hürde und sehr häufig fühlt sie eben schon zu einem... berufs biografischem Bruch oder zu einem Dämpfer, zu einer Delle aus der sich die Frauen dann

00:46:22: mühsam

00:46:22: rausarbeiten müssen wenn sie die Kehrarbeit zu erledigen Zuhause.

00:46:27: Man kann Kinder schlechterdings sich selbst überlassen das sind ja keine Katzen.

00:46:31: Wenn kann man kein Katzenklo hinstellen und einen Futternapfen sagen ich bin heute Abend wieder zu Hause.

00:46:36: also diese Form der Kehrarbeiten muss man da möchte man ja auch leisten und wenn die Entscheidung ist Auch diesen Teil übernimmt.

00:46:46: Dann gibt es heute noch kein gutes Modell, diese Kehrarbeit und damit fängt's eigentlich an adäquat zu honorieren als Leistung auch als gesellschaftliche Leistungen von der Familie.

00:47:01: Das müssen die Familien ausmachen aber als gestschaftliche Leistung und da mag Elternzeit vielleicht ein bisschen helfen Und Arbeitszeitmodelle, die es erlauben remote zu arbeiten oder sehr viel flexibler zu agieren.

00:47:18: Als das noch zu der Zeit war, als meine Tochter klein war.

00:47:23: Das hilft auf jeden Fall.

00:47:25: ich glaube

00:47:26: wir müssen einfach wie sie ja hoch und auch die Frauen machen lassen.

00:47:34: Also ich kann es nicht anders sagen Ich habe in diesem Unternehmen gute Erfahrungen damit gemacht.

00:47:40: Ich wurde zu keiner Zeit diffamiert und wer etwas zu sagen hat, der will sich schon nach vorne durcharbeiten.

00:47:48: Ja, da haben wir beide Glück.

00:47:50: Ähnlich wie du hatte ich wirklich die Chance auch sehr spannende Führungspositionen zu begreiten und kann mich da nicht beschweren.

00:48:00: Seh nur um mich herum andere Beispiele und hoffe dass wir alle gemeinsam immer mehr in die richtige Richtung gehen.

00:48:11: Martina!

00:48:12: Ich weiß so hast ein volles Terminkalender.

00:48:16: Ja, wir werden jetzt langsam zum Schluss kommen.

00:48:21: Was dürfen wir Go Express für die nächsten zehn Jahre wünschen?

00:48:27: Erfolgt natürlich!

00:48:31: Nein, ihr dürft alles Gute wünscht.

00:48:33: Wir tun das.

00:48:34: Unsere tragen wir dazu bei versprochen.

00:48:38: also

00:48:39: ich glaube wenn wir weiter darauf achten wo wo unsere DNA ist und wie die Anforderungen der Kunden sind.

00:48:50: Wenn wir weiter achtsam mit den Kunden und unseren Mitarbeitern umgehen, dann dürft uns das ganz gut gelingen und dabei kannst du uns alles Gute wünschen.

00:49:01: Ja prima!

00:49:01: Das wünsche ich euch auch.

00:49:04: Wie gesagt, den White Glove Service werde ich mal ausprobieren und freue mich schon drauf.

00:49:11: Ja, und wenn jemand hier mitgehört hat und nicht nur deine Kollegen-Kolleginnen in den Gerustationen kennenlernen möchte, sondern dir irgendwo folgen möchtest, mitverfolgen wie du das Unternehmen mit deinem Team weiterentwickelst.

00:49:27: Wo erreicht man dich am besten?

00:49:30: Auf LinkedIn!

00:49:31: Auf LinkedIn

00:49:34: oder sonst Kontakt.

00:49:35: über unserer Website stehen alle Daten aber LinkedIn ist immer gut

00:49:40: Perfekt!

00:49:41: Wunderbar, dann alle Martina folgen.

00:49:44: Da gibt es immer spannende Beiträge zum Thema Express und wertvolle Sendungen.

00:49:52: Martina vielen, vielen Dank hat viel Spaß gemacht in Deine Welt mit Dir reinzuschauen Und vielen Dank dass Du hier im Logistikgeschichten Podcast warst.

00:50:05: Ich danke dir fürs Interesse und schönen Tag wünsche ich noch

00:50:09: Bis bald, danke.

00:50:11: Mach's gut!

00:50:11: Tschüss.